Verlustvortrag abgeltungssteuer

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    Verlustvortrag bei Aktien – so funktioniert die Verrechnung

    Anleger haben an der Börse vor allem eine Gewinnerzielungsabsicht, doch nicht immer läuft alles glatt, denn die Börse ist bekanntlich keine Einbahnstraße. Besonders bei spekulativen Aktieninvestments können schon mal Verluste anfallen.

    Langfristig erwirtschaften Aktien eine Performance von 7 bis 8% pro Jahr, doch auch Kursverluste gehören zum Geschäft. Die Frage ist, was passiert, wenn die durch Aktiengeschäfte entstandenen Verluste in einem Kalenderjahr tatsächlich einmal höher sind, als die erzielten Gewinne? Dann kommt der sogenannte Verlustvortrag für Aktien ins Spiel.

    Verlustvortrag bei Aktien – was bedeutet das?

    Dieser Verlustvortrag ist zunächst für jeden Anleger steuerlich relevant. Jede Bank führt für jeden Kunden drei interne Verlustverrechnungstöpfe. Der erste Verrechnungstopf umfasst alle negativen Einkünfte ohne Aktienverkäufe, der zweite Verrechnungstopf beinhaltet Verluste aus Aktiengeschäften und der dritte die ausländische Quellensteuer.

    Durch den zweiten Verlustverrechnungstopf können bereits vorhandene Verluste mit Gewinnen aus Aktiengeschäften im aktuellen Kalenderjahr oder in der Zukunft verrechnet werden. In der Praxis geschieht dies automatisch, der Anleger muss nichts tun.

    Sind die im Kalenderjahr 2016 entstandenen Verluste zum Beispiel höher als der Gewinn, wird dieser Verlustsaldo (Verlustvortrag) ins Jahr 2017 übertragen und fortgeführt. Dabei ist zu beachten, dass es seit Einführung der Abgeltungssteuer 2009 keine Rückträge der Verlustvorträge auf das Vorjahr mehr gibt.

    Der Verlustvortag bei Aktien: ein Beispiel

    Ein Anleger hat im Jahr 2015 einen Gewinn mit Aktiengeschäften in Höhe von 2.500 € erzielt, dem stehen realisierte Verluste von 3.500 € gegenüber. Der Verlustvortrag ins Jahr 2016 beträgt damit 1.000 €.

    Erzielt der Anleger im Jahr 2016 mit Aktieninvestments dann einen Gewinn von 2.000 €, kommt der Verlustvortrag bei Aktien zur Geltung und es bleibt am Ende ein Gewinn von 1.000 € übrig, der abzüglich des Sparerpauschbetrags (801 € bei Ledigen, 1.602 € bei Verheirateten) durch die Abgeltungssteuer (25% zuzüglich Solidarzuschlag + eventl. Kirchensteuer) versteuert wird.

    Wichtig: Laufende Zinsen und Dividenden werden in separaten Positionen ausgewiesen und können nicht mit Altverlusten verrechnet werden. Somit werden Verluste und Gewinne nur aus Aktiengeschäften miteinander verrechnet, die Verrechnung von Aktienverlusten mit Gewinnen aus anderen Kapitalanlagen ist seit 2009 nicht mehr möglich.

    Zinsen und Dividenden werden auf den Sparerpauschbetrag angerechnet, der sich damit unabhängig vom Verlustvortrag verringert.

    Seit der Einführung der Abgeltungssteuer im Jahr 2009 kann der Verlustvortrag lebenslang durchgeführt werden, es gibt de facto kein Verfallsdatum für die angefallenen Verlustvorträge.

    Verlustvortrag bei mehreren Depots

    Seit der Einführung der Abgeltungssteuer im Jahr 2009 hat der Gesetzgeber außerdem Banken dazu angewiesen, für jeden Kunden über Depotgrenzen hinweg mehrere Verlusttöpfe zu führen. Wird zum Beispiel das ganze Depot auf eine andere Depotbank übertragen, wird auch der Verlustvortrag bzw. der Verlusttopf mit übertragen.

    Werden nur einzelne Aktien in das Depot der neuen Bank übertragen, starten Anleger bei der neuen Bank quasi wieder bei null (kein Verlustvortrag). Verluste lassen sich dadurch zunächst nicht mit Kapitalerträgen bei einer anderen Bank verrechnen.

    Verlustbescheinigung beantragen

    Hier haben Anleger allerdings die Möglichkeit, eine solche Verlustverrechnung über die Verlustbescheinigung zu beantragen. Ein entsprechender Antrag ist bei der depotführenden Bank noch vor Jahresende zu stellen, die den Verlustverrechnungstopf verwaltet.

    Die depotführende Bank stellt die Verlustbescheinigung aus und setzt den intern geführten Verlustvortrag für Aktien auf das Folgejahr auf 0,0 €.

    Allerdings ist der Antrag auf Ausstellung einer Verlustbescheinigung nicht immer sinnvoll. Dies gilt insbesondere dann, wenn bei der anderen Bank keine Aktiengewinne vorhanden sind oder abzusehen ist, dass im nächsten Jahr mit Aktiengewinnen bei der bescheinigenden Depotbank zu rechnen ist.

    11. Oktober 2016

    Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands

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    Abgeltungssteuer Verlustvortrag und die Regelungen der Veranlagungsoption

    Der Abgeltungssteuer Verlustvortrag, bzw. die Veranlagungsoption regelt, ob die Besteuerung bereits mit abgeltender Wirkung an der Quelle erfolgt oder ob eine Veranlagung im Zuge der Steuererklärung vorgenommen wird. Die Veranlagungsoption, im Rahmen der Abgeltungssteuer, besteht in vierfacher Hinsicht:

    Kapitaleinkünfte können entweder an der Quelle mit abgeltender Steuer belegt werden oder aber auch im Rahmen der Steuererklärung freiwillig der Veranlagung zum Abgeltungssteuertarif unterworfen werden. Dabei wird bereits gezahlte Abgeltungssteuer angerechnet.

    Eine freiwillige Veranlagung ist z. B. dann zu empfehlen, wenn ein Verlustvortrag aus der Zeit vor 2009, Verlustguthaben aus Verrechnungstöpfen von Banken, sonstige durch die Bank nicht berücksichtigte steuerliche Entlastungen (z. B. Depotübertrag bei Schenkung) berücksichtigt werden soll etc.

    Abgeltungssteuer Verlustvortrag – Verpflichtung zur Veranlagung zum Pauschaltarif

    Eine Pflicht zur Veranlagung ist immer dann gegeben, wenn Kapitalerträge nicht bereits an der Quelle mit Abgeltungssteuer belastet wurden. Dies ist z. B. bei Erträgen der Fall, welche auf ausländischen Konten gutgeschrieben wurden.

    Verpflichtung zur Veranlagung zum Individualtarif im Wege der Abgeltungssteuer Veranlagungsoption

    Eine Veranlagung zum Individualtarif ist dann verpflichtend, wenn Kapitalerträge realisiert wurden, die eigentlich einer anderen Einkunftsart zuzurechnen sind und damit keiner abgeltenden Besteuerung unterliegen dürfen. Dazu gehört beispielsweise der Verkauf bedeutender GmbH-Beteiligungen etc.

    Hier wird dem Kapitalanleger mit niedrigerem Einkommenssteuersatz als dem anzuwenden Abgeltungssteuersatz, im Zuge der Veranlagung, die Möglichkeit eingeräumt, seine Kapitaleinkünfte zum individuellen Einkommenssteuersatz der Steuer zu unterwerfen.

    Das Finanzamt führt dazu eine sogenannte Günstigerprüfung durch. Es sei jedoch erwähnt, dass sich der Pauschalsteuersatz bereits ab einem Einkommen i. H. v. 15.400 Euro bei allein veranlagten Personen bzw. 30.300 Euro bei gemeinsam veranlagten Ehepartnern erreicht wird und eine Günstigerprüfung keinen Sinn mehr macht.

    Weitere Informationen zur neuen Abgeltungssteuer seit dem 01.01.2009:

    Die Besteuerung von Aktienerträgen seit 2009:

    Kursgewinne und deren Behandlung seit 2009:

    Wesentliche Neuerungen seit dem 01.01.2009:

    Wegfall zum 01.01.2009:

    Die Verrechnungsmöglichkeiten von Verlusten seit dem 01.01.2009:

    Verlustvortrag – Abgeltungssteuer

    nun ist ja bei Wertpapierverkäufen gleich die Abgeltungssteuer fällig.

    Wenn man nun aus den letzten Jahren einen großen Verlustvortrag hat, kann man künftig diesen noch mit Kursgewinnen verrechnen (die dann ja aufgrund der Abgeltungssteuer geringer ausfallen) ?

    Haben Sie sich versteuert?

    quote: Wenn man nun aus den letzten Jahren einen großen Verlustvortrag hat, kann man künftig diesen noch mit Kursgewinnen verrechnen ?

    Ja, aber nur bis 2013. Voraussetzung ist natürlich, dass die Verluste amtlich Bescheinigt wurden (Feststellungsbescheid).

    Im Übrigen geht das auch nur mittels Steuererklärung, die Banken machen das nicht automatisch (können und dürfen sie auch nicht) – im Gegensatz zu "Neuverlusten".

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    Источники: http://www.gevestor.de/details/verlustvortrag-bei-aktien-so-funktioniert-die-verrechnung-778410.html, http://abgeltungssteuer.com/abgeltungssteuer-verlustvortrag.html, http://www.123recht.net/Verlustvortrag-Abgeltungssteuer-__f154991.html

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