Student steuererklärung

    0
    58

    Studienkosten absetzen Steuererklärung für Studenten lohnt sich

    Von Theresa Ebert

    Studierende können aktuell noch rückwirkend für sieben Jahre eine Steuererklärung ausfüllen.

    Ein Studium ist teuer. Fahrtkosten, Arbeitsmaterialien und Studiengebühren summieren sich zu einem ordentlichen Betrag – der von den Steuern abgesetzt werden kann. Eine Steuererklärung ist vor allem für Studenten im zweiten Bildungsweg rentabel.

    Die meisten Studenten müssen in ihrer Studienzeit mit kleinen oder gar keinen Einnahmen zurechtkommen, während sie auf der anderen Seite immer wieder tief für das Studium in die Tasche greifen. Viele dieser Kosten können von der Steuer abgesetzt werden – und das auch rückwirkend. Obwohl Studenten im Normalfall nicht dazu verpflichtet sind eine Steuererklärung abzugeben, ist dieser kleine Aufwand oftmals lohnend.

    In der Studienzeit ist die Summe der Ausgaben meist höher als die der Einnahmen. Das bedeutet einen steuerlichen Verlust, der beim Fiskus als eine Art Steuerbonus vermerkt werden kann. Dieser sogenannte Verlustvortrag ermöglicht es, die angefallenen Studienkosten mit den ersten Einnahmen im Beruf zu verrechnen. Allerdings kann ein Verlustvortrag nur von Studenten eingereicht werden, die vorher schon eine Erstausbildung abgeschlossen haben.

    Der Verlustvortrag kommt für Studierende mit Nebenjob oder selbstständiger Tätigkeit ebenso infrage wie für diejenigen, die nicht arbeiten. Um die Reglungen der Steuerverwaltung zu verstehen, muss man den grundlegenden Unterschied zwischen Werbungskosten und Sonderausgaben kennen. Werbungskosten sind unbegrenzt steuerlich abzugsfähig und sie können mit späteren Einnahmen verrechnet werden. Hier werden alle Ausgaben eingeordnet, die im Zusammenhang mit dem Studium oder dem Beruf entstehen. Dazu zählen etwa die Fahrten zur Uni, Kosten für Fachbücher, Materialien und Studiengebühren. Zu den Sonderausgaben gehören dagegen alle Aufwendungen, die der privaten Lebensführung zugeschrieben werden. Etwas befremdlich ist, dass ein Erststudium laut des Steuerrechts zur privaten Lebensführung zählt. Damit können die anfallenden Studienkosten im Erststudium nur als Sonderausgaben angegeben werden. Diese werden nur bis zur Höhe von 6000 Euro anerkannt. Ein Verlustvortrag ist nicht möglich.

    Unterscheidung zwischen Erst- und Zweitstudium

    Wie viel man absetzen kann, hängt also davon ab, ob die Kosten während der Erstausbildung oder der Zweitausbildung angefallen sind. Die Frage, wann ein Studium als Zweitausbildung gilt, beantwortet der Gesetzgeber eindeutig: Die Vorausbildung muss mindestens zwölf Monate gedauert haben und mit einer Prüfung abgeschlossen worden sein. Wer sich also in drei Monaten zum Rettungssanitäter ausbilden lässt, kann die Aufwendungen des anschließenden Medizinstudiums nicht als Werbungskosten deklarieren. Nach einer dreijährigen Ausbildung zum Krankenpfleger ist das dagegen kein Problem. Auch wenn man auf den Bachelorabschluss einen Master draufsetzt oder danach einen Doktortitel anstrebt, zählt das als Zweitstudium. Und auch ein berufsbegleitendes Studium eröffnet die Möglichkeit zum Sonderausgabenabzug.

    Hat man während des Studiums keine oder nur geringe Einnahmen, sollte man dennoch eine Steuererklärung einreichen und die Studienkosten als Verlust beim Finanzamt melden. Das geht momentan unter Umständen bis zu sieben Jahre rückwirkend, die Verjährungsfrist könnte aber bald allgemein auf vier Jahre verkürzt werden. Der Fiskus erstattet die Studienkosten aber natürlich erst, sobald Steuern gezahlt wurden. Die Werbungskosten werden dann mit den ersten Abgaben im Beruf verrechnet, was die Steuerlast in den ersten Jahren deutlich reduzieren kann.

    Im Erststudium geht man oft leer aus

    Für Studenten im Erststudium ist es dagegen schwer, die Ausgaben für das Studium von den Steuern abzusetzen. Denn wenn dem Erststudium keine abgeschlossene Ausbildung vorangegangen ist, werden die Studienkosten als Sonderausgaben behandelt. Dort sieht die Gesetzeslage keine Möglichkeit zum Verlustvortrag vor. Diese Regelung wird jedoch vom Bundesfinanzhof (BFH) als verfassungswidrig angesehen (Verfassungsbeschwerden 2 BvL 22/14, 2 BvL 23/14 u.a.).

    Solange es kein Urteil des Bundesverfassungsgerichts gibt, bleibt Bachelorstudenten ohne Vorausbildung nur die Möglichkeit, ihre Studienkosten für das jeweilige Jahr als Sonderausgaben anzugeben. Das ist natürlich nur dann sinnvoll, wenn man auch Steuern gezahlt hat. Die meisten Studenten bleiben mit ihren jährlichen Einnahmen unter dem Steuerfreibetrag von derzeit 8820 Euro, also können sie auch keine Sonderausgaben absetzen.

    Belege sammeln kann sich lohnen, es geht aber auch ohne

    Typische Werbungskosten, die für Studenten anfallen, sind Studiengebühren, Kosten fürs Semesterticket, Bücher oder Arbeitsmittel. Zudem können im Zweitstudium auch Kosten für einen Zweithaushalt, Seminare und Studienfahrten steuerlich geltend gemacht werden. Meist will das Finanzamt keine Quittungen sehen, auf Nachfrage muss man die Belege aber vorlegen. Wer nicht rechnen will, kann Pauschalbeträge ansetzen. Für Arbeitsmittel sind beispielsweise pauschal 110 Euro absetzbar.

    Studenten

    Die Steuererklärung ist keine rocket science . Als Student bist Du in weniger als einer Stunde damit fertig – und die Rückzahlung könnte Dein Studium finanzieren!

    Wenn Du freiwillig eine Steuererklärung abgibst, hast Du vier Jahre Zeit dafür. Bis Ende 2017 kannst Du also noch die Steuererklärung für 2013 abgeben. Und wenn Du Dich sowieso schon an die Arbeit machst, erstelle doch auch gleich Steuererklärung für 2014! Die Formulare, die Du dafür brauchst, haben wir hier für Dich zusammengestellt.

    Auch als Student ohne Einnahmen solltest Du unbedingt eine Steuererklärung machen: Die vorweggenommenen Werbungskosten könnten Dein Studium finanzieren!

    Bei einem 450-Job (auch Minijob genannt oder offiziell: geringfügig entlohnte Beschäftigung ) brauchst Du keine Steuern und Sozialabgaben zahlen. Das solltest Du beachten.

    Du zahlst bereits Steuern – also kannst Du auch Steuern erstattet bekommen. Hier erfährst Du wie Kosten fürs Studium und im Zusammenhang mit dem Job Steuern sparen.

    So machst Du eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung und nutzt auch Deine Ausgaben fürs Studium zum Steuersparen!

    In der Steuererklärung trägst Du ein, welche Ausgaben rund um Dein Studium angefallen sind. Das ist wahrscheinlich deutlich mehr, als Dir jetzt spontan einfällt – wetten?

    Hier findest Du universelle Tipps rund um das Thema Steuererklärung.

    Stöbern lohnt sich – versprochen!

    Steuer-Deutsch

    Hier erklären wir Dir Grundlagen und Fachausdrücke, an denen wir leider nicht vorbeikommen.

    Finanzamt und Formalitäten

    Hier erklären wir Dir alles rund um die Steuererklärung und den Umgang mit dem Finanzamt. Denn vor dem muss wirklich keiner Angst haben!

    Deine Fragen & Anregungen

    Fragen und Anregungen sind erwünscht und werden beantwortet. Mit jeder Frage werden wir ein bisschen besser – Danke!

    Aktuelle Nachrichten in der Süddeutschen Zeitung

    • Startseite
    • Ihr Lokalteil
    • Newsticker
    • Leser empfehlen
    • SZ-Plus-Artikel
    • Login
    • Profil
    • Abo & Service
    • Logout
    • Politik
    • Bundestagswahl
    • Donald Trump
    • Brexit
    • Geschichte
    • Das Politische Buch
    • Newsticker Politik
    • Panorama
    • Justiz
    • Leute
    • Wetter
    • Spiele
    • Newsticker Panorama
    • Sport
    • Handball-WM
    • Wintersport
    • Bundesliga
    • 2. Liga
    • Champions League
    • DFB-Pokal
    • Formel 1
    • TSV 1860 München
    • Ergebnisse & Tabellen
    • Live-Ticker
    • Newsticker Sport
    • Bayern
    • Landshuter Hochzeit
    • Reinheitsgebot
    • Augsburg
    • Nürnberg
    • Regensburg
    • Ingolstadt
    • Ausflugsziele rund um München und in Bayern
    • Wetter Bayern
    • Gesellschaft
    • #Metoo-Debatte
    • Familie
    • Adventskalender 2017
    • Wie ich euch sehe
    • Ökologisch Leben
    • Digital
    • Apple
    • Google
    • Facebook
    • Games
    • Newsticker Digital
    • Reise
    • Reisequiz
    • Fernreise
    • Städtereise
    • Knigge
    • Deutschland
    • Europa
    • Kreuzfahrt
    • Kurios
    • Bahn
    • Reiserecht
    • Reiseführer
    • Auto
    • E-Mobility
    • Fahrberichte
    • Fahrrad
    • Führerscheintest
    • Ratgeber Auto
    • Alternative Antriebe
    • Stil
    • Tests
    • Rezepte
    • Mode
    • Design
    • Wirtschaft
    • VW
    • Konjunktur
    • Gründerwettbewerb Gipfelstürmer
    • Finanzrechner
    • Newsticker Wirtschaft
    • Geld
    • Geldanlage
    • Steuern und Abgaben
    • Testament
    • Versicherungen
    • Finanzrechner
    • Börsenkurse
    • München
    • SZ-Adventskalender
    • Flüchtlinge in München
    • München-Guide
    • Restaurants
    • Bars
    • Veranstaltungen
    • Wetter
    • Sportergebnisse
    • SZ-Adventskalender
    • Lkr. München
    • Hart an der Grenze
    • SZ-Adventskalender
    • Schulen in den Landkreisen
    • Dachau
    • SZ-Adventskalender
    • SZ-Radrouten
    • Schulen in den Landkreisen
    • Ebersberg
    • SZ-Adventskalender
    • SZ-Radrouten
    • Schulen in den Landkreisen
    • Erding
    • SZ-Adventskalender
    • SZ-Radrouten
    • Schulen in den Landkreisen
    • Freising
    • SZ-Adventskalender
    • SZ-Radrouten
    • Freisinger Stadtgespräche
    • Schulen in den Landkreisen
    • Fürstenfeldbruck
    • SZ-Adventskalender
    • SZ-Radrouten
    • Schulen in den Landkreisen
    • Starnberg
    • SZ-Adventskalender
    • SZ-Radrouten
    • Schulen in den Landkreisen
    • Bad Tölz-Wolfratshausen
    • SZ-Adventskalender
    • SZ-Radrouten
    • Schulen in den Landkreisen
    • Sport
    • FC Bayern
    • TSV 1860 München
    • FC Bayern Basketball
    • EHC München
    • SZ-Adventskalender
    • SZ-Radrouten
    • Sportergebnisse
    • Kultur
    • Kino
    • Musik
    • Kunst
    • Literatur
    • Medien
    • TV-Kritiken
    • Tatort
    • TV-Serien
    • Fernsehen
    • Newsticker Kultur & Medien
    • Wissen
    • Archäologie
    • Psychologie
    • Raumfahrt
    • Klimawandel
    • Newsticker Wissen & Gesundheit
    • Gesundheit
    • Depression
    • Heuschnupfen
    • Newsticker Wissen & Gesundheit
    • Karriere
    • SZ-Jobcoach
    • Bewerbung
    • Gehalt
    • Arbeitsrecht
    • Brutto-Netto-Rechner
    • Gehaltsvergleich
    • Newsticker Karriere & Bildung
    • Bildung
    • Schule
    • Studium
    • Studentenatlas
    • Der Referendar
    • IQ-Test
    • Newsticker Karriere & Bildung
    • jetzt.de
    • Unsere Projekte
    • Unsere Ratgeber
    • Spiele
    • Zur klassischen Website
    • Detailansicht
    • Kompaktansicht
    • SZ.de iPhone App
    • SZ.de Android App
    • Zeitung
    • SZ-Magazin
    • Immobilienmarkt
    • Stellenmarkt
    • Bildungsmarkt
    • SZ Prospekte
    • Innovatives Sachsen
    • Vermögens-Check
    • 5 Jobs bei Daimler
    • Samsung
    • Deutsche Bahn – ICE 4
    • AGB
    • Datenschutz
    • Impressum

    Aktuelle Nachrichten in der Süddeutschen Zeitung

    • Home
    • >
    • Geld
    • >
    • Steuererklärung

    6. September 2017, 11:06 Uhr

    Steuern So sparen Studierende bei der Steuererklärung

    Studieren ist ganz schön teuer. Häufig müssen Studenten eine Wohnung mieten und einrichten, jede Menge Fachliteratur anschaffen und obendrein für den Besuch an Mamas Kaffeetafel auch noch Fahrtgeld zahlen. Wie sich Studierende durch die Steuererklärung Geld zurückholen können.

    Larissa Holzki, Jahrgang 1990, wurde in Hannover von der Nabelschnur getrennt und noch im Brutkasten von der Lokalpresse entdeckt (Babyboom: „Hebammen im Dauerstress“). Schreibt heute lieber selbst, auch über andere Berufsgruppen. Hat an der Kölner Journalistenschule gelernt und in Köln und Hamburg Sozialwissenschaften, Volkswirtschaft und Kriminologie studiert. Bei SZ.de zuständig für das Ressort Job und Karriere.

    Ob und wie viel ein Student Steuern sparen kann, hängt vom Verdienst ab und davon, ob er sich in einem Erst- oder einem Zweitstudium befindet. Als Zweitstudium wertet das Finanzamt auch einen Masterstudiengang, weil er erst nach Abschluss des Bachelors begonnen werden kann. Grundsätzlich gilt: Studenten im Zweitstudium stehen steuerrechtlich sehr viel besser da.

    Erststudium: Sonderkosten bis 6000 Euro absetzen

    Etwas von der Steuer absetzen heißt, dass Kosten – zum Beispiel für Arbeitsmaterial und Seminare – von Einkünften abgezogen werden und nur der verminderte Betrag zu besteuern ist. Als Student im Erststudium können Sie bis zu 6000 Euro als Sonderkosten absetzen. Das hilft Ihnen aber nur, wenn Sie im gleichen Jahr zu versteuernde Einkünfte haben. Das heißt: Wenn Sie in einem Jahr 6000 Euro für Ihr Studium ausgegeben, aber nichts verdient haben, müssen Sie die Kosten ganz allein tragen. Die Rechnung ist einfach: Kein Einkommen, keine Steuern, keine Vergünstigungen. Wenn Sie aber doch Steuern zahlen müssen, dann lohnt es sich, sowohl Quittungen für Arbeitsmittel wie Fachbücher, Laptop, Taschenrechner und Schreibtisch als auch Belege für allerlei Gebühren zu sammeln – zum Beispiel für das Studium, Prüfungen, Seminare und Aufnahmetests.

    Deutlich besser sieht es für Studenten im Zweitstudium aus. Denn ihre Ausgaben werden vom Finanzamt als Werbungskosten angesehen. Sie können unbegrenzt hoch sein und außerdem in Folgejahre übertragen werden – vorausgesetzt, es besteht ein sachlicher Zusammenhang zwischen dem Studium und der beruflichen Tätigkeit. Dann lohnt sich das Sammeln und Sortieren von Quittungen auf jeden Fall.

    Tipp: Viele angehende Mediziner machen vor dem Studium eine Ausbildung zum Rettungssanitäter. Solche Kurzausbildungen werden als Erstausbildung anerkannt. Das Medizinstudium gilt dann als Zweitstudium und die Kosten können als Werbungskosten angerechnet werden. Ähnliche Schlupflöcher gibt es auch für alle, die einen LKW-Führerschein, eine Ausbildung zum Taxifahrer oder zum Flugbegleiter gemacht haben. Das Erststudium muss – anders als das Zweitstudium – nicht in den späteren Beruf führen.

    Jede Quittung zwei Mal umdrehen

    Bei der Vorbereitung der Steuererklärung ist Köpfchen gefragt. Viele Posten, die Sie von der Steuer absetzen können, fallen Ihnen vielleicht nicht sofort ein.

    • Büromaterial: Die Kosten für Kugelschreiber, Büroklammern und Briefumschläge gehören genauso in die Steuererklärung wie die Rechnungen vom Copy-Shop.
    • Einrichtung: Schreibtisch, Drehstuhl, Bücherregal und Leselampe braucht ein Student zum Lernen. Deshalb kann er die Büroeinrichtung später von seinen Steuern absetzen.
    • Bildungskredit: Ohne Kredit hätten Sie Ihr Studium nicht finanzieren können? Ein Bildungskredit gehört in den Verlustvortrag.
    • Nachhilfe: Wer nicht gleich jedes Wort des Professors versteht, braucht sich nicht zu schämen. Nur beim Sammeln von Quittungen sollte er besser aufpassen – zum Beispiel für Nachhilfe, Repetitorien und Bibliotheksgebühren.
    • Studienreisen: Wenn Tagungen, Seminare und Exkursionen Teil der Ausbildung sind, können nicht nur die Fahrtkosten, sondern auch ein Mehraufwand für die Verpflegung unterwegs abgesetzt werden.
    • Anwalts- und Prozesskosten: Sie mussten sich in das Studium einklagen? Auch Anwalts- und Prozesskosten sind von der Steuer absetzbar.

    Diese Liste ist nicht vollständig. Wann immer Ihnen Kosten entstehen, die Ihnen als notwendig erscheinen, um Ihren Weg in den Beruf zu ebnen, heben Sie die Rechnung auf und tragen Sie die Kosten einfach in die Steuererklärung ein. Wenn das Finanzamt diese Ausgaben nicht anrechnet, haben Sie auch nichts verloren. Bei einigen größeren Posten müssen Sie jedoch auf besondere Bedingungen achten.

    Egal ob Studentenwohnheim, WG oder Appartement: Studenten können Ihre Miete als Sonderausgaben oder Werbungskosten absetzen – allerdings nur unter einer Bedingung: Bei dem Studienort darf es sich nicht um den Lebensmittelpunkt handeln. Der Hauptwohnsitz des Studenten muss sich an einem anderen Ort, zum Beispiel im Elternhaus befinden und er muss dort einen eigenen Bereich mit Kochnische und Bad vorweisen können. Dass das der Fall ist, belegen Sie dem Finanzamt zum Beispiel mit einem gemeldeten Erstwohnsitz, Bahnfahrkarten oder mit der Mitgliedschaft in einem Verein in Ihrem Heimatdorf.

    Arbeitszimmer

    Wer viel zu Hause büffeln muss, kann Werbungskosten für seinen Arbeitsplatz ansetzen. Dabei muss es sich allerdings um ein reines Arbeitszimmer handeln, dass zwar zur eigenen Wohnung gehört, aber maximal zu zehn Prozent privat genutzt wird. Absetzen können Sie die anteiligen Ausgaben für Ihre Wohnung, die auf das Zimmer entfallen. Die Obergrenze liegt bei 1250 Euro im Jahr.

    Fahrtkosten

    Studenten können für den Weg zur Uni mit der Pendlerpauschale Kilometergeld absetzen. Das Finanzamt erkennt je Uni-Tag jeden vollen Kilometer der einfachen Strecke an. Pro Kilometer können 30 Cent von der Steuer abgesetzt werden. Dabei ist es unerheblich, ob Sie mit dem Auto, dem Bus oder gar mit dem Fahrrad zur Uni gelangen.

    Was muss in den Verlustvortrag?

    Sind die Belege gesammelt, ist der Verlustvortrag kein Hexenwerk mehr. Verlustvortrag – so nennt sich der Antrag auf Mitnahme der Kosten in Folgejahre, in denen sie mit zu versteuernden Einkünften verrechnet werden können. Dazu nehmen Sie sich die Unterlagen zur Steuererklärung vor, auch wenn Sie gar kein zu versteuerndes Einkommen hatten. Die Vordrucke gibt es zum Beispiel beim Formular-Management-System des Bundesministeriums der Finanzen (hier). Auf dem Mantelbogen geben Sie Ihre persönlichen Daten ein und kreuzen unbedingt die Zeile „Erklärung zur Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags an“. Dann müssen Sie Ihre Ausgaben nur noch auflisten. Das Finanzamt stellt dann einen gesonderten Bescheid aus. In der Einkommensteuererklärung im Jahr darauf ist dann auf Seite 4 des Hauptvordrucks anzukreuzen, dass ein verbleibender Verlustvortrag festgestellt wurde. Die Beamten ziehen die Ausgaben aus dem Vorjahr dann von den Einkünften ab. Ist das Einkommen immer noch nicht so üppig, wird wiederum ein neuer oder verbleibender Verlust festgestellt. Das geht so lange, bis das zu versteuernde Einkommen die Kosten übersteigt.

    Tipp: Wer bei der Lektüre dieses Textes festgestellt hat, dass er sich in den letzten Jahren viele künftige Steuerersparnisse hat entgehen lassen, der kann seinen Verlustvortrag für die letzen vier Jahre rückwirkend erklären.

    Источники: http://mobil.n-tv.de/ratgeber/Steuererklaerung-fuer-Studenten-lohnt-sich-article19878051.html, http://www.steuertipps.de/die-erste-steuererklaerung/studenten, http://www.sueddeutsche.de/geld/steuern-so-sparen-studierende-bei-der-steuererklaerung-1.2167361

    TEILEN
    Vorheriger ArtikelMonatlicher freibetrag
    Nächster ArtikelWieviel lohnsteuer

    HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

    Please enter your comment!
    Please enter your name here