Weihnachtsgeld steuer

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    3. : Steuern und Sozialabgaben beim Weihnachtsgeld

    Auf Weihnachtsgeld sind Steuern fällig. Mit den richtigen Mitteln lassen sie sich senken.

    Viele Unternehmen zahlen ihren Mitarbeitern am Ende des Jahres ein mehr oder weniger hohes Weihnachtsgeld, in manchen Branchen sogar in Höhe eines normalen Monatsgehalts. Doch wenn die Mitarbeiter ihre Gehaltsabrechnung öffnen, kommt nach der Freude meist der Schock: Vom Weihnachtssegen bleibt selbst Normalverdienern meist nur etwas mehr als die Hälfte. Der Rest geht für Lohnsteuer, Kirchensteuer, Solidaritätszuschlag und Sozialabgaben wie Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung drauf.

    Angesichts solch hoher Abzüge vermuten viele Arbeitnehmer, dass die Gehaltsabrechnung Fehler enthält. Doch in den meisten Fällen ist sie völlig korrekt, wie unsere Beispielabrechnung zeigt. Es ist die so genannte Progression, welche die Lohnsteuer beim Weihnachtsgeld in ungeahnte Höhe schnellen lässt. Dank ihr steigt die Steuer nicht gleichmäßig, sondern in Sprüngen. Außerdem unterliegt das Weihnachtsgeld der Sozialversicherung.

    Wie Arbeitnehmer mehr Weihnachtsgeld vorm Staat retten

    Vereinfacht ausgedrückt, unterscheiden die Finanzämter und Sozialkassen nicht zwischen monatlich fließendem normalem Gehalt und gesonderten Zahlungen wie Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld und Erfolgsprämien. Die Ämter betrachten jeden Monat einzeln.

    Beispiel: Sie sind Angestellter und verdienen jeden Monat 3.000 Euro. Im November zahlt Ihre Arbeitgeberin Ihnen zusätzlich 3.000 Euro Weihnachtsgeld. Das macht zusammen 6.000 Euro im November. Sie müssen in diesem Monat genauso viel Steuern und Sozialabgaben zahlen wie ein Arbeitnehmer, der jeden Monat des Jahres 6.000 Euro verdient. Der Unterschied zwischen Letzterem und Ihnen: Bei Ihnen handelt es sich um eine Einkommensspitze, die sich übers Jahr gesehen ausgleicht.

    Um diese Steuerspitze zu glätten, gibt es zweieinhalb Möglichkeiten:

    • 1. Ihr Arbeitgeber macht automatisch einen Lohnsteuerjahresausgleich.
    • 2. Sie geben eine Einkommensteuererklärung ab.
    • 2 1/2. Die "halbe" Möglichkeit ist, rechtzeitig einen Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte eintragen zu lassen. Das mindert zumindest die laufend zu zahlende Steuer.

    Hier sind die 2 1/2 Möglichkeiten im Detail:

    1. Möglichkeit: Lohnsteuerjahresausgleich

    Manche Arbeitgeber machen automatisch einen Lohnsteuerjahresausgleich, der die Einkommensspitze glättet. Dazu sind sie jedoch nicht mehr verpflichtet.

    Hierdurch wird für den Monat Dezember eine so niedrige Steuer errechnet, dass sie die Steuerspitze des Weihnachtsgelds ausgleicht. Auch die Sozialabgaben werden gleichmäßig aufs Jahr verteilt.

    2. Möglichkeit: Steuererklärung abgeben

    Nur mit einer Steuererklärung holen Sie sich zu viel gezahlte Steuern zurück. Dazu müssen Sie in Ihrer privaten Einkommensteuererklärung möglichst hohe Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen geltend machen. Auch Ausgaben für Kinderbetreuung, Haushaltshilfen, haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen sparen Steuern.

    Als Werbungskosten gilt alles, was mit dem Job zusammenhängt. Dazu zählen zum Beispiel:

    Zu den Sonderausgaben gehören:

    • Kirchensteuer,
    • Unterhaltszahlungen für einen geschiedenen oder getrennt lebenden Ehepartner,
    • Ausbildungskosten,
    • Schulgeld,
    • Spenden und
    • private Kinderbetreuungskosten.

    Zu den außergewöhnlichen Belastungen zählen vor allem Ausgaben für die eigene Gesundheit. Dazu gehören Krankheitskosten wie zum Beispiel:

    • der Kauf einer Brille,
    • hohe Rezeptzuzahlungen,
    • Kurkosten,
    • Aufwendungen für die eigene Pflegebedürftigkeit,
    • Aufwendungen für die Pflege eines Angehörigen,
    • Unterhaltsleistungen an bedürftige Familienmitglieder.

    2 1/2. Möglichkeit: Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte eintragen lassen

    Als Arbeitnehmer können Sie sich bis zum 30. November eines jeden Jahres einen Freibetrag auf Ihrer Lohnsteuerkarte eintragen lassen. Diese Möglichkeit senkt zwar nicht tatsächlich die Steuer, die fürs Weihnachtsgeld anfällt. Doch zumindest zahlen Sie jeden Monat etwas weniger Steuern und brauchen nicht auf eine Rückzahlung des Finanzamts im nächsten Jahr zu warten. Wegen dieses Vorteils steht der Lohnsteuerfreibetrag zumindest als "halbe" Möglichkeit in unserer Liste.

    Wichtig: Wenn Sie sich einen Lohnsteuerfreibetrag eintragen lassen, sind Sie dazu verpflichtet, für das Jahr eine Steuererklärung abzugeben.

    Aktueller Hinweis vom 28. November 2012: Für das Steuerjahr 2013 müssen Sie wegen der "elektronischen Lohnsteuerkarte" ELStAM alle Lohnsteuerfreibeträge noch im Jahr 2012 neu beantragen.

    Hier geht’s weiter in dieser Artikelserie:

    • 1.: Die steuersichere Weihnachtsfeier
      • 1.1.: Teilnahme von Familienmitgliedern an der Weihnachtsfeier
      • 1.2.: Weihnachtsfeier: Überschreiten der Freigrenze
      • 1.3.: Auswege, wenn die Weihnachtsfeier zu teuer war
      • 1.4.: Voraussetzungen für eine Betriebsfeier ohne Finanzamt
      • 1.5.: Beispiel: Mehrtägige Betriebsreise mit Arbeit und Vergnügen
      • 1.6.: Steuerfalle: Geschenke für Mitarbeiter während der Weihnachtsfeier
      • 1.7.: Kurzübersicht Weihnachtsfeier: Was ist steuerlich erlaubt und was nicht?
    • 2.: Steuerfrei Schenken und beschenkt werden
      • 2.1.: Der Schenker: Geschenke steuersicher überreichen
      • 2.2.: Der Empfänger: Geschenke steuersicher annehmen
    • 3.: Steuern und Sozialabgaben beim Weihnachtsgeld
      • 3.1.: Beispielabrechnung mit Weihnachtsgeld
      • 3.2.: Wie sich das Weihnachtsgeld auf die Steuer auswirkt
      • 3.3.: Die Belastung des Weihnachtsgelds mit Sozialabgaben

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    Für Weihnachtsgeld werden Steuern fällig

    Weihnachtsgeld ist schon eine feine Sache. Allerdings ist diese Sonderzahlung steuerpflichtig.

    "Morgen, Kinder, wird’s was geben, morgen werden wir uns freun!" – das denken sich viele Arbeitnehmer Jahr für Jahr im November. Denn dann gibt es Weihnachtsgeld. Eine Online-Befragung des WSI-Tarifarchivs der Hans-Böckler-Stiftung hat ergeben, dass immerhin rund 54 Prozent der Beschäftigten Weihnachtsgeld bekommen. Dieser Wert zeigt: Weihnachtsgeld ist eine freiwillige Leistung des Chefs – er kann also, muss aber keine vorweihnachtliche Sonderzahlung überweisen. Wer allerdings nach Tarifvertrag bezahlt wird, hat in der Regel gute Chancen auf ein Weihnachtsgeld.

    Weihnachtsgeld ist steuerpflichtig

    Was die Höhe des Weihnachtsgeldes angeht, hat der Chef freie Hand. Manche Arbeitnehmer bekommen rund 60 Prozent ihres Monatsgehalts, andere sogar ein volles Monatsgehalt oben drauf. Was man bei all der Vorfreude auf das zusätzliche Geld nicht vergessen darf: Ob Weihnachtsgeld, Bonuszahlung oder Gewinnbeteiligung, sämtliche Geldleistungen Ihres Arbeitgebers sind für Sie steuerpflichtig.

    Sonderzahlung treibt Steuersatz in die Höhe

    Besonders gemein: Durch das höhere Monatsgehalt – Gehalt und Sonderzahlung werden gemeinsam überwiesen – steigt auch Ihr Steuersatz. Das bedeutet, dass Sie in diesem Monat mit höheren Abzügen bei zum Beispiel der Lohnsteuer, dem Solidaritätszuschlag und der Kirchensteuer rechnen müssen. Es bleibt Ihnen also unterm Strich weniger Netto vom Brutto.

    Was Ihnen Monat fГјr Monat vom Gehalt abgezogen wird, zeigt Ihnen unser Гњberblick Das wird Arbeitnehmern vom Lohn abgezogen anschaulich anhand einer Beispielrechnung.

    Geld mit Abgabe der Steuererklärung zurückholen

    Doch es gibt einen Lichtblick. Denn wer in einem Monat zu viel Steuern gezahlt hat, kann sich das Geld über die Steuererklärung im kommenden Jahr vom Fiskus zurückholen.

    Eine Steuererklärung lohnt sich übrigens in vielen Fällen nicht nur wegen des Weihnachtsgeldes. Wer hohe Kosten im Zusammenhang mit der Arbeit, die Handwerker im Haus oder hohe Krankheitskosten hatte, kann viele dieser Ausgaben von der Steuer absetzen. Unsere Beraterinnen und Berater sichern Ihnen gerne die Steuervorteile, die Ihnen zustehen. Finden Sie hier eine Beratungsstelle in Ihrer Nähe: Beratersuche.

    • Hans-BГ¶ckler-Stiftung,В BГ¶ckler Impuls Ausgabe 18/2015.В Datum 26.10.2017.

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    Steuer ABC

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    Weihnachtsgeld: Mehr Netto für Arbeitnehmer

    Millionen Arbeitnehmer erhalten in den nächsten Monaten ihr Weihnachtsgeld oder 13. Monatsgehalt. Wenn sie weniger Abgaben dafür zahlen wollen, müssen sie jetzt handeln.

    Die Freude über die Sonderzahlung zum Jahresende ist oft schnell dahin. Ein Blick in die Gehaltsabrechnung zeigt, dass die Abzüge dafür besonders hoch sind.

    Nehmen wir einen verheirateten Angestellten mit Steuerklasse IV und 4 000 Euro Bruttolohn. Im Dezember bekommt er 3 000 Euro Weihnachtsgeld dazu, doch nicht einmal die Hälfte davon landet auf seinem Konto. Die Firma zieht rund 1 563 Euro für Steuern und Sozialabgaben ab.

    Das meiste geht für Steuern und Solidaritätszuschlag drauf: Sie schlagen für das Weihnachtsgeld von 3 000 Euro mit rund 1 202 Euro zu Buche. Das ist viel mehr als sonst. Für das reguläre Gehalt von 4 000 Euro will das Finanzamt nur etwa 949 ­Euro. Für die Sonderzahlung im Dezember ist der Steuersatz viel höher.

    Die besondere Steuerlast können Arbeitnehmer drücken – mit einem Freibetrag oder einer neuen Steuerklasse. Wenn sie das Extrageld in eine Firmenrente investieren, fallen oft sogar Sozialabgaben weg.

    Freibetrag beantragen

    Wollen Angestellte wie unser Ehemann zum Jahresende noch Steuern sparen, müssen sie spätestens im Monat vor der Sonderzahlung beim Finanzamt einen Antrag auf Lohnsteuerermäßigung stellen.

    Das lohnt sich, wenn sie dieses Jahr Ausgaben wie die in der Tabelle haben. Sie geben die Posten im Antrag auf Lohnsteuerermäßigung an, damit ihnen das Finanzamt dafür einen Freibetrag in die Steuerkarte einträgt. Mit ihm zahlen sie in den restlichen Monaten des Jahres weniger Steuern bei der Gehaltsabrechnung.

    Löhne für Haushalts-, Gartenhilfen und Handwerker, die im Haushalt beschäftigt sind, bringen immer einen Freibetrag.

    Andere Posten müssen höher als 600 Euro im Jahr sein. Die Grenze ist für Alleinstehende und Ehepaare gleichhoch. Mit ­Ausgaben wie Kirchensteuern, Kinderbetreuungskosten oder Spenden schaffen Arbeitnehmer wie unser Angestellter sie im Handumdrehen.

    Auch Werbungskosten wie Gewerkschaftsbeiträge, Fortbildungs- und Steuerberatungskosten sind schnell höher als 600 Euro im Jahr. Das Finanzamt zieht davon allerdings den Arbeitnehmerpauschbetrag von 920 Euro ab, bevor es sie mitzählt.

    Unser Mann kann in seinem Antrag auf Lohnsteuerermäßigung zum Beispiel diese Posten angeben:

    Steuerberaterkosten: 1 000 Euro

    Fortbildungskosten: 800 Euro

    Spenden: 2 000 Euro

    Zahnarzthonorare: 6 500 Euro

    Die ersten drei Posten ergeben Werbungskosten von 2 160 Euro. Nach Abzug des Arbeitnehmerpauschbetrags trägt das Finanzamt 1 240 Euro als Freibetrag ein.

    Von den Spenden nehmen die Beamten 1 928 Euro, denn sie ziehen vorher den Pauschbetrag für Sonderausgaben von jährlich 72 Euro für Ehepaare ab.

    Vom Zahnarzthonorar wirken sich nur 500 Euro aus, denn vorher geht die zumutbare Belastung ab. Sie beträgt 6 000 Euro, weil unser Mann kinderlos ist und mit seiner Frau Einkünfte von 100 000 Euro hat.

    Nimmt er den Freibetrag voll auf seine Lohnsteuerkarte, verteilt das Finanzamt 3 668 (1 240 + 1 928 + 500) Euro gleichmäßig auf die restlichen Monate des Jahres. Geht der Antrag auf Lohnsteuerermäßigung im Oktober ein, versteuert unser Mann im November und Dezember 1 834 Euro weniger Gehalt. Von 4 000 Euro Bruttogehalt landen im November durch den Freibetrag in Steuerklasse IV 644,96 Euro mehr auf seinem Konto.

    Bekommt er im Dezember 3 000 Euro Weihnachtsgeld, sinkt die Lohnsteuer samt Solidaritätszuschlag für das gesamte Gehalt um 955,13 Euro.

    In beiden Monaten zusammen bringt der Freibetrag 1 600 Euro, die sich unser Angestellter sonst erst nächstes Jahr über die Steuererklärung zurückholen könnte.

    Steuerklasse wechseln

    Viele behalten von Sonderzahlungen auch mehr übrig, wenn sie von der Gemeinde spätestens im Monat vor der Auszahlung die Steuerklasse ändern lassen. Kommen zum Bruttolohn von 4 000 Euro im Dezember 3 000 Euro Weihnachtsgeld dazu, können zum Beispiel diese Arbeitnehmer netto so viel mehr Geld herausholen:

    • Alleinverdienende Ehepartner beantragen die günstige Steuerklasse III, wenn sie bisher die Steuerklasse IV auf der Steuerkarte haben. Dann zahlen sie für das ­Dezembergehalt samt Weihnachtsgeld 715,64 Euro weniger Lohnsteuer und Solidaritätszuschlag.
    • Alleinverdienende Ehepartner, die dieses Jahr geheiratet haben, wechseln in die Steuerklasse III, wenn noch die Steuerklasse I auf ihrer Steuerkarte steht. Das bringt ebenfalls 715,64 Euro mehr Gehalt und Weihnachtsgeld auf ihr Konto.

    Ein Steuerklassenwechsel ist einmal im Jahr möglich. Wenn aber zum Beispiel Ehepartner sich trennen, kommt er noch einmal infrage.

    Firmenrente ins Auge fassen

    Am besten kommen Arbeitnehmer weg, die Sonderzahlungen wie das 13. Monatsgehalt über die Firma in eine betriebliche Altersvorsorge investieren. Das kann eine Direktversicherung, ein Pensionsfonds, eine Pensionskasse, eine Direktzusage oder eine Unterstützungskasse sein.

    Wenn sie für die betriebliche Altersvorsorge maximal 2 520 Euro von ihrem Gehhalt opfern, sparen sie für die Einzahlung nicht nur alle Steuern, sondern auch die Sozialabgaben.

    Kommen zum Bruttolohn von 4 000 Euro im Dezember 3 000 Euro Weihnachtsgeld dazu, spart unser Angestellter Steuern und Sozialabgaben von 1 315 Euro, wenn er 2 520 Euro für einen Pensionsfonds der Firma abzweigt.

    Gesetzlich Versicherte, die höchstens 42 750 Euro verdienen, können rund 20 Prozent Sozialabgaben vermeiden. Bei unserem Angestellten sind es nur 12,05 Prozent, weil er brutto insgesamt 51 000 Euro verdient und das Weihnachtsgeld damit über der Grenze von 42 750 Euro liegt.

    Bekäme er über 54 600 / 63 000 Euro (neue / alte Bundesländer), könnte er gar keine Sozialabgaben mehr sparen.

    Alle, die weniger verdienen, können ihr Weihnachtsgeld auch in den nächsten Jahren von Sozialabgaben verschonen, wenn sie es in eine Firmenrente investieren. Das war zwar nur bis Ende 2008 vorgesehen, das Bundeskabinett will die Sozialabgabenfreiheit aber unbefristet beibehalten.

    Die Aussichten auf ein Weihnachtsgeld oder 13. Monatsgehalt ganz ohne Abgaben sind deshalb weiterhin nicht schlecht.

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    Источники: http://www.steuer-schutzbrief.de/steuertipp-rubriken/steuer-tipps/artikel/steuern-und-sozialabgaben-beim-weihnachtsgeld.html, http://www.vlh.de/arbeiten-pendeln/beruf/fuer-weihnachtsgeld-werden-steuern-faellig.html, http://www.test.de/Weihnachtsgeld-Mehr-Netto-fuer-Arbeitnehmer-1573949-2573949/

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