Welche steuerklasse ist die beste

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    1.2. : Welche Steuerklassen-Kombination ist die beste?

    Verheiratete zahlen im Lauf des Jahres weniger Steuern im Voraus ans Finanzamt, wenn sie die bestmögliche Steuerklassenkombination für sich wählen (Tipp: Online-Rechner zur Steuerklassenwahl). Zudem erhöhen sie etwaige zukünftige Gelder vom Staat, deren Höhe vom bisherigen Nettogehalt abhängt (Beispiel: Elterngeld). Doch welche Steuerklassen eignen sich für wen? Welchen Einfluss hat der Verdienstunterschied der Ehepartner?

    Für gemeinsam veranlagte Ehepaare stehen die Lohnsteuerklassen III, IV und V zur Verfügung. Bei ihrer Steuererklärung können sich Eheleute getrennt veranlagen lassen, was in manchen Fällen finanziell sinnvoll ist. Die Wahlmöglichkeiten für Ehepaare im Überblick:

    Steuerklassenkombination IV/IV

    Diese Kombination kommt am häufigsten vor. Sie lohnt sich für Ehepaare, bei denen die Partner ungefähr gleich viel verdienen.

    Steuerklassenkombination IV/IV mit Faktor (Faktorverfahren)

    Diese Kombination ist seit 2010 möglich. Mit ihr wird der Splittingvorteil für Verheiratete bereits während des Jahres besser berücksichtigt. Dadurch bekommt der geringer verdienende Ehepartner netto mehr ausgezahlt und eine Steuernachzahlung am Jahresende wird vermieden.

    Das Faktorverfahren eignet sich besonders für Ehepaare, bei denen der eine Partner sehr viel (mehr als 70 Prozent), der andere sehr wenig verdient.

    Steuerklassenkombination III/V

    Hier wählt der Höherverdienende die Steuerklasse III, der andere die Steuerklasse V.

    Diese Steuerklassenkombination hat einen entscheidenden Schönheitsfehler: Sie ist nur dann optimal, wenn der Ehepartner mit der Steuerklasse III 60 Prozent und der Partner mit Steuerklasse V 40 Prozent des gemeinsamen Arbeitseinkommens erzielt. Schon geringe Abweichungen von diesem Verhältnis führen zu einem zu geringen Lohnsteuerabzug und damit zu Steuernachzahlungen am Ende des Jahres.

    Es gilt die Faustregel: Je größer der Unterschied zwischen den Gehältern beider Ehepartner ist, desto mehr Steuern sind später nachzuzahlen.

    Um diesen Nachteil auszugleichen, führte der Gesetzgeber 2010 zusätzlich das so genannte Faktorverfahren ein, siehe oben.

    Sonderfall Elterngeld: Steuerklassenkombination V/III

    Hierbei handelt es sich um ein gerichtlich abgesegnetes Gestaltungsmodell, mit dem werdende Eltern ihr späteres Elterngeld optimieren. Die Höhe des Elterngelds hängt davon ab, wie viel Geld der betreuende Elternteil während der 12 Monate vor Geburt des Kinds netto verdient hat. Ziel ist es also, die Steuerlast zu drücken, um das Nettogehalt zu erhöhen. Dazu wählt der später betreuende Ehepartner die Lohnsteuerklasse III, auch wenn er der geringer Verdienende ist. Dieses vermeintlich ungünstige Modell kann dem Paar mehrere 1.000 Euro zusätzliches Elterngeld verschaffen, wie eine Beispielrechnung des Steuer-Schutzbriefs zeigt.

    Eltern dürfen diese Steuerklassenkombination sogar dann noch wählen, wenn die Schwangerschaft bereits festgestellt wurde. Es handelt sich also um keinen Gestaltungsmissbrauch.

    Getrennte Veranlagung

    Wenn nach Ablauf des Jahres die Steuererklärung ansteht, können sich die Eheleute außerdem getrennt veranlagen lassen, falls dies günstiger für sie ist. Diese Wahl ist unabhängig von der Steuerklassen-Kombination, für die sie sich im Voraus entschieden hatten.

    Bei der getrennten Veranlagung wird jeder Partner steuerlich wie ein Lediger behandelt, gibt eine eigene Steuererklärung ab und erhält vom Finanzamt einen eigenen Steuerbescheid. Lesen Sie 9 Fälle, in denen die getrennte Veranlagung günstiger als die Zusammenveranlagung sein kann.

    Hier geht’s weiter in dieser Artikelserie:

    • 1.: Aktuelle BMF-Tabellen zur Steuerklassenwahl
      • 1.1: Welche Lohnsteuerklassen gibt es?
      • 1.2.: Welche Steuerklassen-Kombination ist die beste?
      • 1.3.: Ehepaare: Wann ist die getrennte Veranlagung sinnvoll?
      • 1.4.: Wie wechsle ich die Steuerklasse?

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    Welche Steuerklasse als Ehepaar?

    Steuerklasse als Ehepaar: Wichtige Fakten

    • Beide Ehepartner erhalten nach der Hochzeit automatisch die Steuerklasse 4.
    • Ein Ehepaar kann schriftlich eine andere Steuerklassenkombination beantragen.
    • Möglich sind die Steuerklassen Kombinationen 3/5 oder 4/4 mit Faktor.
    • Das Faktorverfahren verhindert größere Rück- und Nachzahlungen.
    • Die Steuerklassen kann das Ehepaar einmal im Jahr wechseln.

    Welche Steuerklassenkombinationen sind für ein Ehepaar möglich?

    Vor der Hochzeit dürften die meisten künftigen Partner in der Steuerklasse 1 gewesen sein. Nach der Hochzeit sind drei Kombinationen möglich:

    • Die Steuerklassen 4 und 4
    • Die Steuerklasse 3 und 5
    • Die Steuerklasse 4 und 4 mit Faktor

    Nach der Trauung wird das Ehepaar automatisch in die Kombination 4 und 4 eingestuft, kann diese aber problemlos wechseln. Grundsätzlich gilt, dass ein Ehepaar jedes Jahr einmal die Steuerklasse wechseln dürfen. Die Summe der Steuerklassenkombination muss dabei immer acht ergeben.

    Die möglichen Steuerklassen für ein Ehepaar in der Übersicht

    Was sind die Steuervorteile der Kombinationen für ein Ehepaar?

    Die Einstufung in die Steuerklasse 4 lohnt sich für ein Ehepaar dann, wenn beide Partner etwa gleich viel verdienen. Die Regel lautet, dass die Differenz des Gehalts 10 Prozent nach Möglichkeit nicht überschreiten sollte.

    Beide Partner erhalten in dieser Variante die gleichen Abzüge, die in etwa mit den Freibeträgen der Steuerklasse 1 vergleichbar sind. Alle Vergünstigungen werden zu gleichen Teilen gesplittet. So bleibt beim Gehalt mehr Netto vom Brutto.

    • Einer der größten Steuervorteile dieser Variante für ein zusammenveranlagtes Ehepaar ist zudem, dass nur eineSteuererklärung abgegeben werden muss.

    Die Steuerklassen 3 und 5 sollten gewählt werden, wenn die beiden Partner unterschiedlich viel verdienen.

    Die Faustregel lautet: Verdient einer der Eheleute 60 Prozent des gemeinsamen Einkommens und der andere 40 Prozent oder gehen die Einkünfte noch weiter auseinander, sollte ein Wechsel in die Steuerklassen 3 und 5 durchgeführt werden. Der besserverdienende Partner wählt dabei die Steuerklasse 3.

    Er erhält in dieser weitreichende Abzugsmöglichkeiten: Sein Freibetrag wird verdoppelt. Dies gilt ebenso für die Vorsorgepauschale.

    Diese Kombination lässt dem Ehepaar dann netto die meisten Euro vom Brutto, wenn ein Partner keine Einkünfte hat oder nur einer geringfügigen Beschäftigung nachgeht.

    • Ist absehbar, dass ein Teil vom Ehepaar bald eine Lohnersatzleistung beziehen muss, kann es Sinn machen, die Steuerklassen Kombination zu drehen. Wie viel Euro Elterngeld oder Arbeitslosengeld eine Person erhält, orientiert sich an ihrem Nettoeinkommen der letzten zwölf Monate. Durch einen Tausch können diese Ersatzleistungen nach oben gebracht werden.

    Ein Ehepaar kann sich auch dazu entscheiden, die Variante 4 und 4 mit Faktor zu wählen. Die Idee dahinter ist, dass jeder Partner tatsächlich nur in etwa prozentual den Teil der Steuern zahlen muss, den er zum Einkommen beisteuert.

    Diese Variante eignet sich wiederum dann, wenn das Ehepaar nicht gleich viel verdient, die Gehaltsdifferenz sollte allerdings noch nicht so groß sein, dass die Variante 3 und 5 mehr Sinn macht.

    Grundlage für den Faktor sind die voraussichtlichen Arbeitslöhne des laufenden Jahres. Die persönlichen Freibeträge werden sofort abgezogen. Man spricht in disem Fall davon, dass sich der Splittingvorteil direkt positiv auswirkt.

    Durch den Faktor werden große Nachzahlungen (ebenso wie Rückzahlungen) am Jahresende vermieden. Entscheidet sich ein Paar für diese Variante, sollte es wissen, dass es monatlich einige Euro weniger netto vom Bruttogehalt haben kann.

    Steuerklassen für ein Ehepaar – Steuerklassenrechner als Hilfsmittel

    Nicht immer ist offensichtlich, welche Steuerklassenkombination für ein Ehepaar die beste ist. Mit Hilfe eines Steuerklassenrechners können Partner schnell und unkompliziert herausfinden, ob die Kombination 3/5, die Variante 4/4 oder Steuerklassen 4 mit Faktor vorteilhafter sind.

    Der Rechner benötigt nur wenige Angaben. Lediglich die Jahresbruttogehälter beider Partner sowie das Bundesland, indem das Paar lebt, reichen für ein detailliertes Ergebnis aus.

    Wie kann ein Ehepaar die Steuerklasse wechseln?

    Ehepaare haben genau wie eingetragene Lebenspartnerschaften den Vorteil, dass sie ihre Steuerklassen frei wählen können.

    Ändert sich beispielsweise durch eine Gehaltserhöhung das Einkommensverhältnis der Partner, kann ein Steuerklassenwechsel ratsam sein. Doch wie kann die Steuerklasse gewechselt werden?

    Ein Steuerklassenwechsel kann einmal jährlich vollzogen werden. Dafür muss das Ehepaar einen Antrag beim zuständigen Finanzamt einreichen. Dieser muss bis zum 30. November vorliegen.

    • Möchte ein Ehepaar oder eine gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft die Steuerklassen wechseln, müssen beide Partner mit dem Wechsel einverstanden sein und das Formular unterschreiben.

    Fallbeispiel: Wann ist ein Steuerklassenwechsel sinnvoll?

    Fiona und David sind verheiratet. Fiona arbeitet Vollzeit als Bankkauffrau und verdient monatlich 2700 Euro. Ihr Partner David ist in der Marketingabteilung eines Unternehmens tätig. Dort erhält er 2800 Euro monatlich. Da die Einkünfte in etwa gleich hoch sind, hat sich das Paar für die Steuerklassenkombination 4/4 entschieden.

    Nun hat sich David auf die Stelle des Marketingleiters beworben und diese auch bekommen. Mit der Beförderung ist eine Gehaltserhöhung auf 4600 Euro monatlich verbunden. Die Gehälter der beiden Partner liegen jetzt weit auseinander. Ein Steuerklassenwechsel ist daher ratsam. Die meisten Vorteile hätte das Paar in diesem Fall durch die Steuerklassenkombination 3/5. Fiona würde die Steuerklasse 5 wählen, David die Klasse 3.

    Häufig gestellte Fragen: Steuerklassen bei einem Ehepaar

    Welche Steuerklasse ist die richtige, wenn ein Ehepaar ein Kind hat?

    Zieht ein Ehepaar Kinder groß, kommt schnell die Frage auf, welche Steuerklasse die richtige ist.

    • Grundsätzlich gilt: Ob ein Ehepaar ein Kind hat oder nicht, hat zunächst keinen Einfluss auf die Steuerklasse.

    Das heißt: Möglich sind die Steuerklassenkombinationen 3/5, 4/4 und 4/4 mit Faktor. Je nach Steuerklasse können für das Kind unterschiedliche Vergünstigungen in Anspruch genommen werden. So richtet sich die Höhe des Kinderfreibetrags nach der Steuerklasse.

    Welche Steuerklasse gilt bei Nebentätigkeiten?

    Wer neben seinem Hauptjob eine oder mehrere Nebentätigkeiten ausüben möchte, muss dabei akzeptieren, dass der Nebenerwerb in die Steuerklasse 6 eingeordnet wird. Eine Ausnahme besteht lediglich dann, wenn die Nebentätigkeit auf selbstständiger oder freiberuflicher Basis durchgeführt wird.

    Diese Verfahrensweise unterscheidet sich nicht von der Verfahrensweise, die auch bei Singles praktiziert wird.

    Welche Steuerklassen gibt es und welche ist die Beste für mich?

    Jeder Arbeitnehmer in Deutschland muss Lohnsteuer zahlen und wird deshalb vom Finanzamt einer bestimmten Steuerklasse zugeordnet. Bei der Einstufung in eine der insgesamt 6 Lohnsteuerklassen werden verschiedene Faktoren berücksichtigt. Sollten sich die Voraussetzungen ändern, ist gegebenenfalls ein Wechsel in eine andere, besser passende Steuerklasse möglich.

    Die Wahl der Steuerklasse richtet sich in erster Linie nach dem Familienstand. Es macht einen Unterschied, ob man Single, Alleinerziehend oder verheiratet ist. Für Verheiratete gelten darüber hinaus noch einige Besonderheiten, die bei der Wahl der Steuerklasse zu berücksichtigen sind.

    Wer wählt welche Steuerklasse?

    Durch die richtige Wahl der Steuerklasse können Arbeitnehmer und Angestellte davon ausgehen, dass sie Monat für Monat nur so viel Abgaben an das Finanzamt leisten, wie es für die aktuelle Lebenssituation am günstigsten ist. Sollten sich die familiären Verhältnisse oder die monatlichen Einkünfte verändern, kann die Steuerklasse geändert werden. Spätestens jedoch bei der jährlichen Einkommenssteuererklärung erfolgt der Ausgleich eventuell zuviel oder auch zuwenig gezahlter Steuern.

    Die Steuerklasse für ledige oder verheiratete Auszubildende

    Schon beim Eintritt in das Berufsleben muss der Auszubildende unabhängig von der Höhe der monatlichen Ausbildungsvergütung Steuern zahlen. Wie hoch diese sind, hängt von der Höhe des monatlichen Einkommens und von der persönlichen Lebenssituation ab. Auszubildende sind in der Regel ledig und haben keine Kinder. Sie werden deshalb als sogenannter Single in die Steuerklasse I eingeordnet. Ledige Mütter in der Ausbildung, die das Sorgerecht besitzen und Kindergeld beziehen, werden bei Eintritt in die Ausbildung in die Steuerklasse II eingestuft.

    Die Verdienstgrenze, ab der grundsätzlich Lohnsteuer bezahlt werden muss, liegt bei 946 Euro. Liegt die Ausbildungsvergütung darüber, muss Lohnsteuer gezahlt werden. Ist der Auszubildende Angehöriger einer kirchlichen Religionsgemeinschaft (evangelisch oder katholisch), wird auch die sogenannte Kirchensteuer einbehalten. Zahlt der Arbeitgeber Urlaubs- und Weihnachtsgeld, wird dies bei der Steuererklärung dem Jahresbruttoverdienst hinzugerechnet. Erreicht dieser dann eine Höhe von 11.354,99 Euro, wäre die monatliche Freigrenze in Höhe von 946 Euro überschritten und es würden Steuern fällig.

    Der von jedem Arbeitnehmer zu zahlende Solidaritätszuschlag ist ab einem jährlichen Bruttoeinkommen von 16.900 Euro fällig und muss auch von einem Auszubildenden entrichtet werden, sofern er diese Einkommensgrenze überschreitet.

    Was ledige Arbeitnehmer bei der Wahl der Steuerklasse berücksichtigen sollten

    Alleinstehende Arbeitnehmer – auch Ledige genannt – werden automatisch in die Steuerklasse I eingeordnet. Zu den Ledigen gehören auch die Geschiedenen oder Arbeitnehmer, die entweder dauerhaft getrennt leben oder deren Ehepartner seinen ständigen Wohnsitz im Ausland hat. Bei Veränderungen kann ein Antrag beim Finanzamt für die Korrektur der Steuerklasse sorgen.

    Achtung: Seit 2015 werden auch verwitwete Arbeitnehmer in die Steuerklasse 1 eingeordnet

    Ist der Alleinstehende gleichzeitig auch alleinerziehend, kommt eher die Steuerklasse II infrage, weil dort ein höherer Entlastungsbetrag angerechnet wird. Dieser Entlastungsbetrag wird nur unter der Voraussetzung angerechnet, dass der Alleinerziehende das Kindergeld für das Kind bezieht, für das er außerdem das Sorgerecht besitzt. Das schließt in der Regel auch ein, dass das Kind seinen Haupt- oder Nebenwohnsitz beim Alleinerziehenden hat. Lebt der Alleinerziehende in einer eheähnlichen Gemeinschaft oder in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft, wird der Entlastungsbetrag nicht gewährt.

    Verheiratete Arbeitnehmer haben die Qual der Wahl der Steuerklasse

    Ehepartner können aus unterschiedlichen Kombinationen von Steuerklassen wählen, wobei sich jede der Steuerklassen nach der eigenen Einkommenshöhe und der des Partners richtet. Wenn nur einer der beiden Ehepartner Lohn oder Gehalt bezieht, wird dies ebenso berücksichtigt, wie die Höhe des Einkommens.

    • Die Kombination Steuerklasse III und V: Wenn ein Partner deutlich mehr verdient, kann der Besserverdienende die Klasse III wählen, weil er dadurch weniger Abzüge hat. Ein Nachteil liegt dann vor, wenn der Unterschied zwischen den beiden Einkommenshöhen besonders groß ist. Das Finanzamt wird in diesem Fall die Nachzahlung der Lohnsteuer fordern
    • Steuerklassenkombination IV/IV: wenn beide Ehepartner ungefähr gleich viel verdienen
    • Steuerklasse IV mit Faktor: Sie sorgt dafür, dass das Finanzamt den Splittingvorteil bereits bei der monatlichen Berechnung der Lohnsteuer berücksichtigt und erspart oft eine Nachzahlung von Steuern
    • Arbeitnehmer, die ihren Lebensunterhalt durch mehrere parallele Jobs bestreiten, wählen ab dem zweiten Zusatzjob die Steuerklasse VI. Diese Steuerklasse sollte für den Job gewählt werden, der das niedrigere Einkommen bietet (Freibeträge berücksichtigen)

    Das sogenannte Faktorverfahren für die Steuerklassen III/V oder IV/IV wird vom Finanzamt vorgenommen. Der gebildete Faktor sorgt dafür, dass für jeden Ehepartner der Grundfreibetrag berücksichtigt wird. Die einzubehaltende Lohnsteuer wird durch den errechneten Faktor reduziert.

    Wie und wann kann die Steuerklasse gewechselt werden?

    Ein Wechsel der Steuerklasse macht in einigen Fällen Sinn, da er finanzielle Belastungen bei der monatlichen Gehaltsabrechnung vermeiden kann. Sollte Ihnen das zu kompliziert werden, können Sie sich an Steuerberater in der Region wenden.

    Der Wechsel der Steuerklassen wird mit dem Formular „Antrag auf Steuerklassenwechsel bei Ehegatten“ beim zuständigen Finanzamt beantragt. Ein Wechsel pro Kalenderjahr ist möglich, es gibt jedoch auch Situationen, die einen Wechsel vorschreiben. Dies kann zum Beispiel dann gegeben sein, wenn man nach einer Scheidung nicht mehr mit dem Ehepartner zusammenlebt. Seit 2011 ist das zuständige Finanzamt für den Wechsel der Steuerklasse zuständig. Da mit gleichem Zeitpunkt auch die elektronische Lohnsteuerkarte eingeführt wurde, kann der Wechsel der Steuerklasse nur auf persönlichen Antrag erfolgen.

    Источники: http://www.steuer-schutzbrief.de/steuertipp-rubriken/steuer-tipps/artikel/welche-steuerklassen-kombination-ist-die-beste.html, http://www.steuerklassen.com/lohnsteuerklassen/ehepaar/, http://m.stadt-panorama.de/niederrhein/welche-steuerklassen-gibt-es-und-welche-ist-die-beste-fuer-mich-aid-1.5752258

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