Wie viel lohnsteuer zahlt man

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    Lohnsteuer

    • Die Lohnsteuer ist eine sogenannte Quellensteuer.
    • Nur Arbeitnehmer zahlen Lohnsteuer.
    • Es handelt sich bei ihr um eine Abgabe auf Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit.
    • Die Höhe hängt vom Verdienst und von der Steuerklasse ab.

    Wann ist in welcher Steuerklasse Lohnsteuer fällig?

    In den einzelnen Steuerklassen muss Lohnsteuer ab einem bestimmten monatlichen Verdienst gezahlt werden.

    • In Steuerklasse 6 wird Lohnsteuer nicht erst ab einer bestimmten Verdiensthöhe fällig. Hier muss immer Lohnsteuer gezahlt werden, unabhängig davon, wie hoch das Nebenverdienst ausfällt.

    Die Lohnsteuer berechnen

    Wer die Lohnsteuer berechnen möchte, muss sich hierfür die Steuerfreibeträge in seiner Steuerklasse notieren. Anschließend werden diese vom jährlichen Bruttoeinkommen abgezogen. Was davon übrig bleibt, ist das zu versteuernde Einkommen.

    Die Steuerlast wird gemäß der Einkommenshöhe berechnet und anschließend durch die Zahl der Monate geteilt.

    Aus Gründen der Einfachheit empfiehlt es sich insbesondere für Ehepaare, einen Lohnsteuer-Rechner zu verwenden. Denn beispielsweise durch das Ehegatten-Splitting oder den sogenannten Faktor (realistischer Ausgleich der zu zahlenden Steuer zwischen den beiden Ehegatten durch das Finanzamt) werden die Berechnungen erheblich verkompliziert.

    Die Lohnsteuerklassen und die zugehörigen Freibeträge

    • Grundfreibetrag
    • Kinderfreibetrag
    • Alleinerziehendenentlastungsbetrag
    • Grundfreibetrag
    • Kinderfreibetrag
    • Freibeträge nur für Partner in Steuerklasse 3!
    • Grundfreibetrag
    • Kinderfreibetrag
    • Dies sind lediglich die Freibeträge, die grundsätzlich für alle Steuerpflichtigen in Frage kommen. Es gibt allerdings noch weitere Freibeträge. Mehr Infos .

    Wie läuft das mit der Lohnsteuer?

    Schuldner der Steuer ist der Arbeitnehmer, obwohl es weder seine Aufgabe ist, diese zu berechnen, noch sie ans Finanzamt abzuführen. Denn diese Aufgabe übernimmt der Arbeitgeber.

    Mit Hilfe der elektronischen Lohnsteuerkarte erkennt der Arbeitgeber, in welcher Lohnsteuerklasse sich sein Mitarbeiter befindet.

    Wichtig ist dies in Bezug auf die Freibeträge in den einzelnen Lohnsteuerklassen, denn schon beim Lohnsteuerabzug werden diese berücksichtigt.

    • Der Arbeitgeber ist haftbar. Er ist dafür verantwortlich, dass der korrekte Betrag einbehalten und an das Finanzamt weitergeleitet wird. Sollte der Arbeitgeber einen Fehler beim Berechnen der Steuer gemacht haben, muss er ihn ausgleichen.

    Wenn ein Arbeitnehmer neu eingestellt wird, muss beim Finanzamt gemeldet werden, dass für ihn Lohnsteuer abgeführt wird. Aus Gründen der Einfachheit hat der Staat ein allgemeines System der Lohnsteuer-Anmeldung eingeführt, die in regelmäßigen Abständen durchzuführen ist.

    Diese Aufgabe obliegt dem Arbeitgeber. Es kommt dabei darauf an, wie hoch die zu zahlende Steuer des gesamten Unternehmens ist.

    Was sind die wichtigsten Fakten zur Lohnsteuer?

    Fast jeder Arbeitnehmer zahlt Lohnsteuer. Aber wie viel? Die wichtigsten Antworten im Гњberblick.

    Die Lohnsteuer ist eine Quellensteuer. Das heißt, dass sie nicht vom Steuerzahler selbst bezahlt wird, sondern ab der Quelle, also direkt vom Arbeitgeber an das Finanzamt geht. Geben Sie nach Ablauf des Kalenderjahres eine Einkommensteuererklärung ab, wird die bereits bezahlte Lohnsteuer auf Ihre endgültige Einkommensteuerschuld angerechnet.

    Wer muss Lohnsteuer zahlen?

    Wer einen Minijob macht, muss in der Regel keine Lohnsteuer zahlen. Bei allen anderen angestellten Arbeitnehmern – egal ob sie halbtags, ganztags oder Teilzeit arbeiten – hängt es von zwei Faktoren ab: Erstens wie viel sie verdienen und zweitens welche Steuerklasse sie haben.

    Beispiel: Nehmen wir an, Sie haben die Steuerklasse III und verdienen brutto nicht mehr als 1.907 Euro im Monat. Dann müssen Sie gar keine Lohnsteuer zahlen. Mit Steuerklasse I dürften Sie nur höchstens 1.006 Euro brutto monatlich verdienen, ohne dass Lohnsteuer fällig wird. (Stand: 2017)

    Insgesamt gibt es sechs Steuerklassen. Manche Berufstätige können sich eine Steuerklasse aussuchen, andere nicht. Das wichtigste zum Thema Steuerklassen erklärt unser Artikel Welche Steuerklassen gibt es und was bedeuten sie?

    Wie viel Lohnsteuer mussВ ich zahlen?

    Grundsätzlich gilt: Wer wenig verdient, zahlt auch wenig Lohnsteuer und wer viel verdient, zahlt mehr Lohnsteuer. Dieses Prinzip nennt man Steuerprogression. Kurz gesagt: Je höher das Einkommen, desto höher der Prozentsatz an Steuern. Der liegt zurzeit zwischen 14 und 45 Prozent des gesamten Einkommens in einem Jahr.

    Ein Beispiel: Sie haben Steuerklasse III, dürften also bis zu 1.907 Euro im Monat lohnsteuerfrei verdienen. Wenn Sie 2.003 Euro monatlich verdienen, wird auf die Differenz von 96 Euro Lohnsteuer fällig. Das sind ungefähr 11 Euro pro Monat. Mit Steuerklasse I wären es fast 200 Euro Lohnsteuer. (Stand: 2017)

    Klingt kompliziert, aber das Gute daran ist, dass Sie selbst nichts ausrechnen oder bezahlen mГјssen. Das Гјbernimmt Ihr Arbeitgeber. Er Гјberweist Ihnen nicht nur Ihr Gehalt, sondern auch die Lohnsteuer ans Finanzamt.

    Mit unserem Gehaltsrechner kГ¶nnen Sie sich schnell ausrechnen lassen, wie viel Lohnsteuer Sie vermutlich bezahlen. Die genaue Summe steht allerdings auch auf Ihrem Gehaltszettel, den Sie monatlich von Ihrem Arbeitgeber bekommen.В

    Woher weiГџ ich, welche Lohnsteuerklasse ich habe?

    Wer seine Steuerklasse wissen will, muss aufВ seinem letzten Gehaltszettel oder im ELSTER-Online-Portal nachschauen.

    Kann es sein, dass ich zu viel Lohnsteuer zahle?

    Ja. Die meisten Berufstätigen können sich einen Teil ihrer gezahlten Lohnsteuer vom Staat zurückholen. Nämlich indem sie ihre Werbungskosten wie die Fahrten zur Arbeite, ihre Sonderausgaben wie Krankenversicherungsbeiträge und ihre außergewöhnlichen Belastungen wie bestimmte Arztkosten von der Steuer absetzen.

    Sie sind sich unsicher, wie Sie Ihre Ausgaben in der Steuererklärung eintragen müssen? Kommen Sie zu uns, wir machen Ihre Steuererklärung und sichern Ihnen die Steuervorteile, die Ihnen zustehen. Finden Sie hier eine Beratungsstelle in Ihrer Nähe: Beratersuche.

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    Die Abzüge in der Steuerklasse 1

    • Die Abzüge in Steuerklasse 1 und in Steuerklasse 4 sind identisch.
    • Generell setzten sich die Abzüge in der Steuerklasse 1 wie in den anderen Steuerklassen zusammen.
    • Es werden Steuern und Sozialabgaben abgezogen.
    • Die Steuerfreibeträge in Steuerklasse 1 fallen deutlich niedriger aus.

    Die Abzüge in Steuerklasse 1

    Vom Bruttogehalt werden Steuern abgezogen:
    • der Solidaritätszuschlag,
    • die Lohnsteuer,
    • und die Kirchensteuer.

    Zu beachten ist, dass es sich bei Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag um sogenannte indirekte Steuern handelt. Sie werden nicht auf das Bruttogehalt erhoben, sondern prozentual auf die Lohnsteuer.

    Es werden allgemeine Sozialabgaben abgezogen:

    Oftmals führt ein Arbeitgeber vermögenswirksame Leistungen ab. In diesem Fall verringert auch dies das Nettoeinkommen, das letztendlich ausgezahlt wird.

    Auf einen Blick: Abzüge in Steuerklasse 1

    Wer ist in Steuerklasse 1?

    Die Steuerklasse 1 ist für alle Personen vorgesehen, die nicht oder nicht mehr verheiratet sind. Das heißt, folgende Personen sind der Steuerklasse 1 zuzuordnen:

    Wichtig für die Abzüge in Steuerklasse 1: Privat oder gesetzlich versichert?

    Für den Gesetzgeber macht es keinen Unterschied, ob man privat oder gesetzlich versichert ist. Die Abzüge vom Lohn finden immer statt. Doch wer nach Steuerklasse 1 veranlagt wird und seinen Nettolohn berechnen möchte, muss wissen, dass die prozentualen Abzüge schwanken.

    Gesetzlich Versicherte müssen 14,6 Prozent für die Krankenversicherung aufwenden. Dieser Beitragssatz ist bei allen Krankenkassen gleich. Des Weiteren ist ein Zusatzbeitrag vom Arbeitnehmer zu leisten, der von Krankenkasse zu Krankenkasse variiert.

    Die Beiträge zur privaten Krankenversicherung in Steuerklasse 1 sind vom Tarif anhängig und richten sich in der Regel nach Alter, Beruf und ggf. Gesundheitszustand.

    Abzüge in Steuerklasse 1: Steuerfreibeträge machen den Unterschied

    Grundsätzlich setzen sich die Abzüge vom Lohn bei Steuerklasse 1 genauso zusammen, wie in anderen Steuerklassen auch. Wesentlicher Unterschied sind die Steuerfreibeträge. In der Steuerklasse 1 fallen die Steuerfreibeträge deutlich niedriger aus, als in den anderen Steuerklassen.

    • In fast allen Steuerklassen gibt es Freibeträge, die jedoch unterschiedlich hoch sind und nicht nur den Familienstand des Arbeitnehmers, sondern auch die Zahl seiner Kinder berücksichtigen.

    Beispiel: Abzüge in Steuerklasse 1

    Szenario: Keine Kinder, in der Kirche, gesetzlich versichert, Bruttogehalt von 2.500 Euro

    Um eine Vorstellung zu erhalten, wie sich die Abzüge in der Steuerklasse 1 auf das Nettogehalt auswirken, hier ein Beispiel. Gehen wir davon aus, dass eine steuerpflichtige Person keine Kinder hat, in der Kirche und gesetzlich versichert ist (Barmer GEK) und über ein Bruttoeinkommen von 2.500 Euro verfügt.

    Als Single ist die Person in Steuerklasse 1 eingestuft. Ihre Abzüge bei Steuerklasse 1 setzen sich in diesem Fall wie folgt zusammen:

    Die Person verdient demnach bei einer Einstufung in Steuerklasse 1 1.630,08 Euro netto.

    Häufig gestellte Fragen zu Abzüge in der Steuerklasse 1

    Was kann in der Steuererklärung abgesetzt werden?

    Es hängt immer vom Einzelfall ab, was in der Steuererklärung abgesetzt werden kann. Generell gilt: Absetzbar ist unter anderem eine benötigte Zweitwohnung. Steuerpflichtige haben aber auch die Möglichkeit, über den Posten der Werbungskosten Folgendes abzusetzen:

    • Dienstreisekosten
    • Aufwendungen für Berufsbekleidung
    • Gewerkschaftsbeiträge
    • Arbeitswege

    Auch möglich ist es, verschiedene Versicherungen wie die Berufsunfähigkeitsvorsorge oder die private Altersvorsorge abzusetzen. Die Abzüge in der Steuerklasse 1 vom Lohn lassen sich mit verschiedenen Rechnern berechnen.

    Wie kann die Steuerklasse 1 gewechselt werden?

    Anders als Ehepaare oder eingetragene Lebenspartnerschaften haben Personen in Steuerklasse 1 keine Möglichkeit, die Steuerklasse zu wählen. Es gibt jedoch Situationen, in denen ein Steuerklassenwechsel hin zu einer anderen Steuerklasse sinnvoll bzw. sogar erforderlich ist.

    Bekommt eine alleinstehende Person ein Kind, hat sie – sofern sie nicht mit ihrem Partner zusammenlebt – das Anrecht, in die Steuerklasse 2 zu wechseln.

    Heiratet eine ledige Person, kommt sie nach der Heirat gemeinsam mit ihrem Ehepartner in Steuerklasse 4.

    Sind die Bedingungen für einen Steuerklassenwechsel erfüllt, kann dieser einmal jährlich vollzogen werden. Stichtag ist dabei der 30. November.

    Источники: http://www.steuerklassen.com/steuern/lohnsteuer/, http://www.vlh.de/wissen-service/steuer-abc/was-sind-die-wichtigsten-fakten-zur-lohnsteuer.html, http://www.steuerklassen.com/lohnsteuerklassen/steuerklasse-1-abzuege/

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