Unfallkosten als werbungskosten

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    Unfallkosten als werbungskosten

    Verkehrsunfall auf dem Weg von und zur Arbeit

    • Zuletzt aktualisiert: 13. Dezember 2012

    Die Kosten für einen Unfall, der sich auf einer beruflichen Fahrt (Dienstreise, Familienheimfahrt bei doppelter Haushaltsführung) ereignet hat, können vom Arbeitnehmer – abzüglich Erstattungen der Versicherung oder des Arbeitgebers – als Werbungskosten in der Steuererklärung abgesetzt werden. Dies gilt auch für einen Totalschaden. Ersetzt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer die durch den Unfall entstandenen Kosten, so können diese nur steuerfrei erstattet werden, wenn sie begrifflich den Reisekosten zugerechnet werden können. Soweit die Kosten für den Unfall nicht vom Arbeitgeber ersetzt werden, kann sie der Arbeitnehmer als Werbungskosten geltend machen. Aufwendungen im Zusammenhang mit einem Kfz-Unfall gehören auch dann zu den Werbungskosten, wenn sich der Unfall auf dem Weg von oder zur Arbeit ereignet hat und nicht durch Alkoholeinfluss verursacht worden ist.

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    Unfall auf dem Weg zur Arbeit

    Durch die Rückkehr zu den Regelungen der (alten) Pendlerpauschale können auch die Kosten für einen Verkehrsunfall auf dem Arbeitsweg als Werbungskosten steuerlich abgesetzt werden. Zu den Kosten zählen – sofern sich der Unfall auf der Fahrt zum Arbeitsplatz oder auf dem Rückweg von der Arbeit zur Wohnung ereignet hat – alle durch den Verkehrsunfall entstandenen Aufwendungen, soweit sie nicht bereits durch den Arbeitgeber, den Unfallgegner oder durch die eigene Versicherung ersetzt werden.

    Unfallkosten, die als Werbungskosten abzugsfähig sind

    Die Kosten der Reparatur für das Auto sind selbst dann absetzbar, wenn auf den Erstattungsanspruch von der Versicherung verzichtet wird. Übernimmt eine Vollkaskoversicherung die Reparaturkosten, ist die Selbstbeteiligung absetzbar. Wird das Fahrzeug nicht repariert, kann anstatt der Reparaturkosten eine Wertminderung (Absetzung für außergewöhnliche abnutzung = AfaA nach § 7 Abs. 1 Satz 7 EStG) geltend gemacht werden. Der Wertverlust ist allerdings nachzuweisen und die AfaA kann nur im Veranlagungszeitraum des Schadeneintritts vorgenommen werden.

    Zusammenfassende Checkliste für Unfallkosten in der Steuererklärung

    Sofern ein Umweg aus privaten Gründen genommen wurde oder wenn der Fahrer grob fahrlässig gehandelt hat, zum Beispiel alkoholisiert war und das Finanzamt hiervon Kenntnis hat, ist der Abzug als Werbungskosten zu versagen. Beachten Sie, dass sie die Kosten auch im richtigen Jahr der Steuererklärung bei der Einkommensteuer absetzen. Denn Unfallschäden bzw. Sachschäden an Gegenständen, die für die Erzielung steuerpflichtiger Einkünfte (zum Beispiel Arbeitseinkünfte und Vermietungseinkünfte) genutzt werden, müssen unbedingt bereits im Jahr des Schadensereignisses steuerlich angesetzt werden. Das gilt selbst dann, wenn Sie sich noch nicht mit der Versicherung oder dem Unfallverursacher über den Schadenersatz streiten.

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    Höhe der Werbungskosten bei Nichtreparatur nach Unfallschaden

    Ein Unfall mit dem Auto auf dem Weg von oder zur Arbeit erlaubt in der Regel den Abzug der entstandenen Kosten als Werbungskosten bei den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit. Doch wie hoch bemisst sich der Wert, wenn das Auto nicht mehr repariert wird und somit nach dem Unfall ohne Reparatur vom Steuerpflichtigen verkauft wird?

    Für Arbeitnehmer, die ein gebrauchtes Auto gekauft haben, sieht es etwas günstiger aus. Ist es bei Kauf z. B. acht Jahre alt und passiert der Unfall zwei Jahre nach Kauf, ist wie folgt zu rechnen: Der Kaufpreis von z. B. 12.000 Euro ist auf die geschätzte Restnutzungsdauer zu verteilen. Ist wegen des Alters, des Zustandes und der Jahreslaufleistung des Pkw eine verbleibende Nutzungsdauer von drei Jahren anzunehmen, so existiert bei Eintritt des Unfalles noch ein Drittel des Kaufpreises als Rest- oder Buchwert. Von diesem Buchwert (4.000 Euro) ist der zu erzielende Verkaufserlös für das Schrottauto (z. B. 1.000 Euro) abzuziehen und die Differenz (im Beispiel 3.000 Euro) steuerlich abzugsfähig.

    Wann und wie Sie Unfallkosten von der Steuer absetzen können

    Passiert auf dem Weg zur Arbeit ein Unfall, können Sie die Unfallkosten als Werbungskosten von der Steuer absetzen. Wie das geht, erfahren Sie hier.

    Montagmorgen kurz nach acht. Der Ingenieur Jürgen W. ist spät dran für sein Meeting mit dem Vorstand eines führenden deutschen Chemiekonzerns. Mit 160 km/h surrt sein BMW die Autobahn entlang, als plötzlich ein Polo ausschert. Reaktionsschnell weicht Jürgen aus, der BMW dreht sich, schlittert an der Leitplanke entlang und kommt in letzter Sekunde auf dem Notstreifen zum Stehen. Dem Ingenieur ist zum Glück nichts passiert, aber sein privater BMW ist hin. Mehr als ärgerlich! Kleiner Trost: Alles was die Versicherung nicht zahlt, kann Jürgen von der Steuer absetzen.

    Was Sie beachten mГјssen, wenn Sie einen Unfall mit dem Dienstwagen und nicht mit dem eigenen Pkw haben, erfahren Sie in unserem ArtikelВ Geld sparen mit dem Dienstwagen.

    Der Schreck sitzt noch tief, als Jürgen Polizei und Abschleppdienst anruft. Während er telefoniert, betrachtet er sein Auto: Die rechte Seite des Gran Turismo ist völlig eingequetscht. Der neue Laptop, der auf dem Beifahrersitz lag, ist auch hinüber.

    Langsam fängt Jürgen an, sich zu ärgern: Er verpasst nicht nur einen wichtigen Geschäftstermin, sondern hat möglicherweise all seine Präsentationen und Kontaktdaten verloren, die im Laptop gespeichert sind. Ganz zu schweigen vom traurigen Anblick seines BMW’s. Wer entschädigt ihn dafür?

    Variante 1: Ein anderer ist schuld am Unfall, seine Versicherung zahlt

    Jeder in Deutschland gemeldete Autofahrer muss eine Kfz-Haftpflichtversicherung abschließen. Diese Pflicht ist vor allem als Schutz für alle Verkehrsteilnehmer zu verstehen, denn Haftpflichtversicherungen übernehmen in der Regel sämtliche Kosten, die Autofahrer durch Unfälle verursachen können. Jede Versicherung legt selbst fest, bis zu welcher Höhe sie Kosten übernimmt, zum Beispiel eine Million Euro für Sachschäden und zwei Millionen Euro, wenn Menschen verletzt werden.

    Die Haftpflicht zahlt nur fГјr einen Mietwagen, der sich in der gleichen "Gewichtsklasse" bewegt wie JГјrgens BMW. Sollte JГјrgen zum Beispiel einen Porsche mieten, bis er sich ein neues Auto besorgt hat, muss er die Differenz des Mietpreises zu seiner BMW-Klasse selbst zahlen.

    Variante 2: Sie tragen Mitschuld am Unfall und mГјssen teilweise selbst zahlen

    Wer im Vollrausch oder viel zu schnell fährt, rote Ampeln missachtet, Fahrerflucht oder ähnliche sogenannte schwere Obliegenheitsverletzungen begeht, für den übernimmt die Kfz-Haftpflicht in der Regel keine Unfallkosten.

    Variante 3: Der Unfallverursacher hat keine Kfz-Haftpflicht, Sie zahlen alles selbst

    Die Kfz-Haftpflicht ist zwar Pflicht in Deutschland, aber tatsächlich sind etliche Autofahrer ohne diese Versicherung unterwegs. Für unseren Unfallverursacher, den Polo-Fahrer, würde das bedeuten, dass ihn ein Strafverfahren erwartet, eine Freiheits- oder Geldstrafe sowie einige Punkte in Flensburg.

    Hier lohnt es sich, einen Steuerfachmann zu Rate zu ziehen. Einen VLH-Berater in Ihrer Nähe finden Sie mit unserer Beratersuche.

    Wann das Finanzamt Unfallkosten anerkennt

    Zwei Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um Unfallkosten von der Steuer absetzen zu können: Sie müssen die Kosten tatsächlich selbst gezahlt haben, und der Unfall ist auf einer beruflichen Fahrt passiert. Das gilt auch für Unfälle aufgrund von Schnee, Eis oder Eisregen.

    Ähnliches gilt, wenn Ihr parkendes oder haltendes Auto beschädigt wird: Wenn der Unfall während Ihrer Arbeitszeit passiert ist und keine Versicherung für den Schaden aufkommt, können Sie die Kosten dafür absetzen. Übrigens gibt es keine Höchstgrenze für die Absetzbarkeit von Unfallkosten.

    Den Unfall während einer Privatfahrt können Sie nicht absetzen. Problematisch wird die Anerkennung durch das Finanzamt auch, wenn Sie bei einer beruflichen Fahrt den Unfall unter Alkoholeinfluss verursacht haben.

    Unfallkosten: In diesen Fällen sind es Werbungskosten

    Immer dann, wenn Ihnen auf dem Weg zur Arbeit oder von der Arbeit zurück, während einer Familienheimfahrt oder auf einer Dienstreise ein Unfall passiert, gelten Unfallkosten als Werbungskosten. Das gilt aber auch für bestimmte Umwege, nämlich zum Tanken oder zur Abholung der Mitfahrer einer Fahrgemeinschaft.

    Auch die Unfallkosten bei einer Leerfahrt gelten als Werbungskosten, beispielsweise bei Eheleuten, die normalerweise immer gemeinsam fahren: Einer von beiden muss länger bleiben und der andere fährt abends noch mal extra los, um ihn abzuholen. Passiert während einer solchen Leerfahrt auf dem Weg zur Arbeitsstelle des Ehegatten ein Unfall, gilt das als beruflich veranlasste Fahrt – alle Kosten sind dann von der Steuer absetzbar. Das hat der Bundesfinanzhof (BFH) bereits 1984 entschieden.

    Gleiches gilt für Eheleute mit doppelter Haushaltsführung: Einer von beiden, sagen wir der Ehemann, muss aus beruflichen Gründen eine zweite Wohnung mieten und wird von seiner Frau zum Bahnhof gebracht. Während der Ehemann im Zug zur zweiten Wohnung sitzt, passiert der Ehefrau auf ihrem Weg nach Hause ein Unfall – auch ihre Leerfahrt gilt als beruflich veranlasst und alle Kosten sind als Werbungskosten absetzbar. Die Begründung des BFH von 1987: Dem Ehemann könne nicht zugemutet werden, das eigene Auto die ganze Woche über am Bahnhof stehen zu lassen und so der Gefahr einer möglichen Beschädigung oder sogar eines Diebstahls auszusetzen.

    Unfallkosten: In diesen Fällen sind es Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen

    Nur in ganz bestimmten Fällen gelten Unfallkosten als Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen. So zum Beispiel dann, wenn der Unfall auf dem Weg zu einer Ausbildungsstätte hin oder zurück geschieht; wenn Sie behinderte Menschen etwa zu einem Arzttermin oder ihrem Arbeitsplatz fahren; oder wenn Sie aufgrund einer Scheidung auf dem Weg zu Ihrem Anwalt oder ins Gericht sind.

    Wie Sie Unfallkosten von der Steuer absetzen

    Das Finanzamt erkennt Unfallkosten nur an, wenn Sie die dazugehörigen Rechnungen und Quittungen aufbewahren und den Unfallbericht der Polizei als Nachweis der Steuererklärung beilegen. Rechnen Sie die Kosten am Jahresende zusammen und tragen Sie die Summe im Steuererklärungsformular "Anlage N" unter "Sonstiges" ein, wenn es sich um Werbungskosten handelt. Sonderausgaben müssen Sie im Mantelbogen angeben. Dafür gibt es kein eigenes Feld, weshalb Sie die Kosten dem Grund der Fahrt zuordnen müssen. Gelten Ihre Unfallkosten als außergewöhnliche Belastungen, tragen Sie sie im Mantelbogen auf Seite 3 ein.

    Kosten die Sie absetzen kГ¶nnen, sind – neben den Reparaturkosten – beispielsweise auch Auslagen fГјr die Selbstregulierung oder SchГ¤den an privaten GegenstГ¤nden. Bei einem Totalschaden oder einem Bagatellschaden, denВ Sie nicht reparieren lassen, kГ¶nnen Sie unter gewissen UmstГ¤nden eine "Absetzung fГјr auГџergewГ¶hnliche technische Abnutzung"В geltend machen.

    Nicht alle Reparaturkosten sind steuerlich absetzbar

    Haben Sie Ihr Auto auf dem Weg zur Arbeit versehentlich falsch betankt, so sind die Reparaturkosten für den daraus resultierenden Motorschaden steuerlich nicht absetzbar. Der Bundesfinanzhof, das höchste Gericht für Steuern in Deutschland, legte fest, dass die Kosten für die Reparatur nicht als Werbungskosten neben der Entfernungspauschale geltend gemacht werden dürfen. Im Gegenteil: Auch außergewöhnliche Aufwendungen – wie die Kosten der Falschbetankung – sind mit der Entfernungspauschale bereits abgegolten.

    Unfall auf dem Weg zum Job: Wer zahlt bei Verletzungen?

    In unserem Beispiel hat Jürgen Glück gehabt: Er selbst ist bei dem Unfall mit einem Schrecken davon gekommen. Angenommen Jürgen hätte sich bei dem Unfall an der Hand verletzt, wäre er über die gesetzliche Unfallversicherung geschützt. Denn die greift prinzipiell bei jedem Arbeitsunfall. Dazu zählen auch Unfälle, die auf dem direkten Weg zur Arbeit passiert sind. Solche sogenannten Wegeunfälle sind gar nicht so selten: Laut Statistik der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) gab es im Jahr 2014 etwa 174.000 meldepflichtige Wegeunfälle. Meldepflichtig sind die Unfälle immer dann, wenn der Arbeitnehmer mehr als drei Kalendertage arbeitsunfähig erkrankt ist.

    Generell gilt: Ist ein Arbeitsunfall erst einmal passiert, so ist es Ziel der Versicherung die Gesundheit und berufliche Leistungsfähigkeit des Arbeitnehmers wiederherzustellen. Für Jürgen mit seiner Handverletzung bedeutet das: Die Kosten für seine medizinische Behandlung und die anschließenden Reha-Maßnahmen übernimmt die gesetzliche Unfallversicherung.

    Auch wenn Jürgen den Autounfall auf dem Weg zur Arbeit selbst verschuldet hätte, wäre die gesetzliche Unfallversicherung verpflichtet zu zahlen.

    Wer hat Anspruch auf eine gesetzliche Unfallrente?

    Die Folge eines Arbeitsunfalls kann auch ein bleibender Gesundheitsschaden sein. Wenn Jürgen also durch seine Handverletzung dauerhaft so beeinträchtigt wäre, dass die Arbeit am Computer nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr möglich wäre, hätte er Anspruch auf eine sogenannte Unfallrente, die auch unter dem Namen Verletztenrente bekannt ist. Wer eine solche lebenslange Rente unter welchen Umständen bekommt, ist genau festgelegt: Jeder Versicherte, der infolge eines Arbeitsunfalls nach 26 Wochen noch immer zu wenigstens 20 Prozent erwerbsgemindert ist, erhält eine Unfallrente.

    Stirbt ein Versicherter bei einem Arbeitsunfall, so bekommt die Witwe oder der Witwer eine Hinterbliebenenrente aus der Unfallversicherung. Diese Rente infolge eines Arbeitsunfalls fällt in der Regel höher aus als die Hinterbliebenenrente aus der Rentenversicherung.

    Ist die gesetzliche Unfallrente steuerfrei?

    Das Gute an der gesetzlichen Unfallrente: Sie gehört zu den Renten, die vollkommen steuerfrei sind und nicht in der Steuererklärung angegeben werden müssen. Mehr dazu erfahren Sie auch in unserem Artikel Diese Renten sind steuerfrei.

    Anders sieht es bei einer Unfallrente aus der privaten Unfallversicherung aus. Deren Leistungen sind prinzipiell steuerpflichtig. Wie hoch der zu versteuernde Anteil aber im Einzelnen ist, hängt von der Vertragsgestaltung mit dem jeweiligen Versicherer ab.

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    Kann man Unfallkosten von der Steuer absetzen?

    Hast du auf einer beruflichen Fahrt einen Autounfall, entstehen dir trotz Versicherung hohe Kosten. Du kannst aber selbst getragenen Unfallkosten als Werbungskosten von der Steuer absetzen.

    Wann sind die Unfallkosten absetzbar?

    Damit deine Unfallkosten als Werbungskosten gelten, musst du zwei Voraussetzungen erfüllen:

    1. Du trägst diese Kosten selbst.
    2. Der Unfall ereignete sich während einer Fahrt mit beruflichem Zusammenhang.

    Dabei gelten folgende Fahrten als beruflich bedingt:

    • Wege zur oder von der Arbeit
    • Dienstreisen
    • Bestimmte kleine Umwege zum Tanken oder zur Abholung von Mitfahrern einer Fahrgemeinschaft
    • Leerfahrten, bei denen z.B. ein Ehepartner Überstunden macht und von dem anderen abgeholt wird
    • Wenn dein Partner dich wegen einer Auswärtstätigkeit mit dem Auto zum Bahnhof fährt
    • Fahrten aufgrund von beruflich bedingter doppelter Haushaltsführung:

    Familienheimfahrten, wenn du von deiner Familie zurückfährst

    Wenn du mit dem Zug zu deiner Zweitwohnung fährst und dein Ehepartner dich zum Bahnhof fährt

    Welche Kosten steuerlich absetzbar sind

    Hast du die Kosten eines beruflich bedingten Unfalls selbst getragen, kannst du alle Aufwendung die damit im Zusammenhang stehen absetzen. Dazu zählen zum Beispiel:

    • Reparaturkosten
    • Unfallnebenkosten (Fahrten zur Werkstatt, zum Rechtsanwalt oder zum Gericht, Telefonkosten, Schriftverkehr o.ä.)
    • Abschleppdienst
    • Mietwagen während der Reparaturzeit oder bis zum Neukauf
    • Selbstbeteiligung bei Vollkasko- und Teilkaskoversicherungen
    • Autoverschrottung
    • Ausfall an Arbeitszeit
    • Beschädigte Gegenstände, auch private wie z.B. Laptop, Handy, Gepäck
    • Schmerzensgeld bei Verletzungen

    Unerheblich ist, ob der Unfall mit einem Dienstwagen oder mit deinem eigenen Auto geschieht.

    Unfallkosten in der Steuererklärung eintragen

    Deine eigenen Kosten trägst du in der Anlage N unter „Weitere Werbungskosten” ein.

    Für Werbungskosten gibt es keine Höchstgrenzen. Daher lohnt es sich, alle Quittungen und Rechnungen zu sammeln und die kompletten Kosten anzugeben. Du musst bei deiner Steuererklärung die Belege nicht mehr sofort einreichen. Nur bei Nachfragen seitens des Finanzamts reichst du sie nach. Ebenso musst du den Unfallbericht der Polizei als Nachweis bei Nachfragen vorlegen.

    Übernahme der Kosten

    Wurde der Unfall von deinem Unfallgegner verursacht, übernimmt dessen Kfz-Haftpflichtversicherung in der Regel alle Kosten, die dir entstanden sind. In diesem Fall kannst du sie nicht in der Steuererklärung geltend machen. Du musstest ja nichts selbst bezahlen.

    Hat der Unfallverursacher seine Versicherungspflicht ignoriert, musst du die Kosten vorerst selbst tragen. In der Folge hast du die Möglichkeit, ihn auf Erstattung deiner Ausgaben zu verklagen. Bis zur Gerichtsentscheidung kannst du deine Aufwendungen als Werbungskosten absetzen.

    Ist deine Klage erfolgreich, verrechnest du die Erstattung der Unfallkosten mit deiner Steuerersparnis, die du durch die Absetzung als Werbungskosten hattest. Dafür korrigierst du nachträglich deine Steuererklärung.

    Eigene Mitschuld am Unfall

    Trägst du Mitschuld am Unfall durch z.B. Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit, dann verhält es sich anders. Deine Haftpflichtversicherung wird zwar die Kosten übernehmen. Unter Umständen nimmt sie dich aber in Regress und du musst einen Teil an die Versicherung zurückzahlen. Auch diese Ausgaben kannst du als Werbungskosten absetzen.

    Ausschlaggebend hierfür ist, dass dein Fehlverhalten in direktem beruflichen Zusammenhang steht.

    Ein Beispiel hierfür: Du fährst mit erhöhter Geschwindigkeit, um einen wichtigen beruflichen Termin wie zum Beispiel ein Vorstellungsgespräch pünktlich zu erreichen.

    Anders verhält es sich bei grober Fahrlässigkeit, zum Beispiel bei Fahrten unter Alkoholeinfluss. Diese Unfallkosten wird das Finanzamt nicht anerkennen.

    Unfallkosten als außergewöhnliche Belastung

    In Sonderfällen kannst du die Unfallkosten als außergewöhnliche Belastungen absetzen. Fährst du z.B. behinderte Familienangehörige zu einem Arzttermin oder zu ihrer Arbeit und hast auf dem Weg einen Autounfall, werden die Unfallkosten als Teil der außergewöhnlichen Belastungen behandelt.

    Außergewöhnliche Belastungen gibst du im Mantelbogen an:

    Wann Unfallkosten nicht absetzbar sind

    In folgenden Situationen sind die Unfallkosten nicht absetzbar, da die Fahrten nicht aus beruflichen Gründen stattfinden:

    • Private Fahrten
    • Probefahrten
    • Fahrten in der Mittagspause zum Mittagessen
    • Umwege auf beruflichen Fahrten, um private Besorgungen zu erledigen

    Источники: http://www.finanztip.de/unfallkosten-arbeitsweg/, http://www.vlh.de/arbeiten-pendeln/beruf/wann-und-wie-sie-unfallkosten-von-der-steuer-absetzen-koennen.html, http://taxfix.de/steuertipps/unfallkosten-von-der-steuer-absetzen/

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