Wie berechnet sich der kinderfreibetrag

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    Kinderfreibetrag oder Kindergeld? Der Rechner hilft

    • Eltern können entweder Kindergeld beziehen oder den Kinderfreibetrag nutzen.
    • Der Kinderfreibetrag Rechner hilft bei der Entscheidung, welche Option die individuell Bessere ist.
    • Als Faustregel gilt, dass bis zu einem Einkommen von 30.000 Euro meist das Kindergeld von Vorteil ist.

    Auswirkungen der Steuerbegünstigung vom Kinderfreibetrag

    • Das Kindergeld erhöht steuerbefreit das eigene Einkommen. Obwohl man mehr verdient, muss man nicht mehr zahlen. Ein Rechenwerkzeug kann dabei helfen zu ermitteln, was persönlich vorteilhafter ist.

    Das Video erklärt kurz an einem anschaulichen Rechenbeispiel, wann und wie sich der Kinderfreibetrag als Steuerbegünstigung lohnt.

    Höhe des Kinderfreibetrag und des Kindergelds im Vergleich

    Häufig gestellte Fragen zum Kinderfreibetrag Rechner

    Wie kann der Rechner für Kinderfreibetrag/Kindergeld helfen?

    Es ist allerdings nicht gesagt, dass der Freibetrag unbedingt günstiger ist. Vermutlich wäre das Kindergeld ratsamer. Dieses würde das eigene Einkommen um mindestens 192 Euro (Stand 2017) monatlich – also 2.280 Euro pro Jahr – erhöhen. Für das zusätzliche Einkommen muss keine Steuer bezahlt werden.

    • Ab dem 01.01.2017 erhalten Eltern in Deutschland pro Kind 192 Euro für das erste und das zweite Kind. Für das dritte Kind sind es 198 Euro und für das vierte und jedes weitere Kind je 223 Euro.

    Es wird, wie angegeben, ausgezahlt. Im Übrigen ist die Höhe des Kindergeldes so bemessen, dass es einen erheblichen Beitrag zur Gesamtsumme des Existenzminimums ausmacht.

    Es wird ohne Einbeziehung des Einkommens der Eltern gezahlt und steht nicht den Kindern selbst, sondern nur den Erziehungsberechtigten zu. In der Regel wird es bis zum Erreichen des 18. Lebensjahr eines Kindes an die Eltern ausgezahlt.

    Zwar wird das Kindergeld nicht versteuert, allerdings fällt der Freibetrag im Gegenzug weg. Die Person aus dem Beispiel müsste 2017 jetzt 6.180 Euro (15.000 – 8.820 Euro) versteuern.

    Tatsächlich ist der zu versteuernde Betrag sogar noch einmal kleiner, da noch Dinge wie der Sparerpauschbetrag oder die Vorsorgepauschale abgezogen werden dürfen.

    Die steuerliche Belastung liegt also deutlich unter den 2280 Euro, die man als Kindergeld bekommen würde. In diesem Fall ist dies finanziell deutlich lukrativer. Das Tool hilft einem dabei, die diesbezügliche Entscheidung zu treffen.

    Wie wird der Rechner für den Kinderfreibetrag bedient?

    Die Bedienung des Rechners ist denkbar einfach. Es werden keinerlei personenbezogene Daten abgefragt.

    Es gilt lediglich, dass man anonym seine Einkünfte sowie die Zahl der Kinder und einige weitere Werte, die für die Berechnungen unabdingbar sind, eintragen sollte, damit das Tool tatsächlich helfen kann.

    Wann sollte man den Rechner für den Kinderfreibetrag verwenden?

    • Es gibt eine Faustregel: Hat man ein Kind, dann ist das Kindergeld in der Regel bis zu einem Einkommen von 30.000 Euro als Einzelperson günstiger. Ab dann erweist sich der Freibetrag als vorteilhafter. Personen, die etwa so viel verdienen, sollten den Rechner auf jeden Fall konsultieren.

    Einzelnachweise

    Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend: Freibeträge für Kinder →

    Kinderfreibetrag

    • Der Kinderfreibetrag ist nur für die Steuerklassen 1 – 4 vorgesehen.
    • Kindergeld oder Kinderfreibetrag – beides zusammen gibt es nicht.
    • Der Kinderfreibetrag wird mit dem Antrag auf Lohnsteuerermäßigung vom Finanzamt eingetragen.
    • Das Finanzamt prüft automatisch, ob der Freibetrag oder das Kindergeld steuerlich günstiger ist.
    • Der Kinderfreibetrag lohnt sich bei einzelnen Personen ab einem Einkommen von 30.000 Euro, bei Ehepaaren ab 60.000 Euro.

    Kinderfreibetragrechner

    Kinderfreibetrag – Was, wie, für wen?

    Der Kinderfreibetrag ist ein Freibetrag, der Eltern bei der Einkommensteuer eine Steuererleichterung schafft. Um diesen Anspruch auf Lohnsteuerermäßigung geltend zu machen, muss der Kinderfreibetrag zuvor beim Finanzamt eingetragen worden sein.

    Während das Kindergeld eine Vorauszahlung ist, handelt es sich beim Kinderfreibetrag um eine Rechengröße bei der Einkommensteuererklärung.

    Hier werden der Freibetrag und das jeweils vorausgezahlte Kindergeld gegeneinander aufgerechnet.

    Das Finanzamt ermittelt den Betrag, der für den Steuerpflichtigen am günstigsten ist. Dieser Vorgang heißt Günstigerprüfung.

    • Lediglich bei der Berechnung von Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag werden generell die Kinderfreibeträge abgezogen. Hier erfolgt keine Günstigerprüfung durch die Finanzämter.

    In der Regel profitieren höhere Einkommen durch die Kinderfreibeträge. Als Richtwert kann hier von einem jährlichen Bruttoeinkommen ab 30.000 Euro für eine einzelne Person ausgegangen werden. Für niedrigere Einkommen lohnt es sich eher, das Kindergeld in Anspruch zu nehmen.

    Höhe des Kinderfreibetrags 2017 nach Steuerklassen

    Steuerklassenrechner

    Wann lohnt sich der Kinderfreibetrag?

    Der Kinderfreibetrag führt direkt dazu, dass mehr Netto vom Brutto übrig bleibt. Wer stattdessen bei Auszahlung des Kindergeldes bleibt, muss sich selbst errechnen, ob am Ende mehr Netto übrig bleibt. Das Nettogehalt ist dann einfach der Betrag, der vom Arbeitgeber überwiesen wird plus das staatlich gezahlte Kindergeld. Beim Brutto Netto inklusive Kinderfreibetrag gilt die Annahme, dass ein höheres Einkommen mit Kinderfreibetrag zu mehr Netto führt. An folgendem Beispiel wird klar, dass die Zahlung des Kindergelds zu weniger Netto monatlich führen kann als mit einem Kinderfreibetrag, der direkt einen entsprechenden Steuervorteil liefert.

    Erklärvideo: Kinderfreibetrag oder Kindergeld?

    Wichtige Fragen zum Kinderfreibetrag

    Kinderfreibetrag oder Kindergeld?

    Grundsätzlich ist es ratsam, zunächst erstmal das Kindergeld zu beantragen. Auch dann, wenn man davon ausgehen kann, den Kinderfreibetrag zu erhalten. Denn das Finanzamt geht bei der Günstigerprüfung immer davon aus, der das Steuerzahler das Kindergeld beantragt hat und rechnet diesen Betrag automatisch bei der Steuererklärung mit ein.

    • Alle Personen, die entweder keine oder nur sehr wenig Steuern zahlen müssen, sind mit dem Kindergeld in jedem Falle besser beraten.

    Auch wenn die Kinder in die Ausbildung gehen, ist es für Eltern wichtig, sich zu informieren, wie es mit den beiden Varianten Kinderfreibetrag und Kindergeld aussieht.

    Wie setzt sich der Kinderfreibetrag zusammen?

    Der Freibetrag hat sich 2017 geändert. So liegt er aktuell bei 7.356 Euro jährlich pro Kind für beide Elternteile.

    Er setzt sich zusammen aus:

    • dem Bedarf für das sachliche Existenzminimum des Kindes 4.716 Euro
    • dem Betreuungs-, Erziehungs- und Ausbildungsbedarf 2.640 Euro.

    Welche Altersgrenzen müssen beachtet werden?

    Für Eltern, deren Kinder sich in der Berufsausbildung befinden, gibt es durch die Zahlung von Kindergeld oder die Unterstützung durch den Kinderfreibetrag ebenfalls Entlastungen. Dabei ist allerdings auf die Altersgrenze von 25 bzw. in Ausnahmefällen 27 Jahren zu achten.

    Der Kinderfreibetrag in bestimmten Lebenssituationen

    Der Gesetzgeber hat festgelegt, dass die Kinderfreibeträge im Falle einer Scheidung jeweils hälftig an beide Elternteile ausgezahlt werden. Dabei ist es unerheblich, von wem die Kinder betreut werden.

    Auch hier gilt natürlich, dass die Freibeträge erst dann einen Steuervorteil bieten, wenn man als Alleinstehender die Einkommensgrenze von 30.000 Euro an Jahreseinkommen erreicht. Ansonsten sollte man die Zahlung von Kindergeld in Anspruch nehmen.

    • Übernimmt ein Elternteil weniger als 75 Prozent seiner Unterhaltspflicht, kann der Freibetrag vollständig auf das andere Elternteil übertragen werden.

    Kinderfreibeträge können auch von den Eltern in Anspruch genommen werden, die Pflegekinder in ihren Haushalt aufgenommen haben. Als Voraussetzung dafür gilt allerdings die Feststellung eines Pflegekindschaftsverhältnisses.

    Das heißt, dass die Beziehung zu dem Kind für einen längeren Zeitraum geplant sein muss und einen familienähnlichen Charakter hat. Es darf sich nicht um eine kurzzeitige Aufnahme des Kindes in den Familienhaushalt handeln.

    Ist also das Pflegekindschaftsverhältnis festgestellt worden, dann ist damit auch der Anspruch auf Kinderfreibeträge ebenso wie auf Kindergeld entstanden und kann von der Pflegefamilie genutzt werden.

    Häufig gestellte Fragen zum Kinderfreibetrag

    Was versteht man unter dem Monatsprinzip bei Kinderfreibeträgen?

    Bei der Errechnung des Kinderfreibetrages gilt das Monatsprinzip. Wurden somit an wenigstens einem Tag in einem Monat die Voraussetzungen für die Berücksichtigung eines Kindes erfüllt, dann erhält man für eben diesen Monat den zwölften Teil des Jahresbetrags angerechnet.

    Dabei steht jedem Elternteil jeweils die Hälfte des Kinderfreibetrages zu. Auf der elektronischen Lohnsteuerkarte ist dies mit einer 0,5 dargestellt. Der Wert ist unter dem Hinweis über die Zahl der Kinderfreibeträge zu finden.

    Auch ist in bestimmten Fällen auf der elektronischen Lohnsteuerkarte der Wert 1,0 vermerkt. Dies ist dann der Fall, wenn die Steuerklasse 5 oder 3 gewählt wurde. Es ist ebenfalls der Fall, wenn ein Kind von einem der Ehepartner adoptiert worden ist.

    Gibt es den Kinderfreibetrag bei einem behinderten Kind nach dem 18. Lebensjahr?

    Ja, Kinderfreibeträge für ein behindertes Kind können geltend gemacht werden, wenn das Kind das 18. Lebensjahr bereits überschritten hat und bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.

    Die Altersbegrenzung ist sogar komplett aufgehoben, wenn das behinderte Kind sich aufgrund einer seelischen, geistigen oder körperlichen Behinderung nicht selbst unterhalten kann. Voraussetzung ist allerdings, dass die Behinderung bereits vor dem 25. Lebensjahr aufgetreten ist.

    • Eine Sonderregelung gibt es allerdings für Kinder, bei denen die Behinderung vor dem 1.1.2007 eingesetzt hat. In diesen Fällen gilt eine Altersgrenze von 27 Jahren.

    Wie wirken sich Jobs bzw. Ferienjobs auf Kinderfreibetrag/Kindergeld aus?

    Wenn das Kind eine weitergehende Ausbildung aufnimmt, bei der es regelmäßig wöchentlich mehr als 20 Wochenstunden erwerbstätig ist, dann entfällt die Steuererleichterung. Ausgenommen von diesem Wegfall sind allerdings Ferienjobs, da in dem Gesetzestext von einer regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit die Rede ist und dies bei Ferienjobs nicht der Fall ist.

    Diese werden ja nur in den Semesterferien oder Ferien ausgeübt und sind damit nicht regelmäßig. Damit werden die Vorteile von Kinderfreibetrag/ Kindergeld nicht gemindert, wenn das Kind einen Ferienjob ausübt.

    Beeinflusst das Einkommen eines Kindes den Kinderfreibetrag?

    Seit 2012 müssen Eltern nicht mehr nachweisen, dass das Einkommen ihres Kindes 8.004 Euro übersteigt.

    Das gilt für Kinder bis zum 25. Lebensjahr, die sich in einer Erstausbildung oder einem Erststudium befinden.

    Kinderfreibetrag oder Kindergeld – beide Möglichkeiten zur finanziellen Entlastung der Eltern sind damit bis zu diesem Alter weiterhin vorhanden.

    Allerdings muss darauf geachtet werden, dass das Kind nicht eine wöchentliche Arbeitszeit von 20 Stunden überschreitet.

    Was ist der Freibetrag für Sonderbedarf und wann darf man ihn geltend machen?

    Die Eltern, die einen Anspruch auf Kinderfreibetrag/Kindergeld haben, können einen weiteren Freibetrag für Sonderbedarf geltend machen, wenn das Kind zwischen 18 und 25 Jahre alt ist und auswärtig eine Berufsausbildung absolviert.

    In dem Fall können die Eltern einen Freibetrag geltend machen, der jährlich bei 924 Euro liegt. Sollte das Kind eigene Einkünfte haben, die 1.848 Euro übersteigen, werden diese darauf angerechnet. Sollte das Kind BAFöG beziehen, wird dieses ebenfalls in voller Höhe angerechnet.

    Szenarien/Rechenbeispiele zum Kinderfreibetrag

    Im Folgenden finden Sie drei Szenarien zum Kinderfreibetrag. Wenn Sie sich die Details zu einem der Szenarien ansehen möchten, klicken Sie dazu einfach auf den jeweiligen Button.

    Szenario 1: Steuerpflichtiger, alleinstehend mit einem Kind

    Prinzipiell hat der Kinderfreibetrag für die Lohnsteuer keine Relevanz. Interessant wird die Einkommenssteuerermittlung. Bei Einkünften von 24.000 Euro beläuft sich die Einkommenssteuer ohne Kinder auf 3.726,00 Euro (2015).

    Nach Abzug des Kinderfreibetrags (16.848 Euro zu versteuerndes Einkommen) liegt die Steuerlast noch bei 1.784,00 Euro. Der Unterschied ist geringer als das erhaltene Kindergeld.

    Szenario 2: Eltern, verheiratet mit einem Kind

    Beide Eltern werden gemeinsam veranlagt und erzielen Einkommen in Höhe von 64.000 Euro. Die Steuerlast (ohne Kinderfreibetrag) liegt an dieser Stelle bei 12.352,00 Euro. Nach Abzug des Freibetrags bleibt eine Einkommenssteuerlast in Höhe von 10.088,00 Euro.

    Um einen Steuervorteil zu erreichen, muss die Differenz 2.256 Euro (im Jahr 2015) übersteigen. Im Rahmen der hier durchgeführten Günstigerprüfung ergibt sich ein Vorteil von acht Euro bei Inanspruchnahme des Freibetrags.

    Szenario 3: Kindergeldanspruch entfällt Ende August

    An dieser Stelle wird auch der Kinderfreibetrag in entsprechender Weise gekürzt. Nach § 32 Abs. 6 EStG reduziert sich der anrechenbare Betrag für jeden Monat um ein Zwölftel.

    Kinderfreibetrag 2015 / 2016 / 2017 / 2018

    Freibetrag für Kinder bei der Einkommensteuer nach § 32 Abs. 6 EStG

    Ist der Steuervorteil höher als das gezahlte Kindergeld, senkt der Kinderfreibetrag die Steuerlast bei der Einkommensteuer.

    Foto © Kzenon – bigstockphoto.com

    Kindergeld und Kinderfreibetrag sind eng miteinander gekoppelt und von staatlicher Seite aus eine Unterstützung für Familien, um den Grundbedarf der Kinder zu decken. Dabei gilt, entweder Kindergeld ODER Kinderfreibetrag, beides zusammen ist nicht möglich.

    Ob nun das Kindergeld oder der Kinderfreibetrag für Steuerpflichtige vorteilhafter ist, ermittelt das Finanzamt automatisch bei der jährlichen Berechnung der Einkommensteuer (Veranlagung) im Rahmen einer Günstigerprüfung. Eltern müssen den Kinderfreibetrag also nicht gesondert beantragen. Letztmalig wurden der Kinderfreibetrag und das Kindergeld in 2016 angehoben.

    Kindergeld

    Das Kindergeld ist ein Betrag, der Eltern monatlich überwiesen wird und der nicht der Einkommensteuer unterliegt, also nicht versteuert werden muss. Der Anspruch auf Kindergeld entsteht im Geburtsmonat des Kindes und die Höhe richtet sich dabei nach der Anzahl der Kinder:

    Das Kindergeld wurde in 2015 um 4 Euro je Kind angehoben. Im Jahr 2016 stieg es um weitere 2 Euro und erhöhte sich jeweils zum 01.01.2017 sowie zum 01.01.2018 erneut um 2 Euro je Kind.

    Kinderfreibetrag

    Im Gegensatz zum Kindergeld wird der Kinderfreibetrag nicht ausgezahlt sondern ist ein Freibetrag, der vom zu versteuerndem Einkommen abgezogen wird und sich bei der Berechnung der Einkommensteuer steuermindernd auswirkt. Die monatlichen Kindergeldzahlungen können dabei als Vorausleistungen auf den Kinderfreibetrag zum Jahresende betrachtet werden.

    Analog zum Grundfreibetrag, der Einkommen von Erwachsenen steuerfrei stellt und das Existenzminimum sicherstellen soll, wird für Kinder der Kinderfreibetrag (§ 32 Abs. 6 EStG) gewährt, der den Grundbedarf des Kindes decken soll.

    Anspruch auf Kinderfreibetrag

    Der Anspruch auf den Kinderfreibetrag entsteht im Geburtsmonat des Kindes und hat so lange Bestand, wie auch der Kindergeldanspruch besteht. Allgemein gilt:

    • bis zum 18. Lebensjahr
    • bis zum 25. Lebensjahr, wenn sich das Kind noch in Ausbildung oder Studium befindet
    • auch über das 25. Lebensjahr hinaus, wenn das Kind behindert ist und außerstande, sich selbst zu unterhalten

    Höhe des Kinderfreibetrages

    Nachdem berichtet wurde, dass der Bund ein Jahr früher als geplant ohne neue Schulden auskommt, besteht Raum für eine Erhöhung. Auf Grundlage des 10. Existenzminimum-Berichts vom 30. Januar 2015 hatte das Bundeskabinett den Gesetzesentwurf zur Anhebung des Kinderfreibetrages, Kindergeldes sowie des Kinderzuschlags beschlossen. Für die Jahr bis 2018 ergeben sich folgende Werte für den Kinderfreibetrag, nachdem es zum 01.01.2017 eine Erhöhung um 168 Euro sowie eine weitere um 72 Euro zum 01.01.2018 gibt:

    Aktuell beträgt dieser in der Summe 7.356 Euro (7.248 Euro bis 2016) jährlich je Kind für beide Elternteile und setzt sich zusammen aus

    • 2.640 Euro für den Betreuungs-, Erziehungs- und Ausbildungsbedarf (bleibt zunächst unverändert)
    • 4.608 Euro für das sächliche Existenzminimum des Kindes (steigt 2017 und 2018)

    Bei getrennten Elternteilen wird der halbe Kinderfreibetrag angesetzt: ab 01.01.2017 sind das 3.678 Euro (3.624 Euro bis 2016).

    Diese Beträge werden vom zu versteuerndem Einkommen abgezogen, so dass sich eine neue, reduzierte Bemessungsgrundlage für die Berechnung der Einkommensteuer ergibt.

    Anteilige Berechnung im Geburtsjahr des Kindes

    Wird ein Kind nicht im Januar sondern etwa im Mai geboren, so wird im Geburtsjahr der Kinderfreibetrag anteilig gewährt. Am Beispiel Mai besteht der Kindergeldanspruch für acht Monate des Jahres, so dass auch der Kinderfreibetrag nur für acht Monate berechnet wird: 7.248 / 12 x 8 = 4.832 Euro.

    Kinderfreibetrag übertragen

    In einigen Fällen kann der halbe Kinderfreibetrag von 3.678 Euro (3.624 Euro bis 2016) auf den anderen Elternteil übertragen werden, so dass bei einem Steuerpflichtigen die vollen 7.356 Euro (7.248 Euro bis 2016) angerechnet werden. Das ist dann der Fall, wenn die Eltern getrennt leben oder geschieden sind und ein Elternteil seine Unterhaltspflichten nicht erfüllt oder aufgrund mangelnder Leistungsfähigkeit keine Unterhaltspflicht (§ 1603 BGB) gegeben ist.

    Kinderfreibetrag oder Kindergeld – Günstigerprüfung

    Ob die Kindergeldzahlungen oder der Kinderfreibetrag für Steuerpflichtige vorteilhafter ist, prüft das Finanzamt automatisch im Rahmen einer Günstigerprüfung. Im erster Schritt wird dazu die Einkommensteuer auf das zuvor ermittelte zu versteuernde Einkommen berechnet. Anschließend wird das zu versteuernde Einkommen um den Kinderfreibetrag vermindert und die Einkommensteuer aufgrund der neuen Bemessungsgrundlage erneut ermittelt. Erst wenn bei beiden Berechnungen die Differenz der Einkommensteuer die Höhe des Kindergeldes übersteigt, ergibt sich ein Steuervorteil. Die Grenzen sind:

    • 2.280 Euro bei Verheirateten (190 Euro Kindergeld x 12 Monate; 2.280 Euro ab 2016 (2.256 Euro bis 2015)
    • 1.140 Euro bei getrennt lebenden Elternteilen (das Kindergeld wird nur zur Hälfte berücksichtigt)

    Berechnungsbeispiele nach dem Einkommensteuertarif 2016

    Die nachfolgenden Beispiele werden mit den Werten für Kindergeld und Kindefreibetrag noch nach der Rechtslage 2016 gerechnet, da die Veranlagung zur Einkommensteuer für das Jahr 2017 erst im Jahr 2018 durchgeführt wird. Zum Jahreswechsel 2017/ 2018 werden die Werte entsprechend angepasst.

    Berechnungsbeispiel 1: verheiratete Eltern mit einem Kind (nach Splittingtabelle)

    Berechnungsbeispiel 2: lediger Elternteil mit einem Kind (nach Grundtabelle)

    Quellen und weiterführende Links

    (Letzte Aktualisierung: 02.11.2017)

    Kinderfreibetrag 2015 / 2016 / 2017 / 2018 :

    3,65 von 5 Punkten, basierend auf 75 abgegebenen Stimmen.

    Источники: http://www.steuerklassen.com/kinderfreibetrag/rechner/, http://www.steuerklassen.com/kinderfreibetrag/, http://www.kindergeld.org/kinderfreibetrag.html

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