Wer ist verpflichtet eine steuererklärung abzugeben

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    Wer muss eine Steuererklärung abgeben?

    In diesen Fällen sind Sie dazu verpflichtet, eine Einkommensteuererklärung abzugeben:

    • Sie sind Arbeitnehmer und hatten Nebeneinkünfte von mehr als 410 Euro, von denen keine Lohnsteuer einbehalten wurde. Dazu gehören zum Beispiel Gewinne aus einer selbstständigen oder freiberuflichen Nebentätigkeit, Mieteinnahmen, Provisionen sowie Zinsen aus einem Privatdarlehen oder einer Kapitalanlage im Ausland.
    • Sie hatten mehrere Arbeitsverhältnisse nebeneinander.
    • Ihr Arbeitgeber hat in Ihrer Lohnsteuerbescheinigung ein "S" für sonstige Bezüge eingetragen, zum Beispiel Abfindungen oder Gewinnbeteiligung.
    • Ihr Ehepartner lebt im Ausland und Sie haben sich auf Ihrer Lohnsteuerkarte die Steuerklasse III eintragen lassen.
    • Sie haben als Verheirateter mehr als 19.400 Euro oder als Lediger mehr als 10.200 Euro im Jahr verdient. Außerdem ist auf Ihrer Lohnsteuerkarte ein Freibetrag eingetragen. Ausnahme: Auf der Lohnsteuerkarte sind nur die Pauschbeträge für behinderte Menschen oder Hinterbliebene und Kinderfreibeträge notiert.
    • Sie haben Lohnersatzleistungen von mehr als 410 Euro erhalten, zum Beispiel Arbeitslosengeld I, Krankengeld, Mutterschaftsgeld, Elterngeld und Aufstockungsbeträge zur Altersteilzeit. Das gilt nicht für Arbeitslosengeld II (Hartz IV).
    • Beide Ehepartner haben Arbeitslohn bezogen. Einer von ihnen wurde im Kalenderjahr nach der Steuerklasse V oder VI besteuert. Oder bei der Steuerklasse IV wurde ein weiterer Faktor auf der Lohnsteuerkarte eingetragen.
    • Bei der laufend abgeführten Lohnsteuer wurden Beiträge zur Krankenversicherung und Pflegeversicherung berücksichtigt (Vorsorgepauschale oder nachgewiesene Beiträge zur privaten Basis-Kranken-und Pflege-Pflichtversicherung) und diese Beiträge waren größer als die absetzbaren Vorsorgeaufwendungen.
    • Sie sind kein Arbeitnehmer und Ihre Einkünfte als Verheirateter betrugen mehr als 16.008 Euro oder als Lediger mehr als 8.004 Euro im Kalenderjahr.
    • Ihr Finanzamt hat Sie dazu aufgefordert, eine Einkommensteuererklärung abzugeben.
    • Ihr Ehepartner ist gestorben.
    • Ihre Ehe wurde geschieden.
    • Einer der Ehegatten hat eine getrennte Veranlagung beantragt.

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    Abgabepflicht Steuererklärung

    Wer eine Steuererklärung einreichen muss

    • Zuletzt aktualisiert: 5. Mai 2017
    • Von: Udo Reuß

    Das Wichtigste in Kürze

    • Wenn Sie nicht gesetzlich zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet sind, können Sie sich freiwillig veranlagen lassen und haben dafür vier Jahre Zeit.
    • Die freiwillige Abgabe einer Steuererklärung lohnt sich meist, wenn Sie hohe Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen haben oder wenn Sie Handwerker und Dienstleister in Ihrem Haushalt arbeiten lassen.
    • Normalerweise müssen Sie Ihre Steuererklärung bis Ende Mai des folgenden Jahres abgeben. Eine Verlängerung ist auf Antrag beim Finanzamt möglich oder wenn ein Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein Sie unterstützt.
    • Arbeitnehmer und Rentner können ihre Steuererklärung auf den amtlichen Papiervordrucken abgeben.
    • Sie können sie auch elektronisch mit dem Elster-Formular, dem kostenlosen Programm der Finanzverwaltung, oder mittels einer Steuersoftware an das Finanzamt übermitteln.

    Unser Tipp: Bleiben Sie zu wichtigen Steuerfragen immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

    Die Einkommensteuererklärung auszufüllen, ist für viele Arbeitnehmer eine lästige Aufgabe. Doch viele müssen es tun. Für andere kann es sich lohnen, die Erklärung freiwillig abzugeben. Das Einkommensteuergesetz (EStG) unterscheidet zwischen

    • der Pflichtveranlagung, bei der Sie zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung gesetzlich verpflichtet sind, und
    • der Antragsveranlagung, bei der Sie freiwillig eine Steuererklärung abgeben und damit zugleich einen Antrag auf die Einkommensteuerveranlagung stellen.

    Helfer für die Steuererklärung

    Im Fall der freiwilligen Abgabe haben Sie nur die sogenannte Festsetzungsfrist zu beachten. Das heißt, spätestens vier Jahre nach dem Ende des Steuerjahres müssen Sie Ihre Erklärung beim Finanzamt abgegeben haben. Beispiel: Für die Steuererklärung 2016 haben Sie bis zum 31. Dezember 2020 Zeit.

    Fällt das Jahresende auf einen Samstag, Sonntag oder Feiertag, endet die Festsetzungsfrist aber erst um 24 Uhr des nächsten Werktags. Das hat der Bundesfinanzhof am 20. Januar 2016 entschieden (Az. VI R 14/15).

    Abgabepflicht für Arbeitnehmer

    Wer hingegen zur Abgabe verpflichtet ist, muss seine Erklärung immer bis zum 31. Mai des Folgejahres abgeben (ab 2019: zum 31. Juli). Die Abgabepflicht für Arbeitnehmer ist in § 46 EStG geregelt. Demnach müssen Sie dem Finanzamt eine Einkommensteuererklärung vorlegen, wenn

    • Sie Einkünfte ohne Lohnsteuerabzug oder Lohnersatzleistungen (zum Beispiel Arbeitslosen-, Kurzarbeiter-, Kranken-, Mutterschafts-, Insolvenz- oder Elterngeld) von mehr als 410 Euro haben; dies gilt auch für Aufstockungsbeiträge zur Altersteilzeit;
    • Sie mehrere Arbeitslöhne nebeneinander beziehen (wenn also nach Lohnsteuerklasse VI abgerechnet wurde);
    • Sie und Ihr Ehegatte Arbeitslohn bezogen haben und die Steuerklassenkombination III/V oder IV/IV mit einem eingetragenen Faktor hatten und beide gearbeitet haben;
    • Sie Freibeträge beim Lohnsteuerabzug in Anspruch genommen haben;
    • Sie und Ihr Ehegatte nicht die Zusammenveranlagung wählen und nicht die standardmäßige hälftige Aufteilung für den Ausbildungsfreibetrag oder den Behindertenpauschbetrag wollen;
    • spezielle Fälle von Sonderzahlungen vorliegen (in diesem Fall ist die Lohnsteuerbescheinigung mit einem Kennbuchstaben markiert);
    • Sie Sonderzahlungen bekommen haben, im selben Jahr den Arbeitgeber gewechselt haben und der neue Arbeitgeber bei der Lohnsteuerberechnung die Werte der vorherigen Arbeitgeber nicht berücksichtigt hat;
    • Ihre Ehe geschieden wurde oder ein Partner verstorben ist und einer der Ehegatten im selben Jahr wieder heiratet;
    • auf der Lohnsteuerkarte ein Ehegatte berücksichtigt wurde, der im EU-Ausland lebt oder
    • Ihr Wohnsitz im Ausland ist und Sie unbeschränkte Steuerpflicht in Deutschland beantragt haben.

    Abgabepflicht für Rentner

    Immer öfter müssen auch Rentner eine Steuerklärung abgeben. Dadurch, dass der steuerfreie Betrag dauerhaft festgeschrieben ist, wirken sich Rentenerhöhungen in voller Höhe aus. Folglich können Rentner, die bislang keine Steuern auf ihre Renten zahlen mussten, in die Steuerpflicht hineinwachsen.

    Pensionäre mit rund 11.000 Euro Bezügen (für Ehepaare im Jahr 2016: 20.900 Euro) müssen ebenfalls eine Steuererklärung abgeben. Das gilt auch für Beamte, deren Vorsorgepauschale für das Gehalt höher war als ihre anzuerkennenden Versicherungsbeiträge. Wer Einkünfte aus einer selbstständigen, gewerblichen oder landwirtschaftlichen Tätigkeit bezieht, für den gilt nicht nur die Pflichtveranlagung zum 31. Mai, zudem muss derjenige die Steuererklärungen elektronisch über Elster abgeben.

    Abgabepflichtig sind Sie auch dann, wenn Sie selbst kein Arbeitsentgelt beziehen, aber

    • Ihre Einkünfte, etwa als Rentner, über dem Grundfreibetrag liegen. 2016 betrug er 8.652 Euro, 2017 sind es 8.820 Euro pro Person; 102 Euro Werbungskostenpauschale oder höhere nachweisbare Kosten erhöhen diesen Betrag;
    • Ihr Ehe- oder Lebenspartner Arbeitnehmer ist und eine der oben genannten Voraussetzungen erfüllt oder
    • Sie einen Verlustvortrag geltend gemacht haben.

    Außerdem müssen Sie gemäß Paragraf 149 Abs. 1 Satz 2 Abgabenordnung eine Einkommensteuererklärung abgeben, wenn das Finanzamt Sie dazu auffordert – selbst wenn keine der oben genannten Voraussetzungen auf Sie zutrifft.

    Fristverlängerung beantragen

    Falls Sie merken, dass Sie Ihre Steuererklärung nicht fristgerecht abgeben können, sollten Sie beim Finanzamt rechtzeitig um Aufschub bitten. Eine Fristverlängerung für wenige Wochen, möglicherweise sogar bis Ende September ist oft unproblematisch. Dafür reicht prinzipiell schon ein Anruf beim Sachbearbeiter. Besser ist es jedoch, wenn Sie die Fristverlängerung schriftlich beantragen. Das geht per Post, Einwurf in den Briefkasten der Behörde oder per Fax. Teilt das Finanzamt auf Schreiben oder Bescheiden seine E-Mail-Adresse mit, dann können Sie den Antrag auch mailen.

    Um den Aufschub zu erhalten, sollten Sie den Antrag begründen – beispielsweise folgendermaßen:

    „Sehr geehrte Damen und Herren,

    leider kann ich die Einkommensteuererklärung 2016 nicht fristgerecht abgeben. Aufgrund einer massiven Arbeitsüberlastung in meinem neuen Job bin ich bislang nicht dazu gekommen, alle notwendigen Unterlagen zusammenzustellen. Hinzu kam die Geburt unseres zweiten Kinds. Daher bitte ich Sie, uns für die Abgabe der Einkommensteuererklärung 2016 eine Frist bis zum 30. September 2017 zu gewähren. Ich werde die Erklärung schnellstmöglich erstellen und einreichen. Falls ich von Ihnen nichts Gegenteiliges höre, gehe ich von der Genehmigung meines Antrags auf Fristverlängerung aus.

    Ich bedanke mich im Voraus für Ihr Verständnis.

    Mit freundlichen Grüßen“

    Wer zu spät abgibt, zahlt Verspätungszuschlag

    Ohne eine Sanktionsmöglichkeit würden sicherlich viele Steuerzahler ihre Einkommensteuererklärung nicht fristgerecht abgeben. Wer jedoch schon mal in den § 152 AO geschaut hat, wird sich die verspätete Abgabe der Einkommensteuererklärung gut überlegen.

    Denn das Finanzamt kann gegen denjenigen, der seiner Verpflichtung zur Abgabe einer Steuererklärung nicht oder nicht fristgemäß nachkommt, einen Verspätungszuschlag festsetzen. Von der Festsetzung eines Verspätungszuschlags ist abzusehen, wenn die Versäumnis entschuldbar erscheint. Der Verspätungszuschlag darf 10 Prozent der festgesetzten Steuer oder des festgesetzten Messbetrags nicht übersteigen und höchstens 25.000 Euro betragen.

    Während über den Verspätungszuschlag heute der Finanzbeamte nach eigenem Ermessen entscheidet, wird ab 2019 ein automatischer Mindest-Verspätungszuschlag eingeführt. Bereits heute kann das Finanzamt dem Steuerpflichtigen darüber hinaus ein Zwangsgeld aufbrummen, um ihn zur Abgabe der Steuererklärung zu bewegen.

    Tatsächlich machen schon heute viele Finanzämter von der Festsetzung eines Verspätungszuschlags zügig Gebrauch – insbesondere bei den Voranmeldungen für Umsatz- und Lohnsteuer. Sicherer und häufig auch besser ist es, die Steuererklärung schnell abzugeben. Die günstigen Steuerprogramme und die von der Finanzverwaltung bereitgestellten elektronischen Hilfen zur Steuererklärung (Elster-Formular) erleichtern diese für viele Steuerzahler unangenehme Aufgabe.

    Dann lohnt sich die freiwillige Veranlagung

    Wenn Sie nicht verpflichtet sind, eine Einkommensteuererklärung abzugeben, kann es trotzdem sinnvoll sein, sie freiwillig abzugeben und damit die Veranlagung zur Einkommensteuer zu beantragen. Das gilt vor allem dann, wenn Sie aufgrund besonderer Umstände mit einer Einkommensteuer-Erstattung rechnen können, zum Beispiel bei

    Spät abgeben und hohe Zinsen kassieren

    Steuerzahler, die nicht zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet sind, können bis zu vier Jahre nach Ablauf des Steuerjahres eine Erklärung beim Finanzamt einreichen. Ab dem 15. Monat nach Ende des Steuerjahres beginnt ein sogenannter Zinslauf. Bei einer Steuererstattung erhalten Sie ab diesem Zeitpunkt für jeden vollen Monat 0,5 Prozent – macht 6 Prozent in einem Jahr.

    Diese Abgabefristen sollten Sie beachten

    Die gesetzliche Abgabefrist für die Einkommensteuererklärung endet mit dem 31. Mai des Folgejahres. Eine Verlängerung ist möglich, wenn Sie einen Antrag beim Finanzamt stellen und Ihren Wunsch begründen. Bis zum 30. September des Jahres geht das oft ohne Probleme. Ausnahmeregelungen gibt es in einigen Bundesländern für Steuerzahler, die ihre Steuererklärung elektronisch abgeben. Details hierzu können Sie im Ratgeber Abgabefrist nachlesen.

    Ohne Antrag gewährt die Behörde eine Fristverlängerung sogar bis zum 31. Dezember, sofern Sie Ihre Steuererklärung von einem Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein anfertigen lassen. Dann kann die Abgabe auf Antrag sogar bis Ende Februar des folgenden Jahres erfolgen.

    Ab dem Steuerjahr 2018 gelten andere Abgabefristen. Für die Steuerpflichtigen, die sich beraten lassen, gilt dann grundsätzlich der letzte Februartag des übernächsten Jahres als Abgabefrist. Diejenigen, die ihre Steuererklärung selbst machen, haben immerhin Zeit bis zum 31. Juli.

    Steuererklärung von Ehegatten

    Ehepaare und eingetragene Lebenspartnerschaften können seit Jahr 2013 zwischen vier Veranlagungsarten wählen:

    Die meisten Paare wählen die Zusammenveranlagung, weil das für sie günstiger ist. Dabei wird die Steuerlast wie folgt ermittelt: Zuerst wird das zu versteuernde Einkommen beider Partner zusammengerechnet und dann halbiert, also gesplittet. In einem zweiten Schritt wird die Einkommensteuer für das halbierte Einkommen nach der Grundtabelle ermittelt und dann verdoppelt, um die Gesamtsteuerschuld des Paares zu ermitteln.

    Mit dem Splitting lässt sich erreichen, dass bei großen Einkommensunterschieden zwischen den Partnern die Steuerprogression das Gesamteinkommen des Paares weniger erfasst als bei Einzelveranlagung. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn Kinder von einem der Partner betreut werden, während der andere arbeitet. Je ähnlicher die Einkommenshöhe der Partner ist, umso geringer ist der positive Effekt des Splittings.

    Ehegatten können zwischen Einzel- und Zusammenveranlagung wählen. Eine getrennte Veranlagung der Ehepartner war letztmals für das Steuerjahr 2012 möglich. Wer sich nicht mit dem Partner veranlagen lassen will, dem bietet sich die Einzelveranlagung als Alternative.

    Trotz in der Praxis oftmals synonymer Verwendung beider Begriffe – getrennte Veranlagung beziehungsweise Einzelveranlagung – ändert sich dennoch die Art der Zurechnung von Sonderausgaben (§ 9c EStG), außergewöhnlichen Belastungen (§§ 33 bis 33b EStG) und Steuerermäßigungen nach § 35a EStG. Sie werden grundsätzlich demjenigen Ehegatten zugerechnet, der die Aufwendung wirtschaftlich getragen hat (§ 26a Abs. 2 EStG ). Auf Antrag können die Aufwendungen jedoch weiterhin wie nach alter Fassung hälftig abgezogen werden (§ 26a Abs. 2 Satz 2).

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    So muss die Steuererklärung aussehen

    Sie müssen Ihre Steuererklärung nach dem amtlichen Vordruck erstellen und unterschreiben. Das regelt Paragraf 150 Abgabenordnung. Daraus geht auch hervor, dass Sie nicht zwingend die Originale verwenden müssen – eine ausgefüllte Kopie muss das Finanzamt nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs vom 22. Mai 2006 auch akzeptieren (Az. VI R 15/02).

    Steuererklärung übers Internet

    Elster bietet die Möglichkeit, die Einkommensteuererklärung elektronisch via Internet an das Finanzamt zu übermitteln. Dazu können Sie Elster-Formular verwenden, das kostenlose Steuerprogramm der deutschen Finanzverwaltung. In diesem Fall brauchen Sie also keine Papierformulare an das Finanzamt schicken. Belege müssen Sie allerdings weiterhin in Papierform vorlegen, falls das Finanzamt diese sehen möchte. Ab der Steuererklärung für 2017 müssen Sie Belege nicht mehr mit einreichen, sondern nur noch aufbewahren und dann vorlegen, wenn Sie das Finanzamt dazu auffordert.

    Laien empfehlen wir, die Steuererklärung mithilfe eines kostenpflichtigen Steuerprogramms zu erstellen. Diese beinhalten Tipps zum Steuersparen und erleichtern das Ausfüllen der erforderlichen Formulare. Im Ratgeber Steuersoftware erfahren Sie, welche Programme für die unterschiedlichen Zielgruppen und Situationen am geeignetsten sind.

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    Artikel verfasst von

    Finanztip-Experte für Steuern

    Der Steuerrechtler und Diplom-Kaufmann Udo Reuß ist bei Finanztip für Steuerthemen verantwortlich. Zuvor war er bei verschiedenen Wirtschafts- und Fachverlagen wie Handelsblatt, F.A.Z.-Verlagsgruppe, Haufe-Lexware und Vogel Business Media tätig – 14 Jahre davon arbeitete er als Chefredakteur von Fachzeitschriften. Aus dem komplexen Steuerrecht zieht er die relevanten Urteile für Steuersparer. Den Autor erreichen Sie unter [email protected] .

    ehemalige Finanztip-Redakteurin (bis 2015)

    Andrea Wekenborg verfasste für Finanztip Artikel im Ressort Recht & Steuern. Ihre Begeisterung für Verbraucherthemen entdeckte sie in der Ombudsredaktion der Berliner Zeitung. Später schrieb sie fünf Jahre für einen Online-Finanzvergleich über Versicherungen, Konten und Steuern. Zudem war sie bereits beim Verbraucherzentrale Bundesverband tätig.

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    22. Mai 2016, 18:45 Uhr

    Steuererklärung Wer muss, wer nicht?

    Viele könnten sich die Abrechnung mit dem Finanzamt schenken. Allerdings verzichten sie dann nicht selten auf Hunderte von Euros.

    Der letzte Abgabetermin am 31. Mai rückt unweigerlich näher. Doch schon beim Gedanken an die Steuererklärung für 2015 kommt bei vielen Bürgern Unlust auf. Bis zu 25 Prozent der 40 Millionen Arbeitnehmer lassen Schätzungen zufolge die Abrechnung mit dem Finanzamt regelmäßig sausen. Keine Lust, keine Zeit, zu kompliziert – die Palette an Ausreden bietet viele Varianten. Tatsächlich muss gar nicht jeder Zeit für den Fiskus opfern, sagt Erich Nöll, Geschäftsführer des Bundesverbands der Lohnsteuerhilfevereine (BDL). Aber es kann sich auszahlen. Wer von vornherein verzichtet, weil er glaubt, dass sowieso nichts dabei herausspringt, bringt sich oft um Hunderte Euro Rückerstattung. Andere können sich nicht um die Steuererklärung drücken. Sonst drohen Strafen. Wer muss, wer nicht? Ein Überblick:

    Wer muss ran?

    Für Selbständige und Freiberufler ist die Steuererklärung ein Muss. Auch bei vielen Angestellten ist es mit der automatisch vom Chef abgeführten Lohnsteuer nicht getan. Etwa jeder zweite Beschäftigte muss nach den Erfahrungen des Neuen Verbands der Lohnsteuerhilfevereine (NVL) mit dem Finanzamt abrechnen. Das bedeutet aber nicht, dass auch Steuern zu zahlen sind. Viele Kosten lassen sich gegenrechnen. Je komplizierter die Steuererklärung, desto höher sind die Steuerspar-Chancen, sagt Christina Georgiadis, Sprecherin der Vereinigten Lohnsteuerhilfe (VLH).

    Wann muss die Erklärung sein?

    Keine Ruhe vor dem Finanzamt hat zum Beispiel, wer 2015 Nebeneinkünfte zum Gehalt oder zur Pension hatte, die höher als 410 Euro im Jahr waren. Dazu zählen etwa Renten- und Mieteinnahmen oder Geld aus einer selbständigen Nebentätigkeit. Ran an die Steuererklärung müssen auch berufstätige Eheleute, wenn sie etwa die Lohnsteuerklassen III und V gewählt haben. Oder wenn eine Abfindung vom Chef floss, für die das Unternehmen Lohnsteuer abgeführt hat. Unvermeidlich ist die Abrechnung überdies für alle, die im vergangenen Jahr bei mehreren Arbeitgebern gleichzeitig gearbeitet haben und deren Lohn nicht pauschal versteuert wurde. Oder für getrennt lebende wie geschiedene Ehepartner, die vom Ex Unterhalt bekamen, den dieser als Sonderausgaben absetzt.

    In welchen Fällen noch?

    Die Pflicht gilt auch für alle, die sich einen Freibetrag auf der Steuerkarte eintragen ließen, um monatlich weniger Lohnsteuer zahlen zu müssen. Oder die Lohnersatzleistungen wie Elterngeld, Kranken-, Arbeitslosen- oder Kurzarbeitergeld über 410 Euro bekamen. Der Fiskus hält dann gern die Hand auf: Sobald sich Nachzahlungen abzeichnen, muss ein Arbeitnehmer zwingend eine Einkommensteuererklärung machen. Auch wer im vergangen Jahr geschieden wurde und bis Silvester wieder geheiratet hat, steckt in der Pflicht.

    Was ist mit Rentnern?

    Für sie gibt es seit 2005 besondere Regeln. Ruheständler sollten all ihre Einkünfte aus dem vergangenen Jahr wie gesetzliche und private Rente, Miet- und Kapitaleinnahmen oder etwa Geld aus einem Nebenjob zusammenrechnen. War die Summe 2015 höher als der Grundfreibetrag, herrscht Steuerpflicht. Für Eheleute und gesetzliche Lebenspartner gilt der doppelte Wert von 16 944 Euro. In der Pflicht sind meist auch Ehepaare, von denen einer noch arbeitet. Auch Senioren können mit Freibeträgen und Pauschalen die Steuern drücken.

    Wer braucht nicht?

    Singles mit Lohnsteuerklasse I, ohne Kinder, die nur Einnahmen aus ihrer Arbeit haben, müssten sich die Mühe einer Steuererklärung gar nicht machen, sagt Uwe Rauhöft, Geschäftsführer des NVL. Gleiches gilt auch für Eheleute mit etwa gleich hohem Einkommen, also mit Steuerklasse IV, ohne jegliche Zusatzeinnahme. Der Fiskus wird sie in aller Regel auch nicht extra dazu auffordern. Und zwar im ureigenen Interesse. Dadurch müssen nicht noch mehr Steuererklärungen bearbeitet werden – und es fallen weniger Rückerstattungen an. Clevere Bürger lassen sich die Geld-zurück-Chance allerdings nicht entgehen.

    Wer ist noch außen vor?

    Alle Bürger, die nur geringe Einkünfte haben, brauchen ebenfalls keine Steuererklärung abgeben. Ein Single durfte vergangenes Jahr 8472 Euro und jede Ehe- respektive eingetragene Lebensgemeinschaft das Doppelte einnehmen, ohne dass darauf Steuern fällig werden. Die Summen entsprechen dem sogenannten Grundfreibetrag für 2015, der Bürgern steuerfrei zur Finanzierung des Existenzminimums wie Essen, Miete oder Kleidung zur Verfügung steht. Auch Hartz IV-Empfänger können sich den Papierkram sparen.

    Und eine freiwillige Erklärung?

    Wer angestellt, aber nicht verpflichtet ist, eine Steuererklärung abzugeben, sollte dies trotzdem tun, darin sind sich die Steuerexperten einig. Denn beim reinen Lohnsteuerabzug werden nur wenige Pauschalen berücksichtigt. Rentabel kann die freiwillige Abgabe, also die sogenannte Antragsveranlagung, immer dann sein, wenn jemand im vergangenen Jahr viele Ausgaben hatte, etwa für den Job, die Gesundheit oder den ambulanten Pflegedienst. Und wenn Steuerzahler einen weiten Weg zur Arbeit hatten oder eine beruflich bedingte Zweitwohnung mieten mussten. Mit einer Erstattung kann zudem rechnen, wer 2015 geheiratet hat, ein Kind bekam, ein schwankendes Gehalt hatte oder länger krank oder arbeitslos war. Im Schnitt zahlt das Finanzamt etwa 900 Euro zurück. Eine freiwillige Steuererklärung darf vier Jahre rückwirkend abgegeben werden. Die für 2015 muss also erst Ende 2019 beim Finanzamt sein.

    Источники: http://www.steuer-schutzbrief.de/steuererklaerung/pflichtabgabe.html, http://www.finanztip.de/steuererklaerung-abgabepflicht/, http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/steuererklaerung-wer-muss-wer-nicht-1.3002197

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