Verpflegungsmehraufwand studium

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    Werbungskosten

    Ausgaben fürs Zweitstudium steuerlich geltend machen

    • Zuletzt aktualisiert: 16. September 2016
    • Von: Udo Reuß

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ausgaben für die weiterführende Ausbildung können Sie in Ihrer Steuererklärung als Werbungskosten absetzen, anders als Ausgaben für das Erststudium.
    • Berücksichtigt werden nur die Aufwendungen, die Sie selbst tragen und nicht die, die Ihre Eltern bezahlen.
    • Geltend machen können Sie Arbeitsmittel, Ihr Arbeitszimmer, Fahrtkosten, einen Zweithaushalt oder Seminare und Studienfahrten.
    • Zahlen Sie Studiengebühren, werden auch die Kosten berücksichtigt, die Dritte (etwa Ihre Eltern) übernehmen – solange die Rechnung auf Sie ausgestellt ist.
    • Selbst wenn Sie kein oder nur ein geringes Einkommen haben, sollten Sie während des Zweitstudiums eine Einkommensteuererklärung abgeben und den finanziellen Verlust angeben, der Ihnen durch die Zweitausbildung entsteht. Davon können Sie nach der Ausbildung bei einem wahrscheinlich höheren Einkommen profitieren.

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    Im Gegensatz zum Erststudium oder Ihrer ersten Ausbildung können Sie Ausgaben für weitere Ausbildungen in größerem Umfang als Werbungskosten in Ihrer Steuererklärung ansetzen. Grundsätzlich werden dabei nur die Aufwendungen berücksichtigt, die Sie selbst tragen. Haben beispielsweise Ihre Eltern die Miete für Ihre Zweitwohnung übernommen, sind diese Kosten für Sie nicht steuerlich absetzbar. Verheiratete können dagegen auch die Ausbildungskosten des Ehepartners geltend machen.

    Außerdem müssen Sie zweckgebundene Bezüge, zum Beispiel das Büchergeld einer Stiftung, von Ihren Ausbildungskosten abziehen (§ 9 des Einkommensteuergesetzes).

    Helfer für die Steuererklärung

    Das gilt als Arbeitsmittel

    Als Beispiel für Arbeitsmittel nennt Paragraf 9 Nummer 6 des Einkommensteuergesetzes Berufskleidung und Werkzeuge.

    Weitere Arbeitsmittel können sein:

    • Fachzeitschriften, Bücher, Manuskripte und Fotokopien;
    • Computer, Software, Laptoptasche;
    • Büromaterial, beispielsweise Stifte, Papier, Aktenordner, Textmarker;
    • Büromöbel wie Schreibtisch, Bürostuhl, Schreibtischlampe und Regale.

    Wenn ein Arbeitsmittel mit Mehrwertsteuer mehr als 487,90 Euro kostet, können Sie es über die Nutzungsdauer abschreiben. Über die Abschreibung von Arbeitsmitteln erfahren Sie mehr in unserem Ratgeber über GWG-Abschreibungen (GWG steht für geringwertige Wirtschaftsgüter).

    Hierhin in der Steuererklärung

    Ihre Angaben zu Arbeitsmitteln machen Sie bei den Werbungskosten auf Seite 2 der Anlage N zur Einkommensteuererklärung 2015 in den Zeilen 41 und 42.

    Arbeitszimmer geltend machen

    Wenn Sie in einer Mietwohnung leben und zum Lernen und Arbeiten während der Ausbildung häufig am Schreibtisch zu Hause sitzen, können Sie unter bestimmten Voraussetzungen Ihren häuslichen Arbeitsplatz steuerlich geltend machen. Absetzen können Sie bis zu 1.250 Euro nachgewiesene Kosten. Dazu müssen Sie den Anteil ausrechnen, den Ihr Arbeitszimmer jährlich an Miete, Nebenkosten, Renovierung und Strom kostet. Lesen Sie dazu mehr im Artikel Häusliches Arbeitszimmer.

    Diese Fahrtkosten setzen Sie an

    Bis Ende 2013 konnten Sie noch für Fahrten zu Lerngruppen oder zur Universität während Ihres Zweitstudiums jeden gefahrenen Kilometer in Ihrer Steuererklärung geltend machen. Der Bundesfinanzhof hatte mit zwei Urteilen entschieden, dass Fahrten zwischen der Wohnung und einer vollzeitig besuchten Bildungseinrichtung in voller Höhe und nicht über die Entfernungspauschale abgerechnet werden können (BFH, 9. Februar 2012, Az. VI R 42/11 und VI R 44/10). Das Urteil vom 22. November 2012 hat das bestätigt (Az. III R 64/11). Eine Bildungseinrichtung wurde damit nicht als regelmäßige Arbeitsstätte angesehen.

    Das gilt seit 2014 nicht mehr: In der Reform des steuerlichen Reisekostenrechts hat das Bundesfinanzministerium festgelegt, dass auch Hochschulen und Universitäten als Tätigkeitsstätten anzusehen sind. Den genauen Wortlaut finden Sie auf Seite 18 in diesem Schreiben des Bundesfinanzministeriums. Auch als Student können Sie Fahrtkosten demnach nur noch mit 30 Cent pro Entfernungskilometer abrechnen.

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    Zweiter Haushalt am Bildungsort

    Wenn Sie für Ihr Zweitstudium eine Wohnung oder ein Zimmer am Studienort mieten und regelmäßig vom Hauptwohnsitz bei Ihren Eltern oder Ihrer Familie pendeln, können Sie eventuell folgende Kosten einer doppelten Haushaltsführung steuerlich geltend machen:

    • Miete für die Zweitwohnung
    • eine Heimfahrt pro Woche mit 30 Cent pro Entfernungskilometer
    • maximal drei Monate lang eine Verpflegungspauschale für die Zeit, die Sie nicht an Ihrem Hauptwohnsitz verbringen.

    Pauschbeträge für Verpflegungsmehraufwendungen

    Neue Pauschalen

    Seit der Steuererklärung für 2014 erkennen die Finanzämter nur noch zwei Verpflegungspauschalen an: 12 Euro, wenn Sie mindestens 8, aber weniger als 24 Stunden von Ihrer Wohnung und Ihrer regelmäßigen Arbeitsstätte abwesend sind, und 24 Euro für alles über 24 Stunden Abwesenheit.

    Seminare und Studienfahrten

    Bei Studienfahrten sowie Fahrten zu Seminaren oder Tagungen, die außerhalb des Ausbildungsortes stattfinden, können Sie diese Kosten absetzen:

    • für die Fahrt zwischen Wohnung und Ausbildungsort 30 Cent je gefahrenen Kilometer oder die Ticketkosten für öffentliche Verkehrsmittel
    • eine Verpflegungspauschale für die Abwesenheit pro Tag
    • Kosten für die Übernachtung laut Rechnung ohne Verpflegungskosten

    Lesen Sie dazu auch mehr in unserem Ratgeber über die steuerliche Absetzbarkeit von Reisekosten.

    Studiengebühren

    Zu den Studiengebühren gehören zum einen die Kosten für ein Studium an einer privaten oder staatlichen Hochschule. Zum anderen können Sie aber auch Gebühren für Tagungen, Vorträge, Repetitorien, Prüfungen oder auch Nachhilfe steuerlich geltend machen.

    Eltern können direkt zahlen

    Bei Studiengebühren werden ausnahmsweise auch solche Kosten berücksichtigt, die von einer dritten Person übernommen werden. So lange die Rechnung auf Sie ausgestellt ist, können beispielsweise Ihre Eltern Lehrgangsgebühren direkt zahlen, anstatt sie Ihnen zu überweisen.

    Außerdem können Sie als Werbungskosten geltend machen:

    • Gebühren und Zinsen für ein Ausbildungsdarlehen im Jahr der Zahlung sowie sämtliche Kosten für ein Auslandssemester.

    Werbungskosten vorweg geltend machen

    Hierhin in der Steuererklärung

    Für die meisten Kosten während des Studiums reicht der Platz auf dem Fragebogen der Steuererklärung nicht aus. Stellen Sie auf einem gesonderten Blatt alle Aufwendungen zusammen und machen Sie einen Vermerk in der Anlage N. Legen Sie die Belege für Ihre Ausgaben ebenfalls bei.

    Selbst wenn Sie als Vollzeitstudent beispielsweise während Ihres Masterstudiums kein zu versteuerndes Einkommen haben, können Sie die Ausbildungskosten immer noch als Werbungskosten geltend machen. Geben Sie während des Studiums eine Steuererklärung ab, in der Sie einen finanziellen Verlust feststellen lassen. Diesen Verlustvortrag können Sie in die ersten Berufsjahre hinüberziehen, in denen Sie ein zu versteuerndes Einkommen haben. Wer als Berufsanfänger noch nicht genug verdient, um Steuern zu zahlen, kann also einen Teil der Verluste auch noch im zweiten Jahr absetzen, wenn die Einkünfte hoch genug sind.

    Solange Ihre Werbungskosten einen Pauschalbetrag von 1.000 Euro nicht überschreiten, müssen Sie fürs Finanzamt keine Belege oder Nachweise einreichen. Ihr zu versteuerndes Einkommen reduziert sich automatisch um die Werbungskostenpauschale. Lesen Sie dazu mehr in diesem Ratgeber.

    Das sagt unsere Community

    Muss das Zweitstudium ein Master- oder Aufbaustudium sein?

    Grundsätzlich ja. Ein Studium kann aber auch dann als Zweitstudium gelten, wenn der Student vorher eine Berufsausbildung mit einer Dauer von mindestens 12 Monaten abgeschlossen hat.

    Beispiel: Zahnmedizin-Studentin mit abgeschlossener Bankkauffrau-Ausbildung

    Können die gesamten Studienkosten in der ersten Steuererklärung nach dem Studium gebündelt werden?

    Nein, das ist nicht möglich. Um die Studienkosten als Werbungskosten anzusetzen, müssen Sie für jedes Jahr eine Steuererklärung abgeben. Das können Sie bis zu vier Jahre rückwirkend machen.

    Können Studenten Werbungskosten für ein Duales Studium absetzen?

    Ja, das ist möglich. Studenten erstellen eine Steuererklärung als Arbeitnehmer und geben die Kosten für das Studium mit an.

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    Artikel verfasst von

    Finanztip-Experte für Steuern

    Der Steuerrechtler und Diplom-Kaufmann Udo Reuß ist bei Finanztip für Steuerthemen verantwortlich. Zuvor war er bei verschiedenen Wirtschafts- und Fachverlagen wie Handelsblatt, F.A.Z.-Verlagsgruppe, Haufe-Lexware und Vogel Business Media tätig – 14 Jahre davon arbeitete er als Chefredakteur von Fachzeitschriften. Aus dem komplexen Steuerrecht zieht er die relevanten Urteile für Steuersparer. Den Autor erreichen Sie unter [email protected] .

    Alena Hecker arbeitet als freie Redakteurin für Finanztip. Sie hat Internationale Fachjournalistik mit dem Schwerpunkt Wirtschaft studiert und einen Master in European Studies gemacht. Beim anschließenden Volontariat Praxis4 an der Electronic Media School in Potsdam beschäftigte sie sich vor allem mit Themen rund um den Verbraucherschutz. Neben ihrer Tätigkeit für Finanztip arbeitet Alena Hecker unter anderem für den rbb und die Stiftung Warentest.

    Wie Sie Verpflegungsmehraufwand steuerlich geltend machen

    Hinter dem offiziellen Wortungetüm "Verpflegungsmehraufwendungen", auch "Verpflegungsmehraufwand" oder "Verpflegungspauschale" genannt, verbirgt sich eine großartige Möglichkeit, um als Arbeitnehmer mehr Geld vom Chef oder vom Finanzamt zu erhalten. Auch Selbstständige sparen hiermit Steuern. Schon bei wenigen Reisen pro Jahr kommen mehrere 100 Euro Ersparnis zusammen. Das Beste: Mit "Reise" sind nicht bloß Flüge ins ferne Ausland gemeint, sondern schon Fahrten in einen anderen Stadtteil. Selbst die Fahrt zur Berufsschule kann steuerbegünstigt sein.

    Hinter der Verpflegungspauschale steht der Gedanke, dass ein Steuerzahler fernab von zu Hause nicht mehr günstig kochen oder sich ein Brot schmieren kann. Im Gegenteil: Für Essen und Trinken entstehen unweigerlich höhere Kosten im Restaurant, Café oder bei der Bahnhofsbäckerei. Da die Reise und somit diese Mehrkosten beruflich bedingt sind, lassen sie sich steuerlich geltend machen oder vom Arbeitgeber steuerfrei ersetzen.

    Um wie viel Geld geht es?

    Die Höhe der Verpflegungspauschale hängt davon ab, wie lange Sie von zu Hause oder Ihrer so genannten ersten Tätigkeitsstätte (vor 2014: "regelmäßige Arbeitsstätte") abwesend sind und in welchem Land Sie sich aufhalten. Sie finden die Sätze für andere Länder in unserer Tabelle für Reisekosten im Ausland. Für Deutschland gilt diese Tabelle:

    Beispiel: Sie fahren 2014 zu 4 verschiedenen Messen in Deutschland, um dort Ihr Unternehmen zu vertreten. Sie brechen am ersten Tag um 14 Uhr von Ihrer ersten Tätigkeitsstätte auf und sind am dritten Tag um 19 Uhr wieder zurück. So berechnen Sie Ihren Verpflegungsmehraufwand:

    Ergebnis: Ihr pauschal angenommener Verpflegungsmehraufwand für die vier Messen betragen 192 Euro. Sie können sich den Betrag vom Arbeitgeber steuerfrei auszahlen lassen. Falls dies nicht möglich ist, machen Sie ihn als Werbungskosten in Ihrer Steuererklärung geltend.

    Profi-Tipp: Verpflegungspauschale automatisieren

    Tragen Sie für die Reisekostenabrechnung noch alle beruflichen Termine aus Ihrem Kalender zusammen? Berechnen Sie für jeden Tag von Hand, welche Verpflegungspauschale Ihnen zusteht? Schlagen Sie alle passenden Auslandspauschalen in unserer Ländertabelle nach? Oder verzichten Sie wegen dieses Aufwands von vornherein auf die satte Steuerersparnis? Wenn Sie nur eine dieser Fragen mit "ja" beantwortet haben, verbrennen Sie Zeit und Geld.

    Sinnvoller ist für Sie eine Lösung, die direkt mit Ihrem Terminkalender und möglichst auch mit einem Fahrtenbuch "spricht". Das Ergebnis: Die Software misst automatisch, wie lange Sie außer Haus waren und welcher Verpflegungssatz für welches Land Ihnen zusteht. Gleichzeitig berücksichtigt sie die Fahrtkosten und Übernachtungskosten. Die Ergebnisse werden auf Knopfdruck gedruckt oder in die Reisekostenabrechnung oder in die Einkommensteuererklärung übertragen.

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    So nutzen Sie die Verpflegungspauschale

    Als Arbeitnehmer dürfen Sie sich Ihre Verpflegungsmehraufwendungen steuer- und sozialabgabenfrei vom Chef erstatten lassen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie tatsächlich höhere Ausgaben hatten als zu Hause. Selbst wenn Sie kostenlos gegessen haben, ist die Erstattung steuerfrei.

    Im oben berechneten Beispielfall dürfen Sie sich 192 Euro steuerfrei und ohne Sozialversicherung auszahlen lassen.

    Steuer-Tipp: Der Arbeitgeber darf Ihnen sogar mehr Geld zahlen als die Pauschale. Dann muss er für den Mehrbetrag Lohnsteuer ans Finanzamt abführen. Er darf sich diese Lohnsteuer nicht von Ihnen zurückholen, außer es war vorab so vereinbart. Die "höhere Verpflegungspauschale" eignet sich also als steuergünstiges Gehalts-Extra, um Mitarbeiter zu motivieren oder sich bei ihnen zu bedanken.

    Wenn Ihr Chef Ihnen jedoch keine oder eine niedrigere Verpflegungspauschale zahlt, dann setzen Sie den Restbetrag in Ihrer Steuererklärung an. So holen Sie sich das Geld zumindest zum Teil vom Finanzamt zurück.

    Auf obiges Beispiel bezogen bedeutet das: Wenn Ihr Unternehmen keinen Cent erstattet, geben Sie 192 Euro in Ihrer Steuererklärung an. Bei einem persönlichen Steuersatz von zum Beispiel 35 Prozent (einschließlich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer) ergibt dies, grob vereinfacht: 35 Prozent x 192 Euro = 67,20 Euro zusätzliche Steuerersparnis.

    Als Selbstständiger geben Sie Ihren Verpflegungsmehraufwand als Betriebsausgaben in Ihrer Steuererklärung an. Das funktioniert genauso, wie im vorangegangenen Beispiel beschrieben.

    Hinweis: GmbH-Geschäftsführer gelten steuerlich als Arbeitnehmer, nicht als Unternehmer.

    Steuer-Tipp: Für eine höchstmögliche Ersparnis müssen Sie die Pauschale für Werbungskosten überschreiten, die Ihnen pro Jahr zusteht.

    Fragen und Antworten zum Verpflegungsmehraufwand und zur Verpflegungspauschale

    Wir sammeln laufend die häufig gestellten Fragen zu Verpflegungsmehraufwendungen und beantworten sie hier:

    Warum gibt es die Verpflegungspauschale?

    Auf Geschäftsreisen sind Essen und Getränke teurer als in der Küche zu Hause. Ein Arbeitnehmer oder Selbstständiger auf Reisen hat also höhere Ausgaben als einer, der zu Hause bleibt. Und zwar nicht wegen seiner privaten Abenteuerlust, sondern aus einem glasklaren beruflichen Grund heraus. Nach den Grundsätzen unseres Steuersystems wäre es ungerecht, die reisenden und die daheimbleibenden Steuerzahler gleich zu besteuern. Denn dann hätten diejenigen, die beruflich reisen müssen, trotz gleicher Arbeit weniger Geld in der Tasche. Der Gesetzgeber hat deshalb die Idee des Verpflegungsmehraufwands mit seinen steuerfreien und steuerlich absetzbaren Verpflegungspauschalen eingeführt.

    Wie hoch sind der Verpflegungsmehraufwand 2016 und die Verpflegungspauschale 2016?

    Beide Begriffe meinen im Grunde das Gleiche: einen steuerlichen Ausgleich für Essen und Trinken auf Dienstreisen, weil diese unterwegs teurer sind als zu Hause. Die Verpflegungspauschale 2016 Deutschland beträgt 12 Euro für jeden Tag, den Sie mehr als 8 Stunden berufsbedingt außer Haus verbracht haben (siehe Tabelle oben). Die Verpflegungsmehraufwendungen verdoppelte sich auf 24 Euro für Tage mit vollen 24 Stunden Abwesenheit.

    Die Pauschbeträge für andere Staaten stehen in unserer aktuellen Tabelle Verpflegungsmehraufwand 2016 Ausland.

    Wie hoch war der Verpflegungsmehraufwand 2015?

    Die Verpflegungspauschale 2015 Deutschland betrug 12 Euro pro Tag, den Sie mehr als 8 Stunden berufsbedingt außer Haus verbracht haben (siehe Tabelle oben). Diese Pauschale verdoppelte sich auf 24 Euro bei vollen 24 Stunden Abwesenheit. Es galten also die selben Spesensätze wie für 2016.

    Wie hoch war der Verpflegungsmehraufwand 2014?

    Zum 1. Januar 2014 wurde das Reisekostenrecht erneuert. Seitdem gibt es pro Tag eine Verpflegungspauschale von 12 Euro, wenn Sie eine mehrtägige Reise beginnen, beenden oder aus beruflichem Grund mehr als 8 Stunden außer Haus verbringen (siehe Tabelle und Beispielrechnung oben). Die Verpflegungspauschale 2014 Deutschland verdoppelte sich auf 24 Euro pro Tag, den Sie vollständig abwesend von zu Hause waren.

    Wie hoch waren der Verpflegungsmehraufwand 2013?

    2013 und in den Jahren davor galt das alte Reisekostenrecht mit drei verschiedenen Pauschalen für Verpflegungsmehraufwand. Deren Höhe hing von Ihrer Abwesenheitsdauer von zu Hause ab: 6 Euro ab 8 Stunden Abwesenheit, 12 Euro ab 14 Stunden Abwesenheit und 24 Euro ab 24 Stunden Abwesenheit, also bei vollen Tagen auf einer mehrtägigen Dienstreise (siehe dazu auch obige Tabelle).

    Die damaligen Werte fürs Ausland stehen in der Tabelle Verpflegungsmehraufwand 2013 Ausland.

    Weitere Steuer-Tipps zum Verpflegungsmehraufwand:

    Tabelle Reisekosten im Ausland – Pauschalen, Erklärungen, alle Länder

    Neue Reisekostenabrechnung 2017 fürs Ausland: Welche Pauschalen für Übernachtung und Verpflegung (Auslöse/Spesen) gelten und welche Unterschiede Selbstständige und Arbeitnehmer beachten müssen.[weiterlesen. ]

    Tabelle Reisekosten im Ausland 2016

    Reisekostenabrechnung 2016 fürs Ausland: Welche Spesen-Pauschalen für Übernachtungen und Verpflegungsmehraufwand gelten.[weiterlesen. ]

    Tabelle Reisekosten im Ausland 2015

    Reisekostenabrechnung 2015 fürs Ausland: Welche Spesen-Pauschalen für Übernachtungen und Verpflegungsmehraufwand gelten.[weiterlesen. ]

    Tabelle Reisekosten im Ausland 2014

    Welche Kostenpauschalen für Übernachtungen und Verpflegungsmehraufwendungen für das Steuerjahr 2014 gelten.[weiterlesen. ]

    Reisekosten-Änderungen 2014

    Wie Sie mit dem neuen Reisekostenrecht Zeit und Steuern sparen.[weiterlesen. ]

    Fahrten zur Arbeit: Die erste Tätigkeitsstätte

    Neue Definition: Wann der Weg zur Arbeit unter die Reisekosten fällt und wann Sie sich mit der niedrigeren Pendlerpauschale begnügen müssen.[weiterlesen. ]

    Die 4 wichtigsten Reisekosten: 2. Verpflegungsmehraufwendungen

    Pauschalen und Gehalts-Extras: Wie Sie Ihre Ausgaben für Essen und Trinken zurückbekommen, wenn sie beruflich verreisen.[weiterlesen. ]

    Tabelle Reisekosten im Ausland 2013

    Welche Kostenpauschalen für Übernachtungen und Verpflegungsmehraufwendungen für das Steuerjahr 2013 gelten.[weiterlesen. ]

    Reisekosten für Selbstständige

    Wie das Finanzamt Ihre Geschäftsreisen mitbezahlt und Sie als Freiberufler oder Gewerbetreibender mehrere 1.000 Euro Steuern sparen.[weiterlesen. ]

    Reisekosten für Arbeitnehmer

    Wie Arbeitnehmer mehr Reisekosten erstattet bekommen, als sie tatsächlich hatten – steuerfrei und völlig legal.[weiterlesen. ]

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    Doppelte Haushaltsführung: Die Verpflegungspauschale gilt

    Wie Sie nach einem beruflichem Umzug 1.440 Euro steuerfrei kassieren – allein für Essen und Trinken.[weiterlesen. ]

    Fahrt zur Berufsschule als Dienstreise erstatten lassen

    Wie Auszubildende pro Jahr mehrere hundert bis tausend Euro steuerfrei einstreichen dürfen oder zumindest mit Werbungskosten Steuern sparen.[weiterlesen. ]

    Tabelle Reisekosten im Ausland 2010 bis 2011

    Welche Kostenpauschalen für Übernachtungen und Verpflegungsmehraufwendungen für die Steuerjahre 2010 und 2011 gelten.[weiterlesen. ]

    Tabelle Reisekosten im Ausland 2009

    Welche Kostenpauschalen für Übernachtungen und Verpflegungsmehraufwendungen im Jahr 2009 gelten.[weiterlesen. ]

    Gemischt veranlasste Reisen: Kosten sind ab sofort aufteilbar

    Warum Selbstständige und Arbeitnehmer eine Dienstreise oder Fortbildung mit ihrem Privatvergnügen verbinden dürfen.[weiterlesen. ]

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    Auslandsstudium – Wann gibt es Verpflegungsmehraufwand?

    Bei der Ausbildung im Ausland den Verpflegungsmehraufwand nicht vergessen. Eine Ausbildung teilweise im Ausland zu absolvieren lohnt sich. Den Erfahrungsgewinn bekommt man aber in der Regel nicht geschenkt. Studiengebühren, Ausbildungsmaterial, Unterkunft, Verpflegung und Reisekosten ergeben schnell einen erheblichen Betrag. Gut zu wissen: Als Aufwendungen für die eigene Berufsausbildung stellen sie Sonderausgaben dar, wenn es sich um eine erstmalige Berufsausbildung oder ein Erststudium handelte. Bis zu 6000 Euro lassen sich so gemäß § 10 Abs. 1 Nr. 7 Einkommensteuergesetz (EStG) pro Kalenderjahr von der Steuer absetzen. Für Fortbildungskosten gilt die Höchstgrenze von 6000 Euro dagegen nicht. Denn die Weiterbildung im ausgeübten Beruf mindert als Werbungskosten bis zur vollen Höhe das steuerpflichtige Einkommen. Explizit nennt die Bestimmung zu den Sonderausgaben auch Aufwendungen für eine auswärtige Unterbringung im Rahmen der Ausbildung. Sie verweist außerdem auf die Regeln zu Fahrtkosten, doppelter Haushaltsführung und Verpflegungsmehraufwand.

    Abgeltung von abwesenheitsbedingtem erhöhten Verpflegungsbedarf

    Mit Verpflegungsmehraufwand gemeint sind in jedem Fall die höheren Kosten der Verpflegung, die der berufsbedingte Aufenthalt fern der eigenen Wohnung und außerhalb der regelmäßigen Arbeitsstätte mit sich bringt. Auch wer ausschließlich an ständig wechselnden Tätigkeitsstätten arbeitet, kann ihn beanspruchen. Jedoch nicht in tatsächlicher Höhe. Denn es gelten Tagespauschalen, die sich nach dem Land und der Dauer der Abwesenheit richten.

    Hochschule ist keine regelmäßige Arbeitsstätte

    Finanzämter erkennen ihn gerade beim Auslandstudium jedoch nicht immer an. Streitpunkt ist häufig das Vorliegen einer regelmäßigen Arbeitsstätte. Diese sei für Steuerzahler nach Ansicht mancher Finanzbehörde die ausländische Hochschule, an der sie gerade studieren. In dieser Frage entschied nun das Finanzgericht (FG) Köln. Der Kläger hatte im Rahmen seines als Fortbildung zählenden Masterstudiums ein Semester an einer Universität in Mexiko verbracht. Entgegen der Meinung des beklagten Finanzamts ist dem Gericht zufolge eine Hochschule keine regelmäßige Arbeitsstätte. Denn sie wird nicht dauerhaft, sondern nur vorübergehend besucht, um einen Abschluss zu erlangen. Zudem erfolgt der Besuch nicht wie im Rahmen eines bezahlten Arbeitsverhältnisses.

    Lebensmittelpunkt in Deutschland beibehalten

    Entscheidend für die Anerkennung war aber auch, dass der Kläger seinen Lebensmittelpunkt in Deutschland beibehalten hatte. Denn auch wenn er nur bei seinen Eltern eingezogen war, war er dort polizeilich gemeldet. Zudem stand fest, dass er nach dem Auslandsstudium zunächst dorthin zurückkehren würde. Hätte er stattdessen – wenn auch nur vorübergehend – jegliche heimische Unterkunft komplett aufgegeben, wäre die Klage gescheitert. So hatte sie dagegen Erfolg. Die anzusetzenden Pauschbeträge – für Mexiko 36 Euro pro Tag – waren jedoch gesetzlich auf die ersten drei Monate beschränkt. Diese Grenze gibt § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 5 EStG bei Aufenthalt an der jeweiligen Tätigkeitsstätte vor.

    (FG Köln, Urteil v. 20.06.2012, Az.: 4 K 4118/09, nicht rechtskräftig)

    Tipp: Hat man kein Einkommen im Jahr des Auslandsaufenthalts, richtet sich die Geltendmachung der Ausgaben danach, ob Sonderausgaben (Erstausbildung) oder Werbungskosten (Fortbildung) vorliegen. Sonderausgaben lassen sich leider nicht in spätere Jahre hinüberretten. Eine Ausnahme besteht nur, wenn bisher keine Steuererklärung abgegeben wurde. Dann können noch für die letzten vier Jahre Verluste festgestellt werden. Gelten die Ausgaben als Werbungskosten können sie auch in den folgenden Steuererklärungen als Verlustvortrag angegeben werden und so das zu versteuernde Einkommen mindern.

    Источники: http://www.finanztip.de/zweitstudium/, http://www.steuer-schutzbrief.de/reisekosten/verpflegungsmehraufwand.html, http://www.steuerberater.net/steuertipps/auslandsstudium-wann-gibt-es-verpflegungsmehraufwand_000228.html

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