Steuersplitting rechner

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    Splittingtabelle 2018, 2017, 2016, 2015, 2014, 2013 + Steuerrechner

    Willkommen bei Splittingtabelle.de

    Splittingtabelle Rechner + PDF

    Hier können Sie die Einkommensteuer nach dem Splittingtarif online berechnen oder die Splittingtabelle kostenlos downloaden. Außerdem können Sie mit dem Ehegattensplitting-Rechner den Steuervorteil für die Jahre 2018, 2017, 2016, 2015, 2014, 2013, 2012, 2011 und 2010 durch den Splittingtarif berechnen.

    Inhaltsverzeichnis

    Steuerrechner Ehegattensplitting mit Splittingtabelle

    Steuerrechner Splitting

    Kostenloser Download der Splittingtabelle 2018, 2017, 2016, 2015, 2014, 2013, 2012, 2011 und 2010

    Die Splittingtabelle gilt für Ehegatten und eingetragener Lebenspartner, sofern sie die Zusammenveranlagung mit dem Ehegattensplitting wählen. In der Splittingtabelle finden Sie die zu zahlende Einkommensteuer, Kirchensteuer und den Solidaritätszuschlag in Abhängigkeit vom zu versteuernden Einkommen.

    Bitte beachten Sie, dass die Splittingtabelle – wie die Grundtabelle – die Jahressteuer wieder gibt. AuГџerdem sind beim zu versteuernden Einkommen bereits alle Werbungskosten, Sonderausgaben und auГџergewГ¶hnliche Belastungen bgezogen. Sie mГјssen also zunГ¤chst das sogenannte zu versteuernde Einkommen ermitteln und dann aus der Splittingtabelle die Steuer ablesen.

    In der Splittingtabelle sind sowohl der Durchschnittssteuersatz als auch der Grenzsteuersatz ausgewiesen. Der Durchschnittssteuersatz gibt an, wie viel Steuer Sie bezogen auf Ihr Einkommen zahlen. Der Grenzsteuersteuersatz gibt dagegen an, wie hoch die steuerliche Belastung der zuletzt verdienten 100 Euro ist. Der Grenzsteuersatz ist immer höher, als der Durchschnittssteuersatz, da der Einkommensteuertarif progressiv ist. Beide Steuersätze sind für die Einkommensteuer, als auch für die Gesamtsteuerbelastung nach Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer von 9% ausgewiesen.

    • Splittingtabelle 2018
    • Splittingtabelle 2017
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    • Splittingtabelle 2014
    • Splittingtabelle 2013
    • Splittingtabelle 2012
    • Splittingtabelle 2011
    • Splittingtabelle 2010
    • Splittingtabelle 2009

    Bitte beachten Sie, dass die Splittingtabelle nicht die ab 500.000 € geltende Reichensteuer mit 45% beinhaltet. Die Reichensteuer gilt nur für sogenannte Überschusseinkünfte und nicht für Gewinneinkünfte.

    Die Einkommensteuerveranlagung (Zusammenveranlagung und Einzelveranlagung)

    Die Einkommensteuer wird grundsätzlich nach Ablauf des jeweiligen Kalenderjahrs nach dem zu versteuernden Einkommen veranlagt, das der Steuerpflichtige in diesem Jahr bezogen hat. Das Veranlagungsverfahren wird regelmäßig durch eine Erklärung des Steuerpflichtigen über die von ihm in dem betreffenden Jahr bezogenen Einkünfte (Steuererklärung) in Gang gesetzt. Die Steuer wird durch Bescheid festgesetzt. Ehegatten, die beide unbeschränkt steuerpflichtig sind und nicht dauernd getrennt leben, können zwischen Zusammenveranlagung und getrennter Veranlagung wählen. Gegebenenfalls können sie stattdessen auch die besondere Veranlagung für den Veranlagungszeitraum der Eheschließung wählen.

    Ab 2013 können Ehegatten anstelle der getrennten und besonderen Veranlagung nur die Einzelveranlagung wählen. Durch das Steuervereinfachungsgesetz 2011 wurden die Veranlagungsarten für Eheleute von sieben möglichen auf nur noch vier mögliche Veranlagungs- und Tarifvarianten für Ehegatten reduziert. Ab dem Veranlagungszeitraum 2013 fallen die getrennte Veranlagung mit Grundtarif und die besondere Veranlagung mit Grundtarif oder Witwensplitting weg, sodass nur noch verbleiben:

    • Einzelveranlagung mit Grundtarif
    • „Sondersplitting” im Trennungsjahr
    • Verwitwetensplitting (sog. Gnadensplitting)
    • Zusammenveranlagung mit Ehegattensplitting

    Bei der Zusammenveranlagung werden die von den Ehegatten erzielten Einkünfte zusammengerechnet und den Ehegatten gemeinsam zugerechnet, sie werden grundsätzlich gemeinsam als ein Steuerpflichtiger behandelt. Die Einkommensteuer wird nach dem Splitting-Verfahren ermittelt. Dabei wird für die Hälfte des gemeinsamen Einkommens die Steuer nach dem Einkommensteuertarif berechnet und die Steuer dann verdoppelt. Bei diesem Verfahren ergibt sich regelmäßig eine niedrigere Steuer als bei getrennter Veranlagung.

    Bei der getrennten Veranlagung werden jedem Ehegatten die von ihm bezogenen Einkünfte zugerechnet. Die als Sonderausgaben abzuziehenden Beträge werden bei dem Ehegatten berücksichtigt, der sie geleistet hat. Die zu berücksichtigenden außergewöhnlichen Belastungen und Steuerermäßigungsbeträge bei Aufwendungen für haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse/Dienstleistungen werden bei jedem Ehegatten zur Hälfte abgezogen, sofern die Ehegatten nicht eine andere Aufteilung wählen. Der Besteuerung wird der Einkommensteuertarif zugrunde gelegt.

    Bei der ab 2013 wählbaren Einzelveranlagung der Ehegatten werden Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen und die Steuerermäßigung bei Aufwendungen für haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse/Dienstleistungen dem Ehegatten zugerechnet, der die Aufwendungen wirtschaftlich getragen hat. Auf übereinstimmenden Antrag der Ehegatten werden sie jeweils zur Hälfte abgezogen. Die Einzelveranlagung stellt eine signifikante Änderung gegenüber der getrennten Veranlagung nach altem Recht dar, welche sie ersetzt. Die Einzelveranlagung nach § 26a Abs. 2 EStG in der neuen Fassung ermöglicht nicht mehr die steueroptimierende freie Zuordnung verschiedener Kosten. Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen und die Steuerermäßigung nach § 35a EStG werden demjenigen zugerechnet, der sie wirtschaftlich getragen hat. Aus Vereinfachungsgründen lässt die Neufassung bei übereinstimmendem Antrag der Ehegatten eine hälftige Zuordnung der Aufwendungen zu; in begründeten Einzelfällen reicht jedoch auch der Antrag des Ehegatten, der die Aufwendungen getragenen hat, aus. Die zumutbare Belastung (§ 33 EStG ) wird bei einzeln veranlagten Ehegatten nach dem Gesamtbetrag der Einkünfte des einzelnen Ehegatten bestimmt und nicht wie bei der getrennten Veranlagung nach dem Gesamtbetrag der Einkünfte beider Ehegatten.

    Bei der besonderen Veranlagung für den Veranlagungszeitraum der Eheschließung werden Ehegatten so behandelt, als ob sie diese Ehe nicht geschlossen hätten.

    Während Ehegatten bisher ihre bei Abgabe der Steuererklärung getroffene Wahl der Veranlagungsart bis zur Bestandskraft des betreffenden Steuerbescheids und auch im Rahmen von Änderungsveranlagungen beliebig oft ändern konnten, wird künftig die Wahl der Veranlagungsart durch Angabe in der Steuererklärung bindend und kann innerhalb eines Veranlagungszeitraums nach Eintritt der Unanfechtbarkeit des Steuerbescheids nach § 26 Abs. 2 Satz 4 i. F. d. StVereinfG 2011 nur noch dann geändert werden, wenn (kumulativ):

    • ein die Ehegatten betreffender Steuerbescheid aufgehoben, geГ¤ndert oder berichtigt wird,
    • die Г„nderung der Wahl der Veranlagung beim Finanzamt bis zum Eintritt der Bestandskraft des Г„nderungs- oder Berichtigungsbescheids mitgeteilt wird und
    • die Einkommensteuer der Ehegatten nach Г„nderung der Veranlagungsart niedriger ist, als sie ohne letzteres wГ¤re. Die Einkommensteuer der einzeln veranlagten Ehegatten ist hierbei zusammenzurechnen.

    Der Einkommensteuertarif

    Der Grundtarif

    Der Einkommensteuertarif, nach dem auch die Lohnsteuer berechnet wird, ist das Kernstück der Einkommensteuer. Nach ihm richtet sich grundsätzlich die vom Steuerpflichtigen aus seinem Einkommen zu tragende Einkommensteuer (Lohnsteuer). Der Aufbau des Einkommensteuertarifs wird wesentlich dadurch bestimmt, dass die Steuerbelastung sowohl dem Finanzbedarf des Staates als auch – unter dem Gesichtspunkt der steuerlichen Gerechtigkeit und aus sozialen Gründen – der Leistungsfähigkeit des Steuerpflichtigen angepasst sein muss. Er ist wie folgt gestaltet:

    Von dem zu versteuernden Einkommen bleibt ein Grundfreibetrag steuerfrei; ab 2010 beträgt er 8.004 Euro/16.008 Euro (Ledige/Verheiratete). Für das über dem Grundfreibetrag liegende zu versteuernde Einkommen steigen die Steuersätze in zwei linear-progressiven Zonen von 14 Prozent (Eingangssteuersatz) bei einem zu versteuernden Einkommen von 8.005 Euro/16.009 Euro (Ledige/Verheiratete) bis auf 42 Prozent (Spitzensteuersatz) an. Ab 52.882 Euro/105.764 Euro (Ledige/Verheiratete) wird jeder Einkommenszuwachs gleichbleibend (sogenannte Proportionalzone) mit 42 Prozent besteuert. Seit dem Jahr 2007 gilt für besonders hohe zu versteuernde Einkommen ein um 3 Prozent erhöhter Steuersatz von 45 Prozent. Mit dem Tarif 2010 wurde die Grenze auf zu versteuernde Einkommen ab 250.731 Euro/501.462 Euro (Ledige/Verheiratete) festgelegt. In den beiden linear-progressiven Zonen steigt die Steuerbelastung des Einkommenszuwachses (Grenzbelastung) mit unterschiedlicher Steigung – linear an. Sie ist in der oberen Proportionalzone konstant. Die Steuerbelastung im Verhältnis zum gesamten zu versteuernden Einkommen (Durchschnittsbelastung) steigt mit wachsendem Einkommen und nähert sich für sehr hohe Einkommen dem Spitzensteuersatz.

    Bei außerordentlichen Einkünften können zur Vermeidung von Härten, die sich durch die Tarifprogression ergeben können, Tarifvergünstigungen in Anspruch genommen werden. Hierfür kommen insbesondere Einkünfte in Betracht, die einmalig zufließen (z. B. Entschädigungsleistungen, betriebliche Veräußerungsgewinne und bestimmte Einkünfte aus einer mehrjährigen Tätigkeit). Die Tarifvergünstigung ergibt sich dadurch, dass die außerordentlichen Einkünfte, die begünstigt werden, durch 5 geteilt werden und die dann hierauf entfallende Steuer mit 5 multipliziert wird (Fünftelregelung). Die Einkommensteuer nach der Fünftelregelung kann mit dem Abfindungsrechner berechnet werden.

    Der Splittingtarif

    Rechtsgrundlage für den Splittingtarif ist § 32a Abs. 5 EStG. Beim Splittingtarif handelt es sich um den normalen Einkommensteuertarif, wobei das Einkommen beider Ehegatten bzw. Lebenspartner zusammengerechnet und halbiert wird (Mittelung). Die darauf entfallende Einkommensteuer wird dann verdoppelt oder anders ausgedrückt: Bei Ehegatten bzw. Lebenspartnern, die nach den §§ 26, 26b zusammen zur Einkommensteuer veranlagt werden, beträgt die tarifliche Einkommensteuer das Zweifache des Steuerbetrags, der sich für die Hälfte ihres gemeinsam zu versteuernden Einkommens ergibt (Splitting-Verfahren). Durch die Mittelung des Einkommens können sich besonders bei großen Einkommensunterschieden zu Steuervorteilen durch den Progressionseffekte kommen. Voraussetzung für den Splittingtarif ist, dass Sie mit Ihrem Ehegatten bzw. Lebenspartner zusammen zur Einkommensteuer veranlagt werden. Für die Zusammenveranlagung müssen folgende Voraussetzungen vorliegen

    • rechtsgГјltige Ehe/ Lebenspartnerschaft
    • zusammenlebend (nicht dauernd getrennt lebend) und
    • ein Antrag auf Zusammenveranlagung

    Nur wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, wird der Splittingtarif angewendet. Zusammenlebend ist man, wenn Sie mindestens einen Tag mit Ihrem Ehegatten bzw. Lebenspartner zusammen gewohnt und eine wirtschaftliche Gemeinschaft gebildet haben. Auch wenn Sie unterschiedliche Wohnsitze hatten, können Sie zusammen gelebt haben. Es ist ausreichend, wenn die Voraussetzungen am Anfang des Steuerjahres vorlagen oder im Laufe des Steuerjahres eingetreten sind.

    Verwitwete Ehegatten können den Splittingtarif auch noch im folgenden Jahr nach dem Tod des Ehegatten/ Lebenspartners in Anspruch nehmen (sog. Gnadensplitting gem. § 32a Abs. 6 Satz 1 Nr. 1 EStG).

    Steuertipp: Das Ehegattensplitting soll Ehepaare steuerlich begГјnstigen. Am 6. Juni 2013 hat das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) entschieden, dass der Splittingtarif auch fГјr Partner einer eingetragenen Lebenspartnerschaften gilt und angeordnet, dass entsprechende Gesetzesregelungen rГјckwirkend zum 1. August 2001 zu Г¤ndern sind. Hier finden Sie das Urteil vom Bundesverfassungsgericht

    Der Splittingtarif wird auch beim Lohnsteuerabzug in den Steuerklassenkombinationen 3/5 und 4/4 steuermindernd berücksichtigt. Um die optimale Steuerklasse zu ermitteln können Sie unseren Steuerklassenrechner verwenden. Aus der Splittingtabelle leiten sich die monatlichen Lohnsteuertabellen für zusammenveranlagte Ehegatten ab. Wenn Sie wissen möchten, was Sie monatlich an Lohnsteuer entrichten bzw. einbehalten müssen, dann benötigen also nicht die Splittingtabelle oder Grundtabelle, sondern die Lohnsteuertabellen. Die Lohnsteuertabelle können Sie unter Lohnsteuertabelle-online kostenlos als PDF-Datei downloaden.

    Welchen Steuervorteil bringt das Ehegattensplitting und wann ist die Einzelveranlagung gГјnstiger?

    In der Regel ist die Zusammenveranlagung nach der Splittingtabelle steuerlich günstiger als die Einzelveranlagung. Das liegt vor allem daran, dass durch die Zusammenveranlagung nicht ausgenutzte Steuerfreibeträge bzw. auch Verlustvorträge vom anderen ausgenutzt werden können und der Steuersatz geringer ist, da die Einkommensteuer auf das gemittelte Einkommen berechnet wird und so der Steuertarif abgemildert wird. Der Steuervorteil durch das Splittingverfahren ist besonders hoch, wenn besonders hohe Einkommensunterschiede vorliegen, wie z.B. wenn ein Ehegatte/ Lebenspartner keine Einkünfte erzielt und der andere im Spitzensteuersatz liegt. Der maximale Splittingvorteil beträgt im Normalfall bei ca. 9.000 Euro und kann in Ausnahmefällen (Einkommen über 500.000 Euro) bei ca. 16.000 Euro.

    Berechnen Sie den Splittingvorteil: Grundtabelle vs. Splittingtabelle

    Im Ausnahmefall kann die getrennte Veranlagung (Besteuerung nach der Grundtabelle) steuerlich günstiger sein. Die getrennte Veranlagung kann günstiger sein, bei Vorsorgeaufwendungen, außergewöhnlichen Belastungen, Einkünften unter Progressionsvorbehalt und Verlustvorträgen. Sie sollten immer beide Steuerberechnungen durchführen und ggf. die getrennte Veranlagung beantragen. Hier erhalten Sie Hilfe von einem Steuerberater in Sachen Splittingtabelle.

    Antrag auf Zusammenveranlagung bei eingetragener Lebenspartnerschaft

    Seit dem 01.08.2001 können zwei Personen gleichen Geschlechts eine Lebenspartnerschaft nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz (LPartG) begründen. Das Rechtsinstitut der Lebenspartnerschaft ist zwar dem Rechtsinstitut der bürgerlichen Ehe i. S. v. Art. 6 GG, §§ 1303 ff. BGB nachempfunden, entspricht dieser aber nicht. Mit dem „Gesetz zur Beendigung der Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Gemeinschaften: Lebenspartnerschaften” vom 16.02.2001 ( BGBl 2001 I S. 266) ist eine Vielzahl von Rechtsvorschriften im Hinblick auf die Einführung der Lebenspartnerschaft angepasst worden. Steuerrechtliche Regelungen sind nicht Gegenstand dieses Gesetzes gewesen.

    Die §§ 26, 26b EStG ließen deshalb nach bisheriger Auffassung lediglich die Zusammenveranlagung von Ehegatten zu, setzten also das Bestehen einer bürgerlichen Ehe zwischen Personen unterschiedlichen Geschlechts voraus. Lebenspartnern i. S. d. LPartG stand die Zusammenveranlagung hiernach wegen des eindeutigen Wortlauts – ebenso wie die getrennte Veranlagung von Ehegatten nach § 26a EStG und die besondere Veranlagung im Jahr der Eheschließung nach § 26c EStG – nicht offen. Entsprechende Anträge waren deshalb abzulehnen und für die Lebenspartner Einzelveranlagungen durchzuführen. Aufgrund diverser anhängiger Verfahren bestanden bisher jedoch keine Bedenken, Einsprüche mit Zustimmung des Einspruchsführer nach § 363 Abs. 2 AO ruhen zu lassen und auf Antrag Aussetzung der Vollziehung zu gewähren (vgl. Anlage 1 Einzelheiten zur Behandlung eingetragener Lebenspartner im Veranlagungsverfahren).

    Mit dem am 06.06.2013 veröffentlichten Beschluss vom 07.05.2013 2 BvR 909/06 , 2 BvR 1981/06 , 2 BvR 288/07 hat das Bundesverfassungsgericht nunmehr entschieden, die Ungleichbehandlung von Verheirateten und eingetragenen Lebenspartnern in den Vorschriften der §§ 26, 26b, 32a Abs. 5 EStG zum Ehegattensplitting stelle eine am allgemeinen Gleichheitssatz des Art. 3 Abs. 1 GG zu messende mittelbare Ungleichbehandlung wegen der sexuellen Orientierung dar. Es hat diese Rechtsnormen daher mit Wirkung ab Inkrafttreten des Lebenspartnerschaftsgesetzes am 01.08.2001 als mit Art. 3 Abs. 1 GG für unvereinbar erklärt. Das BVerfG hat die den Verfassungsbeschwerden zu Grunde liegenden Urteile des BFH vom 26.01.2006 – III R 51/05 ( BStBl 2006 II S. 515), vom 20.07.2006 – III R 8/04 ( BStBl 2006 II S. 883) und vom 19.10.2006 – III R 29/06 (BFH/NV 2007 S. 663) aufgehoben und die Verfahren an den BFH zurückverwiesen und den Gesetzgeber verpflichtet, den festgestellten Verfassungsverstoß unverzüglich rückwirkend zum Zeitpunkt der Einführung des Instituts der Lebenspartnerschaft zu beseitigen.

    Im Sinne einer Übergangsregelung hat das BVerfG angeordnet, dass die §§ 26, 26b, 32a Abs. 5 EStG bis zum Inkrafttreten der geforderten gesetzlichen Neuregelung mit der Maßgabe anwendbar bleiben, dass auch eingetragene Lebenspartner , deren Veranlagungen noch nicht bestandskräftig durchgeführt sind, mit Wirkung ab dem 01.08.2001 unter den für Ehegatten geltenden Voraussetzungen eine Zusammenveranlagung und die Anwendung des Splittingverfahrens beanspruchen können. Der Lesben- und Schwulenverband Deutschland e. V. (LSVD) ruft von der Entscheidung des BVerfG betroffene Bürger dazu auf, „beim Finanzamt den Vollzug der Vollstreckung zu beantragen” und stellt entsprechende Musterschreiben zur Verfügung.

    Da die Umsetzung der Entscheidung jedoch noch einer näheren Prüfung bedarf, bitte ich zunächst wie folgt zu verfahren: Anträge auf Zusammenveranlagung eingetragener Lebenspartner dürfen ab sofort nicht mehr abgelehnt werden. Die Bekanntgabe von Steuerbescheiden auf der Grundlage einer Einzelveranlagung i. S. d. § 25 EStG ist nach der Entscheidung des BVerfG nicht mehr zulässig. Soweit betroffene Steuerpflichtige die Anwendung der Entscheidung in noch offenen Einkommensteuerveranlagungen beantragen, bitte ich diese zu informieren, dass die Umsetzung der Entscheidung erst nach Klärung der noch offenen Fragen erfolgen kann. Hierzu kann der als Anlage 3 beigefügte Text verwendet werden.

    In allen anhängigen Einspruchsverfahren ist Aussetzung der Vollziehung nach § 361 Abs. 2 AO zu gewähren, da die Unrechtmäßigkeit der Bescheide evident ist. Einkommensteuer-Vorauszahlungen sind nicht mehr auf der Basis der Ergebnisse einer Einzelveranlagung festzusetzen. Sie sind vielmehr an die Einkommensteuer anzupassen, die sich für den Veranlagungszeitraum voraussichtlich ergeben wird (§ 37 Abs. 3 Satz 3 EStG). Im maschinellen Verfahren ist eine Umsetzung derzeit nicht möglich.

    Gehen neue Anträge auf Vergabe der Steuerklassen III bis V ein, ist zunächst weiterhin nach der in der Anlage 2 beschriebenen Verfahrensweise vorzugehen. Dies bedeutet, dass die nach dem bisherigen Gesetzestext nur für Ehegatten vorgesehenen Steuerklassen im Wege der Aussetzung der Vollziehung gewährt werden, da die Entscheidung diese Thematik nicht unmittelbar behandelt.

    Anlage 3 Mustertext zur Umsetzung des Beschlusses des BVerfG vom 07.05.2013: Das Bundesverfassungsgericht hat mit seinem am 06.06.2013 veröffentlichten Beschluss vom 07.05.2013 2 BvR 909/06 , 2 BvR 1981/06 , 2 BvR 288/07 , entschieden, die Ungleichbehandlung von Verheirateten und eingetragenen Lebenspartnern in den Vorschriften der §§ 26, 26b, 32a Abs. 5 EStG zum Ehegattensplitting stelle eine am allgemeinen Gleichheitssatz des Art. 3 Abs. 1 GG zu messende mittelbare Ungleichbehandlung wegen der sexuellen Orientierung dar. Es hat diese Rechtsnormen daher mit Wirkung ab Inkrafttreten des Lebenspartnerschaftsgesetzes am 01.08.2001 als mit Art. 3 Abs. 1 GG unvereinbar erklärt und den Gesetzgeber verpflichtet, den festgestellten Verfassungsverstoß unverzüglich rückwirkend zum Zeitpunkt der Einführung des Instituts der Lebenspartnerschaft am 01.08.2001 zu beseitigen.

    Die Urteilsgrundsätze sind über den entschiedenen Einzelfall hinaus erst nach Veröffentlichung der Entscheidung im Bundesgesetzblatt anwendbar, vgl. § 31 Abs. 2 Bundesverfassungsgerichtsgesetz. Die Finanzverwaltung prüft derzeit die Möglichkeiten der Umsetzung der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts. Bis dahin bitte ich Sie um Geduld. Bezug: akt. Kurzinfo Est 48/2003 OFD Münster 21.1.2013

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    Ehegattensplitting Rechner –

    Welche steuerlichen Vorteile bietet das Ehegattensplitting

    Ehegattensplitting was genau ist das?

    Beim Ehegattensplitting handelt es sich um ein Verfahren, dass in Deutschland zur Anwendung gelangt, und Steuervorteile verdeutlich.

    Dann handelt es sich um Ehegatten oder Lebenspartner mit einer gemeinsamen Veranlagung. Genauer gesagt geht es um die Einstufung der Ehepartner in die entsprechenden Steuerklassen. Wählen beide die Kombination IV/IV aus oder nimmt ein Ehepartner die Steuerklasse III, während der andere Ehepartner sich in die Steuerklasse V einstufen lässt. In diesem Fall kommt es zur Splitting vom Einkommen (Ehegattensplitting). Um die Kosten im Rahmen der Veranlagung genau zu berechnen, kann die Nutzung der leicht bedienbaren Ehegattensplitting Rechner erfolgen. Es ist lediglich die Eingabe des Verdienstes von Ehemann und Ehefrau sowie der Satz der Kirchensteuer einzugeben.

    Infos zur Funktionsweise des Ehegattensplitting Rechners

    Bei der Berechnung können sich Ehepaare entscheiden, ob Sie den jährlichen Verdienst oder das monatliche Einkommen zugrunde legen. Hinsichtlich des Kirchensteuersatzes liegt eine Vorgabe von acht oder neun Prozent vor. Nach dem Betätigen des Buttons Berechnen erscheinen die jeweils angeforderten Werte, auf deren Basis die Ermittlung der Bemessungsgrundlage erfolgt. Es handelt sich um die Beträge für die Einkommensteuer oder die Lohnsteuer, den Solidaritätszuschlag, die Kirchensteuer, die Summe der Steuern, der Nettobetrag sowie die steuerliche Belastung in Prozent. Ermittelt werden außerdem die Gesamtbeträge für eine Einzelveranlagung und eine Zusammenveranlagung. Ehepartner können daraus eine mögliche Steuerersparnis erkennen. Die Rede ist bei diesem Rechner oft von einem Einkommensrechner oder einem Gehaltsrechner. Zur Anwendung gelangen kann der Rechner auch, wenn die Steuererklärung der Ehepartner ansteht. Damit lassen sich erste Werte ermitteln, die den Ausgang der Erklärung erahnen lassen.

    Das Ehegattensplitting einfach und verständlich erklärt

    Beispiel Nr.1 : Ehepartner haben das gleich/ähnliche Einkommen (Steuerklasse 4)

    Hier zeigen wir Ihnen die Ergebnisse des Ehegattensplitting am Beispiel von einem Ehepaar mit gleichem Einkommen (20.000 Euro brutto)

    Erkenntnis: Es wird eindeutig erkenntlich, das bei gleichem Einkommen beider Ehepartner eine Zusammenveranlagung keine Auswirkungen hat. Beide Ehepartner erhalten eine Nettobetrag von 17.221,13 Euro und zahlen auf Ihre Einkommen von 20.000 Euro 2.778,13 Euro Steuern.

    In diesem Fall haben beide Partner die Steuerklasse 4. Sollten die Einkommen der Ehepartner auseinander liegen so herrscht meistens das Steuerklassen Verhältnis 3/5

    Beispiel Nr.2: Ehepartner haben unterschiedliches Einkommen (Steuerklasse 3/5)

    An diesem Beispiel verdeutlichen wir wie sich die Ergebnisse des Ehegattensplitting Rechners bei unterschiedlichen Einkommen auswirken. In diesem Fall hat der Ehemann ein Einkommen von 60.000 Euro (brutto) und die Ehefrau ein Einkommen von 20.000 Euro (brutto). Die Einkommen der Ehepartner sind sehr unterschiedlich

    Erkenntnis: In dem oben genannten Beispiel erhalten die Ehepaare kummuliert bei der Einzelveranlagung einen niedrigeren Nettobetrag (59.327,28 Euro) als bei der Zusammenveranlagung (61.136,60 Euro). Das Ehepaar profitiert in diesem Fall von der Zusammenverlagung. Das Ehepaar hat Netto 1809,32 Euro mehr zur Verfügung. Hier bietet sich die Zusammenveranlagung an.

    Es hat hier keinen Einfluss, ob der Ehemann oder die Ehefrau das höhere Einkommen hat.

    Der besser verdienende Partner hat in diesem Fall meist die Lohnsteuerklasse 3 und der Partner mit dem niedrigenen Einkommen die Lohnsteuerklasse 5.

    Diese Kombination macht sind, sobald 1 Partner 60% des Gesamteinkommens zusteuert.

    Um die Lohnsteuerklassen Kombination 3/5 zuerhalten, müssen die Ehepartner einen gemeinsame Steuererklärung abgeben.

    Vorteile des Ehegattensplittings

    Erfolgt eine Zusammenveranlagung von Ehegatten mit Splittingtarif wirkt sich dies auf die Einkünfte in der Regel günstiger aus, als wenn zu einer Einzelveranlagung kommt. Dadurch ist das Ausnutzen von Freibeträgen in einem optimalen Rahmen möglich. Von Vorteil ist das Splitting insbesondere für den Ehegatten, dessen Einkünfte ziemlich hoch ausfallen . Nach der Berechnung des zu versteuernden Einkommens fällt die Versteuerung des Einkommens des anderen Ehepartners niedriger aus. Somit spürt er einen deutlichen Steuervorteil. Jedoch können für den anderen Ehegatten wesentlich mehr Steuern anfallen. Ideal ist die Situation, wenn steuerlich relevante Einkünfte nur bei einem der Partner vorliegen. In diesem Fall ziehen beide den maximal möglichen Vorteil aus dem Ehegattensplitting. Eine Splittingtabelle vermittelt mehr Informationen zu den jeweiligen Werten.

    Die Splittingtabelle ( Splittingtarif ) von 1958 bis 2014 sieht wie folgt aus und stammt vom Bundesministerium für Finanzen.

    Wobei hilft die Splittingtabelle – der Splittingtarif?

    Die Splittingtabelle, auch Splittingtarif genannt, hilft bei zusammen veranlagten Ehepartner das Einkommenssteuer zuermitteln. Die oben dargestellte Splittingtabelle ist aufgeteilt in der linken Spalten in das Einkommen der Ehepaare sowie die einzelnen Jahre. Es lässt sich also links das Einkommen ermitteln und dann in dem jeweiligen Jahr die Einkommenssteuer die gezahlt werden muss.

    Was ist die Grundtabelle und was sagt die Grundtabelle aus?

    Die Grundtabelle gilt für die Ermittlung der Einkommensteuer bei Einzelveranlagungen bzw. getrennter Veranlagung. Diese Tabelle ist genau so wie die Splittingtabelle aufgebaut, allerdings nur für getrennt veranlagte Ehepaare gedacht.

    Beschreibung des Verfahrens

    Innerhalb des deutschen Einkommensteuerrechts existiert der Begriff „Splittingtarif“, der als Steuertarif bei Ehepaaren zur Anwendung gelangt. Im § 32a Abs. 5 EStG ist die Rechtsgrundlage für das Ehegattensplitting zu finden, mitunter als Familiensplitting bekannt. Zur Anwendung kommt das folgende Splittingverfahren:

    Zunächst erfolgt die Ermittlung des zu versteuernden Einkommens, auch als zvE bekannt. Steht das Gesamt-Einkommen der Ehegatten fest, erfolgt die Splittung oder Halbierung des Einkommens. Im Anschluss erfolgt die Ermittlung der Einkommensteuer für das halbierte Einkommen . Maßgebend ist der jeweils geltende Einkommensteuertarif. Es kommt zur Verdopplung des errechneten Einkommensteuerbetrages. Beide Ehegatten tragen die gleiche Steuerlast. Zum Tragen kommt also nicht die Leistungsfähigkeit, sondern die Wirtschaftsgemeinschaft des Ehepaares. Beim Ehegattensplitting ist also nicht entscheidend, wer wie viel verdient hat. Jedoch kommt es darauf an, ob bei progressiven Steuertarifen eine Differenz zwischen dem Einkommen der Ehegatten besteht. Schließlich ist die Progression dafür verantwortlich, dass es zum Anstieg der Steuer kommt, wenn die Differenz des Einkommens immer mehr wächst. Kompensiert wird dieser Effekt für Ehepaare durch das Splittingverfahren. Zur Anwendung gelangt dieses Verfahren in Abhängigkeit vom Steuertarif, der Höhe des zu versteuernden Einkommens und der Verteilung dieses Einkommens.

    Die Besonderheiten beim Ehegattensplitting

    Es kann auf der Grundlage von § 32a Abs. 6 Satz 1 Nr. 1 EStG zur Anwendung des so genannten Gnadensplittings kommen. Dieses greift, wenn einer der Ehepartner verstirbt. Dann wird diese Form des Splittings noch im darauffolgenden Jahr berücksichtigt. Außerdem kann bei einem nachehelichen Unterhalt das Splitting angewendet werden, wenn jemand erneut geheiratet hat. Dadurch kann ein Splittingvorteil erzielt werden. Dieser wird jedoch nicht auf das relevante Einkommen angerechnet, wenn es um die Ermittlung des nachehelichen Unterhaltes geht. Ein heikles Thema stellt zudem die Kombination Splitting und Kindesunterhalt dar. Da eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes noch nicht vorliegt, wird derzeit die strittige Anrechnung vom Splittingvorteil bei erneuter Heirat auf das relevante Einkommen durchgeführt, das für die Ermittlung des Kindesunterhalts erforderlich ist. Auch das Kindergeld an sich ist ein nicht zu unterschätzender Faktor. Schließlich ist die Frage zu klären, ob es einen Kinderfreibetrag gibt.

    Im übrigen gibt es das Ehegattensplitting in dieser Form nur in Deutschland. In Frankreich gibt es ein ähnliches Verfahren welches Familiensplitting genannt wird.

    Weitere wissenswerte Informationen über de Ehegattensplitting Rechner

    Jeder hat sicherlich davon schon gehört, doch im Detail weiß keiner so richtig etwas damit anzufangen, die Rede ist vom Ehegattensplitting. Was der Gesetzgeber mit dem Ehegattensplitting bezwecken möchte, wurde oben schon ausführlich dargestellt. Vom Grundgedanke und der Anlage vom Ehegattensplitting ist es eine von vielen Maßnahmen des Staates zur Familienförderung, hier bei den Steuern. Doch ein Blick ins Internet und in die bekannten Diskussionsforen zeigt es, das Ehegattensplitting ist immer wieder Gegenstand von Fragen. Für viele Menschen ist das Ehegattensplittung ein Buch mit sieben Siegeln und nur schwer verständlich. Oft wird hierbei zum Beispiel nach den Unterschieden zwischen Einzelveranlagung oder Zusammenveranlagung und vieles mehr gefragt.

    Hat das Ehegattensplitting Zukunft?

    So findet man in den Diskussionsforen zum Beispiel auch Fragen ob das Ehegattensplitting noch eine Zukunft hat, schließlich gehen auch immer mehr Frauen arbeiten. Die Antwort hierauf ist denkbar einfach, ja natürlich. Auch wenn beide Ehepartner arbeiten, lohnt sich das Ehegattensplitting. Alleine schon aufgrund der Tatsache dass immer noch viele Frauen im Vergleich zu den Männern immer noch deutlich weniger, zum Beispiel aufgrund von Fehlzeiten durch Elternzeit etc. verdienen. Auch ist im Vergleich zu Männern oftmals die Bezahlung deutlich schlechter. Unabhängig davon fallen für das Paar Steuern an, und genau diese Steuerlast kann man durch das Ehegattensplitting begrenzen. In welchem Umfang eine Begrenzung, also eine Reduzierung der Steuerlast möglich ist, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Es kann durchaus auch Einzelfälle gibt, in denen das Ehegattensplitting keinen positiven Effekt hat.

    Ehegattensplitting in einfachen Worten

    Oft tauchen in den Diskussionsforen im Internet auch noch Fragen auf, in denen in einfachen Worten nach dem Sinn des Ehegattensplittings gefragt wird. Angesichts der Komplexität unseres Steuerrechts und der Art der Formulierung sind diese Nachfragen verständlich. Vom Prinzip ist auch diese Frage einfach zu beantworten. Jedes Ehepaar steht bei der Steuererklärung vor der Frage der getrennten oder der gemeinsamen Veranlagung. Dies bedeutet nichts anderes als Wahlmöglichkeit ob man eine gemeinsame oder eine getrennte Steuerklärung abgibt . Gibt man eine gemeinsame Steuererklärung ab, kommt das Ehegattensplitting zum Einsatz. Hierbei verdoppeln sich unter anderem die Freibeträge zur Einkommenssteuer, was unterm Strich einen steuerlichen Vorteil bedeuten kann.

    Ehengattensplitting und Elterngeld

    Und ist erstmal verständlich was man unter Ehegattensplitting versteht, stellen viele die Frage ob dieses sinnvoll ist oder nicht. Hier muss man ganz klar sagen, es kommt auf den Einzelfall an, in der Regel macht es aber Sinn. Gerade bei einem Einkommen das unter dem Progressionsvorbehalt steht, kann man mit dem Ehegattensplitting einen Vorteil haben. Unter Progressionsvorbehalt bedeutet, dies ist ein Einkommen was zwar Steuerfrei ist, aber bei der Einkommensteuer berücksichtig wird.

    Beispiel: Ehegattensplitting und Elterngeld

    Um dies zu verdeutlichen, die Mutter in einer Familie befindet sich in Elternzeit. Für die Elternzeit erhält sie Elterngeld und sie hat noch ein Einkommen aus selbstständiger Arbeit. Dieses Einkommen aus selbstständiger Arbeit fällt während der Elternzeit mit 3000.00 Euro gering aus. Als Elterngeld hat sie 6000.00 Euro erhalten. Und genau jetzt kommt der Progressionsvorbehalt zum tragen, die 3000.00 Euro und die 6000.00 Euro werden zusammengerechnet. Mit der Folge dass sie den Freibetrag zur Einkommensteuer überschreitet und für die 3000.00 Euro Steuern anfallen.

    Dies kann man aber durch das Ehegattensplitting verhindern, da sich hierbei wie bereits erwähnt die Grundfreibeträge zur Einkommensteuer verdoppeln. In einem solchen Fall und der Anwendung vom Ehegattensplitting wären keine Steuern angefallen. Unterm Strich hätte man somit Steuern gespart.

    Für wen gilt das Ehegattensplitting?

    Auch ist immer wieder eine Frage, für wen gilt eigentlich das Ehegattensplitting? Ein Blick ins Steuerrecht genügt, das Ehegattensplitting gilt für alle Ehepaare und eingetragene Lebenspartnerschaften die ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland haben. Und das ganz egal ob es sich um hetero oder homosexuelle Paare handelt. Dass das Ehegattensplitting auch für homosexuelle Paare gilt, wurde erst im Jahr 2013 vom höchsten deutschen Gericht, dem Bundesverfassungsgericht klar und unmissverständlich in einem Urteil geklärt. Eine Homo-Ehe ist somit vollkommen gleichgestellt.

    Mit dem Urteil der Karlsruher Richter wurde aber nicht nur die Gleichstellung bestätigt, sondern die Richter gingen noch einen Schritt weiter. So können Paare bei denen bisher das Ehegattensplitting vom Finanzamt abgelehnt wurde, rückwirkend dieses einfordern. Eine rückwirkende Inanspruchnahme ist hierbei bis in Jahr 2001 möglich. Wobei die rückwirkende Inanspruchnahme voraussetzt, dass man seinen Steuerbescheiden widersprochen hat oder dass es sich um noch offene Erklärungen handelt. Für die Praxis bedeutet dieses konkret, dass man jedes Jahr seinem Steuerbescheid bis 2001 widersprochen haben musste. Ein Widerspruch gegen einen Steuerbescheid ist nur einem eng festgesetzten Rahmen von wenigen Wochen möglich.

    Paare die sich unsicher sind ob sie die rückwirkende Anerkennung vom Ehegattensplitting in Anspruch nehmen können, kann man nur empfehlen sich an einen Steuerberater zu wenden. Dieser kann dann anhand den Steuerunterlagen ermitteln in wie weit eine solche Anerkennung gegenüber dem Finanzamt noch möglich ist oder nicht.

    Ehegattensplitting bei getrennt lebenenden Paaren

    In den Diskussionsforen wird oft auch die Frage gestellt, kann das Ehegattensplitting auch von getrennt lebenden Paaren in Anspruch genommen werden? Einfache Antwort, Ja. Das Steuerrecht macht keinen Unterschied zwischen zusammen- und getrenntlebenden Paaren. Entscheidend für die Frage der Inanspruchnahme vom Ehegattensplitting ist ausschließlich die Frage ob das Paar verheiratet ist bzw. ob es sich um eine eingetragene Lebenspartnerschaft handelt. Somit können auch getrennt lebende Paare das Ehegattensplitting in Anspruch nehmen, was natürlich aber eine gemeinsame Veranlagung, Steuererklärung voraussetzt. Geschiedene Paare oder Paare die sich in Scheidung befinden, können natürlich das Ehegattensplitting nicht nutzen. Auch setzt natürlich das Ehegattensplitting immer voraus, das beide Partner mit einer gemeinsamen Veranlagung auch einverstanden ist.

    Wohnsitz im Ausland

    Zweitwohnsitz Ausland, viele Familien haben heute, sei es über die Wintermonate als Sommersitz oder zum Arbeiten, einen Zweitwohnsitz im Ausland. Natürlich stellt sich hierbei häufig auch die Frage nach dem Ehegattensplitting und der Nutzung. Maßgeblich in der Frage ob das Ehegattensplitting in einem solchen Fall von einem Ehepaar genutzt werden kann, ist nach Frage nach dem Lebensmittelpunkt. Nach deutschem Recht sind dies mind. 181 Tage im Jahr, die man sich in Deutschland aufhalten muss . Ist dies gewährleistet und man verfügt über eine angemeldeten Wohnsitz, kann man auch das Ehegattensplittung anwenden.

    Besonderheiten Kirchensteuer beim Ehegattensplitting

    Mit dem Ehegattensplitting will man sparen, nicht nur bei der Einkommensteuer, sondern auch beim Solidaritätszuschlag oder der Kirchensteuer. Doch Achtung, wie die Anfragen in Foren zeigen, lauert hier eine Falle in die viele Paare mit dem Ehegattensplitting hineintappen. Um die Kirchensteuer zu sparen, treten viele Menschen aus der Kirche aus. Doch nutzt man die gemeinsame Veranlagung, also die Zusammenveranlagung und somit das Ehegattensplitting, kann trotz Austritt aus der Kirche noch die Kirchensteuer anfallen.

    Möglich macht dies das sogenannte „besondere Kirchgeld“ das erhoben werden kann. Das Steuerrecht spricht hierbei auch von der sogenannten glaubensverschiedene Ehe. Diese Art der Steuer wird dann erhoben, wenn zum Beispiel bei einem Ehepaar, der Mann in der Kirche ist, die Frau aber ausgetreten ist. Es dient somit als Ausgleich für den Verlust der Kirchensteuer.

    Kirchgeld kann man absetzen

    Ist man als Ehepaar vom besonderen Kirchgeld betroffen, ist dies natürlich ärgerlich, aber kein Beinbruch und auch kein Grund zur Sorge. Denn das besondere Kirchgeld kann man in seiner Steuererklärung unter den Sonderausgaben in gleicher Höhe wieder abziehen. Unterm Strich hat man somit keine Verluste

    Muss man das Ehegattensplitting beantragen? Auch diese Frage aus einem Forum, ist eine einfache Frage. Nein, muss man nicht. Das Ehegattensplitting kommt dann zur Anwendung, wenn man im Rahmen der Veranlagung eine gemeinsame Veranlagung vornimmt und diese beim Finanzamt abgibt. In der Regel erhält man für die gemeinsame Veranlagung unmittelbar nach der Hochzeit eine eigene Steuernummer. Ob man diese für eine gemeinsame Veranlagung nutzt oder weiterhin getrennt veranlagt, bleibt jedem Ehepaar selbst überlassen.

    Ehegattensplitting bei Selbstständigen

    Und zu guter letzt, macht das Ehegattensplitting auch bei Selbstständigen einen Sinn? Ja, natürlich. Den schließlich erzielen auch Selbstständige ein Einkommen und unterliegen bei der Einkommensteuer denselben Freibeträgen und Steuerlasten. Dementsprechend können auch Selbstständige die Vorteile des Ehegattensplittungs zur Minimierung der Steuerlast nutzen.

    Glossar rund um das Thema Ehegattensplitting

    Der Begriff Splittingtarif stammt aus dem deutschen Einkommensteuerrecht. Er bezeichnet den Steuertarif. Dieser wird für zusammenveranlagte Ehepartner angewendet.

    Ehegattensplitting ist eine spezielle Art der Einkommensteuerberechnung

    Die Individualbesteuerung ist eine Besteuerungsmethode. Bei dieser Besteuerungsmethode wird das Einkommen jeder natürlichen Person einzeln besteuert.

    Hier drunter versteht man die Steuererklärung einer einzelnen steuerpflichtigen Person.

    6 Steuerklassen finden in Deutschland Ihre Anwendung:

    Steuerklasse 1 – ledige und geschiedene

    Steuerklasse 2 – alleinerziehende, ledige und geschiedene

    Steuerklasse 3 – Verheiratete, wenn der Ehepartner in Klasse 5 ist bzw. kein Einkommen hat

    Steuerklasse 4 – Verheiratete, wenn beide Ehepartner ca. das gleiche Einkommen haben

    Steuerklasse 5 – Verheiratete, der andere Ehepartner hat die Steuerklasse 3

    Steuerklasse 6 – Personen die mit mehreren Arbeitsverhältnissen haben

    Als Splittingvorteil wird der Vorteil bezeichnet der durch einen progressiven Steuertarif entstehen kann.

    Abkürzung für „Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung“

    Die steuerpflichtigen Einkommen von Ehepartnern werden gemeinsam erfasst. Die Einkommen der beiden Ehepartner werden für die Steuerberechnung zusammengerechnet.

    Familiensplitting ist eine Form der Besteuerungsmethode, bei welcher die Einkünfte von den Eltern und unterhaltsberechtigten Kindern zusammenrechnet werden und dann gemeinsam versteuert werden.

    Ehemann und Ehefrau

    Der Grundfreibetrag ist ein bei der Steuerberechnung berücksichtigter Freibetrag von 8.004 Euro bei der Einzelveranlagung und bei der Zusammenveranlagung von 16.009 Euro.

    Summe der Einkünfte im Sinn des Einkommensteuerrechts. Hier runter fallen Arbeitsentgelt und Arbeitseinkommen gemäß § 16 SGB IV.

    Bei den Steuerklassenkombinationen III/V bzw. IV/IV besteht die Möglichkeit, auf der Lohnsteuerkarte eine Steuerklasse IV in Kombination mit einem Faktor zu hinterlegen. Dieser Faktor wirkt sich steuermindernd aus.

    Ehegattensplitting

    Das Ehegattensplitting wird im Rahmen der Einkommensteuerberechnung in Deutschland bei gemeinsam veranlagten Ehegatten angewandt.

    Durch das Ehegattensplitting kцnnen verheiratete Ehepartner einen Steuervorteil erzielen, wenn sie zusammen veranlagt sind.

    Rechnerisch wird das Splittingverfahren angewandt, indem zunдchst die Summe des zu versteuernden Einkommens beider Ehepartner ermittelt und dann halbiert wird. Nun wird fьr das halbierte zu versteuernde Einkommen die Einkommensteuer ermittelt und das Ergebnis verdoppelt.

    Anders ausgedrьckt, betrдgt die Einkommensteuer also das Doppelte des Steuerbetrags, der sich fьr die Hдlfte des insgesamt zu versteuernden Einkommens beider Ehepartner ergibt.

    Das Ehegattensplitting bewirkt, dass es unerheblich ist, wieviel die beiden Ehepartner jeweils zum insgesamt zu versteuernden Einkommen beigetragen haben. Es spielt bei der Steuerberechung mit Ehegattensplitting somit keine Rolle, ob beide Partner beispielsweise jeweils die Hдlfte des Gesamteinkommens erzielt haben, oder ob ein Partner drei Viertel und der andere nur ein Viertel dazu beigetragen hat.

    Die Steuerersparnis im Vergleich zur getrennten Veranlagung ist jedoch umso grцЯer, je unterschiedlicher die Anteile der beiden Ehepartner sind. Wenn beide Ehepartner gleich viel beitragen, ergibt sich durch das Ehegattensplitting kein Vorteil.

    Der Steuerrechner zur Einkommensteuer berьcksichtigt das Ehegattensplitting anhand der Einstellung der persцnlichen Verhдltnisse.

    Ein beispielhaftes zu versteuerndes Jahreseinkommen von 60.000 Euro wьrde fьr den Veranlagungszeitraum 2009 fьr Ledige zu einer Einkommensteuer von 17.136 Euro fьhren.

    Bei gemeinsam veranlagten Ehegatten, deren zu versteuerndes Jahreseinkommen zusammen 60.000 Euro betrдgt, wьrde hingegen das Ehegattensplitting angewandt werden, wobei sich eine Steuerbelastung von nur 11.396 Euro ergдbe. Dies wдre gegenьber dem oberen Fall eine Steuerersparnis von 17.136 – 11.396 = 5.740 Euro.

    Betrдgt das zu versteuernde Einkommen des einen Partners 45.000 Euro und das des anderen 15.000 Euro, so wьrde sich bei getrennter Veranlagung zur Einkommensteuer eine Belastung von 10.966 Euro bzw. 1.461 Euro ergeben, zusammen also 12.427 Euro. Im Vergleich zum Splittingverfahren also eine steuerliche Mehrbelastung von 12.427 – 11.396 = 1.031 Euro.

    Alle Zahlenbeispiele beziehen sich auf den Veranlagungszeitraum 2009 und beinhalten noch nicht den zusдtzlich anfallenden Solidaritдtszuschlag und auch nicht die Kirchensteuer.

    Einkommensteuerrechner

    Der Rechner ermittelt die persцnliche Steuerbelastung durch die deutsche Einkommensteuer sowie Solidaritдtszuschlag und Kirchensteuer.

    Lohn- und Gehaltsrechner

    Wieviel Netto bleibt vom Brutto? Der aktuelle Gehaltsrechner 2018 ermittelt, was von Ihrem Lohn oder Gehalt nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben als Nettolohn ьbrig bleibt.

    Источники: http://www.splittingtabelle.de/, http://www.ehegattensplitting-rechner.de/, http://m.zinsen-berechnen.de/steuerrechner/ehegattensplitting.php

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