Was ist eine steuer id

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      3. Steuerliche Identifikationsnummer

      Die steuerliche Identifikationsnummer im Überblick

      Deutschland folgt dem Beispiel vieler Nachbarn in der Europäischen Union und modernisiert sein kompliziertes und teures Steuersystem.

      Mit der Einführung der steuerlichen Identifikationsnummer (IdNr ) möchten das Bundesministerium der Finanzen und die Bundesregierung das Besteuerungsverfahren vereinfachen und Bürokratie abbauen.

      Die IdNr wird die Steuernummer für den Bereich der Einkommensteuer ersetzen. Diese bleibt ein Leben lang gültig und ändert sich auch nicht bei Umzug oder Heirat. Die IdNr ist eine 11-stellige Nummer und enthält keine Informationen über Sie oder das zuständige Finanzamt.

      Sie haben Ihre IdNr noch nicht erhalten oder sie ist nicht mehr auffindbar?

      In der Regel finden Sie Ihre IdNr auch

      • im Einkommensteuerbescheid,
      • auf Ihrer Lohnsteuerbescheinigung oder
      • im Informationsschreiben Ihres Finanzamtes. Mit diesem Schreiben hat Sie Ihr Finanzamt im Oktober oder November 2011 über die gespeicherten elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale (ELStAM ) informiert.

      Ihre Einkommensteuererklärung können Sie auch ohne IdNr bei Ihrem Finanzamt einreichen. Ihre IdNr ist Ihrem Finanzamt bekannt.

      Sollten Sie Ihre IdNr in den genannten Unterlagen nicht finden, haben Sie die Möglichkeit, diese über das Eingabeformular des Bundeszentralamts für Steuern erneut anzufordern. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass Ihnen die IdNr aus datenschutzrechtlichen Gründen nur per Brief mitgeteilt werden kann.

      Antworten auf andere häufig gestellte Fragen finden Sie hier.

      Diese Seite:

      © Bundeszentralamt für Steuern – 2015

      Steuer-Identifikationsnummer verloren: So bekommen Sie Ihre Steuer-ID wieder

      Die 11-stellige Steueridentifikationsnummer wird schon bei der Geburt zugeteilt, bleibt dann ein Leben lang gültig und ändert sich auch nicht bei Umzug oder Heirat. Was können Sie tun, wenn Sie den Brief mit der Steuer-ID nicht mehr finden?

      Am einfachsten lässt sich das Problem einer verlegten Steuer-Identifikationsnummer lösen, wenn Sie noch einen alten Steuerbescheid oder eine Lohnsteuerbescheinigung haben – denn auch dort ist die Steuer-Identifikationsnummer (auch TIN genannt, was für Taxification Identification Number steht) vermerkt.

      Aber auch ohne diese Unterlagen besteht kein Grund zur Panik: Das Bundeszentralamt für Steuern hat die Nummer gespeichert und schickt Sie Ihnen wieder zu. Aus datenschutzrechtlichen Gründen wird die Steuer-ID allerdings nur per Briefpost sowie an die aktuelle Meldeadresse verschickt – es dauert also ein bisschen, bis Sie sie wieder in den Händen halten.

      So bekommen Sie Ihre Steuer-ID wieder

      Es gibt drei Möglichkeiten, die Steuer-Identifikationsnummer anzufordern:

      Sie schreiben eine E-Mail an [email protected] und bitten darum, dass man Ihnen Ihre Steuer-Identifikationsnummer erneut mitteilt.

      Sie wenden sich per Brief an das Bundeszentralamt für Steuern, Referat St II 3, 53221 Bonn.

      Folgende Angaben müssen Sie mitschicken, um die Steuer-ID erneut ausgestellt zu bekommen:

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      Steueridentifikationsnummer

      Eine Nummer fürs ganze Leben für Steuer und Kindergeld

      • Zuletzt aktualisiert: 13. November 2015
      • Von: Alena Hecker

      Das Wichtigste in Kürze

      • Jeder Bundesbürger hat seit 2008 eine individuelle Steueridentifikationsnummer.
      • Sie ist ein Leben lang gültig. Kinder erhalten sie bereits nach der Geburt.
      • Die Steuer-ID dient vor allem dem Schriftverkehr mit dem Finanzamt. Sie kommt aber auch bei den Elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmalen (Elstam) zum Einsatz.
      • Die Daten sind beim Bundeszentralamt für Steuern gespeichert. Sie dürfen ausschließlich für Zwecke des Fiskus eingesetzt werden.
      • Seit 2016 ist die Steuer-ID auch für das Kindergeld, für die Freistellungsaufträge bei allen Bankverbindungen in Deutschland sowie für den steuerlichen Abzug von Unterhaltsleistungen nötig.

      Unser Tipp: Bleiben Sie zu Themen rund um Ihre Steuererklärung immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

      Sie besteht aus elf Ziffern, sie ist einmalig und sie gilt ein Leben lang: Wer in Deutschland gemeldet ist, bekommt automatisch eine Steueridentifikationsnummer zugewiesen. Darunter gespeichert sind alle wichtigen Daten einer Person: Tag und Ort der Geburt, Geschlecht, Familienname, Vornamen, frühere Namen, Doktorgrad, gegenwärtige oder letzte bekannte Anschrift, zuständige Finanzbehörden und sogar der Sterbetag.

      So kommen Sie an Ihre Steueridentifikationsnummer

      So bekommen Sie Ihre Steueridentifikationsnummer: Seit 2008 schickt das Bundeszentralamt für Steuern an jede in Deutschland gemeldete Person per Post eine individuelle Identifikationsnummer. Babys erhalten ihre Nummer in der Regel innerhalb von drei Monaten nach der Geburt.

      Mehr Informationen

      des Bundeszentralamts auf häufig gestellte Fragen finden Sie unter www.identifikationsmerkmal.de.

      Dafür brauchen Sie die Steueridentifikationsnummer: Bei Anträgen, Erklärungen oder Mitteilungen an das Finanzamt geben Sie Ihre Identifikationsnummer am besten gleich im Betreff an. Auch bei Ihrer Steuererklärung tragen sie die elf Ziffern ein. Möglicherweise fragen Arbeitgeber oder Sozialleistungsträger wie Krankenkassen und Arbeitsämter nach Ihrer Steueridentifikationsnummer. Sie alle nutzen die Nummer, um den Finanzbehörden steuerlich wichtige Daten zu übermitteln.

      Wenn Sie Ihre Steueridentifikationsnummer nicht kennen: Die Steueridentifikationsnummer finden Sie unter anderem auf Ihrer jährlichen Lohnsteuerbescheinigung oder dem letzten Steuerbescheid. Beim Bundeszentralamt für Steuern können Sie die Nummer mithilfe dieses Formulars erfragen. Auch die Meldebehörde kennt Ihre Steueridentifikationsnummer. Aus Gründen des Datenschutzes bekommen Sie die Nummer ausschließlich per Post.

      Dabei hilft die Identifikationsnummer

      Kindergeld Ab Januar 2016 müssen Bezieher von Kindergeld bei den Familienkassen grundsätzlich auch ihre Steueridentifikationsnummer und die ihrer Kinder angeben. Allerdings haben die Familienkassen durch einen automatischen Meldeabgleich bereits die meisten Daten. In den Fällen, in denen den Familienkassen keine Daten vorliegen, werden die Eltern im Laufe des Jahres 2016 kontaktiert, erklärte die Bundesagentur für Arbeit. Das Kindergeld werde auch ohne Steuer-ID ausgezahlt. Wenn Sie sicher gehen wollen, dass Ihre Daten komplett vorliegen, können Sie unser Musterschreiben verwenden. Mehr dazu im Ratgeber Kindergeld.

      Bankkunden

      Für Ihre Bankverbindungen brauchen Sie seit 2011 zum Beispiel für einen Freistellungsauftrag die Steueridentifikationsnummer. Kapitalerträge lassen sich so einzelnen Personen zuordnen und es fällt schneller auf, wenn der Freibetrag von 801 Euro überschritten ist. Fehlt die Steueridentifikationsnummer im Freistellungsauftrag, müssen Kreditinstitute ab 2016 bei Zinszahlungen und anderen Kapitalausschüttungen automatisch Abgeltungssteuer einbehalten. Das sind 25 Prozent der Kapitalerträge, zuzüglich Solidaritätszuschlag und eventuell auch Kirchensteuer. Betroffen sind alle Bank- und Versicherungskunden, die ihrer Bank bislang noch nicht ihre Steueridentifikationsnummer mitgeteilt haben. In der Regel gilt das für vor 2011 gestellte Freistellungsaufträge. Eine Übergangsfrist endet an Silvester 2015.

      Unterhaltszahlungen – Wenn Sie Unterhalt – etwa an Ihren geschiedenen Ehegatten – zahlen und den Betrag steuerlich als Sonderausgabe absetzen möchten, dann benötigen Sie ab 2016 zwingend die Steuer-ID des Empfängers. Dieser muss Ihnen seine Steueridentifikationsnummer mitteilen.

      Schneller Datenabgleich – Die Steueridentifikationsnummer hilft den Finanzbehörden, um schnell und einfach an wichtige Personendaten gelangen. Ziehen Sie beispielsweise in eine andere Stadt um, tauschen Melde- und Finanzamt die Daten untereinander aus. Auch über Landesgrenzen hinweg können Ihre steuerlich relevanten Daten mithilfe der Steueridentifikationsnummer korrekt zugeordnet und weitergegeben werden.

      Elektronische Lohnsteuerkarte – Die Steueridentifikationsnummer macht es möglich, dass es in Deutschland seit 2013 die elektronische Lohnsteuerkarte gibt. Arbeitgeber können dadurch alle steuerlich relevanten Daten direkt beim Bundeszentralamt für Steuern abrufen. Das heißt, Arbeitnehmer müssen sich nicht mehr darum kümmern, dass ihre Daten gespeichert werden oder ihre Lohnsteuerbescheinigung bei der Personalabteilung des Arbeitgebers ankommt.

      Vereinfachte Steuererklärung – Auch die elektronische Steuererklärung ist dank Steueridentifikationsnummer möglich. Daten werden bereits bei der Eingabe auf ihre formale Richtigkeit geprüft. Dadurch müssen Finanzämter weniger häufig Informationen nachfragen und können die Steuererklärung schneller bearbeiten.

      Vorausgefüllte Steuererklärung – Seit Anfang 2014 bietet die Finanzverwaltung die „vorausgefüllte Steuererklärung“ (VaSt) an. Dieser Service vereinfacht für Steuerpflichtige das Ausfüllen der Einkommensteuererklärungsformulare auf einem Computer. Denn es können Stammdaten wie Name, Adresse, Alter, Religionszugehörigkeit, Bankverbindung, Rentenleistungsbezüge, Beiträge zu Kranken- und Pflegeversicherungen sowie Vorsorgeaufwendungen digital übermittelt und somit automatisch in die Steuererklärung übernommen werden. Dafür muss der Steuerpflichtige ein Elsteronline-Portal-Konto anlegen. Mit der Steuer-ID registriert er sich dafür auf www.elsteronline.de. Um diese Daten abrufen zu können, braucht er entweder ein kostenloses Programm wie das von den Finanzämtern zur Verfügung gestellte Elsterformular oder ein kostenpflichtiges Steuerprogramm.

      Steuersoftware einsetzen

      Die Software des Finanzamts funktioniert gut, gibt Ihnen aber keine Tipps zum Steuern sparen. Nützlicher ist in dieser Hinsicht kostenpflichtige Steuersoftware privater Anbieter.

      Unser Tipp: Bleiben Sie zu Themen rund um Ihre Steuererklärung immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

      Kritik an der Steuer-ID

      Bürgerrechtliche Einwände: Bürgerrechtler befürchten, dass die Datenbank beim Bundeszentralamt für Steuern auch für andere als steuerliche Zwecke genutzt werden kann. Nach derzeitiger Gesetzeslage darf jedoch nur das Finanzamt Daten beim Bundeszentralamt für Steuern abrufen.

      Steuernummer als Personenkennzeichen: Da die Steueridentifikationsnummer eindeutig einem Menschen zugeordnet werden kann, ist es theoretisch möglich, alle Datenbanken, in denen sie gespeichert ist, miteinander abzugleichen. So wären mit einem Schlag sämtliche Informationen zum Leben eines Bürgers zugänglich. Dennoch ist das Speichern von Personendaten rechtens, urteilte der Bundesfinanzhof (BFH, Urteil vom 18. Januar 2012, Az. II R 49/10).

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      Artikel verfasst von

      Alena Hecker arbeitet als freie Redakteurin für Finanztip. Sie hat Internationale Fachjournalistik mit dem Schwerpunkt Wirtschaft studiert und einen Master in European Studies gemacht. Beim anschließenden Volontariat Praxis4 an der Electronic Media School in Potsdam beschäftigte sie sich vor allem mit Themen rund um den Verbraucherschutz. Neben ihrer Tätigkeit für Finanztip arbeitet Alena Hecker unter anderem für den rbb und die Stiftung Warentest.

      Источники: http://www.bzst.de/DE/Steuern_National/Steuerliche_Identifikationsnummer/steuerid_node.html, http://www.steuertipps.de/steuererklaerung-finanzamt/themen/steuer-identifikationsnummer-verloren-so-bekommen-sie-ihre-steuer-id-wieder, http://www.finanztip.de/steueridentifikationsnummer/

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