Umzugskosten steuererklärung

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    Umzugskostenpauschale für Ausgaben rund um den Umzug in 2016/2017

    Sie kennen bestimmt den Spruch: Dreimal umgezogen ist einmal abgebrannt. Doch trotz der teilweise hohen Kosten muss ein Umzug nicht dazu führen, dass Sie danach im umgangssprachlichen Sinne ‚abgebrannt’ sind. Falls Sie für die Karriere umziehen, können Sie alle anfallenden Belastungen von der Steuer absetzen – solange Sie Ihre Ausgaben belegen können. Sogenannte ‚sonstige Ausgaben’ können Sie mit Hilfe der Umzugskostenpauschale ohne Belege steuerlich geltend machen. Hier informieren wir Sie ausführlich.

    1. Was ist die Umzugskostenpauschale?

    „Das ganze Leben ist ein ewiges Wiederanfangen“, sagte bereits der Dichter Hugo von Hofmannsthal im 19. Jahrhundert. Die Bundesregierung erkennt diesen Umstand mit zahlreichen steuerlichen Vergünstigungen beim Umzug an. Hierzu zählt auch die Umzugskostenpauschale. Die Pauschale umfasst Ausgaben, die mit dem Finden und Einrichten einer neuen Wohnung und dem Verlassen der alten Wohnung zusammenhängen.

    Falls Sie Ihre Belege nicht vollständig gesammelt haben, können Sie die Umzugskostenpauschale statt der jeweiligen Einzelleistungen bei Ihrer Steuererklärung geltend machen. Diese Pauschale wird ständig erhöht.

    Pauschale seit 01.03.2014

    Alleinerziehende mit Kind, Verwitwete und Geschiedene erhalten den Partnerbetrag. Dazu kommt zusätzlich die Pauschale für andere, im gleichen Haushalt lebende Personen, zum Beispiel Kinder.

    Wichtig: Falls Sie in den vergangenen 2 Jahren bereits einmal aus beruflichen Gründen umgezogen sind, erhöht sich die Pauschale um 50 Prozent.

    2. Welche Leistungen fallen unter die Pauschale?

    Im Rahmen der Umzugskostenpauschale können Sie alle Ausgaben steuerlich geltend machen, die mit dem Suchen und Einrichten einer neuen Wohnung zusammenhängen.

    • Anzeigen für die Wohnungssuche in Zeitungen und anderen Medien
    • Schönheitsreparaturen für die alte Wohnung, falls Sie vertraglich dazu verpflichtet sind
    • Ummeldegebühren für Personalausweis, Pkw, Telefon und Internetanschluss
    • Elektrische Arbeiten in der neuen Wohnung
    • Ein- und Aufbau von elektrischen Geräten und Kücheneinrichtungen
    • Trinkgelder und Verpflegung für Umzugshelfer
    • Ändern von Vorhängen und Montieren von Rollos
    • Anbringen von Lampen

    Tipp: Sie sind sicher, dass Ihre Ausgaben für die oben genannten Leistungen die Umzugskostenpauschale übersteigen? Sammeln Sie alle Belege und Quittungen, die mit dem Umzug zu tun haben. Sie sind nicht verpflichtet, die Umzugskostenpauschale in Anspruch zu nehmen. Sie können auch einzelne Leistungen beim Finanzamt geltend machen.

    3. Was sind die Voraussetzungen für die Umzugskostenpauschale?

    Die Umzugskostenpauschale kann in erster Linie von Personen genutzt werden, die aus beruflichen Gründen in eine andere Stadt umziehen. Sie ziehen am gleichen Ort um? Werfen Sie noch nicht die Flinte ins Korn. Vielleicht trifft eine der folgenden Voraussetzungen für Sie zu:

    • Die neue Wohnung liegt näher an Ihrer Arbeitsstätte. Das Finanzamt erkennt diesen Grund an, wenn sich die Dauer des täglichen Arbeitswegs (Hin- und Rückfahrt) um mindestens eine Stunde verkürzt.
    • Sie können durch den Umzug Ihren Arbeitsplatz leichter erreichen.
    • Sie beginnen ein Studium oder eine Ausbildung.
    • Sie vermeiden durch den Umzug eine doppelte Haushaltsführung.
    • Ihr Unternehmen wünscht den Umzug, zum Beispiel, weil dadurch eine Dienstwohnung frei wird.

    Umzug aus medizinischen Gründen

    Eine weitere Voraussetzung für die Umzugskostenpauschale sind hohe Belastungen durch Krankheit oder Behinderung. In diesem Fall gelten die normalen Umzugskosten als außergewöhnliche Belastung. Als Nachweis für die medizinische Notwendigkeit benötigen Sie ein Attest vom Amtsarzt.

    Vorsicht vor Giftstoffen in der Wohnung

    Wenn Sie unter Giftstoffen in Ihrer Wohnung leiden, erfüllen Sie die Voraussetzung für die Umzugskostenpauschale. Schimmel in Ihrer Wohnung hat zu einer Allergie geführt? In Ihrem Haus wurde Asbest entdeckt? Sie leiden an Osteoporose und können die Treppen zu Ihrer Wohnung nicht mehr bewältigen? Das sind Gründe für den Wohnungswechsel aus medizinischen Gründen.

    4. Gilt die Umzugskostenpauschale auch bei Auslandsumzügen?

    Auslandsumzüge werden in Umzüge innerhalb, beziehungsweise außerhalb der Europäischen Union aufgeteilt. Die Beträge errechnen sich auf Grundlage des Grundeinkommens nach Besoldungsstufe A13, Stufe 8. Folgende Beträge können geltend gemacht werden:

    Umzugskostenpauschale für Auslandsumzüge 2017

    Die Umzugskostenpauschale bei einem Umzug ins Ausland wird für mitumziehende Personen (Sprich: Ehegatte, Lebenspartner, Kinder, etc..) weiter erhöht. Genauere Informationen zu den Erhöhungen finden Sie hier.

    Bei Rückumzügen – also bei einem Umzug aus dem Ausland ins Inland – können 80 % der oben genannten Beträge als Pauschale geltend gemacht werden.

    5. Welche Nachweise benötigen Sie?

    Die Anwendung der Pauschale erlaubt es Ihnen, auf Belege zu verzichten. Wenn Sie sich vom Papierkrieg überfordert fühlen, eignet sich das Nutzen der Umzugskostenpauschale für die unter Punkt 2 genannten Leistungen. Sie sind ein Perfektionist und führen genau Buch? Wenn Sie Ihre Ausgaben genau dokumentieren können und Sie die Beträge der Pauschale übersteigen, machen Sie bei Ihrer Einkommensteuererklärung besser Einzelbeträge geltend.

    6. Wie nutzen Sie die Umzugskostenpauschale bei der Steuererklärung?

    Seite 2 der Anlage N, Zeile 45 bis 48: Das ist die magische Formel, um Ihre Umzugskosten von der Steuer bei der Steuererklärung abzusetzen. Sie sind mit dem Ausfüllen des Formulars hoffnungslos überfordert? Kein Problem. Im Elsterforum, der offiziellen Webseite der deutschen Finanzämter für das Ausfüllen der Steuererklärungen online, können Sie jederzeit Hilfe finden. Sie müssen sich nicht registrieren, um die Beiträge im Forum zu lesen. Das Forum verfügt zudem über eine Suchfunktion, mit der Sie nach Erklärungen suchen können.

    Gönnen Sie sich einen Steuerberater

    Sie bekommen nervöse Zustände beim Anblick von Formularen? Sammeln Sie alle Belege und Quittungen und suchen Sie sich einen Steuerberater. Er nimmt Ihnen das Ausfüllen der Steuererklärung ab und weiß mit Sicherheit über alle absetzbaren Kosten Bescheid. Nach dem Kraftakt Umzug entspannt ein Steuerberater die Nerven.

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    Umzugskosten

    So setzen Sie Ihre Kosten für den beruflichen Umzug ab

    • Zuletzt aktualisiert: 14. Dezember 2016
    • Von: Udo Reuß

    Das sollten Sie wissen

    • Wechseln Sie aus beruflichen Gründen den Wohnort, können Sie die Ausgaben für den Umzug als Werbungskosten geltend machen. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Sie durch einen neuen Arbeitsweg insgesamt mindestens eine Stunde Fahrzeit einsparen.
    • Kosten für einen Umzug aus privaten Gründen können Sie als haushaltsnahe Dienstleistungen geltend machen. Pro Jahr sind es 20 Prozent der Arbeitskosten, maximal jedoch 4.000 Euro.

    Unser Tipp: Bleiben Sie zu wichtigen Steuerfragen immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

    Ob neuer Job, Familiennachwuchs oder der Wunsch nach Veränderung: Es gibt viele Gründe für einen Wohnortwechsel – und meistens geht der Umzug ins Geld. Gut, dass das Finanzamt Teile der Kosten übernimmt. Sie können die Ausgaben als Werbungskosten in der Einkommensteuererklärung ansetzen. Gesetzliche Grundlage hierfür ist das Bundesumzugskostengesetz.

    Diese Voraussetzungen muss der Umzug erfüllen

    Wenn Sie aus beruflichen Gründen den Wohnort wechseln, können Sie die anfallenden Kosten in der Steuererklärung als Werbungskosten geltend machen. Das gilt in folgenden Fällen:

    Verkürzter Arbeitsweg – Nach dem Umzug benötigen Sie für die Wege zur Arbeit und zurück jeweils mindestens eine halbe Stunde weniger. Es kommt nicht auf die Länge des Weges an, sondern auf die Zeitersparnis.

    Kürzerer Arbeitsweg

    Für den Nachweis einer Zeitersparnis beim Pendeln zum Job ist es nicht nötig, den Wohnort zu wechseln – auch innerhalb einer Stadt oder Gemeinde gilt der verkürzte Arbeitsweg. Dies betrifft vor allem Umzüge innerhalb von Großstädten wie beispielsweise Hamburg oder Berlin. Als Fahrzeit geben Sie einen durchschnittlichen Wert an, den zum Beispiel ein Routenplaner im Internet ermittelt.

    Ehepartner, die beide berufstätig sind, betrachten jeweils einzeln ihre Arbeitswege. Gibt es einen gemeinsamen Arbeitsweg, ist es nicht möglich, die jeweils eingesparte Zeit zusammenzurechnen, um so auf einen Wert von insgesamt einer Stunde zu kommen.

    Wechsel des Arbeitsplatzes – Beruflich veranlasst ist Ihr Umzug auch dann, wenn Sie Ihre erste Stelle in einer anderen Stadt antreten oder für Ihren Job den Wohnort wechseln, weil beispielsweise die Firma umzieht.

    Verbesserung der Arbeitsbedingungen – In Einzelfällen erkennt das Finanzamt verbesserte Arbeitsbedingungen alsberufsbedingten Grund für einen Umzug an. So gab der Bundesfinanzhof beispielsweise einem Krankenhausarzt recht, der aus freien Stücken in die Nähe des Krankenhauses zog, um stationär aufgenommene Patienten leichter betreuen zu können (Az. IV R 42/86).

    Rückkehr aus dem Ausland – Wenn Sie im Ausland gelebt haben und für eine neue Stelle zurück nach Deutschland ziehen, können Sie die anfallenden Umzugskosten ebenfalls steuerlich geltend machen (FG Niedersachsen, Az. 4 K 6/12).

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    Diese Kosten können Sie absetzen

    Die meisten Posten Ihrer Umzugsrechnung müssen Sie belegen. Weitere Kosten werden von einer Pauschale erfasst, die Sie von Ihrem zu versteuernden Einkommen abziehen dürfen. Grundsätzlich können Sie geltend machen:

    Kein Abzug für Möbel

    Die Einrichtung Ihres neuen Heims gilt als Privatsache. Sie können daher nicht bei den Umzugskosten steuerlich abgesetzt werden. Sind Renovierungsmaßnahmen erforderlich, können Sie unter Umständen 20 Prozent der Lohnaufwendungen und der Fahrtkosten als Handwerkerkosten in Form einer Steuererstattung zurückholen.

    • 30 Cent pro Kilometer für Fahrten zu Wohnungsbesichtigungen,
    • Maklergebühren für Mietimmobilien, aber nicht für Eigentum – diese Kosten zählen wie beispielsweise die Grunderwerbsteuer zu den Anschaffungskosten und müssen über die gewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben werden,
    • doppelte Mietzahlungen für bis zu sechs Monate, falls Sie Ihre alte Wohnung nicht sofort kündigen können oder wollen,
    • maximal drei Monatsmieten für die neue Wohnung, die noch nicht genutzt werden kann,
    • Kosten für den Transport des Hausrats,
    • Kosten für einen Kochherd bis zu 230 Euro sowie für Öfen bis zu 164 Euro und
    • Reparaturen von Transportschäden.

    Belege von privaten Helfern

    Umzugskostenpauschale

    Für sonstige Umzugskosten können Sie zusätzlich einen Pauschalbetrag ansetzen, ohne Einzelnachweise erbringen zu müssen. Die Umzugskostenpauschalen erhöht das Bundesfinanzministerium in der Regel jährlich (zuletzt per BMF-Schreiben vom 18. Oktober 2016, Az. IV C 5 – S 2353/16/10005). Zu den sonstigen Umzugskosten zählen:

    • Renovierung der alten Wohnung,
    • Trinkgelder und Verpflegung für Umzugshelfer,
    • Ändern von Vorhängen,
    • fachgerechtes Anbringen von Lampen,
    • Einbau von Küche und anderen elektrischen Geräten,
    • Umschreiben des Personalausweises,
    • Schönheitsreparaturen in der alten Wohnung,
    • Ummelden des Pkw und die
    • Änderung des Telefonanschlusses.

    Verpflegungspauschale

    Im Rahmen der doppelten Haushaltsführung können Sie für Ihren Umzug auch die Pauschale für Verpflegungsmehraufwendungen ansetzen. Das sind 24 Euro pro Tag, die Sie für maximal drei Monate abrechnen können.

    Falls Sie höhere Aufwendungen als die Pauschale für sonstige Umzugsauslagen hatten, können Sie auf die Pauschale verzichten und stattdessen Ihre höheren Kosten mit entsprechenden Quittungen belegen. Einen Einzelnachweis verlangt das Finanzamt üblicherweise bei

    • einem Umzug, durch den eine doppelte Haushaltsführung anfängt, endet oder gewechselt wird oder
    • wenn ein Arbeitnehmer seine doppelte Haushaltsführung beendet, indem er ins Ausland zieht, wo er zuvor schon einmal gelebt hat.

    Für den Umzug können Sie allerdings nur die Kosten angeben, die Sie tatsächlich tragen. Bezahlt Ihr Arbeitgeber zum Beispiel das Umzugsunternehmen, können Sie diese Ausgaben nicht absetzen.

    Tipp: Wechseln Sie wegen eines neuen Jobs Ihren Wohnort, sollten Sie bei den Vertragsverhandlungen bei Ihrem Arbeitgeber nachfragen, ob er die Umzugskosten übernimmt; denn er kann die gesamten steuerlich absetzbaren Kosten lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei erstatten. Für die Firma sind das Betriebsausgaben. Wenn Sie keine Aufwendungen zu tragen haben, entstehen für Sie natürlich keine Werbungskosten.

    Umzugskostenpauschalen

    Quelle: BMF-Schreiben vom 18. Oktober 2016

    Kosten für Nachhilfeunterricht

    Oftmals müssen Kinder, die in eine andere Stadt oder ein anderes Bundesland umziehen, Unterrichtsstoff nachholen. An den Kosten für die Nachhilfe beteiligt sich das Finanzamt, wenn die Behörde den Umzug als berufsbedingt anerkennt.

    Als Nachweis gelten beispielsweise der Arbeitsvertrag oder eine Bestätigung Ihres Arbeitgebers. Wenn Sie die Rechnungen für den Unterricht einreichen, können Sie die Kosten bis zu den folgenden Höchstbeträgen geltend machen:

    Höchstbeträge für Nachhilfekosten

    Quelle: BMF-Schreiben vom 18. Oktober 2016

    Erstattungsfähig ist die Hälfte des in der Tabelle genannten Höchstbetrags der umzugsbedingten zusätzlichen Unterrichtskosten für ein Kind. Falls die Unterrichtskosten diesen erstattungsfähigen Betrag übersteigen, sind bis zu 75 Prozent des Höchstbetrags steuerlich absetzbar.

    Umzug aus privaten Gründen

    Selbst wenn Sie aus rein privaten Gründen umziehen, können Sie die Kosten dafür zum Teil steuerlich geltend machen. Im Rahmen der haushaltsnahen Dienstleistungen können Sie pro Jahr 20 Prozent der Ausgaben, maximal jedoch 4.000 Euro absetzen.

    Haushaltsnahe Dienstleistungen

    Die Arbeitskosten für haushaltsnahe Dienstleistungen tragen Sie in der Steuererklärung für 2015 im Mantelbogen in die Zeile 71 ein. Listen Sie die einzelnen Posten auf einem Extrablatt auf und fügen Sie Rechnungen und Kontoauszüge für die Überweisungen als Belege bei.

    Umzugskosten als außergewöhnliche Belastung

    Ziehen Sie aus gesundheitlichen Gründen um, zum Beispiel nach einem Unfall oder wegen einer Behinderung, erkennt das Finanzamt die Kosten als außergewöhnliche Belastungen an, soweit sie einen zumutbaren Eigenanteil übersteigen. In diesem Fall brauchen Sie als Nachweis für das Finanzamt unbedingt ein ärztliches Attest.

    Außergewöhnliche Belastungen

    Ausgaben für außergewöhnliche Belastungen tragen Sie in der Steuererklärung für 2015 im Mantelbogen in die Zeile 67 und 68 ein. Die einzelnen Posten listen Sie auf einem Extrablatt auf und heften es an.

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    Artikel verfasst von

    Finanztip-Experte für Steuern

    Der Steuerrechtler und Diplom-Kaufmann Udo Reuß ist bei Finanztip für Steuerthemen verantwortlich. Zuvor war er bei verschiedenen Wirtschafts- und Fachverlagen wie Handelsblatt, F.A.Z.-Verlagsgruppe, Haufe-Lexware und Vogel Business Media tätig – 14 Jahre davon arbeitete er als Chefredakteur von Fachzeitschriften. Aus dem komplexen Steuerrecht zieht er die relevanten Urteile für Steuersparer. Den Autor erreichen Sie unter [email protected] .

    ehemalige Finanztip-Redakteurin (bis 2015)

    Andrea Wekenborg verfasste für Finanztip Artikel im Ressort Recht & Steuern. Ihre Begeisterung für Verbraucherthemen entdeckte sie in der Ombudsredaktion der Berliner Zeitung. Später schrieb sie fünf Jahre für einen Online-Finanzvergleich über Versicherungen, Konten und Steuern. Zudem war sie bereits beim Verbraucherzentrale Bundesverband tätig.

    Alena Hecker arbeitet als freie Redakteurin für Finanztip. Sie hat Internationale Fachjournalistik mit dem Schwerpunkt Wirtschaft studiert und einen Master in European Studies gemacht. Beim anschließenden Volontariat Praxis4 an der Electronic Media School in Potsdam beschäftigte sie sich vor allem mit Themen rund um den Verbraucherschutz. Neben ihrer Tätigkeit für Finanztip arbeitet Alena Hecker unter anderem für den rbb und die Stiftung Warentest.

    Privat oder beruflich? Umzugskosten von der Steuer absetzen

    Ausgaben für die Wohnungssuche, den Transport, die Renovierung – bei einem Umzug kommt schnell einiges an Kosten zusammen. Doch wer sich informiert, kann viele seiner Aufwendungen in der Steuererklärung geltend machen – und damit richtig sparen.

    Umzüge kosten Zeit, Nerven und meistens eine Menge Geld. Da ist es schon eine Erleichterung, wenn man einen Teil der Ausgaben steuerlich absetzen kann. Welche Aufwendungen das Finanzamt im Einzelnen anerkennt, hängt davon ab, ob man aus privaten oder beruflichen Gründen umzieht.

    Kisten packen: Ein Umzug ist dann beruflich veranlasst, wenn sich die Fahrzeit zwischen Wohnung und Arbeitsstätte am Tag um mindestens eine Stunde reduziert.

    Findet der Umzug aus privaten Gründen statt, kann man die Ausgaben für einen Transportdienst als haushaltsnahe Dienstleistungen geltend machen, informiert der Bund der Steuerzahler. Abzugsfähig sind 20 Prozent der Arbeitskosten pro Jahr – maximal aber 4000 Euro. Nicht angeben können Steuerzahler allerdings Materialkosten.

    "Wie bei allen haushaltsnahen Dienstleistungen müssen die Steuerpflichtigen darauf achten, dass die Leistungen nicht bar bezahlt werden", erklärt Erich Nöll vom Bundesverband der Lohnsteuerhilfevereine in Berlin. "Ohne Rechnung und nachgewiesene Zahlung, werden die Aufwendungen definitiv nicht berücksichtigt."

    Das gilt auch, wenn man privat umzieht und Handwerker engagiert. Dann kann man ebenfalls bis zu 20 Prozent der Ausgaben absetzen – als Handwerkerleistungen höchstens jedoch 1200 Euro.

    Wer hingegen aus beruflichen Gründen umzieht, kann die Umzugskosten als Werbungskosten absetzen. "Jeder Euro, der über der Werbungskostenpauschale von 1000 Euro liegt, kann die Steuerlast senken", erklärt Uwe Rauhöft vom Neuen Verband der Lohnsteuerhilfevereine.

    Lässt sich Fahrzeit einsparen?

    Der Vorteil des Werbungskostenabzugs: Der Fiskus berücksichtigt dann noch weitere Ausgaben – etwa für die Wohnungssuche geschaltete Inserate, Maklergebühren bei Mietwohnungen, aber auch Fahrtkosten zu den Besichtigungen. "Für den Fahrtweg können Steuerzahler jeweils 30 Cent pro Kilometer angeben", sagt Rauhöft.

    Damit das Finanzamt die berufliche Veranlassung anerkennt, müssen bestimmte Voraussetzungen vorliegen. Einen Grund nennt Nöll: "Wenn eine erhebliche Verkürzung der Entfernung zwischen der Wohnung und der Arbeitsstätte eintritt." Dafür muss man täglich insgesamt eine Stunde Fahrzeit einsparen – für den Hin- und Rückweg.

    Weitere Situationen, die einen Werbungskostenabzug rechtfertigen: Eine berufliche Versetzung, wenn der Arbeitgeber einen Mitarbeiter aus betrieblichen Gründen zum Umzug auffordert – beispielsweise damit dieser jederzeit einsatzfähig ist. Auch wenn ein Arbeitnehmer seinen Wohnort an den Beschäftigungsort verlegt und damit eine doppelte Haushaltsführung beendet, zählt dies als beruflicher Grund.

    "Oftmals liegen aber nicht nur berufliche Gründe, sondern auch private vor", gibt Nöll zu Bedenken. Erfüllt der Umzug nur einen der genannten beruflichen Gründe, steht dieser im Vordergrund. Nöll nennt ein Beispiel: Auch wenn man in eine größere Wohnung will, weil man Nachwuchs erwartet, kann man Werbungskosten geltend machen, wenn in zeitlicher Nähe zum Umzug ein Arbeitsplatzwechsel ansteht.

    Keine Kosten der privaten Lebensführung

    Steht fest, dass der Umzug beruflich veranlasst ist, kann man auch Ausgaben für eine doppelte Miete als Werbungskosten abziehen. Das ist ebenso für alle Aufwendungen möglich, die mit dem Transport des Umzugsguts verbunden sind – also auch Versicherungen, Trinkgelder und Verpflegung – sowie für Reparaturen von Transportschäden. Renovierungs- oder Einrichtungskosten für die neue Wohnung zählen hingegen nicht dazu. "Denn Kosten der privaten Lebensführung kann man nicht als Werbungskosten steuerlich geltend machen", erklärt Rauhöft.

    Wer seinen Lebensmittelpunkt verlegt – also beispielsweise mit der Familie aus beruflichen Gründen von Leipzig nach München, kann aber zusätzlich von der Umzugskostenpauschale profitieren. Vorsicht: "Sie gilt nicht, wenn man umzieht, aber weiterhin zwei Haushalte führt", sagt Rauhöft. Seit März 2015 liegt der Pauschbetrag für Verheiratete bei 1460 Euro, für Ledige bei 730 Euro und für jede weitere im Haushalt lebende Person – wie Kinder – bei 322 Euro.

    Berücksichtigt werden bei der Pauschale sonstige Umzugskosten. Der Vorteil laut Nöll: Verbraucher müssen nicht die kleinen Posten einzeln aufzählen – wie Trinkgelder für die Möbelpacker, fachgerechter An- und Abbau der Küche oder anderer elektrischer Geräte, Renovierungskosten für die alte Wohnung oder die Neuanmeldung des Telefon- und Internetanschlusses.

    Liegen die Aufwendungen für die sonstigen Umzugskosten über der Umzugskostenpauschale, sollte man die einzelnen Ausgabe-Posten in seiner Steuererklärung aber auflisten, rät Nöll. Wichtig: Dafür sollte man Quittungen oder Rechnungen als Nachweis haben. Dann sei der höhere Betrag als Werbungskosten abzugsfähig.

    Ersetz der Arbeitgeber die Kosten eines beruflich veranlassten Umzuges, ist dies bis zur Höhe des Werbungskostenabzugs steuerfrei. Rauhöft gibt aber zu Bedenken, dass steuerfreie Zahlungen des Arbeitgebers den Werbungskostenabzug mindern.

    Источники: http://www.movinga.de/hub/beratung/umzugskostenpauschale/, http://www.finanztip.de/umzugskosten/, http://mobil.n-tv.de/ratgeber/Umzugskosten-von-der-Steuer-absetzen-article17772746.html

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