Wie lange kann man steuererklärung einreichen

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    Steuererklärung rückwirkend abgeben: darum lohnt es sich

    Wusstest Du schon, dass Du die Steuererklärung rückwirkend abgeben kannst? Und zwar bis zu 4 Jahre nach Ablauf des betreffenden Steuerjahres! Du brauchst nichts weiter zu tun, als eine freiwillige Steuererklärung (sog. Antragsveranlagung) auszufüllen und einzureichen – und kannst dann in aller Ruhe auf die Steuerrückerstattung warten. Denn in 9 von 10 Fällen erhältst Du mit einer Antragsveranlagung Geld zurück. Und zwar durchschnittlich 1.000 EUR. Wie und warum das geht, erklären wir Dir hier.

    Grundsätzlich können alle Steuerzahler, die nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sind, ihre Steuererklärung auch rückwirkend abgeben – und zwar bis zu vier Jahre später. Wenn Du also beispielsweise für das Steuerjahr 2014 noch keine Steuererklärung abgegeben hast, kannst Du noch bis zum 31.12.2018 eine Antragsveranlagung einreichen – und die Steuererstattung einstreichen. Das geht ganz einfach, vor allem mit der richtigen Steuersoftware.

    Mit der Online-Lösung smartsteuer kannst Du Deine Steuererklärung direkt im Browser erledigen, eine Installation der Software ist nicht erforderlich. Der Interviewmodus von smartsteuer leitet Dich problemlos durch die Steuererklärung und sorgt dafür, dass alle Steuerformulare korrekt ausgefüllt sind. Das Beste daran: Du musst erst bezahlen, wenn Du Deine Steuererklärung tatsächlich ans Finanzamt schickst. Da Du vorher Deine Steuerrückerstattung berechnen kannst, musst Du also nur bezahlen, wenn sich die Abgabe der Steuererklärung auch wirklich für Dich lohnt. Deswegen: jetzt smartsteuer testen!

    Bis wann muss die Steuererklärung abgegeben werden?

    Abgabefrist für die Steuererklärung ist derzeit noch der 31. Mai. Wie die Frist zukünftig aussieht und wie Sie diese verlängern können, erfahren Sie hier.

    Steuerzahler haben bald zwei Monate mehr Zeit für Ihre Steuererklärung. Das haben im Juni 2016 Bundestag und Bundesrat in einem neuen Gesetz beschlossen. Wer zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet ist und seine Steuererklärung selbst erstellt, für den verschiebt sich der Stichtag vom 31. Mai auf den 31. Juli.

    Doch ab wann gilt die neue Abgabefrist? In den kommenden Jahren 2017 und 2018, in denen Sie die Einkommensteuererklärung 2016 bzw. 2017 abgeben müssen, ist offiziell noch der 31. Mai der Stichtag. Im Jahr 2019 gilt dann aber für alle, die ihre Einkommensteuererklärung selbst erstellen, der 31. Juli 2019 als verbindlicher Abgabetermin für die Steuererklärung 2018.

    Wie kann ich die Frist verlängern?

    Fehlende Unterlagen, beruflicher Auslandsaufenthalt oder Krankheit – wenn Sie es nicht rechtzeitig bis zum Abgabetermin schaffen, können Sie das Finanzamt schriftlich um eine Fristverlängerung bitten. In der Regel stimmt das Finanzamt einer Fristverlängerung bis zum 30. September zu. Das wird auch in den Jahren 2017 und 2018 noch gelten.

    Mit der Umsetzung des neuen Gesetzes ist eine Fristverlängerung jedoch nur noch in Ausnahmefällen möglich, wenn der Steuerpflichtige ohne eigenes Verschulden die Abgabe versäumt hat. Die Fristverlängerung muss zudem stets schriftlich begründet werden.

    Gilt die Abgabefrist fГјr alle?

    Nein, wenn ein Steuerberater oder ein Lohnsteuerhilfeverein Ihre Steuererklärung erstellt, verlängert sich die Frist. Das bedeutet: Die Steuererklärung für 2015 muss erst am 31. Dezember 2016 abgegeben werden. Folglich muss die Einkommensteuererklärung 2016 erst am 31. Dezember 2017 beim Finanzamt eingehen. Da das neue Besteuerungsgesetz auch die Verlängerung der Fristen für Profis, also Steuerberater oder Lohnsteuerhilfevereine, vorsieht, gilt auch hier: Um die Steuererklärung ihrer Mandanten für das Jahr 2018 einzureichen, haben Steuerberater oder Lohnsteuerhilfevereine theoretisch Zeit bis Ende Februar 2020.

    Alle aktuell geltenden Fristen Гјbersichtlich auf einen Blick, zeigt Ihnen unsere Infografik:

    Was passiert, wenn ich die Frist versäumt habe?

    Wenn Sie die Abgabefrist Ihrer Steuererklärung 2015 oder 2016 auf den 30. September verlängert haben und diesen Termin versäumen, flattert Ihnen ein Erinnerungsschreiben des Finanzamts ins Haus. Diese Erinnerung enthält in der Regel eine neue Abgabefrist. Verpassen Sie auch diese Frist, erhalten Sie eine nochmalige "Aufforderung zur Abgabe der Steuererklärung unter Androhung eines Zwangsgeldes" inklusive eines letzten Abgabetermins. Zu diesem Zeitpunkt kann das Finanzamt schon einen Verspätungszuschlag festsetzen. Wichtig: Je später Sie abgeben, umso höher kann der Verspätungszuschlag ausfallen – immerhin bis zu zehn Prozent des festgesetzten Steuerbetrags, höchstens aber 25.000 Euro.

    Versäumen Sie auch die zweite vom Finanzamt vorgegebene Frist, bekommen Sie einen sogenannten Bescheid über Zwangsgeldfestsetzung. Das bedeutet: Jetzt kann das Finanzamt Ihre Besteuerungsgrundlage schätzen und einen entsprechenden Steuerbescheid erlassen – ohne Ihre Steuererklärung je gesehen zu haben. In der Regel wird dabei eher zu Ihren Ungunsten geschätzt, so dass Sie mehr Steuern zahlen müssen, als es tatsächlich der Fall wäre.

    Unser Video gibt Ihnen einen schnellen Гњberblick zum Thema Abgabefrist:

    Mit dem neuen Gesetz haben sich jedoch auch Г„nderungen beim VerspГ¤tungszuschlag ergeben: Bislang liegt es im Ermessen der SteuerbehГ¶rden, ob und in welcher HГ¶he VerspГ¤tungszuschlГ¤ge oder Zwangsgelder festgesetzt werden. Ab Januar 2018 wird der Prozess jedoch automatisiert: Jeder, der seine SteuererklГ¤rung nicht innerhalb von 14 Monaten nach Ablauf des Besteuerungszeitraumes abgibt und keine FristverlГ¤ngerung beantragt hat, muss einen VerspГ¤tungszuschlag zahlen. Die HГ¶he des Zuschlags ist gesetzlich festgelegt und betrГ¤gt 0,25 Prozent der festgesetzten Steuer, mindestens aber 25 Euro pro verspГ¤tetem Monat. Die maximale HГ¶he des VerspГ¤tungszuschlags bleibt bei 25.000 Euro.В

    Ob Abgabefrist oder Fristverlängerung – für die Beraterinnen und Berater der VLH gehören diese Dinge zum Tagesgeschäft. Gerne unterstützen wir auch Sie, werden Sie Mitglied! Hier können Sie sich Ihre Beraterin oder Ihren Berater suchen: Beratersuche.

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    Steuer ABC

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    Eine Steuererklärung rückwirkend einreichen

    • Eine Steuererklärung kann vier Jahre rückwirkend eingereicht werden.
    • Allerdings ist dies nur bestimmten Personen erlaubt.
    • Besonders für Studenten kann es sich lohnen, sie nachzureichen.

    Steuererklärung rückwirkend einreichen – Wer darf das?

    Wer nicht jedes Jahr dazu verpflichtet ist, eine Steuererklärung abzugeben, kann diese auch rückwirkend nachreichen.

    Der normale Arbeitnehmer, der monatlich seine Steuern über die Lohnsteuer bezahlt und keinen Ausgleich am Jahresende beantragt, kann dies also tun – der Freiberufler, der jedes Jahr seine Einkommensteuererklärung beim Finanzamt abgeben muss, nicht.

    • Eine Einkommensteuererklärung kann für jedes Jahr nur einmal abgegeben werden. Ist dies bereits geschehen, ist es nicht möglich, dies noch einmal zu tun.

    Häufig gestellte Fragen zu Steuererklärung rückwirkend einreichen

    Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um eine Steuererklärung rückwirkend einzureichen?

    • Steuerjahr liegt maximal vier Jahre zurück (in 2015 also bis 2011)
    • Man ist nicht dazu verpflichtet, eine Steuererklärung abzugeben.
    • Für das Steuerjahr hat man noch keine Erklärung abgegeben.

    Wie lange kann man eine Steuererklärung rückwirkend abgeben?

    Im Jahr 2009 (Az. VI R 1/09) legte der Bundesfinanzhof (BHF) fest, dass die Abgabe vier Jahre rückwirkend möglich sein müsse. Grundlegend stützte sich der BHF dabei auf die Verjährungsfrist für Steuern.

    Wenn diese für den Bürger vier Jahre betrage, müsse dies auch für den Staat so sein, argumentierten die Richter.

    • 2015 konnte man deshalb auch noch rückwirkend für Steuererklärung für 2014, 2013, 2012 und 2011 abgeben.

    Steuererklärung rückwirkend einreichen – Lohnt sich für Studenten

    Während des Studiums müssen Studenten in der Regel keine Steuererklärung abgeben. Danach sollten sie aber nachträglich eine Einkommensteuererklärung beim Finanzamt einreichen. Denn bei einem Zweitstudium können nachträglich Ausbildungskosten abgesetzt werden – und zwar unbegrenzt als Werbungskosten.

    Diese können nach dem Einstieg ins Berufsleben mit den Steuern auf die ersten Gehälter laut BHF verrechnet werden.

    • Wichtig dabei ist, dass man alle Werbungskosten (also für Bücher, Druckerpapier, etc.) mit Belegen nachweisen kann. Es lohnt sich also, die Kassenzettel aufzubewahren.

    Auszubildende, die keine Vergütung für ihre Tätigkeit erhalten haben, können ebenfalls ihre Einkommensteuererklärung nachträglich beim Finanzamt einreichen.

    Auch sie dürfen die damals gezahlten Werbungskosten mit den aktuellen Steuern verrechnen.

    Wer allerdings eine finanzielle Vergütung für seine Ausbildung erhalten hat, darf dies nicht.

    Источники: http://www.meine-erste-steuererklaerung.de/steuerfragen/steuererkklaerung-rueeckwirkend-abgeben-darum-lohnt-es-sich.html, http://www.vlh.de/wissen-service/steuer-abc/bis-wann-muss-die-steuererklaerung-abgegeben-werden.html, http://www.steuerklassen.com/steuererklaerung/ratgeber/steuererklaerung-rueckwirkend-einreichen/

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