Welche steuerklasse nach hochzeit rechner

    0
    92

    Das können Sie sparen, wenn Sie heiraten

    Wenn Sie verheiratet sind, haben Sie viele Vorteile und können bei der Wahl Ihrer Steuerklasse, bei Versicherungen und beim Rentenanspruch sparen.

    Wenn Sie vor 2006 geheiratet haben, kamen Sie vielleicht in den Genuss der Heiratsbeihilfe. Das heißt: Ihr Arbeitgeber durfte Ihnen zur Hochzeit Geld oder Geschenke im Wert von bis zu 315 Euro überreichen und Sie mussten dafür keine Steuern zahlen. Seit Januar 2006 existiert diese Regel leider nicht mehr. Es gibt aber immer noch ein paar Steuervorteile, die bis heute gelten und die einem die Heirat zusätzlich versüßen:

    1. Einkommensteuer sparen

    Ein Vorteil für Verheiratete gegenüber Unverheirateten: Sie haben die Wahl zwischen drei Steuerklassen-Kombinationen, nämlich entweder IV und IV, IV und IV mit Faktor oder III und V. Wann sich welche Kombination lohnt, hängt davon ab, wie viel beide Ehepartner jeweils verdienen:

    • Erhalten beide in etwa das gleiche Gehalt, eignet sich Kombination IV und IV mit oder ohne Faktor.
    • Verdient einer der beiden viel und der andere wenig bzw. gar nichts, lohnt sich die Kombination III und V.

    Berechnen Sie selbst, welche Steuerklassen-Kombination für Sie lohnenswert sein könnte:

    Paare werden nach der Hochzeit zunГ¤chst automatisch in Steuerklasse IV (4) eingruppiert – egal ob beide berufstГ¤tig sind oder nur einer von beiden.

    Der größte Vorteil ergibt sich für Eheleute und Lebenspartner aber durch das sogenannte Ehegattensplitting: Wenn Sie verheiratet sind, werden Sie automatisch – auch ohne Antrag – zusammen veranlagt. Das heißt, dass Sie und Ihr Ehepartner eine gemeinsame Steuererklärung abgeben und damit steuerlich wie eine Person behandelt werden. Das spart Zeit und meistens auch Steuern. Welche Steuerersparnis Sie dadurch haben können, zeigt unser Artikel zum Thema Ehegatten-Splitting.

    Wenn Sie als Ehepaar trotzdem jeder eine eigene Steuererklärung abgeben wollen, können Sie das natürlich auch machen. Zudem sollten Sie beide auf Seite 1 Ihres Mantelbogens ein Kreuz bei „Einzelveranlagung von Ehegatten/Lebenspartnern“ setzen. Vorteil der Einzelveranlagung ist, dass das Finanzamt damit die Einnahmen und Ausgaben eines Ehegatten exakt zuordnet. So profitiert genau derjenige von Sonderausgaben und außergewöhnlichen Belastungen, der auch tatsächlich dafür gezahlt hat. Auf Antrag können Ehepaare ihre Ausgaben auch je zur Hälfte anrechnen lassen. Wann sich das für Eheleute lohnt, erfahren Sie in unserem Artikel zum Thema Zusammenveranlagung.

    Neben der Zusammenveranlagung oder der Einzelveranlagung nach dem Grundtarif gibt es zwei weitere Splittingtarife, die nur verheiratete oder verpartnerte Paare nutzen können:

    • Das Witwen-Splitting, mit Steuervorteil fГјr den Witwer oder die Witwe im Folgejahr des Todes eines Ehepartners.
    • Das Sonder-Splitting, mit Steuervorteil fГјr den Mann oder die Frau, dessen Ex-Partner im Jahr der Scheidung erneut heiratet.

    2. Bei Versicherungen dieВ Sondertarife fГјr Ehepaare nutzen

    Ehepartner zahlen bei vielen Versicherungen geringere Beiträge als Unverheiratete: Entweder durch günstigere Sondertarife oder durch die Möglichkeit, zwei separate Versicherungen auf eine gemeinsame Versicherung umschreiben zu lassen. Diese Angebote gibt es zum Beispiel bei Auto-, Haftpflicht- oder Hausratversicherungen. Sprechen Sie mit Ihrer Versicherung und fragen Sie nach, ob eine der beiden Möglichkeiten zur Auswahl steht.

    Für Eheleute ist auch der Abschluss einer Riester-Rente interessant. Dabei handelt es sich um eine Altersvorsorge, die Sie zwar aus eigener Tasche bezahlen müssen, die aber vom Staat unterstützt wird. Die staatlichen Zulagen bekommt nicht nur derjenige, der die Riester-Rente bezahlt, sondern unter Umständen auch der Ehepartner.

    3. Familienversicherung bei der gesetzliche KrankenversicherungenВ abschlieГџen

    Arzt-, Medikamenten- oder Krankenhauskosten – eine Krankenversicherung übernimmt einen Großteil oder sogar alle Krankheitskosten. Dafür muss der Versicherte jeden Monat einen gewissen Beitrag zahlen. Für Verheiratete bieten die gesetzlichen Krankenversicherungen die sogenannte Familienversicherung an: Ein Ehepartner zahlt, der andere kann sich unter bestimmten Bedingungen kostenlos mitversichern lassen, und zwar bei der Kranken- und bei der Pflegeversicherung. Auch Kinder können über die Familienversicherung kostenlos mitversichert werden.

    Private Krankenversicherungen bieten keine Familienversicherung. Jede Person, ob Ehepartner oder Kind, muss sich extra versichern lassen und monatlich eigene Beiträge zahlen.

    4. Den Rentenanspruch des Ehepartners nutzen

    Durch die Heirat erhalten Sie einen Anspruch auf Witwenrente, wenn Sie bis zum Tod Ihres Partners verheiratet waren. Viele weitere Informationen rund um das Thema Witwenrente finden Sie in unserem Artikel Leibrente und Steuern: Das müssen Sie wissen. Zudem dürfen Ehegatten, deren Partner verstorben sind, im laufenden und darauf folgenden Jahr die günstige Steuerklasse III (3) nutzen. Erst danach verlieren sie dieses Privileg und werden vom Staat wieder als Alleinstehend betrachtet und Steuerklasse I (1) zugeordnet – es sei denn, sie heiraten erneut.

    Bei einer Scheidung werden die Rentenpunkte beider Ehepartner addiert und dann je zur Hälfte an jeden verteilt. Mehr dazu im Artikel Versorgungsausgleich.

    5. Hochzeit im kleinen Kreis feiern

    Eine Hochzeitsfeier kostet meistens viel Geld: Brautkleid, Blumen, Essen, RГ¤umlichkeiten – da kommen schnell mehrere tausend Euro zusammen. Geld lГ¤sst sich hier nur sparen, wenn Sie ohne viele GГ¤ste und groГџe Feier im kleinen Kreis heiraten. Doch nicht jeder mГ¶chte das, denn schlieГџlich heiratet man meistens nur einmal im Leben. Also lassen Sie sich nicht aufhalten. Aber eine Frage bleibt: Hochzeit – kann ich das von der Steuer absetzen? Unser Video gibt in Sekundenschnelle eine Antwort:

    Falls Sie keine Lust auf Bewegtbild haben, hier die Antwort auf Ihre Frage: Absetzen kГ¶nnen Sie die Kosten fГјr die Hochzeitsfeier und die Hochzeitsreise nicht. Das ist Ihr PrivatvergnГјgen.В

    Inhalt teilen:

    Steuer-Tipp

    Steuer ABC

    Гњberblick

    Meist gelesen

    Für Weihnachtsgeld werden Steuern fällig

    Was sind außergewöhnliche Belastungen?

    Was sind Spenden und wie setzt man sie ab?

    Berater aussuchen, Termin vereinbaren und entspannt zurücklehnen. Denn Ihr Berater übernimmt den lästigen Steuerkram für Sie.

    Haben Sie Fragen zur Mitgliedschaft? Unsere Mitarbeiter sind gerne fГјr Sie da: 06321 96 39 96 9

    Die Steuerklasse nach der Heirat

    Steuerklasse nach der Heirat: Die wichtigsten Fakten

    • Die Steuerklasse nach der Heirat ist automatisch die Steuerklasse 4.
    • Wer die Steuerklassenkombination 3/5 haben möchte, muss dies schriftlich beim Finanzamt beantragen.
    • Auch wenn ein Ehepartner kein Gehalt erhält, wird man automatisch in die Steuerklasse 4 eingeordnet.
    • Für Ehepaare gibt es nur folgende mögliche Steuerklassenkombinationen: 3/5 und 4/4.
    • 3/5 lohnt sich bei unterschiedlichen Verdiensten und 4/4 bei annähernd gleichen Verdiensten.

    Steuerklasse nach der Heirat berechnen

    Welche Steuerklassen-Kombinationen sind möglich?

    Je nachdem, ob beide Ehepartner in etwa gleich viel verdienen oder ob sich ihre Bruttoverdienste erheblich voneinander unterscheiden, sollten sie nach der Heirat in der automatisch zugewiesenen Steuerklasse 4 verbleiben. Die Steuerklasse 4 sieht pro Person im Jahr 2017 einen Grundfreibetrag in Höhe von 8.820 Euro und einen Kinderfreibetrag in Höhe von 3.678 Euro vor.

    Der Kinderfreibetrag ist zwar nur halb so hoch wie in den Steuerklassen 1, 2 und 3, er wird jedoch beiden Ehepartnern gleichermaßen zugesprochen, so dass sie in der Gesamtsumme wieder auf 7.356 Euro im Jahr 2017 und pro Kind kommen.

    Nicht immer ist ein sofortiger Wechsel in die für manche Ehepaare steuerlich günstigere Steuerklassenkombination 3 / 5 sinnvoll. Vor dem Steuerklassenwechsel nach einer Heirat sollte man sich Gedanken machen, wie die finanzielle Zukunft aussieht.

    • Wenn man sich in seinem Job nicht sicher ist, sollte man gut überlegen, in die Steuerklassen 3 und 5 zu wechseln. Ein nachträglicher Wechsel der Steuerklasse ist nicht einfach möglich.

    Wichtige Fragen zur Steuerklasse nach der Heirat

    Wann lohnt die Steuerklasse 3?

    Verdient ein Ehepartner signifikant mehr als der andere, kann sich auch ein Ehegattensplitting steuerlich lohnen.

    Es sieht unter anderem vor, dass der eine Ehepartner in die Steuerklasse 3 und der andere Ehepartner in die Steuerklasse 5 eingeordnet wird.

    In der Steuerklasse 3 sind die Lohnabzüge deutlich geringer als in der Steuerklasse 4 oder 5. So liegt der Grundfreibetrag in dieser Steuerklasse nicht bei 8.820 Euro, sondern bei 17.640 Euro im Jahr 2017.

    Sofern der gut verdienende Ehepartner diese Steuerklasse nutzt, kann dies nicht selten dazu führen, dass das Ehepaar deutlich mehr Geld zur Verfügung hat, als dies in der Steuerklasse 4 der Fall wäre.

    Allerdings ist es nicht selten, dass ein Ehegattensplitting bei der Einkommensteuererklärung regelmäßig zu Nachzahlungen führt und darauf sollte das Ehepaar vorbereitet sein.

    Wem nutzt die Steuerklasse 5?

    Die Steuerklasse 5 ist für den Ehegatten mit dem geringerem Einkommen von beiden gedacht. Der Arbeitnehmerpauschbetrag in Höhe von 1.000 Euro, der Sonderausgabenpauschbetrag in Höhe von 36 Euro und der Vorsorgepauschbetrag in individueller Höhe könnten in dieser Steuerklasse unverändert geltend gemacht werden.

    Allerdings hat das Ehegattensplitting speziell für den Ehepartner in der Steuerklasse 5, neben der relativ hohen Wahrscheinlichkeit, Steuern nachzahlen zu müssen, einen weiteren Nachteil. Er wird deutlich höhere Lohnabzüge hinnehmen müssen, als dies in den meisten anderen Steuerklassen der Fall wäre.

    • In der Steuerklasse 5 gibt es weder einen Grundfreibetrag noch einen Kinderfreibetrag.

    Was ist vor dem Wechsel der Steuerklassen bei Ehepaaren zu bedenken?

    Bei der Wahl der Steuerklasse nach der Heirat sollte man immer Weitblick walten lassen, da ein Wechsel der Steuerklasse nur einmal im Jahr möglich ist.

    Daher ist es wichtig, die weitere Entwicklung zu überblicken. Ist es zum Beispiel absehbar, dass ein Ehepartner in naher Zukunft Lohnersatzleistungen wie

    beziehen wird, sollte dies bei der Wahl der Steuerklasse nach der Heirat berücksichtigt werden. Denn die Lohnersatzleistungen berechnen sich nach dem letzten Nettoeinkommen.

    • Bei der Steuerklasse 3 ist das Nettoeinkommen höher als bei der Steuerklasse 5. Vor der Geburt eines Kindes kann es sich daher lohnen, vorher in Steuerklasse 3 zu wechseln. Auf diese Weise würde sich das Elterngeld erhöhen.

    Wer sollte die Steuerklasse 6 wählen?

    Immer dann, wenn sich einer der beiden Ehepartner entscheidet, mehrere Jobs gleichzeitig auszuführen, wäre die Steuerklasse 6 von Bedeutung.

    • In der Steuerklasse 6 gibt es keinerlei Freibeträge. Deshalb sind die Abzüge sehr hoch.

    Dies gilt selbstverständlich auch dann, wenn beide Ehepartner nebenbei jobben und auf diese Weise ihre Haushaltskasse aufbessern möchten.

    Steuerklasse nach der Heirat: Wechselformular und ELStAM

    Wer von der Steuerklassenkomination 4/4 in die Steuerklassen 3 und 5 wechseln möchte, muss dies mit dem ‚Antrag auf Steuerklassenwechsel für Ehegatten‘ beantragen:

    Seitdem das Verfahren ‚Elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale“ (ELStAM) eingeführt wurde, übermittelt die Meldebehörde automatisch nach einer Eheschließung folgende Informationen an die Finanzverwaltung:

    • den geänderten Familienstand
    • die Identifikationsnummer

    Voraussetzung dafür ist allerdings, dass beide Eheleute ihren Wohnsitz in Deutschland haben.

    Ein weiterer Vorteil von ELStAM ist, dass auch dem Arbeitgeber die Steuerklasse als ELStAM automatisch zum Abruf zur Verfügung gestellt wird.

    Szenarien/Rechenbeispiele

    Im Folgenden werden drei gängige Szenarien für die Steuerklasse nach der Heirat vorgestellt. Um sich die Details zu einem der Szenarien anzusehen, klicken Sie dazu einfach auf den jeweiligen Button.

    Szenario 1: Eheschließung im Mai, keine Kinder vorhanden

    An dieser Stelle haben die Betroffenen sicher den geringsten Aufwand. Hintergrund: In Deutschland gilt seit einigen Jahren der Grundsatz, dass im Rahmen der Eheschließung die Finanzbehörden informiert werden.

    Aufgrund dessen erfolgt automatisch die Einordnung der Ehepartner in die neue Lohnsteuerklasse. Die Steuerklasse nach der Hochzeit bewirkt also: Für beide gilt zuerst die Steuerklasse 4, welche im Anschluss individuell angepasst werden kann.

    Szenario 2: Ehepartner mit sehr starkem Einkommensunterschied

    Hier sieht die Situation folgendermaßen aus: Zuerst vergibt das Finanzamt nach der Hochzeit für beide Partner – ganz automatisch – Steuerklasse 4. Um die Abgabenlast positiv zu beeinflussen, kann sich der Wechsel in die Kombination Steuerklasse 3/5 lohnen. Dieser Wechsel muss aber beantragt werden. Alternativ besteht die Chance, mit der Steuerklasse 4 mit Faktor zu arbeiten.

    Szenario 3: Trauung erfolgt aufgrund eines gemeinsamen Kinderwunsches

    Wird die Ehe während der Schwangerschaft geschlossen, sollte sich das Paar zum Handeln entschließen. Da die Höhe des Elterngeldes ans Nettoeinkommen gekoppelt ist, hat die Steuerklasse 3/5 positive Auswirkungen. Allerdings kann es – je nach Situation – für das andere Elternteil eventuell zu Nachteilen kommen.

    Steuerklassen – Ratgeber zu optimale Auswahl

    Welche Steuerklasse ist für Sie und Ihren Partner optimal? Die Kombination der jeweiligen Steuerklassen im Steuerklassenrechner beeinflusst eventuelle Steuernachzahlungen und Erstattungen.

    Die wichtigsten Fragen zum Thema Steuerklassen

    Was versteht man unter Steuerklassen?

    Jeder Arbeitnehmer wird zur Erhebung von Einkommenssteuer in eine bestimmte Steuerklasse eingeteilt. Der zu zahlende Steuerbetrag richtet sich nach Familienstatus, Kinderanzahl , Art des Einkommens sowie den jeweils geltenden Freibeträgen. Die Steuerklasse entscheidet darüber, wie viel Lohnsteuer, Solidaritätsbeitrag sowie evtl. Kirchensteuer monatlich von dem Bruttolohn zu entrichten sind. Auf der Basis der jährlich stattfindenden Steuererklärung stellt das Finanzamt fest, ob ausreichend, zu viel oder zu wenig Steuern gezahlt worden sind. Alleinstehende werden vom Finanzamt automatisch der Steuerklasse I zugeordnet bzw. erhalten die Steuerklasse II, sofern Sie mindestens ein Kind zu betreuen haben. Nur Ehepaare haben die Möglichkeit, zwischen unterschiedlichen Steuerklassen zu wählen.

    Wie unterscheiden sich die einzelnen Steuerklassen?

    Man unterscheidet im deutschen Einkommensteuergesetz sechs verschiedene Lohnsteuerklassen:

    Steuerklasse I: Hierein fallen alle Alleinstehenden ohne Kinder oder Verheiratete, die von ihrem Partner dauerhaft getrennt leben.

    Steuerklasse II: Dieser Steuerklasse werden Ledige mit Kindern (Alleinerziehende) zugeordnet.

    Steuerklasse III: Für verwitwete Steuerzahler, verheiratete Alleinverdiener oder Verheiratete, deren Ehepartner Steuerklasse V gewählt hat, gilt Steuerklasse III.

    Steuerklasse IV: Verheiratete Doppelverdiener können beide die Steuerklasse IV wählen. Diese Lösung kann sinnvoll sein, wenn beide etwa gleich viel Einkommen haben.

    Steuerklasse V: Diese kann von Verheirateten gewählt werden, wenn deren Partner Steuerklasse III wählt. Diese Variante empfiehlt sich vor allem dann, wenn die Ehepartner unterschiedlich hohe Einkünfte haben.

    Steuerklasse VI: Sie bewirkt die höchste Steuerbelastung, da hier keine Freibeträge geltend gemacht werden können. Sie gilt für Arbeitnehmer mit Zweit- oder Drittjob, die eine andere Steuerklasse schon für ihren Erstjob verwenden.

    Wann sollten Ehe- oder Lebenspartner eine Steuerklasse wechseln?

    Gleichverdienende Ehepartner bzw. eingetragene Lebenspartner werden der Lohnsteuerklasse IV zugeordnet. Wenn allerdings ein Partner wesentlich mehr verdient als der andere (etwa 60% des Gesamteinkommens), sollte der besser verdienende sich in Steuerklasse III veranlagen lassen, während der Partner mit dem geringeren Einkommen (mindestens 40%) in Steuerklasse V wechselt. Dies hat ein wesentlich höheres Nettoeinkommen zur Folge. Allerdings muss bei der Kombination von Steuerklassen III/V am Jahresende eine Steuererklärung abgegeben werden, was bei der Kombination IV/IV nicht erforderlich ist. In den meisten Fällen wird dann erfahrungsgemäß eine Steuernachzahlung verlangt. Anhand des Steuerklassenrechners können Sie berechnen, wie sich die verschiedenen Steuerklassenkombinationen bei Ihnen auswirken würden. So können sie eine Steuerklassenkombination bestimmen, die Steuernachzahlungen und -erstattungen am Jahresende minimiert und somit eine sinnvolle Anpassung Ihrer monatlichen Lohnsteuer erzielen.

    Wie können Ehe- und Lebenspartner ihre Steuerklasse ändern?

    Ausschließlich Ehepaare sowie eingetragene Lebensgemeinschaften sind befugt, ihre Steuerklassen zu wählen. Die Zustimmung des Ehepartners zu einem Wechsel ist immer erforderlich. Eine Änderung der Steuerklasse kann beim zuständigen Finanzamt vorgenommen werden. Benötigt wird hierzu das entsprechende Antragsformular sowie, bei Neuvermählten, das Familienstammbuch.

    Was beinhaltet das Faktorverfahren bei Steuerklasse IV?

    Verheiratete oder verpartnerte Paare mit etwa gleichem Monatsgehalt können seit dem Veranlagungszeitraum 2010 ein „optionales Faktorverfahren“ in Kombination mit Steuerklasse IV (§ 39f EStG) wählen. Dieses Verfahren bietet den Vorteil, Steuernachzahlungen weitgehend zu vermeiden. Der Faktor wird aus dem Verhältnis zweier Beträge errechnet: der Jahreseinkommensteuerschuld, die wahrscheinlich von beiden Partnern nach dem Splittingverfahren zu zahlen wäre (Y), und der Lohnsteuersumme, die jeweils gemäß Steuerklasse IV zu zahlen wäre (X). Ist das Ergebnis des Dividierens von Y durch X kleiner als 1, kann das Faktorverfahren kann angewandt werden.

    Wann ist man gezwungen, eine Steuerklasse zu ändern?

    Eine Änderung der Steuerklasse wird zwingend notwendig, wenn sich die Familienverhältnisse eines Arbeitnehmers ändern. Dies ist der Fall bei Heirat, Trennung oder Scheidung, Tod des Ehe- oder Lebenspartners oder der Geburt eines Kindes bei Alleinstehenden.

    Weitere Online-Rechner

    In welche Lohnsteuerklasse wird man nach einer Trennung oder Scheidung eingestuft?

    Nach einer Trennung oder Scheidung werden die ehemaligen Partner in die Steuerklasse I oder II eingestuft und vergleichbar wie Ledige besteuert. Der Wechsel der Steuerklasse muss jedoch nicht gezwungermaßen unmittelbar nach der Trennung stattfinden; vielmehr wird für das Trennungsjahr eine Übergangsphase gewährt, in der die Betreffenden in der bisherigen Steuerklasse bleiben können.

    In welcher Steuerklasse muss ich eine Einkommensteuererklärung abgeben?

    Grundsätzlich ist man als Arbeitnehmer nicht dazu verpflichtet, eine Einkommensteuererklärung abzugeben, wenn man als lediger Arbeitnehmer in der Steuerklasse I ist. Ebenso sind Ehepaare, bei denen beide Partner in der Steuerklasse IV sind, nicht zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet. Durch eine Änderung der Steuerklasse kann die monatlich zu zahlende Steuerlast deutlich sinken, allerdings ist man in diesem Fall auch dazu verpflichtet, eine Einkommensteuererklärung abzugeben.

    Wie häufig ist ein Wechsel der Steuerklassen möglich?

    Während eines Kalenderjahres kann eine Steuerklasse generell einmal gewechselt werden. Allerdings sind weitere Wechsel in Ausnahmefällen möglich, wenn z. B. der Ehe- oder Lebenspartner keinerlei Einkommen mehr aus nichtselbstständiger Arbeit erhält – oder umgekehrt, wenn (z. B. nach Arbeitslosigkeit oder Erziehungsurlaub) erneut diese Art von Einkommen bezogen wird sowie beim Tod eines Ehepartners.

    Führt der Wechsel in eine günstigere Steuerklasse zu mehr Einkommen?

    Zwar ist es möglich, durch den Wechsel in eine andere Steuerklasse ein monatlich höheres Nettoeinkommen zu beziehen. Diese Mehreinnahmen nivellieren sich jedoch weitgehend bei der Jahreseinkommensteuererklärung.

    Источники: http://www.vlh.de/familie-leben/heirat/das-koennen-sie-sparen-wenn-sie-heiraten.html, http://www.steuerklassen.com/lohnsteuerklassen/steuerklasse-nach-der-heirat/, http://www.smart-rechner.de/steuerklassen/

    HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

    Please enter your comment!
    Please enter your name here