Unfallversicherung als werbungskosten

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    Unfallversicherung als werbungskosten

    Berufsbedingte Versicherungen sind Werbungskosten

    • Zuletzt aktualisiert: 13. Dezember 2012
    • Von: Finanztip-Redaktion

    Unser Tipp: Bleiben Sie zu wichtigen Steuerfragen immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

    Aufgrund der zumeist bereits ausgeschöpften Sonderausgaben-Höchstbeträge empfiehlt es sich, berufliche Versicherungen, die vom Arbeitgeber nicht übernommen werden, als Werbungskosten geltend zu machen. In der Praxis ist vor allem bei Haftpflicht-, Unfall- und Rechtsschutzversicherungen ggf. ein anteiliger Werbungskostenabzug möglich. Beispiel: Prämien für Rechtsschutzversicherung als Werbungskosten. Informationen zu den einzelnen Versicherungen entnehmen Sie bitte der Startseite Versicherungen. Hinweis: Aufwendungen, die Arbeitnehmer als Werbungskosten absetzen können, stellen für Gewerbetreibende und Freiberufler Betriebsausgaben dar und mindern so ebenfalls die steuerpflichtigen Einkünfte.

    Unfallversicherung als Werbungskosten

    Für Arbeitnehmer mit einer Unfallversicherung, die sowohl berufliche als auch private Unfälle abdeckt, ist ein Erlass des Bundesfinanzministeriums vom Februar 1997 interessant, wonach in diesen Fällen 50 Prozent der Prämien als Werbungskosten abgesetzt werden können. Für den – steuerlich vorteilhaften – Abzug der Versicherungsprämien als Werbungskosten kommt es darauf an, welche Unfälle mit der Versicherung abgedeckt sind. Dabei sind folgende Fälle denkbar:

    • Versichert sind nur Berufsunfälle. In diesem Fall können die gesamten Prämien als Werbungskosten abgezogen werden. Dies gilt auch, wenn mit der Versicherung Unfälle auf dem Weg von und zur Arbeitsstelle abgesichert sind.
    • Versichert sind ausschließlich private Unfälle bzw. Unfälle von Familienmitgliedern. In diesem Fall können die Beiträge nur wie die anderen Versicherungsbeiträge – steuerlich nachteilig – als Sonderausgaben abgezogen werden.
    • Versicherungen gegen alle Unfälle. Dies ist sicher der häufigste Fall: Versichert sind alle Unfälle, also während der beruflichen Tätigkeit, dem Weg von oder zur Arbeit oder im privaten Bereich. Für diese umfassenden Unfallversicherungen lässt das BMF-Schreiben eine Aufteilung der Versicherungsprämien zu.

    50 Prozent des Gesamtbeitrages (einschließlich Versicherungssteuer) können als Werbungskosten abgezogen werden, die anderen 50 Prozent bleiben als normale Vorsorgeaufwendungen (Sonderausgaben) im Rahmen der Höchstbeträge abzugsfähig.

    Rechtschutzversicherung als Werbungskosten

    Eine Rechtschutz-Versicherung gehört zu den Sachversicherungen, die nicht als Vorsorge-Aufwendungen abzugsfähig sind – genau wie zum Beispiel die Hausrat- oder die Kasko-Versicherung für das Auto. Wie ein Schreiben des Bundesfinanzministeriums (BMF) zeigt, können Sie unter Umständen trotzdem einen Teil Ihrer Beiträge zu einer Rechtschutz-Versicherung steuerlich absetzen – und zwar als Werbungskosten bei den Arbeitseinkünften. Das ist immer dann der Fall, wenn Sie eine Rechtschutz-Versicherung haben, mit der auch arbeitsrechtliche Streitigkeiten abgedeckt sind – zum Beispiel um sich gegen Kündigungen oder Entlassungen abzusichern. Dabei kann es sich auch um eine Familien-Rechtschutz-Versicherung oder eine kombinierte Verkehrs- und Familienrechtschutz-Versicherung handeln. Entscheidend ist, dass die Versicherung einen Arbeits-Rechtsschutz beinhaltet. Und das ist bei den meisten Rechtschutz-Versicherungen der Fall. Leider hat wohl der Amts-Schimmel bei der Abfassung des BMF-Schreibens recht kräftig gewiehert. Statt einer pauschalen Aufteilung – wie von den Versicherungen vorgeschlagen – verlangt das Finanzamt eine Bescheinigung von der jeweiligen Versicherung, wie hoch der Prämien-Anteil für den Arbeits- Rechtschutz ist. Da dieser Anteil üblicherweise im Bereich zwischen 40 Prozent und 60 Prozent liegt, lohnt es sich, bei Ihrem Versicherungs-Vertreter eine entsprechende Bescheinigung anzufordern. Beispiel: Sie haben bei der ABC-Versicherung eine kombinierte Verkehrs- und Familienrechtschutz-Versicherung abgeschlossen. Die Jahresprämie liegt bei 100 Euro. Die Bescheinigung der Versicherung bestätigt, dass laut ihrer Schadenstatistik auf den Arbeits-Rechtschutz 49 Prozent entfallen. Folge: Sie können 49 Prozent der Prämie als Werbungskosten abziehen. Eine Musterformulierung, mit der Sie die benötigte Bescheinigung bei der Versicherung anfordern können, finden Sie hier:

    ich habe bei Ihrer Versicherungsgesellschaft eine Rechtschutz-Versicherung abgeschlossen, die auch arbeitsrechtliche Verfahren abdeckt. Zum Abzug der anteiligen Versicherungsprämien als Werbungskosten gemäß dem BMF-Schreiben vom 23.7.1998, IV B 6 – S 2354 – 33/98, bitte ich um Bestätigung, welcher Anteil laut Ihrer Schadenstatistik auf Arbeits-Rechtschutz entfällt.

    Mit freundlichen Grüßen

    Tipp: Wer sich die Mühe sparen will, sollte analog zur Regelung bei Unfallversicherungen den beruflichen Anteil mit 50 Prozent schätzen. In den meisten Fällen wird dies der Sachbearbeiter wohl aus Vereinfachungsgründen akzeptieren.

    Berufshaftpflichtversicherung bei angestellten Rechtsanwälten

    Der BFH hat mit Urteil vom 26.7.2007 – VI R 64/06 entschieden, dass die Übernahme von Beiträgen zur Berufshaftpflichtversicherung angestellter Rechtsanwälte durch den Arbeitgeber zu Arbeitslohn führt, weil angestellte Rechtsanwälte zum Abschluss der Versicherung verpflichtet sind und deshalb ein überwiegend eigenbetriebliches Interesse des Arbeitgebers ausscheidet. Denn der Anwalt ist gesetzlich verpflichtet, eine Berufshaftpflichtversicherung abzuschließen. Ein Verstoß gegen diese Pflicht wird mit der Nichtzulassung zum Beruf oder der Entfernung aus diesem sanktioniert. Der Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung ist damit unabdingbar für die Ausübung des Berufs eines Rechtanwalts.

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    Unfallversicherung als Werbungskosten

    Für Arbeitnehmer mit einer Unfallversicherung, die sowohl berufliche als auch private Unfälle abdeckt, ist ein Erlass des Bundesfinanzministeriums vom Februar 1997 interessant, wonach in diesen Fällen 50 Prozent der Prämien als Werbungskosten abgesetzt werden können. Für den – steuerlich vorteilhaften – Abzug der Versicherungsprämien als Werbungskosten kommt es darauf an, welche Unfälle mit der Versicherung abgedeckt sind. Dabei sind folgende Fälle denkbar:

    • Versichert sind nur Berufsunfälle. In diesem Fall können die gesamten Prämien als Werbungskosten abgezogen werden. Dies gilt auch, wenn mit der Versicherung Unfälle auf dem Weg von und zur Arbeitsstelle abgesichert sind.
    • Versichert sind ausschließlich private Unfälle bzw. Unfälle von Familienmitgliedern. In diesem Fall können die Beiträge nur wie die anderen Versicherungsbeiträge – steuerlich nachteilig – als Sonderausgaben abgezogen werden.
    • Versicherungen gegen alle Unfälle. Dies ist sicher der häufigste Fall: Versichert sind alle Unfälle, also während der beruflichen Tätigkeit, dem Weg von oder zur Arbeit oder im privaten Bereich. Für diese umfassenden Unfallversicherungen lässt das BMF-Schreiben eine Aufteilung der Versicherungsprämien zu.

    50 Prozent des Gesamtbeitrages (einschließlich Versicherungssteuer) können als Werbungskosten abgezogen werden, die anderen 50 Prozent bleiben als normale Vorsorgeaufwendungen (Sonderausgaben) im Rahmen der Höchstbeträge abzugsfähig.

    Rechtschutzversicherung als Werbungskosten

    Eine Rechtschutz-Versicherung gehört zu den Sachversicherungen, die nicht als Vorsorge-Aufwendungen abzugsfähig sind – genau wie zum Beispiel die Hausrat- oder die Kasko-Versicherung für das Auto. Wie ein Schreiben des Bundesfinanzministeriums (BMF) zeigt, können Sie unter Umständen trotzdem einen Teil Ihrer Beiträge zu einer Rechtschutz-Versicherung steuerlich absetzen – und zwar als Werbungskosten bei den Arbeitseinkünften. Das ist immer dann der Fall, wenn Sie eine Rechtschutz-Versicherung haben, mit der auch arbeitsrechtliche Streitigkeiten abgedeckt sind – zum Beispiel um sich gegen Kündigungen oder Entlassungen abzusichern. Dabei kann es sich auch um eine Familien-Rechtschutz-Versicherung oder eine kombinierte Verkehrs- und Familienrechtschutz-Versicherung handeln. Entscheidend ist, dass die Versicherung einen Arbeits-Rechtsschutz beinhaltet. Und das ist bei den meisten Rechtschutz-Versicherungen der Fall. Leider hat wohl der Amts-Schimmel bei der Abfassung des BMF-Schreibens recht kräftig gewiehert. Statt einer pauschalen Aufteilung – wie von den Versicherungen vorgeschlagen – verlangt das Finanzamt eine Bescheinigung von der jeweiligen Versicherung, wie hoch der Prämien-Anteil für den Arbeits- Rechtschutz ist. Da dieser Anteil üblicherweise im Bereich zwischen 40 Prozent und 60 Prozent liegt, lohnt es sich, bei Ihrem Versicherungs-Vertreter eine entsprechende Bescheinigung anzufordern. Beispiel: Sie haben bei der ABC-Versicherung eine kombinierte Verkehrs- und Familienrechtschutz-Versicherung abgeschlossen. Die Jahresprämie liegt bei 100 Euro. Die Bescheinigung der Versicherung bestätigt, dass laut ihrer Schadenstatistik auf den Arbeits-Rechtschutz 49 Prozent entfallen. Folge: Sie können 49 Prozent der Prämie als Werbungskosten abziehen. Eine Musterformulierung, mit der Sie die benötigte Bescheinigung bei der Versicherung anfordern können, finden Sie hier:

    ich habe bei Ihrer Versicherungsgesellschaft eine Rechtschutz-Versicherung abgeschlossen, die auch arbeitsrechtliche Verfahren abdeckt. Zum Abzug der anteiligen Versicherungsprämien als Werbungskosten gemäß dem BMF-Schreiben vom 23.7.1998, IV B 6 – S 2354 – 33/98, bitte ich um Bestätigung, welcher Anteil laut Ihrer Schadenstatistik auf Arbeits-Rechtschutz entfällt.

    Mit freundlichen Grüßen

    Tipp: Wer sich die Mühe sparen will, sollte analog zur Regelung bei Unfallversicherungen den beruflichen Anteil mit 50 Prozent schätzen. In den meisten Fällen wird dies der Sachbearbeiter wohl aus Vereinfachungsgründen akzeptieren.

    Berufshaftpflichtversicherung bei angestellten Rechtsanwälten

    Der BFH hat mit Urteil vom 26.7.2007 – VI R 64/06 entschieden, dass die Übernahme von Beiträgen zur Berufshaftpflichtversicherung angestellter Rechtsanwälte durch den Arbeitgeber zu Arbeitslohn führt, weil angestellte Rechtsanwälte zum Abschluss der Versicherung verpflichtet sind und deshalb ein überwiegend eigenbetriebliches Interesse des Arbeitgebers ausscheidet. Denn der Anwalt ist gesetzlich verpflichtet, eine Berufshaftpflichtversicherung abzuschließen. Ein Verstoß gegen diese Pflicht wird mit der Nichtzulassung zum Beruf oder der Entfernung aus diesem sanktioniert. Der Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung ist damit unabdingbar für die Ausübung des Berufs eines Rechtanwalts.

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    Unfallversicherung

    Es gibt drei Typen von Unfallversicherungen, deren steuerliche Behandlung jeweils anders gehandhabt wird:

    Eine Unfallversicherung, die private Risiken abdeckt ist im Bereich der Sonderausgaben als Vorsorgeaufwendungen absetzbar.

    Deckt die Unfallversicherung berufliche Risiken ab. Diese Beiträge können entweder als Werbungskosten oder als Betriebsausgaben angesetzt werden.

    • Unfallversicherung privat und beruflich

    Werden innerhalb einer Versicherung private und berufliche Risiken abgedeckt, so muss die Versicherungssumme aufgeteilt werden. Die Aufteilung ist nach den Angaben der Versicherung vorzunehmen. Fehlen Angaben über die Aufteilung der Versicherungskosten, so ist eine Aufteilung von jeweils 50% nicht zu beanstanden.

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