Wie viel bekommt man von der lohnsteuer zurück

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    Geld zurück vom Staat :  Wie sich die Steuererklärung auszahlt

    Die Steuererklärung zu machen, ist zwar oft nervig und mühsam – aber es lohnt sich. Denn neun von zehn Steuerzahlern bekommen Geld vom Finanzamt zurück

    Sie kommt so sicher wie Weihnachten oder Ostern, die alljährliche Steuererklärung. Kaum jemand macht sich gern an die Formulare, sortiert Quittungen und Kontoauszüge. Doch zumindest einen Trost dürften die meisten Menschen haben: Die Mühe lohnt sich. Neun von zehn Steuerzahlern bekommen Geld zurück, im Schnitt sind es knapp 870 Euro. Kein schlechter Stundenlohn für ein paar Stunden Arbeit.

    Ehegatten und gesetzliche Lebenspartner tun meist gut daran, eine gemeinsame Steuererklärung abzugeben. Die gemeinsame Veranlagung – das Ehegattensplitting – ist immer dann ratsam, wenn die Partner unterschiedlich viel verdienen. Beim Splitting-Tarif werden die Einkommen addiert und gleichmäßig auf beide Partner verteilt. Jeder kommt dann in den Genuss des Grundfreibetrags von 8130 Euro, der steuerlich nicht angetastet wird. Zudem sinkt die Steuerlast, weil die Progression weniger stark zuschlägt.

    Tipp: Den Splittingtarif kann man für das gesamte Jahr 2013 auch dann in Anspruch nehmen, wenn man erst zum Jahresende geheiratet hat. Witwen oder Witwer dürfen den Tarif für 2013 noch nutzen, wenn der Partner 2012 oder 2013 verstorben ist.

    ODER DOCH JEDER FÜR SICH

    Wer nicht gemeinsame Sache machen will, kann zur Einzelveranlagung greifen. Die ersetzt erstmals in der Steuererklärung 2013 die getrennte Veranlagung, die es früher gab. Bei der Einzelveranlagung gibt jeder Partner eine eigene Steuererklärung ab und setzt darin nur seine eigenen Ausgaben ab.

    Dieses Verfahren kann sich lohnen, wenn einer der Partner Arbeitnehmer ist, der andere Pensionär. Denn dann lassen sich Versicherungsbeiträge zur Renten-, Kranken-, Haftpflicht- und Unfallversicherung besser absetzen. Dasselbe gilt, wenn ein Partner hohe Krankheitskosten hat. Denn bei außergewöhnlichen Belastungen, zu denen die Ausgaben für den Arzt, das Krankenhaus oder die Therapie zählen, haben Steuerzahler einen Eigenbehalt, der sich nach dem Einkommen, dem Familienstand und der Zahl der Kinder richtet. Hat nun einer der Partner hohe Ausgaben für die Gesundheit, aber wenig Einkommen, überspringt er schneller die Grenze, bis zu der er seine Krankheitskosten selber tragen muss, als wenn beide gemeinsam betrachtet werden.

    Tipp: Die Einzelveranlagung kann auch dann sinnvoll sein, wenn beide Partner Nebeneinkünfte haben. Für diese gilt eine Freigrenze von 410 Euro. Bei Einzelveranlagung kann jeder diese Freigrenze in Anspruch nehmen, bei gemeinsamer Veranlagung kann man die 410-Euro-Pauschale dagegen nur einmal nutzen.

    Für Arbeitnehmer sind und bleiben die Werbungskosten der Steuersparklassiker. 1000 Euro räumt der Fiskus jedem Beschäftigten als Pauschale ein – ohne Nachweis. Alles, was darüber hinausgeht, hilft, Steuern zu sparen.

    Dabei kommt allein durch die Fahrt zur Arbeit einiges zusammen. Für jeden Kilometer (Achtung: man kann nur den einfachen Arbeitsweg absetzen) können Berufstätige pauschal 30 Cent ansetzen. Bei 230 Arbeitstagen und 15 Kilometern kommen allein durch die Pendlerpauschale 1035 Euro zusammen. Jeder Euro, den man dann noch für Bücher, Computer oder Büromaterial ausgibt, schlägt steuermindernd zu Buche.

    Tipp: Wer mit Bus oder Bahn unterwegs ist, kann statt der Entfernungspauschale auch die echten Ticketkosten (Fahrscheine, Bahncards, Monatskarten) geltend machen, wenn das mehr bringt.

    Aber auch wer zu Hause kein Arbeitszimmer hat, kann Ausgaben für Arbeitsmittel in der Steuererklärung angeben. Wer einen Schreibtisch, einen Computer, ein Regal oder ein Handy kauft, kann den Fiskus an den Kosten beteiligen, wenn die Gegenstände – zumindest teilweise – beruflich genutzt werden. Das Finanzamt erkennt die Ausgaben in voller Höhe an, wenn Handy oder Schreibtisch zu 90 Prozent für den Job eingesetzt werden. Wer die Gegenstände auch privat nutzt, kann 50 Prozent der Kosten ansetzen, wenn er die berufliche Nutzung begründen kann.

    Tipp: Arbeitsmittel, die inklusive Mehrwertsteuer maximal 487,90 Euro gekostet haben, kann man auf einen Schlag absetzen. Teurere Produkte werden über mehrere Jahre abgeschrieben.

    Richtig viel Steuern sparen können Hauseigentümer und Mieter, wenn sie die Ausgaben für Helfer in Haus und Garten in ihrer Steuererklärung aufführen. Denn anders als bei Werbungskosten, Sonderausgaben (Altersvorsorge, Spenden, Kirchensteuer) oder außergewöhnlichen Belastungen (Krankheitskosten, Unterhalt an Lebensgefährten und Angehörige), die nur das zu versteuernde Einkommen verringern, kann man den Steuerbonus für den Handwerker oder die Putzfrau direkt von der Steuerschuld abziehen. Damit soll der Anreiz, Hilfen schwarz zu beschäftigen, sinken. Allerdings ist das Steuersparmodell begrenzt. Ausgaben für Handwerker (Arbeits-, Fahrt- und Maschinenkosten, kein Arbeitsmaterial!) zählen bis maximal 6000 Euro, für Haushaltshilfen bis 20 000 Euro und für Minijobber bis 2550 Euro. 20 Prozent davon zieht das Finanzamt von der Steuer ab.

    Tipp: Bezahlen Sie die Rechnung nicht bar, sonst geht der Steuervorteil flöten!

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    Das Jahr 2013 hat für Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, einige Vorteile gebracht. Für Ehrenämter (Schiedsrichter, Kassenwarte) kann man jetzt 720 Euro im Jahr statt 500 Euro steuerfrei kassieren. Übungsleiter (Trainer, Chorleiter, Erzieher) dürfen sogar bis zu 2400 Euro (vorher: 2100 Euro) im Jahr steuer- und sozialabgabenfrei verdienen.

    Weitere Steuertipps finden Sie im Finanztest-Spezial „Steuern 2014“ der Stiftung Warentest für 8,50 Euro

    Steuererklärung 2017 :  So bekommen Sie Geld vom Finanzamt zurück

    985 Euro bekommt jeder Berliner im Schnitt vom Finanzamt zurück. Mit ein paar Tricks kann man Steuern sparen. Was Sie dazu wissen müssen.

    Die Mühe lohnt sich: Durchschnittlich 985 Euro haben Berlins Steuerzahler nach Angaben der Senatsverwaltung für Finanzen im vergangenen Jahr vom Finanzamt zurückbekommen – 985 gute Gründe, sich in den nächsten Tagen oder Wochen an den Schreibtisch zu setzen, Belege zusammenzusuchen und seine Steuererklärung zu machen. Denn sonst läuft man Gefahr, Geld zu verschenken.

    Online oder auf Papier?

    Dabei ist es egal, ob Sie Ihre Angaben elektronisch über das „Elster“-Verfahren machen oder die Papiervordrucke ausfüllen. Zwischen sieben und neun Wochen hat es im vergangenen Jahr nach Angaben der Senatsverwaltung gedauert, bis die Finanzämter die Steuererklärungen bearbeitet hatten – egal, ob man „Elster“ genutzt hat oder, wie es in Berlin noch immer rund ein Drittel der Steuerbürger tun, die guten alten Papierformulare. Die dürfen Arbeitnehmer und Rentner auch in Zukunft weiter verwenden.

    Eigentlich hatte die Regierung das ändern wollen. Im Steuermodernisierungsgesetz, das im vergangenen Jahr verabschiedet worden ist und dessen Regelungen nun peu à peu umgesetzt werden, hatte das Bundesfinanzministerium alle Steuerzahler in die Pflicht nehmen wollen, ihre Steuererklärungen nur noch online zu übermitteln. Viele Steuererklärungen werden schon heute nicht mehr vom Sachbearbeiter, sondern vom Computer überprüft. Eine hundertprozentige Elster-Quote hätte das erleichtert. Nach zahlreichen Protesten ist man davon aber wieder abgerückt. Für Selbstständige gibt es eine solche „Elster“-Pflicht allerdings schon heute.

    Muss ich eine Erklärung machen?

    Für viele ist die Steuererklärung freiwillig, für einige ist sie aber Pflicht. Das gilt etwa für Arbeitnehmer oder Pensionäre mit Steuerklasse V, IV mit Faktor oder VI. Auch wer sich Freibeträge auf der Lohnsteuerkarte hat eintragen lassen, muss in aller Regel mit dem Finanzamt abrechnen, es sei denn, man hat im vergangenen Jahr maximal 11.000 Euro verdient (Ehepaare: 20.900 Euro). Auch bei Nebeneinkünften (Miete, selbstständige Arbeit) über 410 Euro – Minijobs zählen nicht – muss man eine Steuererklärung abgeben. Gleiches gilt, wenn man Lohnersatzleistungen wie Eltern- oder Arbeitslosengeld von über 410 Euro bezogen hat. Rentner sind betroffen, wenn sie mit ihren Einkünften aus der Rente und anderen Einkommensquellen wie Miete und Verpachtung über den steuerlichen Grundfreibetrag von 8652 Euro (Ehepaare: 17.304 Euro) kommen. Anleger müssen tätig werden, wenn sie noch Kirchensteuer für ihre Kapitalerträge abführen oder ausländische Erträge versteuern müssen.

    Wie lange habe ich Zeit?

    In Zukunft haben Steuerzahler mehr Zeit für ihre Steuererklärung. Nach dem Steuermodernisierungsgesetz wird die Frist um zwei Monate verlängert. Wer seine Steuererklärung selbst macht, hat dann bis zum 31. Juli Zeit, wer einen Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein einschaltet, sogar bis zum 28. Februar. Allerdings gilt das erst ab dem Veranlagungszeitraum 2017, für den man seine Steuererklärung 2018 abgibt. Die neuen, dann maßgeblichen Daten sind der 31. Juli 2018 und der 28. Februar 2019.

    Im neuen Recht gelten aber Zuckerbrot und Peitsche: Die Verlängerung ist nämlich an schärfere Sanktionen geknüpft, wenn man die Fristen nicht einhält. Für jeden Monat, den man verspätet abgibt, kann der Finanzbeamte in Zukunft 25 Euro Verspätungszuschlag erheben. Bisher ist das im Wesentlichen in das Ermessen der Sachbearbeiter gestellt.

    Für dieses Jahr bleibt aber noch alles beim Alten. Wer seine Erklärung ohne fremde Hilfe ausfüllt, muss bis zum 31. Mai fertig sein, Steuerberater oder Mitarbeiter von Lohnsteuerhilfevereinen müssen das Finanzamt bis spätestens 2. Januar 2018 beliefern.

    Muss ich Belege mitschicken?

    Viele Sachbearbeiter winken inzwischen ab. Sie haben keine Lust mehr, mit Bewirtungsquittungen, Bücherrechnungen oder Belegen über neue Brillen bombardiert zu werden. Das heißt aber nicht, dass Sie diese Unterlagen in den Papierkorb werfen dürfen. Auf Verlangen des Finanzamts muss man nämlich alle Ausgaben belegen können. „Spendenbescheinigungen muss man allerdings in jedem Fall beifügen“, sagt der Berliner Steuerberater Wolfgang Wawro. Auch wenn sich Ausgaben deutlich verändert haben, sollte man Quittungen beifügen. „Wenn Sie statt 100 Euro ausnahmsweise 600 Euro für Fachliteratur ausgegeben haben, sollten Sie die Rechnungen von sich aus beifügen“, rät Wawro.

    Was ist dieses Jahr neu?

    Steuerzahler profitieren bei der aktuellen Steuererklärung von einigen Vergünstigungen. Der Grundfreibetrag, bis zu dem Einkünfte komplett von der Steuerpflicht verschont bleiben, ist 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 168 Euro auf 8820 Euro (Verheiratete: 17.640 Euro) gestiegen. Kindergeld und Kinderfreibetrag sind ebenfalls erhöht worden, beim Kindergeld sind es zwei Euro pro Kind, beim Kinderfreibetrag sind es 108 Euro im Jahr.

    Wer Angehörige finanziell unterstützt, kann für 2016 bis zu 8652 Euro als außergewöhnliche Belastung von der Steuer absetzen, 180 Euro mehr als im Vorjahr. Beiträge an die Rentenversicherung, an berufsständische Versorgungswerke und – wichtig für Selbstständige – für die Rürup-Rente können jetzt bis zu einer Höhe von 22.767 Euro geltend gemacht werden, das Finanzamt berücksichtigt davon 82 Prozent. Bonuszahlungen der Krankenkassen mindern nicht mehr die abziehbaren Beiträge, wenn man die Gesundheitsprogramme selbst bezahlt hat, etwa Yoga- oder Pilateskurse, und von der Krankenkasse später einen Teil oder alles zurückbekommt.

    Eine wichtige Erleichterung betrifft die Schusseligen unter den Steuerzahlern. Wer Schreibfehler in seiner Steuererklärung macht, kann diese jetzt auch nach Ablauf der einmonatigen Einspruchsfrist korrigieren. Bisher galt das nur für Fehler, die dem Finanzamt unterlaufen sind. Das ist die einzige Regelung aus dem Steuermodernisierungsgesetz, die schon für diese Steuererklärung gilt.

    Wie kann ich sparen?

    Sparen lässt sich vor allem mit Hilfe der Werbungskosten. Wer schon mit dem Weg zur Arbeit (Entfernungspauschale: 30 Cent pro Kilometer, einfacher Weg) an der Werbungskostenpauschale von 1000 Euro kratzt, schafft es mit zusätzlichen Ausgaben für Büromaterial, Fachliteratur oder Fortbildungen, über die Grenze zu springen – und so Steuern zu sparen. Wer nicht nur an einem Ort arbeitet, sondern zwei Arbeitsstätten hat, kann den Weg zum zweiten Arbeitsort als Reisekosten abrechnen. Der Vorteil: Statt der Pauschale kann man dann 30 Cent für jeden gefahrenen Kilometer – also für Hin- und Rückweg – absetzen. „Für Autofahrer kann sich das lohnen“, sagt Uwe Rauhöft, Geschäftsführer des Bundesverbands Lohnsteuerhilfevereine.

    Steuern sparen kann man auch, indem man Handwerker und Haushaltshilfen beschäftigt. Für Handwerker kann man Lohnkosten von bis zu 6000 Euro im Jahr ansetzen, davon berücksichtigt der Fiskus 20 Prozent, also 1200 Euro im Jahr. Ausgaben für Reinigungskräfte oder Gärtner kann man sogar bis zu einer Höhe von 20.000 Euro geltend machen, unterm Strich kann man so 4000 Euro/Jahr sparen. Übrigens: Wenn die Großeltern die Kinder hüten und man sie dafür bezahlen möchte, kann man auch das als haushaltsnahe Dienstleistung von der Steuer absetzen, sagt Steuerberater Wawro. Falls Oma und Opa das nicht wollen, könne man ihnen zumindest die Monatskarte für die BVG spendieren – und sich einen Teil über die Steuer zurückholen.

    Wer kann ein Arbeitszimmer absetzen?

    Bis zu 1250 Euro im Jahr kann man als Werbungskosten von der Steuer absetzen, wenn man in seiner privaten Wohnung oder in seinem Haus ein Arbeitszimmer hat und der Arbeitgeber keinen anderen Arbeitsplatz zur Verfügung stellt. Ein Problem, das Lehrer kennen, aber auch Förster und Mitarbeiter im Außendienst. Sogar unbegrenzt lassen sich die Kosten für das Arbeitszimmer geltend machen, wenn sich – wie bei vielen Freiberuflern – der Schwerpunkt der gesamten Tätigkeit im Heimarbeitszimmer abspielt.

    Falls Sie nach diesen Vorgaben ein Arbeitszimmer beanspruchen können, können Sie die Ausgaben für Miete, Strom und Nebenkosten anteilig (Verhältnis des Arbeitszimmers zur gesamten Wohnfläche) absetzen. Auch Renovierungskosten und die Ausgaben für die Ausstattung des Raums mit Teppichboden oder Lampen kann man steuerlich geltend machen. Übrigens: Aufwendungen für Schreibtisch, Stuhl, Computer oder Drucker kann man immer als Werbungskosten angeben, auch ohne Arbeitszimmer.

    Was nicht geht

    Neue Urteile des Bundesfinanzhofs haben die Hoffnung so mancher Arbeitnehmer auf ein steuerlich absetzbares Arbeitszimmer gedämpft. Das Arbeitszimmer muss ein abgeschlossener Raum sein, Durchgangszimmer sind ausgeschlossen, eine kleine Arbeitsecke reicht nicht. „Der Steuerzahler muss sich warm anziehen“, sagt der Berliner Steuerberater Wolfgang Wawro. „Die Finanzrichter sehen das Ganze sehr kritisch.“ Es könne sein, vermutet Wawro, dass Finanzbeamte künftig verstärkt Kontrollen durchführen und sich die Zimmer vor Ort ansehen. Eine gute Nachricht aber gibt es. Eine Couch, sagt Wawro, dürfe auch in einem Arbeitszimmer stehen. „Auch Arbeitnehmer müssen sich ausruhen können.“

    Lohnsteuerrückzahlung

    Wie viel Lohnsteuer erhalte ich zurück

    Die Frage „wieviel Lohnsteuer erhalte ich zurück“ ist wohl die häufigste gestellte Frage in Bezug auf die Lohnsteuer. Mit dieser Frage kommen viele Steuerbürger zu den Lohnsteuerhilfevereinen.

    Sie möchten möglichst gleich sofort wissen, wie viel sie vom Fiskus zurück erwarten können.

    Die Frage kann nicht pauschal beantwortet werden

    Dass diese Frage nicht zwischen Tür und Angel beantwortet werden kann, ist einzusehen. Nicht umsonst benötigen Steuerberater und Beratungsstellenleiter von Lohnsteuerhilfevereinen eine mehrjährige Ausbildung.

    Sie müssen nicht unbedingt mit dem Lohnsteuerjahresausgleich Geld zurückerhalten

    Zunächst erst einmal muss klar sein, dass das Ergebnis einer Einkommenssteuererklärung (früher Lohnsteuerjahresausgleich) nicht unbedingt zugunsten des Steuerpflichtigen ausgehen muss. Die Antwort auf obige Frage kann also durchaus sein, dass eine Nachzahlung ansteht.

    In einer umfänglichen Beratung müssen sämtliche für den Steuerbürger relevanten steuerlichen Tatbestände erhoben werden. Das geht von der Anzahl der Kinder über verheiratet oder nicht verheiratet, Vorhandensein eines Autos bis hin zu Einkommen aus abhängiger Beschäftigung.

    Allein der Fragebogen, den ein Lohnsteuerhilfeverein bei der Beratung eines Mitgliedes abarbeiten muss, geht über zwei eng beschriebene Seiten.

    Lohnsteuerrechner online

    Im Internet kursieren diverse Lohnsteuerrechner, die suggerieren, dass hier schnell ermittelt werden kann, wie viel Lohnsteuer vom Finanzamt zurückgezahlt werden kann. Mit diesen Ergebnissen kommen dann die Menschen nicht zurecht, wenn sie vom Finanzamt eine andere Mitteilung im Einkommensteuerbescheid erhalten.

    Deshalb kann nur empfohlen werden, sich auf solche Hilfsmittel nicht völlig zu verlassen.

    Die Höhe der Lohnsteuererstattung hängt von diversen Faktoren ab

    Im Wesentlichen hängt die Höhe einer Zurückzahlung des Finanzamtes von den erzielten Einkommen, der darauf einbehaltenen Lohnsteuer und den Familienverhältnissen des Steuerpflichtigen ab.

    Wer die allseits bekannten grünen Bögen der Finanzverwaltung schon einmal ausfüllen musste, weiß, dass weit mehr abgefragt wird. Daraus kann er auch ersehen, dass es eine allgemeine Auskunft zur Höhe zurückgezahlter Lohnsteuer niemals geben kann.

    Steuergesetze ändern sich jedes Jahr

    Und eines ist noch wichtig zu beachten: Jedes Jahr ändern sich die Steuergesetze. Das bedeutet: Selbst dann, wenn bei einem Steuerpflichtigen in einem Jahr genau die gleiche Einkommenshöhe und andere Prämissen vorliegen wie im Jahr davor, muss das nicht das gleiche Ergebnis ergeben wie im Vorjahr. Darüber wundern sich viele, die sich nicht fachkundig beraten lassen.

    Die Höhe der Lohnsteuererstattung schätzen

    Bei der Schätzung einer eventuellen Steuerrückzahlung sollten Sie beachten, dass insbesondere in großen Betrieben im Dezember eine besondere Lohnsteuerermittlung durchgeführt wird. Die Lohnbuchhaltung gleicht im letzten Monat des Jahres eventuelle Ungenauigkeiten bei der Lohnsteuerzahlung, die durchaus vorkommen können, aus.

    Die Lohnsteuerrückzahlung selbst berechnen

    Wie bereits weiter oben deutlich ausgeführt, ist die Frage „wie viel Lohnsteuer erhalte ich zurück“ nicht auf die Schnelle zu beantworten. Wenn Sie dennoch sofort zumindest eine „in etwa“ Angabe erfahren möchten, dann bietet Ihnen die folgende Vorgehensweise eine gute Hilfe, um sich einen ersten Überblick zu verschaffen, mit welcher Lohnsteuerrückzahlung Sie in etwa rechnen können.

    Berechnung Lohnsteuerrückzahlung Schritt 1:

    Ermittlung des zu versteuernden Einkommens

    Basis für die Berechnung der Lohnsteuerrückzahlung ist Ihr zu versteuerndes Einkommen. Anhand des zu versteuernden Einkommens wird Ihr Steuersatz ermittelt, der wiederum Auskunft darüber gibt, wie viel Steuern Sie an den Fiskus zahlen müssen.

    a.) Machen Sie eine Liste aller Einnahmen

    Machen Sie eine Liste aller Ihrer Einkünfte wie Einkommen aus Vermietung und Verpachtung, Einkommen aus Landwirtschaft und Forstwirtschaft, Einkommen aus Vermietung und Verpachtung, Einnahmen aus Gewerbebetrieb, selbständiger Arbeit und natürlich auch Einkünfte aus Kapitalvermögen. Bei den Einnahmen müssen dabei die dazugehörigen Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben zum Abzug gebracht werden. Addieren Sie anschließend nach der Subtraktion der Werbungskosten und Betriebskosten die Einnahmen der einzelnen Einkünfte. Sie haben nunmehr den Gesamtbetrag ihrer Einkünfte ermittelt.

    b.) Bringen Sie die Sonderausgaben zum Abzug

    Bringen Sie nun die Sonderausgaben vom Gesamtbetrag der Einkünfte zum Abzug wie: Spenden, Rentenbeiträge, Beiträge zur Krankenversicherung, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung sowie Kirchensteuer und Berufsbildungskosten. Auch Pflegepauschbeträge, Unterhaltsleistungen sowie außergewöhnliche Belastungen können dabei vom Gesamtbetrag der Einkünfte abgezogen werden. Sind weitere Voraussetzungen gegeben, können zudem noch andere Freibeträge abgezogen werden wie Altersentlastungsbetrag oder der Kinderfreibetrag.

    Berechnung Lohnsteuerrückzahlung Schritt 2: den Steuersatz ermitteln

    Nachdem Sie nun Ihr zu versteuerndes Einkommen ermittelt und alle Sonderausgaben abgezogen haben, gilt es nun Ihren Steuersatz zu ermitteln. Dieser wird entweder basierend auf der Grundtabelle oder basierend auf der Splittingtabelle ermittelt. Anhand des anzuwendenden Steuersatzes kann jetzt die festzusetzende Einkommensteuer festgestellt werden sowie der anzusetzende Solidaritätszuschlag.

    Berechnung Lohnsteuerrückzahlung Schritt 3: Anrechnung der bereits geleisteten Steuern

    Haben Sie die zu zahlende Einkommensteuer ermittelt, dann müssen die bereits gezahlten Steuern wie Kapitalertragsteuer, etwaige Vorauszahlungen sowie die bereits abgeführte Lohnsteuer abgezogen werden.

    Kommen Sie nun zu dem Ergebnis, dass Sie bereits mehr abgeführt haben, als eigentlich vom Finanzamt gefordert wird, dann erhalten Sie eine Lohnsteuerrückerstattung. Die Höhe der Lohnsteuerrückerstattung ergibt sich aus dem Differenzbetrag.

    Um es nochmals zu betonen: die ausgeführte Vorgehensweise bietet nur einen ganz groben Überblick über die Berechnung der Lohnsteuerrückerstattung.

    Es ist in jedem Fall empfohlen, sich an einen Lohnsteuerverein oder einen Steuerberater zu wenden. Auch Betreiber wie Smartsteuer bieten eine zuverlässige Möglichkeit, seine Steuererklärung online schnell und einfach zu erstellen. Im Fall von Smartsteuer wird erst nach Erstellung und Abgabe der Steuererklärung eine Gebühr fällig. Sie wissen damit bereits im Voraus, mit welcher Lohnsteuerrückerstattung Sie rechnen können.

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    Источники: http://m.tagesspiegel.de/wirtschaft/geld-zurueck-vom-staat-wie-sich-die-steuererklaerung-auszahlt/9591710.html, http://m.tagesspiegel.de/wirtschaft/steuererklaerung-2017-so-bekommen-sie-geld-vom-finanzamt-zurueck/19444712.html, http://www.spitzensteuersatz.com/lohnsteuerrueckzahlung

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