Was sind lohnersatzleistungen

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    Was sind lohnersatzleistungen

    Einkommensersatzleistungen in der Steuererklärung

    • Zuletzt aktualisiert: 13. Dezember 2012
    • Von: Finanztip-Redaktion

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    Bestimmte Einnahmen sind zwar steuerfrei; sie werden aber als so genannte Einkommensersatzleistungen (Lohnersatzleistungen) bei der Ermittlung des Steuersatzes für das steuerpflichtige Einkommen berücksichtigt. Zu diesen Ersatzleistungen gehören nach § 32b Abs. 1 EStG insbesondere: Arbeitslosengeld, Zuschüsse zum Arbeitsentgelt, Elterngeld, Kurzarbeitergeld, Winterausfallgeld, Insolvenzgeld, Krankengeld, Mutterschaftsgeld, Verdienstausfallentschädigung und Aufstockungsbeträge nach dem Altersteilzeitgesetz.

    Anhängiges Verfahren zum Elterngeld

    Der Bund der Steuerzahler (BdSt) und der Neue Verband der Lohnsteuerhilfevereine (NVL) unterstützen eine Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht (Az.: 2 BvR 2604/09), um höchstrichterlich klären zu lassen, ob auch der so genannte Sockelbetrag (Mindestelterngeld) von 300 Euro (bzw. 150 Euro bei zweijähriger Elternzeit) wirklich dem Progressionsvorbehalt zu unterwerfen ist. Da dieser Betrag allen Eltern zusteht, die Elterngeld beziehen, ist fraglich, ob dieser Teil des Elterngeldes nach § 32b EStG zu erfassen ist. Schließlich handelt es sich bei diesem Anteil streng genommen nicht um einen Lohnersatz, sondern um eine Sozialleistung. Der Ratgeber zum Elterngeld erklärt die Details zum Elterngeld.

    Aufstockungsbeträge bei Altersteilzeit

    Die Aufstockungsbeträge nach dem Altersteilzeitgesetz werden zwar steuerfrei gezahlt. Der Progressionsvorbehalt führt jedoch dazu, dass an sich steuerfreie Entgeltersatzleistungen – wie die Aufstockungsbeträge – bei der Ermittlung des Steuersatzes berücksichtigt werden, der für die übrigen steuerpflichtigen Einkünfte maßgebend ist. Durch den erhöhten Steuersatz kommt es vielfach zu einer Steuernachforderung durch das Finanzamt.

    "Amtsdeutsch" nach den Einkommensteuerrichtlinien

    In den Progressionsvorbehalt sind die Entgelt-, Lohn- und Einkommensersatzleistungen mit den Beträgen einzubeziehen, die als Leistungsbeträge nach den einschlägigen Leistungsgesetzen festgestellt werden. Kürzungen dieser Leistungsbeträge, die sich im Falle der Abtretung oder durch den Abzug von Versichertenanteilen an den Beiträgen zur Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung und ggf. zur Kranken- und Pflegeversicherung ergeben, bleiben unberücksichtigt. Der bei der Ermittlung der Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit nicht ausgeschöpfte Arbeitnehmer-Pauschbetrag ist auch von Entgelt, Lohn- und Einkommensersatzleistungen abzuziehen.

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    Damit Sie sich auf unserem Informationsportal schnell und einfach zurechtfinden, steht Ihnen ein Menü zur Verfügung, welches Sie von jeder Seite aus in der grünen Kopfleiste abrufen können.

    Aktuelles (Juli 2011):

    Nach aktuellen Schätzungen der Deutschen Rentenversicherung Bund stieg das durchschnittliche Rentenalter in den letzten Jahren von 63,5 auf 63,8 bei den Männern und von 62,9 auf 63,3 bei den Frauen. Durch die stufenweise Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre, ist damit zu rechnen, dass sich die Durchschnittswerte weiter erhöhen werden.

    Zusätzliche private Altersvorsorge wird mit jedem Tag wichtiger. So erhalten wir, nicht zuletzt wegen der Berichterstattung in den Medien, seit Wochen sehr viele Zuschriften, in denen sich besorgte Bürger nach Ihrer späteren Rentenhöhe und deren Sicherheit erkundigen.

    Inhaltsübersicht:

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    Was verbirgt sich hinter der zum 01.01.2003 eingeführten bedarfsorientierten Grundsicherung?

    Weiterführende Informationen zu den einzelnen Rentenarten

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    Welche Steuerbegünstigungen beinhaltet sie, für wen ist sie geeignet?

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    Lohnersatzleistungen sind abhängig vom bislang erzielten Nettoeinkommen. Sie können zwar vorübergehend den Lebensunterhalt sicherstellen, jedoch sicher nicht die Bedienung von langfristigen Kreditmitteln, bspw. für eine Baufinanzierung, gewährleisten. Sie betragen im Einzelnen:

    in % des letzten Nettolohns

    Arbeitslosengeld bei beruflicher Weiterbildung nach §§ 153 – 160 SGB III, Unterhaltsgeld

    Übergangsgeld für Behinderte bei Teilnahme an Maßnahmen zur beruflichen Eingliederung Behinderter nach § 45 SGB IX

    100% des für die letzten drei Monate vor Insolvenz ausstehenden Nettoarbeitsentgelts

    Regelleistungen, Mehrbedarfssätze, Zuschläge sind unabhängig vom vorherigen Nettoentgelt

    Bausparsumme der Bausparkassen in Deutschland in den Jahren 1999 bis 2011 (in Milliarden Euro)

    Источники: http://www.finanztip.de/lohnersatzleistungen/, http://www.rententips.de/rententips/lexikon/index.php?index=2126, http://m.wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/lohnersatzleistungen.html

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