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    Steueridentifikationsnummer

    Eine Nummer fürs ganze Leben für Steuer und Kindergeld

    • Zuletzt aktualisiert: 13. November 2015
    • Von: Alena Hecker

    Das Wichtigste in Kürze

    • Jeder Bundesbürger hat seit 2008 eine individuelle Steueridentifikationsnummer.
    • Sie ist ein Leben lang gültig. Kinder erhalten sie bereits nach der Geburt.
    • Die Steuer-ID dient vor allem dem Schriftverkehr mit dem Finanzamt. Sie kommt aber auch bei den Elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmalen (Elstam) zum Einsatz.
    • Die Daten sind beim Bundeszentralamt für Steuern gespeichert. Sie dürfen ausschließlich für Zwecke des Fiskus eingesetzt werden.
    • Seit 2016 ist die Steuer-ID auch für das Kindergeld, für die Freistellungsaufträge bei allen Bankverbindungen in Deutschland sowie für den steuerlichen Abzug von Unterhaltsleistungen nötig.

    Unser Tipp: Bleiben Sie zu Themen rund um Ihre Steuererklärung immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

    Sie besteht aus elf Ziffern, sie ist einmalig und sie gilt ein Leben lang: Wer in Deutschland gemeldet ist, bekommt automatisch eine Steueridentifikationsnummer zugewiesen. Darunter gespeichert sind alle wichtigen Daten einer Person: Tag und Ort der Geburt, Geschlecht, Familienname, Vornamen, frühere Namen, Doktorgrad, gegenwärtige oder letzte bekannte Anschrift, zuständige Finanzbehörden und sogar der Sterbetag.

    So kommen Sie an Ihre Steueridentifikationsnummer

    So bekommen Sie Ihre Steueridentifikationsnummer: Seit 2008 schickt das Bundeszentralamt für Steuern an jede in Deutschland gemeldete Person per Post eine individuelle Identifikationsnummer. Babys erhalten ihre Nummer in der Regel innerhalb von drei Monaten nach der Geburt.

    Mehr Informationen

    des Bundeszentralamts auf häufig gestellte Fragen finden Sie unter www.identifikationsmerkmal.de.

    Dafür brauchen Sie die Steueridentifikationsnummer: Bei Anträgen, Erklärungen oder Mitteilungen an das Finanzamt geben Sie Ihre Identifikationsnummer am besten gleich im Betreff an. Auch bei Ihrer Steuererklärung tragen sie die elf Ziffern ein. Möglicherweise fragen Arbeitgeber oder Sozialleistungsträger wie Krankenkassen und Arbeitsämter nach Ihrer Steueridentifikationsnummer. Sie alle nutzen die Nummer, um den Finanzbehörden steuerlich wichtige Daten zu übermitteln.

    Wenn Sie Ihre Steueridentifikationsnummer nicht kennen: Die Steueridentifikationsnummer finden Sie unter anderem auf Ihrer jährlichen Lohnsteuerbescheinigung oder dem letzten Steuerbescheid. Beim Bundeszentralamt für Steuern können Sie die Nummer mithilfe dieses Formulars erfragen. Auch die Meldebehörde kennt Ihre Steueridentifikationsnummer. Aus Gründen des Datenschutzes bekommen Sie die Nummer ausschließlich per Post.

    Dabei hilft die Identifikationsnummer

    Kindergeld Ab Januar 2016 müssen Bezieher von Kindergeld bei den Familienkassen grundsätzlich auch ihre Steueridentifikationsnummer und die ihrer Kinder angeben. Allerdings haben die Familienkassen durch einen automatischen Meldeabgleich bereits die meisten Daten. In den Fällen, in denen den Familienkassen keine Daten vorliegen, werden die Eltern im Laufe des Jahres 2016 kontaktiert, erklärte die Bundesagentur für Arbeit. Das Kindergeld werde auch ohne Steuer-ID ausgezahlt. Wenn Sie sicher gehen wollen, dass Ihre Daten komplett vorliegen, können Sie unser Musterschreiben verwenden. Mehr dazu im Ratgeber Kindergeld.

    Bankkunden

    Für Ihre Bankverbindungen brauchen Sie seit 2011 zum Beispiel für einen Freistellungsauftrag die Steueridentifikationsnummer. Kapitalerträge lassen sich so einzelnen Personen zuordnen und es fällt schneller auf, wenn der Freibetrag von 801 Euro überschritten ist. Fehlt die Steueridentifikationsnummer im Freistellungsauftrag, müssen Kreditinstitute ab 2016 bei Zinszahlungen und anderen Kapitalausschüttungen automatisch Abgeltungssteuer einbehalten. Das sind 25 Prozent der Kapitalerträge, zuzüglich Solidaritätszuschlag und eventuell auch Kirchensteuer. Betroffen sind alle Bank- und Versicherungskunden, die ihrer Bank bislang noch nicht ihre Steueridentifikationsnummer mitgeteilt haben. In der Regel gilt das für vor 2011 gestellte Freistellungsaufträge. Eine Übergangsfrist endet an Silvester 2015.

    Unterhaltszahlungen – Wenn Sie Unterhalt – etwa an Ihren geschiedenen Ehegatten – zahlen und den Betrag steuerlich als Sonderausgabe absetzen möchten, dann benötigen Sie ab 2016 zwingend die Steuer-ID des Empfängers. Dieser muss Ihnen seine Steueridentifikationsnummer mitteilen.

    Schneller Datenabgleich – Die Steueridentifikationsnummer hilft den Finanzbehörden, um schnell und einfach an wichtige Personendaten gelangen. Ziehen Sie beispielsweise in eine andere Stadt um, tauschen Melde- und Finanzamt die Daten untereinander aus. Auch über Landesgrenzen hinweg können Ihre steuerlich relevanten Daten mithilfe der Steueridentifikationsnummer korrekt zugeordnet und weitergegeben werden.

    Elektronische Lohnsteuerkarte – Die Steueridentifikationsnummer macht es möglich, dass es in Deutschland seit 2013 die elektronische Lohnsteuerkarte gibt. Arbeitgeber können dadurch alle steuerlich relevanten Daten direkt beim Bundeszentralamt für Steuern abrufen. Das heißt, Arbeitnehmer müssen sich nicht mehr darum kümmern, dass ihre Daten gespeichert werden oder ihre Lohnsteuerbescheinigung bei der Personalabteilung des Arbeitgebers ankommt.

    Vereinfachte Steuererklärung – Auch die elektronische Steuererklärung ist dank Steueridentifikationsnummer möglich. Daten werden bereits bei der Eingabe auf ihre formale Richtigkeit geprüft. Dadurch müssen Finanzämter weniger häufig Informationen nachfragen und können die Steuererklärung schneller bearbeiten.

    Vorausgefüllte Steuererklärung – Seit Anfang 2014 bietet die Finanzverwaltung die „vorausgefüllte Steuererklärung“ (VaSt) an. Dieser Service vereinfacht für Steuerpflichtige das Ausfüllen der Einkommensteuererklärungsformulare auf einem Computer. Denn es können Stammdaten wie Name, Adresse, Alter, Religionszugehörigkeit, Bankverbindung, Rentenleistungsbezüge, Beiträge zu Kranken- und Pflegeversicherungen sowie Vorsorgeaufwendungen digital übermittelt und somit automatisch in die Steuererklärung übernommen werden. Dafür muss der Steuerpflichtige ein Elsteronline-Portal-Konto anlegen. Mit der Steuer-ID registriert er sich dafür auf www.elsteronline.de. Um diese Daten abrufen zu können, braucht er entweder ein kostenloses Programm wie das von den Finanzämtern zur Verfügung gestellte Elsterformular oder ein kostenpflichtiges Steuerprogramm.

    Steuersoftware einsetzen

    Die Software des Finanzamts funktioniert gut, gibt Ihnen aber keine Tipps zum Steuern sparen. Nützlicher ist in dieser Hinsicht kostenpflichtige Steuersoftware privater Anbieter.

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    Kritik an der Steuer-ID

    Bürgerrechtliche Einwände: Bürgerrechtler befürchten, dass die Datenbank beim Bundeszentralamt für Steuern auch für andere als steuerliche Zwecke genutzt werden kann. Nach derzeitiger Gesetzeslage darf jedoch nur das Finanzamt Daten beim Bundeszentralamt für Steuern abrufen.

    Steuernummer als Personenkennzeichen: Da die Steueridentifikationsnummer eindeutig einem Menschen zugeordnet werden kann, ist es theoretisch möglich, alle Datenbanken, in denen sie gespeichert ist, miteinander abzugleichen. So wären mit einem Schlag sämtliche Informationen zum Leben eines Bürgers zugänglich. Dennoch ist das Speichern von Personendaten rechtens, urteilte der Bundesfinanzhof (BFH, Urteil vom 18. Januar 2012, Az. II R 49/10).

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    Artikel verfasst von

    Alena Hecker arbeitet als freie Redakteurin für Finanztip. Sie hat Internationale Fachjournalistik mit dem Schwerpunkt Wirtschaft studiert und einen Master in European Studies gemacht. Beim anschließenden Volontariat Praxis4 an der Electronic Media School in Potsdam beschäftigte sie sich vor allem mit Themen rund um den Verbraucherschutz. Neben ihrer Tätigkeit für Finanztip arbeitet Alena Hecker unter anderem für den rbb und die Stiftung Warentest.

    Steuer-Identifikationsnummern (TINs)

    Allgemeiner Überblick

    Die meisten EU-Länder nutzen Steuer-Identifikationsnummern (Tax Identification Numbers – TINs), um die Steuerpflichtigen eindeutig zu kennzeichnen und die nationale Steuerverwaltung zu vereinfachen. TINs sind auch nützlich zur Identifikation von Steuerpflichtigen, die in anderen EU-Ländern investieren, und sie sind zuverlässiger als andere Kenndaten wie z. B. Name und Anschrift.

    Finanzinstitute müssen Namen und Anschrift der Kontoinhaber sowie gegebenenfalls die ihnen vom Land ihres steuerlichen Wohnsitzes für Steuerzwecke zugewiesene Steuer-Identifikationsnummer registrieren. Sie sind nach der Zinsbesteuerungsrichtlinie u. a. dazu verpflichtet, den Finanzbehörden des Landes ihrer Niederlassung die TIN sowie jedes Jahr weitere personen- und einkommensbezogene Informationen mitzuteilen.

    Die Spezifikationen für TIN (Struktur, Syntax usw.) werden von den nationalen Behörden festgelegt. Einige Länder verwenden sogar unterschiedliche TIN-Strukturen für unterschiedliche Kategorien von Steuerpflichtigen (z. B. In- und Ausländer).

    Europäische TIN-Portal

    Um die Arbeit aller Beteiligten zu erleichtern, hat die Europäische Kommission ein gemeinsames Projekt ins Leben gerufen, in dessen Rahmen von den Mitgliedstaaten zur Veröffentlichung freigegebene Informationen über TINs auf einer Internetseite, die Nachfolgendes beinhaltet, zur Verfügung gestellt werden:

    • Allgemeine Informationen über die TINs der einzelnen Ländereinschließlich von Beschreibungen der Strukturen und Besonderheiten der nationalen TIN, Beispiele für amtliche Dokumente, die TINs enthalten, sowie nationale Websites und Kontaktstellen der einzelnen Länder (sofern die Steuerbehörden der Mitgliedstaaten diese Informationen zur Veröffentlichung freigegeben haben).
    • ein Online-Prüfmoduldas die TIN-Syntax (d. h. den Algorithmus) oder, wenn diese nicht verfügbar ist, die TIN-Struktur überprüft.

    Einschränkungen

    Es gibt keine TIN auf EU-Ebene, und nicht alle EU-Länder haben TINs. Manche verwenden andere Arten der Identifikation, die aus rechtlichen oder sonstigen Gründen nicht wie TINs behandelt werden können. Einige Länder weisen nicht automatisch allen Steuerpflichtigen eine TIN zu. Eingehendere Informationen zu diesen Einschränkungen finden sich auf den Länderseiten.

    Durch das Online-Prüfmodul wird weder die Identität einer Person noch die Existenz einer TIN bestätigt, sondern lediglich überprüft, ob die Syntax (d. h. der Algorithmus) und/oder die Struktur der eingegebenen TIN korrekt ist. Falls ein Land seine Algorithmen nicht mitgeteilt hat, kann nur die Struktur überprüft werden.

    Für Finanzinstitute ersetzen die Informationen auf diesem Portal nicht die Verfahren zur Feststellung der Kundenidentität, sondern ergänzen diese.

    Die auf dieser Website und allen anderen Seiten zum Thema TIN (nachstehend:das „europäische TIN-Portal“) veröffentlichten Informationen sowie die Nutzung des Online-Prüfmoduls für TINs, das Bestandteil des europäischen TIN-Portals ist, unterliegen einem Haftungsausschluss, einem Urheberrechtsvermerk sowie Vorschriften zum Schutz personenbezogener Daten und der Privatsphäre, die auf der Seite „Rechtlicher Hinweis“ abrufbar sind.

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    Sie sind hier:

    Wie sind die EU -Postleitzahlen und die EU -Steuernummern (TIN ) zu plausibilisieren?

    Aufgrund der Tatsache, dass es bei sehr vielen Meldestellen zu Problemen bei der Plausibilisierung der EU -Postleitzahlen und der EU -Steuernummern (TIN ) kommt, wurde abweichend des Anwendungsschreibens vom 30.01.2008 beschlossen, dass bis auf Weiteres eine Plausibilisierung der Postleitzahlen und Steuernummern (TIN ) grundsätzlich auf freiwilliger Basis erfolgt.

    Die Übergangsregelung entbindet die Zahlstellen jedoch nicht von ihrer Verpflichtung, zukünftig korrekte und vollständige Daten zuzusenden bzw. diese bei den wirtschaftlichen Eigentümern und ausländischen Einrichtungen zu ermitteln!

    Eine Angabe zur Postleitzahl nach dem Format und der Struktur gemäß dem EU -Dokument zur Postleitzahl erfolgt auf freiwilliger Basis der Meldestellen.

    Eine Füllung des Feldes ist demnach optional bzw. es wird auf einer Plausibilisierung verzichtet, sofern die maximale Feldlänge (15 Zeichen) eingehalten wird.

    Eine Angabe zur Steuernummer (TIN ) nach Format und Struktur gemäß den Vorgaben der EU -Mitgliedstaaten erfolgt grundsätzlich auf freiwilliger Basis der Meldestellen.

    Das bedeutet aber nicht, dass das Feld ‚TIN ‚ (Satzart 1, Feld 28) in einer bestimmten Konstellation nicht doch gefüllt sein muss.

    Diese Konstellation tritt ein, wenn im Feld ‚Vertragsbeginn vor 2004‘ (Satzart 1, Feld 27) eine ‚1‘ für ‚Neufall‘ oder eine ‚2‘ für ‚unbekannt‘ angegeben wurde und keine Geburtsangaben (Satzart 1, Feld-Nummer 29 und 30) übermittelt werden.

    Dann reicht es vollkommen aus, wenn während der Übergangsregelung das Feld TIN mit mindestens 2 Zeichen gefüllt ist.

    Ist das Feld ‚Vertragsbeginn vor 2004‘ mit einer ‚1‘ (Neufall) oder ‚2‘ (unbekannt) gefüllt, aber keine TIN (mind. 2 Zeichen) angegeben, ist es erforderlich die Geburtsangaben mitzuteilen.

    Regelung für Frankreich und Luxemburg zur TIN :

    In Frankreich und Luxemburg gibt es keine TIN .

    Das Feld ‚TIN ‚ kann hier leer bleiben.

    Ist aber im Feld ‚Vertragsbeginn vor 2004‘ eine ‚1‘ (Neufall) oder ‚2‘ (unbekannt) angegeben, müssen die Felder zu den Geburtsangaben (Satzart 1, Feld-Nr. 29 und 30) zwingend gefüllt sein.

    Unterlagen für die freiwillige Plausibilisierung:

    Diese Seite:

    © Bundeszentralamt für Steuern – 2015

    Источники: http://www.finanztip.de/steueridentifikationsnummer/, http://ec.europa.eu/taxation_customs/business/tax-cooperation-control/administrative-cooperation/tax-identification-numbers-tin_de, http://www.bzst.de/DE/Steuern_International/EU_Zinsrichtlinie/FAQ/fachlich_FAQ_Texte/EUZI_fachlich_FAQ_09.html?nn=31796

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