Unterhalt in steuererklärung angeben

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    Ehegattenunterhalt

    Was Sie nach einer Scheidung steuerlich absetzen können

    • Zuletzt aktualisiert: 6. Dezember 2016
    • Von: Udo Reuß

    Das Wichtigste in Kürze

    • Kindesunterhalt nach einer Scheidung kann die Steuerlast mindern, sofern der zahlende Elternteil keinen Anspruch auf Kindergeld mehr hat.
    • Wer nach einer Scheidung Ehegattenunterhalt leistet, hat zwei Möglichkeiten, die Zahlungen von der Steuer abzusetzen: als Sonderausgabe (Realsplitting) oder als außergewöhnliche Belastung.
    • Beim Realsplitting muss derjenige, der den Unterhalt bekommt, zustimmen und ihn als sonstige Einkünfte versteuern.
    • Keine Zustimmung ist nötig beim Abzug als außergewöhnliche Belastung. Allerdings könnte die Person, die den Unterhalt bekommt, Auskunft über ihr Einkommen verweigern und damit den Steuerabzug verhindern.

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    Wenn sich ein Ehepaar scheiden lässt, geht es oft um viel Geld. Die gemeinsamen Kinder und einer der Ex-Partner können Anspruch auf Unterhalt haben.

    Kindesunterhalt abzugsfähig, wenn kein Kindergeldanspruch besteht

    Minderjährige Kinder haben Anspruch auf Unterhalt nach der Düsseldorfer Tabelle. Das Geld fließt an die Person, die sie betreut – in der Regel die Mutter. Sobald kein Kindergeldanspruch mehr besteht, etwa bei volljährigen Kindern, die nicht mehr in der Ausbildung sind, lässt sich der Unterhalt für sie von der Steuer absetzen.

    Solange der Kindergeldanspruch besteht, ist das Kind dagegen bereits steuerlich berücksichtigt – durch den Kinderfreibetrag oder eben die Kindergeldzahlung.

    Als Sonderausgabe oder als außergewöhnliche Belastung abziehen

    Hat einer der geschiedenen Eheleute, zum Beispiel die Ex-Frau, einen Unterhaltsanspruch, dann gibt es für den Zahler zwei Möglichkeiten, diesen in der Einkommensteuererklärung einzutragen:

    Es geht nur das eine oder das andere.

    Wählt der Unterhaltszahler diese Variante, muss die Unterhaltsempfängerin diesen Betrag in ihrer eigenen Steuererklärung in der Anlage SO als sonstige Einkünfte angeben und versteuern. Deshalb bedarf es der Zustimmung der Empfängerin per Unterschrift (und zwar in Anlage U im Abschnitt B).

    Im Prinzip ist es eine reine Frage der Steueroptimierung zwischen den Ex-Eheleuten, unter welchen Umständen es für beide günstig ist, so zu verfahren. Doch oft sind die Ex-Partner zerstritten, und derjenige, der das Geld erhält, verweigert die Unterschrift aus Prinzip. Die unterhaltsberechtigte Person kann das Realsplitting also recht einfach boykottieren.

    Es kommt hinzu, dass das Finanzamt wissen muss, wie viel die Empfängerin verdient. Schon ab einem Jahresverdienst von 624 Euro wird der Unterhaltshöchstbetrag gekürzt. Folglich ist diese Variante hinsichtlich des Steuerspareffekts deutlich unattraktiver.

    Falls die Unterhaltsempfängerin die Auskunft über ihr Einkommen verweigert, kann der Zahler sie nicht dazu zwingen. Fehlt aber diese Information, könnte diese Steuerabzugsvariante ins Leere laufen.

    Ein Unterhaltszahler steht also bei zerrütteten Verhältnissen möglicherweise dumm da und kann nichts von seinen Unterhaltszahlungen von der Steuer absetzen.

    Abzug von Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung

    Es ist denkbar, dass der Zahler – freiwillig für den Ex-Partner – Beiträge zur Kranken- oder Pflegeversicherung übernimmt. Solche Kosten lassen sich ebenfalls von der Steuer absetzen, entweder als Sonderausgaben oder als außergewöhnliche Belastung (§ 10 Abs. 1 Nr. 1 und § 33a Abs. 1 Einkommensteuergesetz). Mit dieser Variante können die Ex-Eheleute vielleicht doch noch zur gemeinsamen Steueroptimierung kommen.

    Unterhalt von der Steuer absetzen

    Unterhalt an den Ex-Partner, das eigene Kind oder für die pflegebedürftigen Eltern: Unterhaltszahlungen können Sie von der Steuer absetzen.

    Oft ist das Thema Unterhalt ein Streitpunkt, gerade nach einer Scheidung und erst recht, wenn aus der Ehe Kinder hervorgegangen sind. Aber nicht nur Ex-Partner und Eltern müssen Unterhaltszahlungen leisten. Es kann vorkommen, dass Sie als erwachsenes Kind für ihre bedürftige Mutter aufkommen müssen, wenn diese ins Pflegeheim kommt. Die Kosten für die Unterhaltszahlungen können Sie teilweise absetzen.

    Unterhalt fГјr den Ex-Partner

    Geschiedene oder dauernd getrennt lebende Ehegatten sind zu Unterhaltszahlungen verpflichtet: Wer mehr verdient, muss den anderen unterstützen, beispielsweise der einstige Ehemann Daniel seine Exfrau Eva-Maria. Daniel hat nach der Scheidung zwei Möglichkeiten, den Trennungsunterhalt an seine ehemalige Ehefrau von der Steuer abzusetzen:

    Daniel kann bis zu 13.805 Euro Unterhaltskosten pro Jahr als Sonderausgaben absetzen. Dazu trägt er die Summe, die er seiner Exfrau Eva-Maria im entsprechenden Jahr gezahlt hat, im Hauptformular der Steuererklärung auf Seite 2 ein. Die gleiche Summe gibt er außerdem in der Anlage U im Abschnitt A an. Diese Vorgehensweise wird im Steuerrecht "Realsplitting" genannt.

    Steuer ABC

    Bedingung: Daniel kann die Unterhaltszahlungen an seine ehemalige Ehefrau nur dann als Sonderausgaben absetzen, wenn Eva-Maria einwilligt. Das bedeutet, dass sie ihre Zustimmung in Anlage U unter Abschnitt B per Unterschrift bestätigt. Außerdem muss Eva-Maria die gleichen Beträge, die Daniel in seine Steuererklärung eingetragen hat, in ihrer Anlage SO als "sonstige Einkünfte" angeben.

    2. Als außergewöhnliche Belastung.

    Ist Eva-Maria nicht bereit, dem Realsplitting zuzustimmen, kann Daniel die Unterhaltszahlungen an seine Exfrau bis zu 8.820 Euro pro Jahr als außergewöhnliche Belastung absetzen. Dazu füllt er die sogenannte Anlage Unterhalt aus – nicht zu verwechseln mit der Anlage U, die nur für das Realsplitting gilt.

    Der Vorteil: Daniel braucht keine Zustimmung von seiner ehemaligen Ehefrau und Eva-Maria muss die Unterhaltszahlungen nicht versteuern.

    Der Nachteil: Das Finanzamt muss das Einkommen von Eva-Maria kennen, denn nur so ist es im Stande zu berechnen, inwieweit Daniel den Unterhaltshöchstbetrag absetzen kann. Verdient die Ex-Ehefrau zum Beispiel mehr als 624 Euro im Jahr, wird der Höchstbetrag verringert. Oft weigern sich ehemalige Partner allerdings, Auskunft zu geben – was laut Auskunftsverweigerungsrecht erlaubt ist. Im Zweifelsfall kann es dann passieren, dass die Zahlungen des Unterhaltspflichtigen steuerlich nicht anerkannt werden.

    Wichtig: Daniel kann die Unterhaltskosten für seine Exfrau nur auf eine der beiden Arten von der Steuer absetzen. Nicht erlaubt ist, dass er beispielsweise den Scheidungsunterhalt, der über den Sonderausgaben-Höchstbetrag hinausgeht, als außergewöhnliche Belastung absetzt.

    Zahlen Sie trotz Trennung oder Scheidung die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung für Ihren Ex-Partner, können Sie diese Summe zusätzlich absetzen – egal, ob Sie den Unterhalt als Sonderausgabe oder als außergewöhnliche Belastung in die Steuererklärung eintragen.

    Unterhalt an leibliche oder adoptierte Kinder

    Daniel und Eva-Maria haben eine gemeinsame Tochter. Nach der Scheidung zahlt Daniel für sein Kind Unterhalt. Auch hier gilt: Maximal 8.820 Euro Unterhaltszahlung im Jahr kann er insgesamt als außergewöhnliche Belastung absetzen. Das geht in diesem Fall allerdings nur, wenn weder er, noch seine Exfrau Kindergeld oder den Kinderfreibetrag für die Tochter in Anspruch nehmen. In der Regel kommt ein Abzug der Kosten also nur bei einem volljährigen Kind in Betracht, für das es kein Kindergeld mehr gibt.

    Verdient das Kind auГџerdem mehr als 624 Euro im Jahr, zieht das Finanzamt alle Einnahmen, die Гјber dem Betrag von 624 Euro liegen, von den 8.820 Euro ab. Die gleiche Rechnung gilt Гјbrigens auch fГјr noch verheiratete Eltern, die ihr Kind finanziell unterstГјtzen. Voraussetzung auch hier: Es darf kein Anspruch auf Kindergeld bestehen.

    Unterhalt an pflegebedГјrftige Verwandte

    Auch die Unterhaltszahlungen für pflegebedürftige Verwandte in gerader Linie können Sie steuerlich absetzen, also beispielsweise für Ihre Eltern. Mehr zum Thema finden Sie in unserem Artikel Heimunterbringung: Kosten von der Steuer absetzen.

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    Unterhaltszahlungen: So können Sie Ihre Ausgaben steuerlich absetzen

    Je nachdem, an wen Sie Unterhalt bezahlen müssen, gelten unterschiedliche Steuerregeln. In jedem Fall können Sie Unterhaltszahlungen aber von der Einkommensteuer abziehen.

    In diesem Beitrag lesen Sie:

    Wie kann ich Unterhaltszahlungen an den Ex-Partner absetzen?

    Unterhaltszahlungen sind steuerlich entweder als Sonderausgabe (bereits ab dem Jahr des Getrenntlebens) oder als außergewöhnliche Belastung (erst ab dem Folgejahr) absetzbar.

    In welcher Höhe ist der Sonderausgabenabzug möglich?

    Der Zahlende kann seine Zahlungen (freiwillige oder aufgrund gesetzlicher Unterhaltspflicht) als Sonderausgaben bis zu 13.805 EUR pro Jahr absetzen. Der Höchstbetrag erhöht sich um die Beiträge zur Krankenbasis- und Pflegepflichtversicherung des unterstützten (Ex-)Ehegatten/Lebenspartners, wenn dieser Versicherungsnehmer ist. Die Erhöhung erfolgt unabhängig davon, wer die Beiträge gezahlt hat.

    Welche Voraussetzungen fГјr den Sonderausgabenabzug (Realsplitting) bei Unterhaltszahlungen gibt es?

    Lebt der Unterhaltsempfänger im Ausland, ist der Sonderausgabenabzug nur möglich, wenn der Empfänger anhand seines ausländischen Steuerbescheids nachweist, dass er die Leistungen versteuert hat. Je nach Land sind u. U. noch weitere Abzugsvoraussetzungen notwendig.

    Voraussetzung für den Sonderausgabenabzug ist stets, dass der Unterhaltsempfänger mit Unterschrift auf der Anlage U dem zustimmt. Dies kann er dem Grunde nach (= Zustimmung bis zum Höchstbetrag) oder auf einen unter dem Höchstbetrag liegenden Betrag begrenzt, tun. Soweit die Zustimmung reicht (d. h. im Regelfall bis zur Höhe des tatsächlich beantragten Sonderausgabenabzugs), muss der Unterhalt vom Empfänger bei den sonstigen Einkünften versteuert werden.

    Tipp: Weil derjenige, der zum Unterhalt verpflichtet ist, normalerweise die höheren Einkünfte hat, ist bei ihm die Steuerentlastung durch den Sonderausgabenabzug höher als die Steuernachzahlung beim Empfänger. Sie sollten deshalb versuchen, die Zustimmung Ihres Ex-Ehegatten/eingetragenen Lebenspartners zu bekommen, indem Sie sich bereiterklären, die bei ihm anfallende Einkommensteuer zu übernehmen.

    Der Antrag auf Sonderausgabenabzug gilt für ein Jahr, kann auch auf einen unter dem Höchstbetrag liegenden Betrag beschränkt werden und nicht zurückgenommen werden. Die Zustimmung des Empfängers gilt für mehrere Jahre, kann auf einen Betrag begrenzt werden und nur vor Beginn eines Kalenderjahres durch Erklärung gegenüber dem Finanzamt für die Zukunft widerrufen werden.

    Was sind die Voraussetzungen für den Abzug von Unterhaltszahlungen als außergewöhnliche Belastung?

    Wird der Sonderausgabenabzug gewählt, kommt für den nicht bei den Sonderausgaben abzugsfähigen Teil der Zahlungen kein Abzug von außergewöhnlichen Belastungen in Betracht. Wird der Sonderausgabenabzug dagegen nicht beantragt, fehlt die Zustimmung des Empfängers oder ist der Sonderausgabenabzug aus anderen Gründen nicht möglich (z. B. Ehegatte im Ausland), sind die Unterhaltszahlungen als außergewöhnliche Belastung abziehbar.

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    Wie kann ich Unterhaltszahlungen an andere Personen steuerlich absetzen?

    Unterhaltsleistungen für andere Personen sind bis zu einem bestimmten Höchstbetrag bei den außergewöhnlichen Belastungen abzugsfähig. Begünstigt sind nur typische Unterhaltsaufwendungen wie Wohnung, Ernährung, Kleidung, Genussmittel und Versicherungsbeiträge sowie Kosten der Berufsausbildung.

    BegГјnstigt sind Unterhaltsaufwendungen fГјr folgende Personen:

    Unterhaltszahlungen fГјr eine Ihnen oder Ihrem Ehegatten gegenГјber gesetzlich unterhaltsberechtigte Person. Gesetzlich unterhaltsberechtigt sind diese Personen:

    • Der Ehegatte bzw. Partner in eingetragener Lebenspartnerschaft (Abzug aber nur, soweit getrennt lebend/geschieden bzw. Ehegatte im Ausland und kein Sonderausgabenabzug mГ¶glich)
    • Kinder (Abzug aber nur, soweit die Kinder steuerlich nicht Гјber einen Freibetrag oder Kindergeldanspruch berГјcksichtigt werden; z. B. Гјber 25 Jahre alte Kinder in Ausbildung)
    • Eltern und GroГџeltern
    • Der andere Elternteil eines nichtehelichen Kindes wГ¤hrend der Mutterschutzzeit bzw. solange wegen fehlender KinderbetreuungsmГ¶glichkeit eine ErwerbstГ¤tigkeit des Elternteils nicht erwartet werden kann.

    Den unterhaltsberechtigten Personen gleichgestellt werden:

    • Ein Partner in einer eheГ¤hnlichen Gemeinschaft
    • Verwandte und VerschwГ¤gerte, z. B. Geschwister, Onkel, Tanten. Voraussetzung ist, dass diese Personen bei Ihnen im Haushalt leben und den Personen Unterhaltszahlungen aus Г¶ffentlichen Mitteln wegen Ihrer Unterhaltsleistungen gekГјrzt oder nicht gewГ¤hrt wurden (z. B. Wohngeld, Arbeitslosen- oder Sozialhilfe (Hartz IV) gekГјrzt, abgelehnt oder nicht beantragt). In diesen FГ¤llen ist eine Opfergrenze (s. u.) nicht zu beachten.

    Tipp: Weitere Informationen zu steuerlichen Vergünstigungen rund um das Thema Kinder finden Sie auch in unseren Gestaltungshinweisen Anlage Kind. Beim Ausfüllen Ihrer Steuererklärung unterstützen wir Sie mit den Informationen in unserer Ausfüllhilfe Anlage Kind.

    In welcher Höhe sind Aufwendungen als Unterhaltszahlungen begünstigt?

    Der Höchstbetrag für Unterhaltsaufwendungen beträgt für jede unterhaltene Person 8.652 EUR im Jahr. Beiträge zur Basisversorgung bei der Kranken- und Pflegepflichtversicherung (Basisversicherungsbeiträge) dürfen Sie zu diesem Höchstbetrag hinzuaddieren.

    Hat die unterhaltene Person eigene Einkünfte und Bezüge (z. B. Rente, steuerfreier oder pauschal versteuerte Lohn etwa aus Minijob), so werden diese auf den Höchstbetrag angerechnet, soweit sie 624 EUR (anrechnungsfreier Betrag) im Kalenderjahr übersteigen. Die anzurechnenden Bezüge werden dabei um eine Kostenpauschale von 180 EUR jährlich gekürzt. Zusätzlich vermindert sich der Höchstbetrag um die von der unterstützten Person als Ausbildungshilfe aus öffentlichen Mitteln bezogenen Zuschüsse. Hierunter fallen z. B. BAföG-Zuschüsse, nicht aber BAföG-Darlehen. Kapitalerträge, die der Abgeltungsteuer unterliegen, werden nicht als Einkünfte, aber ohne Abzug des Sparerpauschbetrags als Bezüge der unterstützten Person angerechnet. Ist die unterhaltene Person verheiratet, wird ihr die Hälfte des verfügbaren Einkommens des Ehegatten als eigene Bezüge zugerechnet.

    Bei im Inland lebenden Angehörigen ist unerheblich, ob eine konkrete Unterhaltspflicht tatsächlich besteht, also ob andere Personen vorrangig unterhaltsverpflichtet sind. Ohne Bedeutung ist auch, ob die unterstützte Person in der Lage wäre, eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen (Erwerbsobliegenheit). Verfügt die unterhaltene Person jedoch über eigenes Vermögen von mehr als 15.500 EUR sind Unterhaltszahlungen nicht abzugsfähig, weil die unterstützte Person nicht bedürftig ist. Dabei bleiben Gegenstände mit Erinnerungswert, Hausrat und ein angemessenes Hausgrundstück, das selbst bewohnt wird, außer Ansatz.

    So berechnen Sie die Höchstbeträge für die abziehbaren Unterhaltszahlungen zeitanteilig

    Unterhaltszahlungen dürfen grundsätzlich nicht auf Monate vor ihrer Zahlung zurückbezogen werden. Soweit Zahlungen auch für das folgende Jahr bestimmt sind, können sie nur im Jahr der Zahlung berücksichtigt werden. Für jeden vollen Monat, in dem die Abzugsvoraussetzungen nicht vorgelegen haben, ermäßigen sich der Höchstbetrag (8.652 EUR) und der anrechnungsfreie Betrag (624 EUR) um jeweils 1/12 (sog. Zwölftelung). Der (zeitanteilige) Höchstbetrag gilt also ab dem Monat der ersten Zahlung im Jahr. Die eigenen Einkünfte und Bezüge der unterhaltenen Person werden nur angerechnet, soweit sie auf die Unterstützungsmonate entfallen.

    Beispiel: Sie unterstützen Ihren Vater ab April monatlich mit 750 EUR. Ihr Vater erhält ganzjährig eine monatliche Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung in Höhe von 650 EUR. Außerdem bekommt er einen steuerfreien Zuschuss zur Krankenversicherung (ab April 427 EUR). Er zahlt ab April als Versicherungsnehmer 530 EUR Eigenbeiträge zur Basiskranken- und Pflegepflichtversicherung (Basisversorgung).

    + Erhöhungsbetrag für Kranken-

    und Pflegeversicherung (Eigenanteil)

    (102 EUR + 180 EUR) Г— 9/12 =

    Von den tatsächlichen Aufwendungen (6.750 EUR) können höchstens 1.422 EUR als außergewöhnliche Belastung abgezogen werden.

    Was gilt bei UnterstГјtzung mehrerer Personen durch Unterhaltszahlungen?

    Unterstützen Sie mehrere Personen, die einen gemeinsamen Haushalt führen, ist der an alle Personen zusammen aufgewendete Betrag nach Köpfen aufzuteilen (Pro-Kopf-Aufteilung). Für jede unterhaltene Person ist getrennt zu prüfen, ob die Voraussetzungen für den Kostenabzug vorliegen und wie hoch die abziehbaren Unterhaltsleistungen sind. Lediglich bei zusammenlebenden Ehegatten (z. B. Eltern) wird der Höchstbetrag verdoppelt und um die Summe der Einkünfte und Bezüge beider Ehegatten, soweit diese 2 x 624 EUR übersteigen, gekürzt.

    Was gilt bei der UnterstГјtzung durch mehrere Personen mit Unterhaltszahlungen?

    Tragen mehrere in Deutschland lebende Personen Unterhaltsaufwendungen für eine Person, wird der insgesamt abziehbare Betrag für die unterstützte Person unter Einbeziehung aller Unterhaltsleistungen berechnet und anschließend auf alle Unterstützer, bei denen der Abzug als außergewöhnliche Belastungen möglich ist, nach dem Verhältnis ihrer Zahlungen aufgeteilt.

    Was ist die Opfergrenze bei Unterhaltszahlungen?

    Die Aufwendungen sind nur abziehbar, soweit für Sie und Ihre Familie nach Abzug der Unterhaltsleistungen noch genug zum Lebensunterhalt verbleibt (sog. Opfergrenze). Die Opfergrenze wird mit einem bestimmten Prozentsatz, abhängig von der Familiengröße, aus Ihrem verfügbaren Nettoeinkommen ermittelt. Dabei werden steuerpflichtige und steuerfreie Einnahmen (z. B. auch Kindergeld) angesetzt, und Steuern sowie unvermeidbare Versicherungsbeiträge abgezogen. Die Opfergrenze ist nicht anzuwenden bei Aufwendungen an den (auch geschiedenen) Ehegatten bzw. bei einer bestehenden Haushaltsgemeinschaft mit der unterhaltenen Person.

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    Was gilt bei Unterhaltsleistungen an Personen im Ausland?

    Unterhaltszahlungen an im Ausland lebende Personen sind nur begünstigt, soweit eine gesetzliche Unterhaltsberechtigung nach deutschem Recht (BGB) gegeben ist. Gleichgestellte Personen zählen nicht. Außerdem ist die konkrete Unterhaltspflicht erforderlich, d. h., dass z. B. vorrangige Unterhaltsverpflichtungen anderer Personen zu prüfen sind. Soweit die unterstützte Person im erwerbsfähigen Alter ist, wird unterstellt, dass sie ihren Lebensunterhalt durch eigene Erwerbstätigkeit sichern kann (Erwerbsobliegenheit). Entsprechend sind Unterhaltszahlungen nicht notwendig und folglich nicht abziehbar. Ausnahmen: Alter, Behinderung, Krankheit oder der Erziehung von Kindern

    unter 6 Jahren. Auch Arbeitslosigkeit trotz ordnungsgemäßem Bemühen um eine Beschäftigung kann Ausnahmetatbestand sein.

    Die Unterhaltsbedürftigkeit der unterstützten Person muss durch eine für jede unterstützte Person getrennt ausgefüllte Unterhaltserklärung nachgewiesen werden.

    Tipp: Zweisprachige Unterhaltserklärungen finden sich auf den Internetseiten des Bundesfinanzministeriums (www.formulare-bfinv.de).

    Die Angaben zur unterhaltenen Person muss die zuständige Heimatbehörde bestätigen. In Ausnahmefällen kann der Nachweis der Bedürftigkeit ggf. durch andere behördliche Dokumente in deutscher Übersetzung erbracht werden. Die Angaben zum Einkommen muss die unterstützte Person durch Unterschrift bestätigen. Die anzurechnenden Einkünfte und Bezüge werden nach inländischen Maßstäben berechnet. Ist die Unterhaltserklärung nicht vollständig ausgefüllt oder sind die Angaben nicht schlüssig, werden die Unterhaltsleistungen nicht anerkannt.

    Wurde das Geld überwiesen, ist dies grundsätzlich durch Post- oder Bankbelege zu belegen. Die Belege müssen die unterhaltene Person bzw. eine Person aus dem unterstützten Haushalt als Empfänger und im Regelfall als Kontoinhaber ausweisen.

    Haben Sie das Geld persönlich übergeben, brauchen Sie Nachweise über die Geldabhebung und eine unterschriebene detaillierte Empfängerbestätigung getrennt für jeden übergebenen Betrag. Zwischen Abhebung und Geldübergabe dürfen maximal 14 Tage liegen. Außerdem muss die Reise anhand geeigneter Unterlagen nachgewiesen werden, z. B. Grenzübertrittsvermerk im Pass, Tankbeleg, Flugschein, Fahrkarte.

    Tipp: Weitere Informationen rund um das Thema Unterhaltsleistungen finden Sie in unseren Gestaltungshinweisen Anlage Unterhalt sowie in der AusfГјllhilfe Anlage Unterhalt.

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    "Ich nutze smartsteuer, weil es flexibel für jedes Betriebssystem und Tablet passt und ich erst bezahle, wenn ich die fertige Steuererklärung via ELSTER-Schnittstelle an das Finanzamt übermittle."

    Источники: http://www.finanztip.de/ehegattenunterhalt-steuererklaerung/, http://www.vlh.de/familie-leben/scheidung/unterhalt-von-der-steuer-absetzen.html, http://www.steuern.de/unterhaltszahlungen.html

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