Widerspruch gegen einkommensteuerbescheid

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    Widerspruch gegen einkommensteuerbescheid

    Einspruch gegen einen Steuerbescheid

    1. Viele Steuerbescheide sind falsch

    Wer blickt bei unserem komplizierten Steuerrecht eigentlich noch durch? Selbst Steuerberater und auch die Finanzbeamten tun sich schwer. Fachleute sind der Meinung, dass jeder dritte Steuerbescheid falsch sei. Es gab schon mehrere Anläufe, den Paragraphendschungel zu lichten, aber unsere Politiker sind dazu nicht willens oder nicht fähig. Auch verhindern die Lobbyisten jedwede Änderung zulasten ihrer Klientel. Die komplizierten Steuergesetze und die vielen Gerichtsentscheidungen der Finanzgerichte und des Bundesfinanzhofs führen zwangsläufig zu Fehlern bei der Steuerfestsetzung. Oft zu Lasten der Steuerzahler. Aber dagegen kann man sich wehren. Ist irgend etwas unklar im Steuerbescheid, sollte man Einspruch einlegen. Im Jahr 2015 wurde der Steuerbescheid in 64,5 Prozent der Fälle nach einem Einspruch abgeändert, wie die Einspruchsstatistik der Finanzverwaltung erkennen lässt. Wer sich nicht wehrt, verschenkt Geld.

    2. Prüfen Sie jeden Steuerbescheid genau nach

    Gegen unberechtigte Steuerforderungen des Finanzamts sollten Sie sich wehren. Das ist Ihr gutes Recht als Steuerzahler. Wie Sie einen Steuerbescheid anfechten können, ergibt sich aus den §§ 347-367 der Abgabenordnung (AO). Die Vorschriften der AO regeln das „Außergerichtliche Rechtsbehelfsverfahren“. Das ist der Einspruch. Daneben gibt es das „Gerichtliche Rechtsbehelfsverfahren“ in Form der Klage nach der Finanzgerichtsordnung (FGO). Bevor Sie Klage erheben können, müssen Sie das Einspruchsverfahren durchlaufen.

    3. Wann können Sie Einspruch einlegen?

    In diesen Fällen wird zum Einspruch geraten

    Das Finanzamt hat aus Ihrer Steuererklärung nicht alle geltend gemachten Aufwendungen als Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen anerkannt.

    Freibeträge wurden nicht berücksichtigt, weil die Voraussetzungen dafür angeblich nicht erfüllt sind.

    Es wurden bestimmte Aufwendungen nicht anerkannt und Sie wissen nicht, warum, weil sich aus den Erläuterungen des Steuerbescheids dazu nichts ergibt.

    Ihnen fällt erst jetzt auf, dass Sie bestimmte Aufwendungen in Ihrer Steuererklärung vergessen haben. Oder: Ein Beleg war verlegt und tauchte erst jetzt wieder auf.

    4. Für Ihren Einspruch haben Sie einen Monat Zeit

    Normalerweise verschickt das Finanzamt den Steuerbescheid als einfachen Brief mit der Post. Nach § 122 Abs. 2 AO gilt er mit dem dritten Tag nach seiner Aufgabe zur Post als bekannt gegeben. Dies gilt sogar dann, wenn Sie den Bescheid früher in Ihrem Briefkasten haben. Als Tag der Aufgabe zur Post ist das Datum des Steuerbescheids anzusehen. Fällt der letzte Tag der Dreitagesfrist auf einen Samstag, Sonntag oder gesetzlichen Feiertag, gilt der Steuerbescheid erst am darauffolgenden Werktag als bekannt gegeben (BFH, Urteil v. 14.10.2003 – IX R 68/98, BStBl II 2003, 898 = NJW 2004, 94).

    Beispiel: Das Finanzamt gibt Ihren Steuerbescheid am 3. Juli zur Post. Er gilt mit dem 6. Juli als bekannt gegeben. Die Frist für Ihren Einspruch beginnt am 7. Juli.

    Geht Ihnen der Bescheid allerdings später als drei Tage nach seiner Aufgabe zur Post zu, gilt das spätere Zugangsdatum (BFH, Urteil v. 9.11.2005 – I R 111/04, BStBl II 2006, 219 = NJW 2006, 1615). Wenn Sie aber geltend machen, der Steuerbescheid sei Ihnen verspätet zugegangen, müssen Sie auch näher darlegen, woran dies liegen könnte. Es müssen sich zumindest Zweifel am rechtzeitigen Zugang ergeben. Erst dann hat das Finanzamt die Rechtzeitigkeit des Zugangs zu beweisen (BFH, Beschluss v. 14.2.2012 – V S 1/12, BFH/NV 2012, 979; FG München, Urteil v. 26.3.2012 – 14 K 3357/09, juris). Wenn Ihnen der Steuerbescheid allerdings gar nicht zugegangen ist, beginnt keine Einspruchsfrist zu laufen. Für den Zugang des Schriftstücks ist das Finanzamt beweispflichtig (BFH, Urteil v. 14.3.2012 – XI R 6/10, BStBl II 2014, 607). In diesem Fall wird Ihnen das Finanzamt den Bescheid formell zustellen.

    Wenn Ihnen der Bescheid formell mit Postzustellungsurkunde zugestellt wurde, gilt er an dem Tag als bekannt gegeben, an dem Sie ihn tatsächlich erhalten haben.

    Beispiel: Die formelle Zustellung war am 3. Juli. Das ist der Tag der Bekanntgabe. Die Einspruchsfrist beginnt am 4. Juli.

    Sofern Sie Ihre Steuererklärung elektronisch abgegeben haben (ELSTER), bekommen Sie trotzdem einen schriftlichen Steuerbescheid; nur dieser ist für den Bekanntgabezeitpunkt maßgebend.

    Die einmonatige Einspruchsfrist endet nach § 108 Abs. 1 AO i.V.m. § 188 Abs. 2 BGB mit Ablauf desjenigen Tages, der mit seiner Zahl dem Tag entspricht, an dem die Frist begonnen hat.

    Beispiel: Als Tag der Bekanntgabe gilt der 3. Juli. Fristbeginn ist am 4. Juli. Die Einspruchsfrist endet am 3. August um 24.00 Uhr. Bis zu diesem Zeitpunkt muss Ihr Einspruch beim Finanzamt eingegangen sein (BFH, Beschluss v. 21.9.2007 – IX B 79/07, BFH/NV 2008, 22).

    Wenn die Monatsfrist an einem Samstag, einem Sonntag oder einem gesetzlichen Feiertag ablaufen würde, verlängert sie sich gemäß § 108 Abs. 3 AO bis zum Ablauf des nächsten Werktages.

    Nichts geht mehr, wenn Sie die Monatsfrist für Ihren Einspruch verstreichen lassen. Es handelt sich nämlich um eine Ausschlussfrist, die nicht verlängert werden kann. (BFH, Beschluss v. 24.9.1985 – III B 3/85, BFH/NV 1986, 190 und Beschluss v. 27.4.2011 – III B 207/10, BFH/NV 2011, 1184). Ihr Bescheid ist dann bestandskräftig und eine Änderung ausgeschlossen.

    5. Letzter Rettungsversuch: Beantragen Sie Wiedereinsetzung in den vorigen Stand

    Wenn die Einspruchsfrist länger als ein Jahr verstrichen ist, hilft Ihnen auch kein Wiedereinsetzungsantrag. Dann ist nach § 110 Abs. 3 AO keine Wiedereinsetzung und kein Einspruch mehr möglich.

    In diesen Fällen bekommen Sie Wiedereinsetzung gewährt:

    Nach einem Urlaub oder einer Geschäftsreise bis zu 6 Wochen, wenn nach Ihrer Rückkehr die Einspruchsfrist abgelaufen ist (BFH, Beschluss v. 21.1.1992 – VII B 234/91, BFH/NV 92, 578). Endet Ihre Reise vor Ablauf der Einspruchsfrist, müssen Sie sofort tätig werden. Wer sonst die Frist versäumt, ist selbst schuld (BFH, Urteil v. 5.11.1987 – IV R 354/84, BFH/NV 88, 614).

    Bei plötzlicher schwerer Krankheit (z. B. einem Herzinfarkt) oder einem Unfall, wenn Sie deshalb keinen anderen mit dem Einspruch beauftragen können.

    Bei verzögerter Briefzustellung durch die Post, weil diese Ihren Einspruch im „Schneckentempo“ und nicht innerhalb der normalen Postlaufzeit zugestellt hat (BFH, Urteil v. 4.6.1992 – IV R 123-124/91, BStBl II 1993, 125 und Beschluss v. 12.9.1996 – III B 70/96). Wenn Sie Ihren Brief falsch adressiert haben und er deshalb verspätet eingeht, sind Sie selbst schuld (BFH, Beschluss v. 9.1.1992 – IX R 23/90, BFH/NV 1993, 366).

    Ihren Wiedereinsetzungsantrag können Sie formlos stellen. Bei einer längeren Erkrankung oder einer mehr als 6 Wochen dauernden Reise müssen Sie dafür sorgen, dass Fristen eingehalten werden. Das Finanzamt erwartet, dass Sie beispielsweise einen Bevollmächtigten bestellen, der Ihre Post öffnen darf und vorsorglich Einspruch gegen einen Steuerbescheid einlegt (FG Baden-Württemberg, Urteil v. 29.6.2000 – 12 K 106/99, EFG 2000, 1363).

    6. Für den Einspruch gilt eine bestimmte Form

    Neu: Einspruchseinlegung durch E-Mail

    Für Ihren Einspruch brauchen Sie weder einen Rechtsanwalt noch einen Steuerberater. In sehr einfachen Fällen, beispielsweise bei der Anerkennung von Werbungskosten, können Sie sich die Kosten für einen Berater sparen. Wichtig, wenn Ihr Steuerberater für Sie erfolgreich Einspruch eingelegt hat: Das Finanzamt muss Ihnen im Einspruchsverfahren Ihre Steuerberaterkosten nicht ersetzen (BFH, Beschluss v. 23.7.1996 – VII B 42/96, BStBl II 1996, 501).

    Absender: Alfred und Adele Muster, Musterstraße 10, Musterstadt

    Einkommensteuerbescheid 20xx vom .

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    gegen den obengenannten Einkommensteuerbescheid erheben wir hiermit

    (hier führen Sie Ihre Einspruchsgründe auf)

    Unter Hinweis auf das beim Bundesfinanzhof anhängige Verfahren mit dem Aktenzeichen. beantragen wir gemäß § 363 AO

    Ruhen des Verfahren,

    bis die Entscheidung des BFH vorliegt.

    Gleichzeitig beantragen wir

    Aussetzung der Vollziehung

    nach § 361 AO wegen ernstlicher Zweifel an Ihrer Steuerfestsetzung. Bitte verzichten Sie auf eine Sicherheitsleistung.

    Mit freundlichen Grüßen

    7. Praxis-Checkliste: Worauf Sie achten müssen

    Vergessen Sie in Ihrem Brief nicht Ihren Absender. Sonst weiß das Finanzamt nicht, wer Einspruch einlegt. Eine Unterschrift ist nicht unbedingt erforderlich; Ihr Einspruch gilt trotzdem.

    Bringen Sie deutlich zum Ausdruck, dass Sie mit dem Steuerbescheid nicht einverstanden sind. Sie müssen dabei das Wort „Einspruch“ nicht ausdrücklich verwenden. Genau so können Sie beispielsweise „Widerspruch“ oder „Einwand“ schreiben.

    Geben Sie an, gegen welchen Steuerbescheid Sie vorgehen. Nennen Sie das Datum und das Aktenzeichen des Bescheids.

    Senden Sie den Einspruch an die richtige Behörde. Das ist das Finanzamt, das Ihnen den Steuerbescheid geschickt hat. Die genaue Anschrift steht im Bescheid.

    Begründen Sie Ihren Einspruch. Hieb- und stichfeste Argumente werden das Finanzamt überzeugen. Legen Sie Beweismittel vor, beispielsweise eine Rechnung oder einen Vertrag. Verweisen Sie auf Urteile, Richtlinien oder Rundschreiben der Finanzverwaltung.

    Nach § 357 Abs. 3 Satz 3 AO müssen Sie Ihren Einspruch nicht ausdrücklich begründen. Trotzdem ist das ratsam. Wie soll der Beamte sonst erkennen, weshalb Sie sich gegen den Bescheid wehren? Ohne Begründung erreichen Sie allenfalls, dass die Sache nach Aktenlage überprüft wird. Besser: Legen Sie Ihre Trümpfe offen auf den Tisch. Wenn Sie innerhalb der Einspruchsfrist keine Zeit haben, um den Steuerbescheid gründlich zu prüfen, sollten Sie zur Fristwahrung vorsichtshalber Einspruch ohne Begründung einlegen. Schreiben Sie einfach „Begründung folgt“. Das ist zulässig (BFH, Urteil v. 27.11.1985 – II R 90/83, BStBl II 1986, 243).

    8. Steigen Sie bei anderen aufs Trittbrett

    9. Mit einem Antrag auf Aussetzung der Vollziehung bleibt Ihr Geld bei Ihnen

    Wenn Sie eine fällige Steuerschuld nicht fristgerecht zahlen, wird das Finanzamt von Ihnen Säumniszuschläge verlangen. Nach § 240 AO sind dies immerhin 1 % der Steuerschuld, und das pro Monat.

    10. Gründe für eine Aussetzung der Vollziehung

    Praxis-Übersicht: Das sind ernstliche Zweifel

    Der BFH hat die streitige Rechtsfrage noch nicht entschieden und in der Rechtsprechung der Finanzgerichte oder im Schrifttum bestehen unterschiedliche Auffassungen.

    Die Senate des BFH haben unterschiedlich oder widersprüchlich entschieden (BFH, Beschluss v. 21.11.1974 – IV B 39/74, BStBl II 1975, 175).

    Die höchstrichterlich nicht geklärte Rechtslage ist unklar, weil die Finanzverwaltung sie nicht einheitlich entschieden hat und im Schrifttum Bedenken gegen die Praxis der Finanzämter erhoben werden (BFH, Beschluss v. 19.8.1987 – V B 56/85, BStBl II 1987, 830).

    Das Finanzamt hat die BFH-Rechtsprechung nicht beachtet.

    Das Finanzamt hat zu Ihren Ungunsten gegen wesentliche Verfahrensvorschriften verstoßen.

    Das Finanzamt hat den Sachverhalt nur mangelhaft dargestellt (BFH, Beschluss v. 14.2.1984 – VIII B 112/83, BStBl II 1984, 443).

    Das Finanzamt ging von einem unzutreffenden Sachverhalt aus und Sie bringen neue Tatsachen vor.

    Sie können auch Aussetzung beantragen, wenn die sofortige Zahlung für Sie eine unbillige Härte bedeutet oder wenn Ihnen dadurch wirtschaftliche Nachteile drohen, die nur schwer gutzumachen sind (BFH, Beschluss v. 31.8.1987 – V B 57/86, BFH/NV 1988, 174 und Beschluss v. 21.2.1990 – II B 98/89, BStBl II 1990, 510).

    11. Aussetzungszinsen drohen

    12. Achtung: Vermeiden Sie die „Verböserung“

    13. Aufgepasst, wenn Ihnen das Finanzamt eine Frist setzt

    14. Streben Sie möglichst eine einvernehmliche Lösung an

    15. Abschluss des außergerichtlichen Einspruchsverfahrens

    16. Einspruch zurückgewiesen? Jetzt können Sie klagen

    © IKV Erwin Ruff September 2017

    8 Musterschreiben zum Einspruch gegen den Steuerbescheid

    Der Einspruch gegen den Steuerbescheid ist vergleichsweise leicht erledigt. Um Ihre Arbeit noch weiter zu verringern, haben wir die wichtigsten Musterschreiben ans Finanzamt zusammengestellt. Laden Sie sich die benötigten Word-Dokumente herunter, tragen Sie am Bildschirm Ihre Daten ein und drucken Sie das Schreiben aus. Unterschreiben, abschicken – fertig.

    Steuer-Anzeige: Sparen Sie sich die Zeit fürs Prüfen, Rätseln und Ärgern. Ein Steuerberater holt meist sowieso mehr Geld raus als Sie. Lassen Sie Ihren Steuerbescheid jetzt von einen Profi prüfen – auf Herz und Nieren. Nach durchschnittlich 4 Stunden bekommen Sie das Ergebnis. Mit Zufriedenheitsgarantie.

    1. Einspruch – der Klassiker

    Einspruch gegen den Steuerbescheid (26 KB): Mit diesem Schreiben widersprechen Sie "ganz herkömmlich" Ihrem Einkommensteuerbescheid.

    2. Vorsorglicher Einspruch wahrt die Frist

    Vorsorglicher Einspruch ohne Gründe (27 KB): Wir empfehlen Ihnen dieses Schreiben, wenn die Einspruchsfrist bald abläuft. Ab Erhalt des Steuerbescheids haben Sie einen Monat Zeit für Ihren Einspruch. Reicht Ihnen diese Zeitspanne nicht und möchten Sie den Bescheid länger prüfen? Dann legen Sie vorsorglich und ohne Angabe von Gründen Einspruch ein. Lesen Sie hier ausführlich, wie der vorsorgliche Einspruch funktioniert. Sie können die Gründe später noch ans Finanzamt schicken oder den Einspruch zurückziehen – ohne Risiko oder Kosten (bis auf die Briefmarken).

    3. Einspruchsgründe nachreichen

    Nachreichen der Einspruchsgründe gegen den Einkommensteuerbescheid (26 KB): Haben Sie mit dem oben genannten Schreiben vorsorglich Einspruch gegen Ihren Steuerbescheid eingelegt? Mit diesem Musterschreiben liefern Sie die genauen Gründe dafür nach.

    4. Neue Einspruchsfrist durch Wiedereinsetzung in den vorigen Stand

    Wenn Sie die einmonatige Einspruchsfrist schuldlos versäumt haben, beantragen Sie mit diesem Vordruck ein Wiedereinsetzungsverfahren. Zum Beispiel, wenn Sie lange im Urlaub oder Krankenhaus waren. Wie das geht, lesen Sie in diesem ausführlichen Artikel: Neue Frist durch Wiedereinsetzung in den vorigen Stand.

    5. Zahlungspause durch Aussetzung der Vollziehung

    Wer Einspruch einlegt, muss dennoch die geforderten Steuern zahlen. Einen Aufschub erhalten Sie nur durch einen erfolgreichen Antrag auf Aussetzung der Vollziehung (Hintergrundartikel). Hier bekommen Sie den anwaltlich erstellten Muster-Antrag als Download (PDF/DOC).

    Ratgeber-Inhaltsverzeichnis:

    • 1. Einspruch – warum und wogegen? .
      • 1.1. Einspruch – warum? .
      • 1.2. Fehler und Kürzungen im Steuerbescheid .
      • 1.3. Offenbare Unrichtigkeit .
      • 1.4. Rechtsfehler und Rechtsauffassung .
    • 2. Steuerbescheid lesen und prüfen .
      • 2.1. So lesen und prüfen Sie Ihren Steuerbescheid .
    • 3. Welche Urteile beim Einspruch helfen .
      • 3.1. Diese Arten von Urteilen, Verfahren und Anweisungen helfen beim Einspruch .
      • 3.2. Nichtanwendungserlass für ein Urteil .
      • 3.3. Nicht veröffentlichte Urteile (NV-Urteile) .
      • 3.4. Anhängige BFH-Verfahren .
    • 4. Wie Sie Argumente und Gründe finden .
      • 4.1. Gründe für den Einspruch sammeln .
      • 4.2. Einspruch gegen offensichtliche Unrichtigkeiten .
      • 4.3. Einspruch gegen Streichungen und Kürzungen .
      • 4.4. Einspruch wegen vergessener Kosten .
      • 4.5. Einspruch wegen unvollständiger Angaben .
      • 4.6. Einspruch wegen neuer Erkenntnisse .
      • 4.7. Prüfen, ob es weitere Einspruchsgründe gibt .
      • 4.8. Keine falschen Tatsachen oder Betrug! .
    • 5. Einspruch verfassen: Die Formalien .
      • 5.1. Wie schreibe ich meinen Einspruch? .
      • 5.2. Sie können nicht schreiben? Das Finanzamt hilft .
      • 5.3. Musterbriefe .
      • 5.4. Aussetzung der Vollziehung: Zahlungspause ans Finanzamt .
      • 5.5. Einspruch abschließen und abschicken .
      • 5.6. Antrag auf schlichte Änderung des Steuerbescheids .
      • 5.7. Mögliche Steuerersparnis berechnen .
      • 5.8. Einspruch zurückziehen .
      • 5.9. Überblick: Einspruch möglich oder nicht? .
    • 6. Einspruchsfrist .
      • 6.1. Die Einspruchsfrist .
      • 6.2. Zeit gewinnen: Einspruch ohne Gründe .
      • 6.3. Amtliche Frist einhalten bei Poststreik .
      • 6.4. Frist verpasst – was tun? .
      • 6.5. Neue Frist durch Wiedereinsetzung in den vorigen Stand .
    • 7. Das Gespräch mit dem Finanzamt .
      • 7.1. Gründe für ein Gespräch .
      • 7.2. Recht auf mündliche Erörterung .
      • 7.3. Der Nachteil eines persönlichen Gesprächs .
    • 8. Mögliche Antworten des Finanzamts .
      • 8.1. Das Finanzamt meldet sich nicht .
      • 8.2. Das Finanzamt erkennt Ihren Einspruch an .
      • 8.3. Das Finanzamt lehnt Ihren Einspruch ab .
      • 8.4. Das Finanzamt „verbösert“ Ihren Steuerbescheid .
    • 9. Einspruch abgelehnt .
      • 9.1. Einspruch abgelehnt – was tun? .
      • 9.2. Die Klage vor dem Finanzgericht .
      • 9.3. Wie viel kostet eine Klage? .
      • 9.4. Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den Finanzbeamten einreichen? .
      • 9.5. Petition einlegen? .

    6. Einspruch zurücknehmen

    Haben Sie mit dem oben genannten Schreiben vorsorglich Einspruch gegen Ihren Steuerbescheid eingelegt? Mit diesem Musterbrie ziehen Ihren Einspruch zurück. Das ist sinnvoller, als das Finanzamt unnötig arbeiten zu lassen.

    7. Einspruch: Splittingtarif für eingetragene Lebenspartner

    Das Finanzamt verweigert gleichgeschlechtlichen Paaren, sich steuerlich gemeinsam veranlagen zu lassen (Splittingtarif). Mehrere Paare haben vor dem Bundesverfassungsgericht gegen diese Ungleichbehandlung geklagt. Da es um eine Menge Geld geht, sollten Sie als Betroffener mit diesem Musterschreiben gegen die Nichtanwendung des Splittingtarifs Einspruch einlegen.

    8. Einspruch: Werbungskostenabzug für Studenten

    Das Bundesverfassungsgericht hat zu entscheiden, ob sich die Ausgaben für eine Erstausbildung als Werbungskosten steuerlich geltend machen lassen. Bei einem positiven Urteil beträgt die mögliche Steuerersparnis mehrere 1.000 Euro. Daher sollten Betroffene mit dieser Mustervorlage Einspruch gegen ihren Steuerbescheid einlegen.

    Steuererstattung durch Einspruch berechnen

    Lohnt sich der Einspruch gegen den Steuerbescheid überhaupt? Berechnen Sie hier Ihren Steuervorteil, falls das Finanzamt Ihre fraglichen Kosten anerkennt (JavaScript erforderlich). Tragen Sie diese Kosten unter "absetzbare Ausgaben" ein, geben Sie Ihr Jahreseinkommen vor Steuern ein und klicken Sie auf "berechnen":

    Weitere Informationsquellen

    Steuer-Tipp: Für Ihren erfolgreichen Einspruch gegen den Einkommensteuerbescheid brauchen Sie gute Argumente. Lesen Sie deshalb unsere ausführlichen aktuellen Steuer-Informationen. Melden Sie sich für unseren kostenlosen E-Mail-Newsletter an, um von wichtigen Urteilen zu erfahren.

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    Einspruch gegen Steuerbescheid: Tipps für Form und Frist

    Berlin (dpa/tmn) – Fehler im Steuerbescheid sind ärgerlich. Dazu kommt, dass der Widerspruch den formellen Ansprüchen genügen muss. Wie Fristen, Form und Formulierungen aussehen müssen, erklärt der Bundesverband der Lohnsteuerhilfevereine.

    – Richtige Frist: „Der Einspruch muss innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe eingelegt werden“, erklärt Uwe Rauhöft vom Bundesverband der Lohnsteuerhilfevereine. Die Frist beginnt meist drei Tage nach dem Versand der Bescheide. Maßgeblich hierfür ist das Datum auf den Unterlagen. Ein elektronischer Bescheid gilt am dritten Tag nach Absendung der elektronischen Benachrichtigung als bekanntgegeben.

    – Richtige Form: Ein Anruf beim Finanzbeamten reicht nicht. „Ein Einspruch muss schriftlich eingelegt werden“, erklärt Rauhöft. Das heißt: Steuerzahler müssen einen Brief aufsetzen. Wichtig: nicht die Steuernummer und den Namen vergessen. Denn das Finanzamt muss den Einspruch auch einem Steuerzahler zuordnen können.

    – Richtiger Inhalt: Die Formulierung „Hiermit lege ich Einspruch gegen meinen Steuerbescheid ein“ reicht meist nicht. Denn: „Der Einspruch sollte begründet werden“, sagt Rauhöft. Steuerzahler müssen also erklären, warum sie nicht einverstanden sind, also etwa angeben, dass bestimmte Kosten nicht berücksichtigt wurden.

    – Richtige Zustellung: Meist reicht es aus, wenn Steuerzahler ihren Einspruch per Post an das zuständige Finanzamt schicken. „Wer sichergehen will, dass das Schreiben ankommt, kann es auch persönlich abgeben und sich den Empfang bestätigen lassen“, sagt Rauhöft. Eine andere Möglichkeit ist, ein Fax zu schicken.

    Источники: http://www.erwin-ruff.de/einspruch.html, http://www.steuer-schutzbrief.de/einspruch-gegen-steuerbescheid/musterschreiben.html, http://www.sueddeutsche.de/news/wirtschaft/finanzen-einspruch-gegen-steuerbescheid-tipps-fuer-form-und-frist-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-170718-99-292456

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