Wieviel geld bekommt man bei steuererklärung zurück

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    Geld zurück vom Staat :  Wie sich die Steuererklärung auszahlt

    Die Steuererklärung zu machen, ist zwar oft nervig und mühsam – aber es lohnt sich. Denn neun von zehn Steuerzahlern bekommen Geld vom Finanzamt zurück

    Sie kommt so sicher wie Weihnachten oder Ostern, die alljährliche Steuererklärung. Kaum jemand macht sich gern an die Formulare, sortiert Quittungen und Kontoauszüge. Doch zumindest einen Trost dürften die meisten Menschen haben: Die Mühe lohnt sich. Neun von zehn Steuerzahlern bekommen Geld zurück, im Schnitt sind es knapp 870 Euro. Kein schlechter Stundenlohn für ein paar Stunden Arbeit.

    Ehegatten und gesetzliche Lebenspartner tun meist gut daran, eine gemeinsame Steuererklärung abzugeben. Die gemeinsame Veranlagung – das Ehegattensplitting – ist immer dann ratsam, wenn die Partner unterschiedlich viel verdienen. Beim Splitting-Tarif werden die Einkommen addiert und gleichmäßig auf beide Partner verteilt. Jeder kommt dann in den Genuss des Grundfreibetrags von 8130 Euro, der steuerlich nicht angetastet wird. Zudem sinkt die Steuerlast, weil die Progression weniger stark zuschlägt.

    Tipp: Den Splittingtarif kann man für das gesamte Jahr 2013 auch dann in Anspruch nehmen, wenn man erst zum Jahresende geheiratet hat. Witwen oder Witwer dürfen den Tarif für 2013 noch nutzen, wenn der Partner 2012 oder 2013 verstorben ist.

    ODER DOCH JEDER FÜR SICH

    Wer nicht gemeinsame Sache machen will, kann zur Einzelveranlagung greifen. Die ersetzt erstmals in der Steuererklärung 2013 die getrennte Veranlagung, die es früher gab. Bei der Einzelveranlagung gibt jeder Partner eine eigene Steuererklärung ab und setzt darin nur seine eigenen Ausgaben ab.

    Dieses Verfahren kann sich lohnen, wenn einer der Partner Arbeitnehmer ist, der andere Pensionär. Denn dann lassen sich Versicherungsbeiträge zur Renten-, Kranken-, Haftpflicht- und Unfallversicherung besser absetzen. Dasselbe gilt, wenn ein Partner hohe Krankheitskosten hat. Denn bei außergewöhnlichen Belastungen, zu denen die Ausgaben für den Arzt, das Krankenhaus oder die Therapie zählen, haben Steuerzahler einen Eigenbehalt, der sich nach dem Einkommen, dem Familienstand und der Zahl der Kinder richtet. Hat nun einer der Partner hohe Ausgaben für die Gesundheit, aber wenig Einkommen, überspringt er schneller die Grenze, bis zu der er seine Krankheitskosten selber tragen muss, als wenn beide gemeinsam betrachtet werden.

    Tipp: Die Einzelveranlagung kann auch dann sinnvoll sein, wenn beide Partner Nebeneinkünfte haben. Für diese gilt eine Freigrenze von 410 Euro. Bei Einzelveranlagung kann jeder diese Freigrenze in Anspruch nehmen, bei gemeinsamer Veranlagung kann man die 410-Euro-Pauschale dagegen nur einmal nutzen.

    Für Arbeitnehmer sind und bleiben die Werbungskosten der Steuersparklassiker. 1000 Euro räumt der Fiskus jedem Beschäftigten als Pauschale ein – ohne Nachweis. Alles, was darüber hinausgeht, hilft, Steuern zu sparen.

    Dabei kommt allein durch die Fahrt zur Arbeit einiges zusammen. Für jeden Kilometer (Achtung: man kann nur den einfachen Arbeitsweg absetzen) können Berufstätige pauschal 30 Cent ansetzen. Bei 230 Arbeitstagen und 15 Kilometern kommen allein durch die Pendlerpauschale 1035 Euro zusammen. Jeder Euro, den man dann noch für Bücher, Computer oder Büromaterial ausgibt, schlägt steuermindernd zu Buche.

    Tipp: Wer mit Bus oder Bahn unterwegs ist, kann statt der Entfernungspauschale auch die echten Ticketkosten (Fahrscheine, Bahncards, Monatskarten) geltend machen, wenn das mehr bringt.

    Aber auch wer zu Hause kein Arbeitszimmer hat, kann Ausgaben für Arbeitsmittel in der Steuererklärung angeben. Wer einen Schreibtisch, einen Computer, ein Regal oder ein Handy kauft, kann den Fiskus an den Kosten beteiligen, wenn die Gegenstände – zumindest teilweise – beruflich genutzt werden. Das Finanzamt erkennt die Ausgaben in voller Höhe an, wenn Handy oder Schreibtisch zu 90 Prozent für den Job eingesetzt werden. Wer die Gegenstände auch privat nutzt, kann 50 Prozent der Kosten ansetzen, wenn er die berufliche Nutzung begründen kann.

    Tipp: Arbeitsmittel, die inklusive Mehrwertsteuer maximal 487,90 Euro gekostet haben, kann man auf einen Schlag absetzen. Teurere Produkte werden über mehrere Jahre abgeschrieben.

    Richtig viel Steuern sparen können Hauseigentümer und Mieter, wenn sie die Ausgaben für Helfer in Haus und Garten in ihrer Steuererklärung aufführen. Denn anders als bei Werbungskosten, Sonderausgaben (Altersvorsorge, Spenden, Kirchensteuer) oder außergewöhnlichen Belastungen (Krankheitskosten, Unterhalt an Lebensgefährten und Angehörige), die nur das zu versteuernde Einkommen verringern, kann man den Steuerbonus für den Handwerker oder die Putzfrau direkt von der Steuerschuld abziehen. Damit soll der Anreiz, Hilfen schwarz zu beschäftigen, sinken. Allerdings ist das Steuersparmodell begrenzt. Ausgaben für Handwerker (Arbeits-, Fahrt- und Maschinenkosten, kein Arbeitsmaterial!) zählen bis maximal 6000 Euro, für Haushaltshilfen bis 20 000 Euro und für Minijobber bis 2550 Euro. 20 Prozent davon zieht das Finanzamt von der Steuer ab.

    Tipp: Bezahlen Sie die Rechnung nicht bar, sonst geht der Steuervorteil flöten!

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    Das Jahr 2013 hat für Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, einige Vorteile gebracht. Für Ehrenämter (Schiedsrichter, Kassenwarte) kann man jetzt 720 Euro im Jahr statt 500 Euro steuerfrei kassieren. Übungsleiter (Trainer, Chorleiter, Erzieher) dürfen sogar bis zu 2400 Euro (vorher: 2100 Euro) im Jahr steuer- und sozialabgabenfrei verdienen.

    Weitere Steuertipps finden Sie im Finanztest-Spezial „Steuern 2014“ der Stiftung Warentest für 8,50 Euro

    Steuerrechner: Wie viel Geld bekommst Du zurück?

    Steuerrechner

    Um zu erfahren, wie hoch Deine mögliche Rückerstattung Deiner ersten Steuererklärung sein kann, kann Dir unser kostenloser Steuerrechner helfen. Zögere nicht und probiere gleich aus, wie hoch Deine Rückerstattung vom Finanzamt wird. Um die Rückerstattungssumme, so korrekt wie möglich bestimmen zu können, braucht der Steuerrechner als Berechnungsgrundlage Deinen Familienstand, sowie die exakte Höhe Deines Einkommens. Zusätzlich können noch die Entfernung zu Deiner Arbeitsstelle, haushaltsnahe Dienstleistungen, Sonderausgaben und Werbungskosten eingetragen werden.

    Im Netz gefunden: der neue smartsteuer TV-Spot

    Überall an der Steuererklärung arbeiten

    Hole Dir Deine Steuern zurück: Beispiele für Steuererstattungen

    Familie Müller, 2 Kinder

    Natalie, 23, Berufsanfängerin

    Maxima, Studentin, 24

    Werner, 65, Rentner

    zahlt aufgrund eines

    keine Steuern und

    spart somit 207,- EUR Steuern

    Marco, 32, Selbstständig

    ist ein Steuerfuchs

    und zahlt als Gründer

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    Zum nächsten Schritt

    Weitere Antworten zur ersten Steuererklärung

    Steuerrückerstattung berechnen

    Warum eine Steuererklärung?

    Die Notwendigkeit / der Nutzen einer Einkommensteuererklärung ergibt sich daraus, dass Arbeitnehmer Monat für Monat zu viele Steuern zahlen. Dies liegt daran, dass der Arbeitgeber von der monatlichen Lohnabrechnung pauschale Beträge an das Finanzamt abführt, welche nicht genau mit der Höhe der tatsächlichen Steuerschuld des Arbeitnehmers übereinstimmen. Bei der Steuererklärung geht es darum, sich zu viel gezahlte Beträge vom Finanzamt zurück zu holen.

    Wann und für wen lohnt Sie sich?

    Diese Möglichkeit der Steuererstattung kann / sollte jeder nutzen, der Einkommen erwirtschaftet, und davon Steuern abführt. Wer darauf verzichtet, schenkt dem Fiskus somit Geld. Bürger die keine Steuerrückerstattung beantragen, verzichten laut statistischem Bundesamt im Schnitt auf eine Rückzahlung von ca. 900 Euro zu viel gezahlter Steuern pro Jahr. Was viele nicht wissen: häufig erhalten gerade diejenigen Steuerzahler eine Erstattung, die nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sind. Der Antrag ist also in den meisten Fällen sinnvoll.

    Wie hoch ist meine Rückzahlung?

    Wie viele Steuern Sie letztlich zurück bekommen, kann nicht pauschal mit einer bestimmten Zahl beantwortet werden, sondern gestaltet sich bei jedem Steuerzahler individuell. Wichtige Faktoren sind z.B. die Höhe des Jahresverdienst sowie die Entfernung zur Arbeitsstätte. Für die Höhe der Rückzahlung ebenfalls relevant ist, ob der Steuerzahler bestimmte Freibeträge wie z.B. den Kinderfreibetrag, den Ausbildungsfreibetrag oder den Entlastungsbetrag für Alleinerziehende nutzen kann. Einen Überblick gibt die folgende Auflistung:

    • Höhe des Einkommens
    • Berufsstatus: z.B. Angestellter oder Beamter
    • ausgenutzte Freibeträge
    • Höhe der Pendlerpauschale
    • Steuerklasse
    • Kirchensteuerpflicht ja / nein
    • Familienstand und Anzahl Kinder
    • Höhe der Sonderausgaben wie z.B. Handwerkerkosten oder Kinderbetreeungskosten
    • Höhe der außergewöhnlichen Belastungen wie z.B. Krankheitskosten

    Wie Steuerrückzahlung berechnen?

    Die Berechnung der Steuerrückerstattung ergibt sich aus der Differenz der tatsächlichen Steuerpflicht und der bereits gezahlten Steuer. Hat man über das Jahr zu wenige Steuern an das Finanzamt abgeführt, wird eine Nachzahlung fällig. Im umgekehrten Fall erhält der Steuerzahler eine Rückzahlung. Arbeitnehmer führen i.d. Regel zu viele Steuern ab, und erhalten daher eine Erstattung.

    Die einzelnen Schritte

    Ermitteln Sie im ersten Schritt Ihr jährliches Bruttoeinkommen. Entnehmen sie diesen Betrag Ihrer Gehaltsabrechnung. Vom Brutto wird zunächst der Grundfreibetrag in Höhe von derzeit 8.620 Euro für Alleinstehende und 17.640 Euro für zusammen veranlagte Ehepaare abgezogen. Die Differenz wird anschließend um den Betrag der Werbungskosten gemindert. Übersteigen die Werbungskosten den Pauschalbetrag von 1000 Euro pro Jahr nicht, gilt die Pauschale, andernfalls wird der exakte Betrag angerechnet. Von diesem Ergebnis werden nun Freibeträge, Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen subtrahiert. Dieses Ergebnis ist nun die Grundlage zur Berechnung der Steuerschuld, nämlich das zu versteuernde Einkommen. Erst im letzten Schritt werden Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer ermittelt.

    So funktioniert der Rechner

    Unser Rechner nimmt eine vereinfachte Vorberechnung Ihrer voraussichtlichen Steuererstattung vor. Es handelt sich dabei jedoch lediglich um Näherungswerte. Der Sinn des Tools ist, Ihnen eine Orientierung zu geben, ob sich die Abgabe einer Steuererklärung für Sie lohnt, und wie hoch der Erstattungsbetrag ungefähr ausfallen wird. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass aus der Berechnung keine rechtsverbindlichen Ansprüche abgeleitet werden können. Geben Sie die gefragten Daten in die Eingabemaske ein. Klicken Sie abschließend auf „jetzt meine Steuerrückzahlung berechnen“.

    Wann zahlt Finanzamt Geld zurück?

    Es gilt die einfache Devise: wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Die Anträge auf Steuerrückerstattung werden nach der Reihenfolge des Eingangs bearbeitet. Meist beginnen die Finanzämter jedoch erst ab März mit der Bearbeitung, da sich zu Jahresanfang häufig noch steuerrechtliche Änderungen ergeben. Leider sind die Mitarbeiter der Finanzämter in den letzten Jahren immer mehr überlastet. So kann es bis zum endgültigen Steuerbescheid schlimmstenfalls schon mal drei oder vier Monate dauern. Sie können jedoch aktiv zu einer kürzeren Bearbeitungszeit beitragen, indem Sie Ihre Steuerdaten möglichst vollständig angeben. So muss Sie das Finanzamt nicht extra anschreiben, und nachträglich Informationen einfordern.

    Weitere Steuerrechner

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    Источники: http://m.tagesspiegel.de/wirtschaft/geld-zurueck-vom-staat-wie-sich-die-steuererklaerung-auszahlt/9591710.html, http://www.meine-erste-steuererklaerung.de/steuererstattung-dein-geld-zurueckbekommen.html, http://www.brutto-netto-rechner24.de/einkommensteuer-rueckerstattung.html

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