Werbungskosten pc

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    Berufliche Nutzung

    PC, Notebook und Tablet von der Steuer absetzen

    • Zuletzt aktualisiert: 12. August 2014
    • Von: Sabine Himmelberg

    Das Wichtigste in Kürze

    • Computer, Notebook und Tablet gehören zu den typischen Arbeitsmitteln vieler Arbeitnehmer.
    • Ausgaben für Arbeitsmittel sind Werbungskosten und mindern Ihre Steuerlast.
    • Wenn Sie das Gerät zu Hause beruflich und privat nutzen, können Sie Ihre Anschaffungskosten und laufende Betriebskosten in Höhe des beruflichen Nutzungsanteils von der Steuer absetzen.
    • Die berufliche Nutzung müssen Sie dem Finanzamt belegen oder glaubhaft machen können.

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    Viele Arbeitnehmer sind heute immer und überall erreichbar. In manchen Firmen gehört es fast schon zum guten Ton, auch von zu Hause aus E-Mails zu beantworten. Lehrer zum Beispiel arbeiten viele Stunden von daheim aus. PC, Notebook und Tablet, die Sie für Ihre berufliche Tätigkeit einsetzen, gelten als Arbeitsmittel. Das Geld, das Sie für Arbeitsmittel ausgeben, können Sie – zumindest anteilig – als Werbungskosten von der Steuer absetzen.

    Die gesetzliche Regelung finden Sie in § 9 EStG.

    Nutzen Sie Ihren Rechner beruflich?

    Hierhin in der Steuererklärung: Anlage N, Seite 2, Zeile 41

    Einen Computer, den Sie sich privat angeschafft und in Ihrer privaten Wohnung aufgestellt haben, kann ein Arbeitsmittel sein. Damit Sie ein Arbeitsmittel vollständig als Werbungskosten von der Steuer absetzen können, müssen Sie es überwiegend für berufliche Zwecke nutzen. Und dafür legt das Finanzamt die Messlatte hoch: Nur wenn die berufliche Nutzung 90 Prozent beträgt, können Sie Ihren Computer komplett von der Steuer absetzen. Die Kosten eines gemischt genutzten PCs müssen Sie in einen beruflichen und einen privaten Nutzungsanteil splitten.

    Falls Sie am Arbeitsplatz Ihren eigenen PC nutzen, können Sie Ihre Aufwendungen vollständig von der Steuer absetzen. In solchen – zugegebenermaßen seltenen – Fällen geht der Fiskus nicht von einer privaten Nutzung aus.

    Welche Kosten werden wie berücksichtigt?

    Wenn das einzelne Gerät netto nicht mehr als 410 Euro gekostet hat, können Sie den gesamten Anschaffungspreis sofort und in voller Höhe steuerlich absetzen. Eine Abschreibung über mehrere Jahre ist dann nicht notwendig. Maßgebend ist der Nettobetrag ohne Umsatzsteuer, der Brutto-Rechnungsbetrag darf sich also höchstens auf 487,90 Euro belaufen bei 19 Prozent Mehrwertsteuer.

    Vergessen Sie nicht, auch Ihre Fahrtkosten zum Kauf von PC, Notebook oder Tablet als Werbungskosten abzusetzen. Sind Sie zum Elektronikmarkt gefahren, um einen neuen Computer zu kaufen, führt das zu einer Steuerersparnis.

    Neben Ihren Anschaffungskosten können Sie auch Reparatur-, Reinigungs- und Wartungskosten steuermindernd ansetzen.

    Sofort absetzen oder abschreiben?

    Sollte Ihnen das Finanzamt die mindestens 90-prozentige Nutzung für berufliche Zwecke nicht abnehmen, können Sie zumindest einen anteiligen Kostenabzug durchsetzen. Sie können Ihre Kosten dann entsprechend der beruflichen und privaten Nutzung aufteilen.

    50:50-Anteil – Kaum ein Steuerzahler wird den beruflichen Nutzungsanteil seines Computers ganz genau nachweisen können. Deshalb hat sich ein 50:50-Anteil etabliert. Falls Sie nicht genau belegen können, wie hoch der berufliche Anteil bei Ihnen ausfällt, erkennt das Finanzamt 50 Prozent Ihrer Kosten an. Voraussetzung ist allerdings, dass Sie den Rechner wirklich beruflich nutzen – und zwar in einem nicht unwesentlichen Umfang. Das wiederum müssen Sie nachweisen oder zumindest glaubhaft machen können.

    PC-Fahrtenbuch – Um dem Finanzamt von vornherein den Wind aus den Segeln zu nehmen, können Sie sich die Mühe machen, eine Art „PC-Fahrtenbuch“ zu führen. Zwingen kann Sie dazu aber niemand. Falls Sie sich dafür entscheiden, müssen Sie Ihre PC-Nutzung im Einzelnen dokumentieren. Sie legen dann eine Liste an, aus der jeweils Datum, Uhrzeit, Dauer und Zweck der Nutzung hervorgehen. Weil das einen hohen Aufwand bedeutet, sollte eine lückenlose Dokumentation über einen Zeitraum von drei Monaten ausreichen, wie es auch bei den Telefonkosten erlaubt ist.

    Schätzung – Alternativ können Sie auch schätzen, wie hoch Ihr beruflicher Nutzungsanteil ist. Sollten Sie sich für diese Variante entscheiden, ist es sinnvoll, dem Finanzamt zu beschreiben, was Sie genau beruflich machen. So helfen Sie den Beamten, sich vorzustellen, welche Arbeiten Sie zu Hause am Rechner erledigen. Listen Sie am besten alles auf, was mit Ihrem Beruf zusammenhängt, und wofür Sie nur zu Hause Zeit und Gelegenheit haben: zum Beispiel Fort- oder Weiterbildung, Umschulung, Bewerbungen und Erstellung von Präsentationen. Als Belege bieten sich auch Arbeitsproben an, sofern Sie nicht Geheimnisträger sind.

    Für eine berufliche Nutzung spricht es auch, wenn Ihr Arbeitgeber den Kauf Ihres Rechners bezuschusst hat.

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    Ihr Arbeitgeber kann Ihnen PC, Notebook, Tablet und Smartphone steuerfrei überlassen. Vielleicht ist das eine Option bei der nächsten Gehaltverhandlung? Einen Steuervorteil haben Sie sogar, wenn Ihnen Ihr Arbeitgeber das Gerät schenkt oder Sie einen Teil dazuzahlen: Er kann die Lohnsteuer dann pauschal mit 25 Prozent erheben.

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    Artikel verfasst von

    freie Finanztip-Mitarbeiterin (bis 2015)

    Als freie Mitarbeiterin hat Sabine Himmelberg auf Finanztip zum Thema Steuern geschrieben. Sie blickt auf mehr als zwanzig Jahre Redaktionsarbeit im Steuerrecht zurück. Als spezialisierte Fachjournalistin deckt Sabine Himmelberg ein breites inhaltliches Spektrum für Publikationen namhafter Fachverlage ab. Nach ihrem Magisterabschluss an der Universität zu Köln trat sie in die Redaktion des Deubner Verlags ein, der Informationen für Rechtsanwälte und Steuerberater herausgibt und der WEKA-Gruppe angehört. Sie leitete dort drei Jahre lang die Redaktion Steuern.

    Werbungskosten pc

    So setzen Sie den Computer (PC, Tablet, Notebook) bei der Steuer ab

    • Zuletzt aktualisiert: 13. Dezember 2012

    Der Computer zu Hause kann relativ leicht in der Steuererklärung zur Einkommensteuer abgesetzt werden. Zumindest anteilig kann das Finanzamt an den Kosten schnell beteiligt werden. Einfach den Kaufbeleg für den Computer der Steuererklärung beifügen und den Betrag in Anlage N zur Steuererklärung eintragen.

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    Tipp zum Vorgehen

    Schätzen Sie die steuerrelevanten Nutzungsanteile, wobei der Anteil der beruflichen Nutzung glaubhaft gemacht werden soll. Beispiel: 50% berufliche Nutzung wegen Weiterbildung, Informationssammlung für die Steuererklärung usw. In der Regel erkennt das Finanzamt eine berufliche Nutzung von 50 Prozent weitgehend problemlos an, wenn die berufliche Nutzung auch glaubhaft gemacht werden kann. Bei einem höheren beruflichen Nutzungsanteil sind manchmal verstärkte Nachweise bis hin zu einer Art "groben PC-Fahrtenbuch" zu führen.

    einzelnen Seiten oder das Zusenden von entsprechenden Webseiten per Mail.

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    Nutzung von Notebook, Ultrabook, Tablet, Laptop

    In der Regel wird kaum ein Steuerpflichtiger den genauen beruflichen Nutzungsanteil des Computers nachweisen können. Zur Höhe der Abzugsfähigkeit der Kosten eines Laptops hat das Finanzgericht Baden Württemberg mit Urteil vom 5. Mai 2010 – Az. 12 K18/07 Stellung genommen. Auch wenn dieses Urteil zu einem Laptop ergangen ist, ist es sinngemäß auch für Notebook, Ultrabook, Tablet usw. anzuwenden. Danach soll gelten:

    Abschreibung: So schreiben Sie Arbeitsmittel richtig ab

    Die Abschreibung ist für Sie als Arbeitnehmer aus steuerlicher Sicht vor allem bei teureren Arbeitsmitteln interessant. Bis zu einer Höhe von 487,90 EUR brutto können Sie die Anschaffungskosten für Arbeitsmittel (z. B. Computer, Drucker) sofort und in voller Höhe in Ihrer Steuererklärung als Werbungskosten geltend machen. Teurere Arbeitsmittel müssen entsprechend ihres Wertverlusts über mehrere Jahre abgeschrieben werden. Den Betrag der Wertminderung im jeweiligen Jahr (also die Abschreibung) können Sie dann als Werbungskosten steuerlich geltend machen. Was Sie in Sachen Abschreibung für die Einkommensteuererklärung wissen sollten, lesen Sie in diesem Beitrag.

    Welche Arbeitsmittel kann ich als Werbungskosten geltend machen?

    Leider gibt es im Einkommensteuerrecht nur eine wenig griffige Definition, welche Arbeitsmittel als Werbungskosten abgesetzt werden kГ¶nnen. Demnach sind Werbungskosten alle "Aufwendungen zum Erwerb, zur Sicherung und Erhaltung der Einnahmen". Als typische Beispiele gelten Kosten fГјr Werkzeuge oder typische Berufskleidung. Prinzipiell kГ¶nnen Sie aber die Kosten fГјr alle GegenstГ¤nde, die Sie Гјberwiegend fГјr Ihre berufliche TГ¤tigkeit nutzen und privat anschaffen, auch steuerlich geltend machen – oder es zumindest versuchen. In der Praxis ist die Anerkennung – wie so oft im Steuerrecht – immer von der PlausibilitГ¤t Ihrer ErklГ¤rung abhГ¤ngig. Bei einem reinen DiktiergerГ¤t eines Journalisten wird das Finanzamt immer von einer beruflichen Nutzung ausgehen. Wenn allerdings nicht klar ersichtlich ist, ob ein Gegenstand beruflich oder privat genutzt wird, verweigert das Finanzamt den Werbungskostenabzug und sieht die Ausgaben als Kosten der privaten LebensfГјhrung. Aber auch hier gilt: keine Regel ohne Ausnahmen, denn einen Computer kГ¶nnen Sie (zumindest bis zu einem Anteil von 50 % beruflicher Nutzung) relativ leicht in Ihrer SteuererklГ¤rung zur Einkommensteuer geltend machen (Argumente: Weiterbildung, Recherche, u.a. fГјr die SteuererklГ¤rung).

    Wenn Sie keine größeren Anschaffungen getätigt haben, sollten Sie zumindest die Arbeitsmittelpauschale in Höhe von 110 EUR in Ihrer Steuererklärung ansetzen. Bis zu dieser Grenze verlangt das Finanzamt in der Regel keine Belege. Das Finanzamt berücksichtigt diese Pauschale allerdings nicht von sich aus, sondern nur, wenn in der Einkommensteuererklärung eine entsprechende Angabe erfolgt.

    So ermitteln Sie die Höhe der Abschreibung bei typischen Arbeitsmitteln

    Wenn das Finanzamt einen Gegenstand als Arbeitsmittel anerkennt, geht es meist um die Frage, wie dieser abgeschrieben wird. Grundsätzlich gilt dabei die gleichmäßige Verteilung der Anschaffungskosten auf die voraussichtliche Nutzungsdauer; dieses Verfahren wird als "lineare Abschreibung" bezeichnet, eine Übersicht für diverse Gegenstände finden Sie in der AfA-Tabelle (AfA = Absetzung für Abnutzung). Hier eine Kurzübersicht, welche Nutzungsdauer das Finanzamt für typische Arbeitsmittel unterstellt:

    Anmerkung: Im Anschaffungsjahr ist eine zeitanteilige Abschreibung (gerundet auf volle Monate) vorzunehmen.

    Wann Sie einen Gegenstand sofort und in voller Höhe abschreiben können

    Beträgt der Rechnungsbetrag (inkl. Umsatzsteuer) maximal 487,90 EUR und handelt es sich um einen selbstständig nutzungsfähigen Gegenstand, ist ein Sofortabzug in voller Höhe möglich. Eine "selbstständige Nutzung" liegt nicht vor, wenn der erworbene Gegenstand nur zusammen mit einem anderen Gegenstand nutzbar ist. Wenn Sie für Ihren im Vorjahr angeschafften PC also beispielsweise einen Drucker, Scanner oder Bildschirm für 300 EUR gekauft haben, ist ein Sofortabzug nicht möglich.

    Beispiel: Ein Arbeitnehmer kauft sich im Dezember 2017 für 300 EUR zzgl. 19 % USt eine Aktentasche. Der Gesamtaufwand (357 EUR) kann in der Steuererklärung für das Jahr 2017 in voller Höhe als Werbungskosten geltend gemacht werden.

    Außergewöhnliche Abschreibung, Verkauf oder Umwidmung

    Wird ein Gegenstand vor Ablauf des Abschreibungszeitraums unbrauchbar, können Sie in dem Jahr, in dem der Gegenstand nicht mehr genutzt werden kann, den bislang noch nicht abgesetzten Restbetrag in voller Höhe als Werbungskosten anrechnen (= Absetzung für außergewöhnliche technische oder wirtschaftliche Abnutzung).

    Wenn Sie den noch gebrauchsfähigen Gegenstand vor Ablauf des Abschreibungszeitraums verkaufen (oder verschenken), können Sie ihn dagegen nicht mehr abschreiben. Der erzielte Veräußerungserlös bleibt steuerlich unberücksichtigt.

    Haben Sie in einem früheren Jahr einen Gegenstand gekauft und nutzen Sie diesen seit dem Jahr 2017 ausschließlich noch beruflich (= Umwidmung), können Sie die Nutzung ebenfalls steuerlich geltend machen.

    Beispiel: Sie haben am 15.1.2016 einen PC für 1.500 EUR zur privaten Nutzung gekauft. Den PC nutzen Sie ab Januar 2017 ausschließlich für berufliche Zwecke. Die AfA für das Jahr 2016 ist wegen der privaten Nutzung des PC nicht abzugsfähig. Die AfA-Anteile für 2017 (500 EUR) und 2018 (berufliche Nutzung unterstellt) sind abzugsfähig.

    Praxis-Tipp: Beträgt der zum Zeitpunkt der erstmaligen beruflichen Nutzung noch nicht abgesetzte Teil der Anschaffungskosten (Restwert) nicht mehr als 487,90 EUR brutto, können Sie diesen sofort in voller Höhe abschreiben.

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    Marc mag es smart

    "Ich nutze smartsteuer, weil es flexibel für jedes Betriebssystem und Tablet passt und ich erst bezahle, wenn ich die fertige Steuererklärung via ELSTER-Schnittstelle an das Finanzamt übermittle."

    Источники: http://www.finanztip.de/pc-notebook-steuer-absetzen/, http://www.finanztip.de/werbungskosten-computer/, http://www.steuern.de/abschreibung-arbeitsmittel.html

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