Telefonkosten werbungskosten

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    Einkommensteuer-Tipps: Was Steuerzahler alles absetzen können

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    Versicherungsbeiträge: Wenn Sie sich ausschließlich gegen berufliche Risiken absichern, können Sie Ihre Versicherungsbeiträge vollständig als Werbungskosten absetzen. Das trifft z. B. auf die Berufshaftpflichtversicherung zu. Viele Versicherungen decken aber sowohl berufliche als auch private Risiken ab. Ob Unfall-, Rechtsschutz- oder kombinierte Berufs- und Privathaftpflichtversicherung: Bei diesen Versicherungen teilen Sie die Beiträge in einen beruflichen und einen privaten Anteil auf. Dabei können Sie pauschal mindestens 50 Prozent als Werbungskosten absetzen. Um höhere berufliche Anteile geltend zu machen, müssen Sie sich von Ihrer Versicherungsgesellschaft bescheinigen lassen, welcher Beitragsanteil auf die berufliche Absicherung entfällt. Bei beruflicher Veranlassung einer Reise können Sie übrigens auch die Kosten einer Reisegepäckversicherung als Reisenebenkosten ansetzen.

    Telefon & Internet: Ihre Telefonrechnung und die Internet-Flatrate können Sie ebenfalls bei den Werbungskosten unterbringen, soweit sie beruflich veranlasst sind. Dabei haben Sie zwei Möglichkeiten: Anhand der Rechnungsbeträge können Sie den Anteil der beruflich veranlassten Kosten an den Gesamtkosten für einen repräsentativen Zeitraum von drei Monaten einzeln nachweisen. Das Finanzamt wird dann daraus einen monatlichen Durchschnittsbetrag als beruflichen Anteil für das ganze Jahr 2009 zugrunde legen.

    Wenn bei Ihnen erfahrungsgemäß beruflich veranlasste Telefon- und Internetkosten anfallen, können Sie auch ohne Nachweis einfach bis zu 20 Prozent des Rechnungsbetrags, höchstens allerdings 20 Euro, monatlich als Werbungskosten absetzen. Als Begründung für die berufliche Veranlassung der Kosten kann z. B. eine Bescheinigung Ihres Arbeitgebers dienen. Falls Ihnen Ihr Arbeitgeber Telefon- und Internetgebühren steuerfrei ersetzt hat, mindert das den als Werbungskosten abziehbaren Betrag.

    Fortbildung: Berufliche Fortbildungskosten, z. B. für Seminare, Kurse und Lehrgänge, können Sie in voller Höhe als Werbungskosten absetzen. Sie müssen nur nachweisen, wie teuer die Veranstaltung war und welchen Inhalt sie hatte. Vergessen Sie nicht, auch Fahrt- und etwaige Übernachtungskosten anzugeben!

    Bei (mehrtägigen) Kongressen/Seminaren an touristisch attraktiven Orten wittert das Finanzamt meist eine nicht unerhebliche private Mitveranlassung. In diesen Fällen sollten Sie nachweisen können, dass das Seminarprogramm möglichst einen ganzen Tag (zumindest aber sechs bis sieben Unterrichtsstunden) umfasste und der Teilnehmerkreis auf Ihre Berufsgruppe zugeschnitten war.

    Außerdem ist jetzt höchstrichterlich geklärt: Das so genannte Aufteilungs- und Abzugsverbot gibt es gar nicht (mehr). Deshalb muss das Finanzamt bei sowohl beruflich als auch privat veranlassten Reisekosten zumindest die anteiligen allgemeinen Kosten (insbesondere für die An- und Abreise und Übernachtung) steuerlich berücksichtigen.

    Früher haben die Finanzämter vor allem bei Sprachkursen im Ausland eine erhebliche private Mitveranlassung unterstellt und deshalb den Werbungskostenabzug insgesamt gestrichen. Die Steuergerichte haben aber längst klargestellt: Nur weil ein Sprachkurs oder eine Fortbildung im Ausland stattfindet, muss das nicht für eine überwiegend private Veranlassung des Kurses sprechen. Das gilt zumindest für die Mitgliedstaaten der EU und wird von den Finanzämtern darüber hinaus auch bei den EWR-Staaten (Island, Liechtenstein, Norwegen) und für die Schweiz angewandt.

    Lesen Sie Weiter auf Seite 6: Werbungskosten II

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    Telefonkosten in der Steuererklärung

    • Zuletzt aktualisiert: 13. Dezember 2012

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    Sie führen von zu Hause aus ab und zu beruflich veranlasste Telefonate? Oder Sie führen im Zusammenhang mit vermieteten Gebäuden Telefonate mit Mietern oder Handwerkern? In diesen Fällen sollten Sie das Finanzamt an Ihrer Telefonrechnung beteiligen. Bereits 1978 hat der BFH bestätigt, dass auch dann die anteiligen Telefonkosten steuerlich abgezogen werden können, wenn das Telefon teils für private, teils für dienstliche Gespräche genutzt wird.

    Die absetzbaren Kosten können Sie nach folgenden drei Methoden ermitteln:

    Der Einzelkostennachweis erfordert die detaillierte Aufführung aller Gespräche, z.B. mit Hilfe eines Verbindungsnachweises Ihrer Telefongesellschaft. In diesem Verbindungsnachweis ist jedes Gespräch mit Telefonnummer, Verbindungszeit und Kosten einzeln aufgeführt.Wenn Sie keinen solchen Verbindungsnachweis haben, dann müssten Sie diesen manuell erstellen und Gesprächsteilnehmer, Verbindungszeit und Kosten einzeln notieren. Diese Liste müssen Sie dann mindestens drei Monate lang führen.Anhand des Einzelnachweises ermitteln Sie das Verhältnis zwischen beruflichen und privaten Kosten. In dem gleichen Umfang setzen Sie auch die übrigen Kosten (also insbesondere ein neues Telefon, Anrufbeantworter etc.) ab. Beträgt der Anteil der beruflichen Telefonate also beispielsweise 75 %, so setzen Sie auch Ihr neues Telefon mit 75 % der Anschaffungskosten ab.

    Statt des Einzelnachweises lässt die Finanzverwaltung auch die pauschale Schätzung der Kosten für beruflich geführte Telefonate zu. Diese "Pauschalmethode" ist ausschließlich für die beruflich veranlassten Telefongespräche zulässig. Dabei hängt die Höhe des abzugsfähigen Kostenanteils von der monatlichen Telefonrechnung ab.

    Beispiel: Ansetzen dürften Sie nach diesem Beispiel bei monatlichen Gebühren (Grund- und Gesprächsgebühren) von:

    Es zählen natürlich alle Telefonanschlüsse, von denen Sie beruflich telefonieren, also auch Zweitanschlüsse oder Handys. Die Kosten für die Anschaffung von Telefonen, Anrufbeantwortern, Faxgeräten etc. können Sie in dem gleichen Umfang absetzen, wie die Telefonkosten selbst.

    Bei den Telefonkosten für die Hausverwaltung oder z.B. für eine Nebentätigkeit können Sie eine Pauschale für den steuerlich abzugsfähigen Anteil einsetzen. Erfahrungsgemäß akzeptieren viele Finanzämter gerade bei Lehrern und Richtern ebenfalls diese festen Pauschalen, anerkannt wird dann zum Beispiel ein Betrag von 120 Euro im Jahr. Allerdings haben Sie auf eine solche Pauschale keinen Anspruch ? hier kommt es auf das Verständnis des jeweiligen Sachbearbeiters an. Eine Pauschale sollten Sie also nur dann einsetzen, wenn Sie die Telefonkosten nicht nachweisen können, etwa weil Sie keine Telefonrechnungen mehr haben.

    Schaffen Sie sich einen zweiten Telefonanschluss an. In diesem Falle haben Sie keine Probleme bei der Aufteilung der Kosten, wenn Sie diesen Anschluss ausschließlich für die beruflichen Telefonate benutzen und den Hauptanschluss für Ihre privaten Gespräche. Vergessen Sie nicht die Nebenkosten. Faxpapier oder Kassetten für den Anrufbeantworter können sich durchaus zu ansehnlichen Kosten summieren.

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    Telefonkosten

    Private Telefonkosten können bei den Einnahmen aus nichtselbstständiger Arbeit als Werbungskosten abgezogen werden, wenn sie beruflich veranlasst sind. Alternativ ist eine Kostenerstattung durch den Arbeitgeber möglich.

    Der berufliche Nutzungsanteil ist nachzuweisen. Werden die beruflich bedingten Telefonkosten für einen repräsentativen Zeitraum von drei Monaten im Einzelnen nachgewiesen, kann der so ermittelte beruflichen Kostenanteil für den gesamten Veranlagungszeitraum zu Grunde gelegt werden. Beim Einzelnachweis werden folgende Angaben verlangt: Tag des Gespräches, Gesprächsteilnehmer, Zielort, Gesprächsgebühren oder Dauer des Gesprächs. Ohne Einzelnachweis werden pauschal 20 % jedoch höchsten 20,00 € im Monat als Werbungskosten anerkannt.

    Zu den Telefonkosten gehören die Gesprächskosten, Grundgebühren, Gerätekosten und die Anschlussgebühren. Diese Kosten können beim Werbungskostenabzug berücksichtigt werden.

    Bei einer Kostenerstattung durch den Arbeitgeber sind lediglich die Gesprächsgebühren berücksichtigungsfähig. Anders liegt der Sachverhalt, wenn der Arbeitgeber einen Zweitanschluss in der Wohnung des Arbeitnehmers einrichten lässt und eine private Nutzung dieses Anschlusses ausdrücklich untersagt wird. In diesem Fall kann der Arbeitgeber alle Kosten für den Zweitanschluss steuerfrei dem Arbeitnehmer erstatten. Nutzt der Arbeitnehmer das betriebliche Telefon für Privatgespräche, so ist der daraus erzielte Vorteil in unbeschränkter Höhe steuerfrei.

    Gesetze und Urteile (Quellen)

    Umzugskosten: Das Finanzamt an den Kosten beteiligen

    Ein Wohnungswechsel ist eine kostspielige Angelegenheit. Erfreulicherweise beteiligt sich das Finanzamt auch dann an den Kosten, wenn der Umzug privat veranlasst ist. Grund: Die Finanzverwaltung will einen Anreiz bieten, auch private Umzüge mit »offiziellen« Umzugsunternehmen und nicht in Schwarzarbeit durchführen zu lassen.

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    Источники: http://www.handelsblatt.com/finanzen/steuern-recht/steuern/einkommensteuer-tipps-was-steuerzahler-alles-absetzen-koennen-seite-5/3383802-5.html, http://www.finanztip.de/telefonkosten-steuererklaerung/, http://www.steuertipps.de/lexikon/t/telefonkosten

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