Was ist alles steuerlich absetzbar

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    Einkommensteuer-Tipps: Was Steuerzahler alles absetzen können

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    Wer viel in Renovierung und Instandhaltung von Haus oder Wohnung investiert, kann auch mit hohen Steuererstattungen rechnen.

    Haushaltsnahe Dienstleistungen: Eine noch höhere Steuerersparnis winkt im Bereich der haushaltsnahen Dienstleistungen von der Putzhilfe bis zum Betreuungspersonal für Kinder oder den Pflegedienst für Alte und Kranke. Wer beispielsweise gegen Rechnung eine Haushaltshilfe bezahlt, einen Gärtner, Fensterputzer oder einen Schneeräumdienst, kann 20 Prozent seiner Aufwendungen von bis zu 20 000 Euro absetzen. Das macht eine kräftige Steuerentlastung von maximal 4 000 Euro im Jahr aus.

    Denn nicht nur Eigentümer, sondern auch Mieter können Geld vom Finanzamt zurückholen, wenn in den Nebenkosten Beträge für haushaltsnahe Dienstleistungen enthalten sind. Absetzbar sind beispielsweise Kosten für Hausmeisterarbeiten, für Hausreinigung, Gartenpflege oder den Heizungsmonteur. Dazu muss aber der Anteil an den Personalkosten in der „zweiten Miete“ in der Nebenkostenabrechnung vom Vermieter ausgewiesen werden.

    Auch wer seine Putzkraft oder die Köchin als Minijobber im Privathaushalt angemeldet hat, kann damit Steuern sparen. Steuervorteil: Ebenfalls 20 Prozent der Lohnkosten, maximal 510 Euro.

    Für Gutverdiener gilt: Wer eine Immobilie im EU-Ausland besitzt, kann selbst die Personalkosten für den dortigen Haushalt in seiner Steuererklärung geltend machen. Auch Kosten, die in Ferien- und Zweitwohnungen anfallen, sind steuerbegünstigt.

    Wer genau wissen will, welche Rechnungen und Dienstleistungen durchgehen und welche nicht, findet die neueste Liste auf der Internet-Seite des Bundesfinanzministeriums.

    Ein Beispiel für eine gängige Kombination aus Handwerker- und Dienstleistungs-Boni: Im Jahr 2009 ließ eine Familie für 5.000 Euro Arbeitskosten die Wohnung putzen, die Wände streichen, das Kind hüten und das Bad renovieren. Davon drücken 20 Prozent direkt die Steuerlast nach unten, macht also eine Ersparnis von 1 000 Euro. Müsste die Familie normalerweise 5 400 Euro Einkommensteuer zahlen, sind es jetzt nur noch 4 400 Euro. Die Sparbeträge stehen jedem Haushalt aber nur einmal zu. Auch zusammenlebende Paare bekommen sie nur einmal.

    Lesen Sie weiter auf Seite 3: Manche Verluste können verrechnet werden

    Außergewöhnliche Belastungen: Was verbirgt sich dahinter und wie kann ich sie steuerlich nutzen?

    Eine außergewöhnliche Belastung, beispielsweise Krankheitskosten, können Sie ab einer bestimmten Höhe steuerlich geltend machen und vom Gesamtbetrag Ihrer steuerpflichtigen Einkünfte abziehen. So beträgt zum Beispiel die zumutbare Belastung bei einem Einkommen zwischen 15.340 EUR und 51.130 EUR für einen Steuerpflichtigen mit 1 oder 2 Kindern 3% seiner Einkünfte.

    Was sind außergewöhnliche Belastungen?

    Eine allgemeine außergewöhnliche Belastung liegt dann vor, wenn ein Ereignis Sie zu Ausgaben zwingt, die Sie selbst endgültig zu tragen haben und wenn Sie dabei zwangsläufig höhere Aufwendungen haben als die überwiegende Mehrzahl der Personen gleicher Einkommens- oder Vermögensverhältnisse und gleichen Familienstands. In diesem Fall wird auf Antrag vom Gesamtbetrag der Einkünfte der Teil der tatsächlichen Aufwendungen abgezogen, der die zumutbare Belastung übersteigt. Betriebsausgaben, Werbungskosten oder Sonderausgaben sind keine außergewöhnliche Belastung. Bei Ehegatten mit Zusammenveranlagung erfolgt der Abzug gemeinsam. Es kommt nicht darauf an, welcher Ehegatte gezahlt hat.

    Achtung: Ein Abzug ist nicht möglich, wenn Ihnen durch die Ausgabe ein Gegenwert zufließt. Einen Gegenwert erhalten Sie dann, wenn der betreffende Gegenstand auch für einen Dritten von Vorteil wäre, also von länger anhaltendem Wert und Nutzen ist. Ausnahme: Die Gegenwerttheorie wird nicht angewandt bei Aufwendungen der Beschaffung existenziell notwendiger Gegenstände (Wohnung, Hausrat, Kleidung), die infolge höherer Gewalt (z. B. Brand, Naturkatastrophen) verloren gingen. Auch bei Aufwendungen z. B. für den behindertengerechten Umbau des eigenen Hauses ist der Gegenwert ohne Bedeutung, wenn der Umbau aus der Situation heraus notwendig ist.

    Ab welcher Höhe kann ich eine außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend machen?

    Die Aufwendungen für außergewöhnliche Belastungen wirken sich steuerlich nur aus, wenn sie die Grenze der zumutbaren Belastung übersteigen. Die Höhe der zumutbaren Belastung ist abhängig von Ihren Einkünften. Sie errechnet sich nach einem bestimmten Prozentsatz des Gesamtbetrags Ihrer Einkünfte (siehe nachfolgende Tabelle).

    Übersicht: Typische außergewöhnliche Belastungen

    Es gibt typische außergewöhnliche Belastungen, die auch bei den Finanzämtern bekannt und anerkannt sind. Die folgende Liste soll Ihnen beispielhaft einen Überblick geben, in welchen Fällen Sie außergewöhnliche Belastungen steuerlich geltend machen können:

    Allergie: Kosten für den Austausch allergieauslösender Mittel (Asthma, Formaldehydbelastung) sind abzugsfähig, ebenso Aufwendungen für das Fällen der das Wohnhaus umgebenden Bäume, wenn dies wegen Pollenallergie notwendig ist. Ein einfacher Nachweis ist ausreichend.

    AllergiebettwГ¤sche: Die Anschaffung von Allergiebettzeug gehГ¶rt nicht wie z. B. Brillen, HГ¶rgerГ¤te zu den Heilmitteln im engeren Sinne. Die medizinische Notwendigkeit ihrer Anschaffung muss aber – wie bei MaГџnahmen zur Beseitigung von Schadstoffen – nachgewiesen werden.

    Bestattungskosten, Grabinstandhaltung: Beerdigungskosten für Angehörige sind abziehbar, soweit die Aufwendungen für die Beerdigung nicht aus dem Nachlass gedeckt werden können. Versicherungsleistungen (Sterbegeld, Lebensversicherung etc.) müssen allerdings angerechnet werden. Abziehbar sind die Kosten für die Grabstätte, den Sarg, Blumen und Kränze, Trauerkarten, Todesanzeigen, Überführung und Aufbahrung, nicht dagegen Aufwendungen für die Bewirtung der Trauergäste, Fahrtkosten zur Beerdigung, Aufwendungen für Trauerkleidung, Grabbesuch sowie Kosten für Grabinstandsetzung und Grabpflege.

    Elektrosmog: Aufwendungen für Schutzmaßnahmen gegen z. B. Mobilfunkwellen sind nur abziehbar, wenn die von den Gegenständen ausgehende konkrete Gesundheitsgefährdung durch ein technisches Gutachten nachgewiesen wird.

    Fahrtkosten behinderter Menschen: Geh- und stehbehinderte Menschen können Fahrtkosten in bestimmtem Umfang als außergewöhnliche Belastung geltend machen.

    Flutschaden/Katastrophenschäden: Ausgaben als Folge unabwendbarer Ereignisse (Erdbeben, Überschwemmungen, Sturm, Brand, Hagel) können als außergewöhnliche Belastungen geltend gemacht werden.

    Heimunterbringung: Aufwendungen fГјr die krankheitsbedingte Unterbringung in einem Pflegeheim sind abziehbar.

    Krankheitskosten: Aufwendungen als Folge einer tatsächlichen Erkrankung sind als außergewöhnliche Belastung abziehbar. Aber Achtung: Eine rein gesundheitsfördernde Vorbeugemaßnahme wird dagegen nicht anerkannt. Da diese Abgrenzung häufig sehr schwierig ist (z. B. Maßnahmen zur Verringerung des Rückfallrisikos bei Krebserkrankungen), muss die Notwendigkeit im Einzelfall nachgewiesen werden. Siehe hierzu auch den Beitrag Krankheitskosten.

    Krankheitsbedingter Umbau: Aufwendungen für den krankheitsbedingten Umbau einer Wohnung oder eines Gebäudes z. B. wegen Schadstoffbelastung können als außergewöhnliche Belastungen geltend gemacht werden.

    Prozesskosten: Kosten für Strafprozesse sind keine außergewöhnlichen Belastungen. Zivilprozesskosten sind aufgrund gesetzlicher Regelung ebenfalls nicht mehr als außergewöhnliche Belastungen abzugsfähig.

    Wiederbeschaffung von Hausrat und Kleidung: Aufwendungen für die Wiederbeschaffung von Hausrat und Kleidung sind eine außergewöhnliche Belastung, wenn Hausrat oder Kleidung durch ein unabwendbares Ereignis wie Brand, Hochwasser, Unwetter, Kriegseinwirkung, Vertreibung oder politische Verfolgung verloren wurde und wiederbeschafft werden muss. Aufwendungen müssen der Höhe nach notwendig und angemessen sein und werden nur berücksichtigt, soweit sie den Wert des Gegenstands im Vergleich zu vorher nicht übersteigen. Die Kosten zur Wiederbeschaffung lebensnotwendiger Vermögensgegenstände können jedoch mangels Zwangsläufigkeit nicht steuermindernd als außergewöhnliche Belastung berücksichtigt werden, wenn der Geschädigte es unterlassen hat, eine allgemein übliche und zumutbare Versicherung (z. B. Hausratversicherung) abzuschließen.

    Wann kann ich eine außergewöhnliche Belastung geltend machen?

    Praxis-Tipp: Am besten Sie nutzen eine Steuersoftware für Ihre Steuererklärung. Anders als bei ELSTER-Formular erhalten Sie hier Hilfe, ob und welche außergewöhnlichen Belastungen Sie geltend machen können. Hier geht es zu unserem Steuersoftware-Vergleich!

    Sie können Ihre Aufwendungen für außergewöhnliche Belastungen in dem Kalenderjahr abziehen, in dem sie tatsächlich geleistet werden (Abflussprinzip). Eine Verteilung hoher Kosten im Wege der Billigkeit auf mehrere Jahre ist nach Auffassung der Verwaltung nicht möglich. Ersatzleistungen von dritter Seite (z. B. durch Versicherungen) sind unabhängig vom Erstattungszeitpunkt anzurechnen, wenn mit der Erstattung bereits im Jahr der Zahlung der Aufwendungen gerechnet werden konnte. Werden mögliche Ersatzansprüche gegen Dritte nicht geltend gemacht (z. B. Kostenbelege werden bei der Versicherung nicht eingereicht, um eine Beitragsrückerstattung zu erhalten oder höhere Beiträge zu vermeiden), ist keine steuerliche Berücksichtigung möglich.

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    Marc mag es smart

    "Ich nutze smartsteuer, weil es flexibel für jedes Betriebssystem und Tablet passt und ich erst bezahle, wenn ich die fertige Steuererklärung via ELSTER-Schnittstelle an das Finanzamt übermittle."

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    Versicherungsbeiträge: Wenn Sie sich ausschließlich gegen berufliche Risiken absichern, können Sie Ihre Versicherungsbeiträge vollständig als Werbungskosten absetzen. Das trifft z. B. auf die Berufshaftpflichtversicherung zu. Viele Versicherungen decken aber sowohl berufliche als auch private Risiken ab. Ob Unfall-, Rechtsschutz- oder kombinierte Berufs- und Privathaftpflichtversicherung: Bei diesen Versicherungen teilen Sie die Beiträge in einen beruflichen und einen privaten Anteil auf. Dabei können Sie pauschal mindestens 50 Prozent als Werbungskosten absetzen. Um höhere berufliche Anteile geltend zu machen, müssen Sie sich von Ihrer Versicherungsgesellschaft bescheinigen lassen, welcher Beitragsanteil auf die berufliche Absicherung entfällt. Bei beruflicher Veranlassung einer Reise können Sie übrigens auch die Kosten einer Reisegepäckversicherung als Reisenebenkosten ansetzen.

    Telefon & Internet: Ihre Telefonrechnung und die Internet-Flatrate können Sie ebenfalls bei den Werbungskosten unterbringen, soweit sie beruflich veranlasst sind. Dabei haben Sie zwei Möglichkeiten: Anhand der Rechnungsbeträge können Sie den Anteil der beruflich veranlassten Kosten an den Gesamtkosten für einen repräsentativen Zeitraum von drei Monaten einzeln nachweisen. Das Finanzamt wird dann daraus einen monatlichen Durchschnittsbetrag als beruflichen Anteil für das ganze Jahr 2009 zugrunde legen.

    Wenn bei Ihnen erfahrungsgemäß beruflich veranlasste Telefon- und Internetkosten anfallen, können Sie auch ohne Nachweis einfach bis zu 20 Prozent des Rechnungsbetrags, höchstens allerdings 20 Euro, monatlich als Werbungskosten absetzen. Als Begründung für die berufliche Veranlassung der Kosten kann z. B. eine Bescheinigung Ihres Arbeitgebers dienen. Falls Ihnen Ihr Arbeitgeber Telefon- und Internetgebühren steuerfrei ersetzt hat, mindert das den als Werbungskosten abziehbaren Betrag.

    Fortbildung: Berufliche Fortbildungskosten, z. B. für Seminare, Kurse und Lehrgänge, können Sie in voller Höhe als Werbungskosten absetzen. Sie müssen nur nachweisen, wie teuer die Veranstaltung war und welchen Inhalt sie hatte. Vergessen Sie nicht, auch Fahrt- und etwaige Übernachtungskosten anzugeben!

    Bei (mehrtägigen) Kongressen/Seminaren an touristisch attraktiven Orten wittert das Finanzamt meist eine nicht unerhebliche private Mitveranlassung. In diesen Fällen sollten Sie nachweisen können, dass das Seminarprogramm möglichst einen ganzen Tag (zumindest aber sechs bis sieben Unterrichtsstunden) umfasste und der Teilnehmerkreis auf Ihre Berufsgruppe zugeschnitten war.

    Außerdem ist jetzt höchstrichterlich geklärt: Das so genannte Aufteilungs- und Abzugsverbot gibt es gar nicht (mehr). Deshalb muss das Finanzamt bei sowohl beruflich als auch privat veranlassten Reisekosten zumindest die anteiligen allgemeinen Kosten (insbesondere für die An- und Abreise und Übernachtung) steuerlich berücksichtigen.

    Früher haben die Finanzämter vor allem bei Sprachkursen im Ausland eine erhebliche private Mitveranlassung unterstellt und deshalb den Werbungskostenabzug insgesamt gestrichen. Die Steuergerichte haben aber längst klargestellt: Nur weil ein Sprachkurs oder eine Fortbildung im Ausland stattfindet, muss das nicht für eine überwiegend private Veranlassung des Kurses sprechen. Das gilt zumindest für die Mitgliedstaaten der EU und wird von den Finanzämtern darüber hinaus auch bei den EWR-Staaten (Island, Liechtenstein, Norwegen) und für die Schweiz angewandt.

    Lesen Sie Weiter auf Seite 6: Werbungskosten II

    Источники: http://www.handelsblatt.com/finanzen/steuern-recht/steuern/einkommensteuer-tipps-was-steuerzahler-alles-absetzen-koennen-seite-2/3383802-2.html, http://www.steuern.de/aussergewoehliche-belastungen.html, http://www.handelsblatt.com/finanzen/steuern-recht/steuern/einkommensteuer-tipps-was-steuerzahler-alles-absetzen-koennen-seite-5/3383802-5.html

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