Wieviel lohnsteuer

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    Lohnsteuerrückzahlung

    Wie viel Lohnsteuer erhalte ich zurück

    Die Frage „wieviel Lohnsteuer erhalte ich zurück“ ist wohl die häufigste gestellte Frage in Bezug auf die Lohnsteuer. Mit dieser Frage kommen viele Steuerbürger zu den Lohnsteuerhilfevereinen.

    Sie möchten möglichst gleich sofort wissen, wie viel sie vom Fiskus zurück erwarten können.

    Die Frage kann nicht pauschal beantwortet werden

    Dass diese Frage nicht zwischen Tür und Angel beantwortet werden kann, ist einzusehen. Nicht umsonst benötigen Steuerberater und Beratungsstellenleiter von Lohnsteuerhilfevereinen eine mehrjährige Ausbildung.

    Sie müssen nicht unbedingt mit dem Lohnsteuerjahresausgleich Geld zurückerhalten

    Zunächst erst einmal muss klar sein, dass das Ergebnis einer Einkommenssteuererklärung (früher Lohnsteuerjahresausgleich) nicht unbedingt zugunsten des Steuerpflichtigen ausgehen muss. Die Antwort auf obige Frage kann also durchaus sein, dass eine Nachzahlung ansteht.

    In einer umfänglichen Beratung müssen sämtliche für den Steuerbürger relevanten steuerlichen Tatbestände erhoben werden. Das geht von der Anzahl der Kinder über verheiratet oder nicht verheiratet, Vorhandensein eines Autos bis hin zu Einkommen aus abhängiger Beschäftigung.

    Allein der Fragebogen, den ein Lohnsteuerhilfeverein bei der Beratung eines Mitgliedes abarbeiten muss, geht über zwei eng beschriebene Seiten.

    Lohnsteuerrechner online

    Im Internet kursieren diverse Lohnsteuerrechner, die suggerieren, dass hier schnell ermittelt werden kann, wie viel Lohnsteuer vom Finanzamt zurückgezahlt werden kann. Mit diesen Ergebnissen kommen dann die Menschen nicht zurecht, wenn sie vom Finanzamt eine andere Mitteilung im Einkommensteuerbescheid erhalten.

    Deshalb kann nur empfohlen werden, sich auf solche Hilfsmittel nicht völlig zu verlassen.

    Die Höhe der Lohnsteuererstattung hängt von diversen Faktoren ab

    Im Wesentlichen hängt die Höhe einer Zurückzahlung des Finanzamtes von den erzielten Einkommen, der darauf einbehaltenen Lohnsteuer und den Familienverhältnissen des Steuerpflichtigen ab.

    Wer die allseits bekannten grünen Bögen der Finanzverwaltung schon einmal ausfüllen musste, weiß, dass weit mehr abgefragt wird. Daraus kann er auch ersehen, dass es eine allgemeine Auskunft zur Höhe zurückgezahlter Lohnsteuer niemals geben kann.

    Steuergesetze ändern sich jedes Jahr

    Und eines ist noch wichtig zu beachten: Jedes Jahr ändern sich die Steuergesetze. Das bedeutet: Selbst dann, wenn bei einem Steuerpflichtigen in einem Jahr genau die gleiche Einkommenshöhe und andere Prämissen vorliegen wie im Jahr davor, muss das nicht das gleiche Ergebnis ergeben wie im Vorjahr. Darüber wundern sich viele, die sich nicht fachkundig beraten lassen.

    Die Höhe der Lohnsteuererstattung schätzen

    Bei der Schätzung einer eventuellen Steuerrückzahlung sollten Sie beachten, dass insbesondere in großen Betrieben im Dezember eine besondere Lohnsteuerermittlung durchgeführt wird. Die Lohnbuchhaltung gleicht im letzten Monat des Jahres eventuelle Ungenauigkeiten bei der Lohnsteuerzahlung, die durchaus vorkommen können, aus.

    Die Lohnsteuerrückzahlung selbst berechnen

    Wie bereits weiter oben deutlich ausgeführt, ist die Frage „wie viel Lohnsteuer erhalte ich zurück“ nicht auf die Schnelle zu beantworten. Wenn Sie dennoch sofort zumindest eine „in etwa“ Angabe erfahren möchten, dann bietet Ihnen die folgende Vorgehensweise eine gute Hilfe, um sich einen ersten Überblick zu verschaffen, mit welcher Lohnsteuerrückzahlung Sie in etwa rechnen können.

    Berechnung Lohnsteuerrückzahlung Schritt 1:

    Ermittlung des zu versteuernden Einkommens

    Basis für die Berechnung der Lohnsteuerrückzahlung ist Ihr zu versteuerndes Einkommen. Anhand des zu versteuernden Einkommens wird Ihr Steuersatz ermittelt, der wiederum Auskunft darüber gibt, wie viel Steuern Sie an den Fiskus zahlen müssen.

    a.) Machen Sie eine Liste aller Einnahmen

    Machen Sie eine Liste aller Ihrer Einkünfte wie Einkommen aus Vermietung und Verpachtung, Einkommen aus Landwirtschaft und Forstwirtschaft, Einkommen aus Vermietung und Verpachtung, Einnahmen aus Gewerbebetrieb, selbständiger Arbeit und natürlich auch Einkünfte aus Kapitalvermögen. Bei den Einnahmen müssen dabei die dazugehörigen Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben zum Abzug gebracht werden. Addieren Sie anschließend nach der Subtraktion der Werbungskosten und Betriebskosten die Einnahmen der einzelnen Einkünfte. Sie haben nunmehr den Gesamtbetrag ihrer Einkünfte ermittelt.

    b.) Bringen Sie die Sonderausgaben zum Abzug

    Bringen Sie nun die Sonderausgaben vom Gesamtbetrag der Einkünfte zum Abzug wie: Spenden, Rentenbeiträge, Beiträge zur Krankenversicherung, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung sowie Kirchensteuer und Berufsbildungskosten. Auch Pflegepauschbeträge, Unterhaltsleistungen sowie außergewöhnliche Belastungen können dabei vom Gesamtbetrag der Einkünfte abgezogen werden. Sind weitere Voraussetzungen gegeben, können zudem noch andere Freibeträge abgezogen werden wie Altersentlastungsbetrag oder der Kinderfreibetrag.

    Berechnung Lohnsteuerrückzahlung Schritt 2: den Steuersatz ermitteln

    Nachdem Sie nun Ihr zu versteuerndes Einkommen ermittelt und alle Sonderausgaben abgezogen haben, gilt es nun Ihren Steuersatz zu ermitteln. Dieser wird entweder basierend auf der Grundtabelle oder basierend auf der Splittingtabelle ermittelt. Anhand des anzuwendenden Steuersatzes kann jetzt die festzusetzende Einkommensteuer festgestellt werden sowie der anzusetzende Solidaritätszuschlag.

    Berechnung Lohnsteuerrückzahlung Schritt 3: Anrechnung der bereits geleisteten Steuern

    Haben Sie die zu zahlende Einkommensteuer ermittelt, dann müssen die bereits gezahlten Steuern wie Kapitalertragsteuer, etwaige Vorauszahlungen sowie die bereits abgeführte Lohnsteuer abgezogen werden.

    Kommen Sie nun zu dem Ergebnis, dass Sie bereits mehr abgeführt haben, als eigentlich vom Finanzamt gefordert wird, dann erhalten Sie eine Lohnsteuerrückerstattung. Die Höhe der Lohnsteuerrückerstattung ergibt sich aus dem Differenzbetrag.

    Um es nochmals zu betonen: die ausgeführte Vorgehensweise bietet nur einen ganz groben Überblick über die Berechnung der Lohnsteuerrückerstattung.

    Es ist in jedem Fall empfohlen, sich an einen Lohnsteuerverein oder einen Steuerberater zu wenden. Auch Betreiber wie Smartsteuer bieten eine zuverlässige Möglichkeit, seine Steuererklärung online schnell und einfach zu erstellen. Im Fall von Smartsteuer wird erst nach Erstellung und Abgabe der Steuererklärung eine Gebühr fällig. Sie wissen damit bereits im Voraus, mit welcher Lohnsteuerrückerstattung Sie rechnen können.

    Online Steuerberatung Lohnsteuerrückzahlung

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    Lohnsteuerrechner 2018 – Berechnen Sie Ihr Nettogehalt aus Ihrem Brutto Lohn

    Unser Online Lohnsteuerrechner ermöglicht Ihnen, sich einen Überblick zu ihren persönlichen Lohnsteuerabzügen zu verschaffen und schnell aus Ihrem Brutto-Gehalt Ihr Netto-Gehalt zu berechnen. Verschaffen Sie sich einen schnellen Einblick über Ihr Nettogehalt unter Berechnung des Faktorverfahren, der Kirchensteuer und Ihrer individuellen Steuerklasse.

    Der Rechner wird geladen .

    In unserem Lohnsteuerrechner für das Jahr 2018: Die Lohnsteuer als Quellensteuer

    Steuerpflichtige, die Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit (Lohn) beziehen, also beispielsweise in einem Büro oder Ladengeschäft als Angestellte tätig sind und einen Lohn erhalten, müssen eine Lohnsteuer entrichten. Diese wird jedoch direkt an der Quelle, dem Gehalt, einbehalten und von dem jeweiligen Arbeitgeber an die zuständige Finanzbehörde abgeführt. Die Höhe der zu zahlenden Lohnsteuer richtet sich dabei nach der Steuerklasse, in die jeder Steuerpflichtige eingeteilt wird. Testen Sie auch unseren Gehaltsrechner 2018, diese hilft Ihnen ebenfalls bei der Brutto Netto Berechnung.

    Lohnsteuerklassen und die Lohnsteuerkarte

    In der Lohnsteuerklasse 1 werden alle Steuerpflichtigen zusammengefasst, die unverheiratet, verwitwet oder geschieden sind und keine Kinder haben. Sobald mindestens ein Kind vorhanden ist, werden diese Steuerpflichtigen in der steuerlichen Klasse 2 geführt. Verheiratete Personen, die deutlich mehr Geld verdienen als ihr Ehepartner, werden in die Steuerklasse 3 eingestuft, während sich der Partner dann automatisch in der Lohnsteuerklasse 5 befindet. In der Steuerklasse 4 werden alle Ehepaare geführt, in denen beide Parteien über ein annähernd gleich hohes Einkommen von Ihrem Arbeitgeber verfügen. Die Steuerklasse 6 enthält schließlich Steuerpflichtige, die mehrere Beschäftigungen auf der Grundlage ihrer Lohnsteuerkarte ausüben. Die genauen Auswirkungen der Steuerklassen können Sie im obigen Lohnsteuerrechner sofort testen. Berechnen Sie, welches Nettogehalt von Ihrem Brutto Gehalt übrig bleibt. Gerne können Sie auch unseren Rechner zur Optimierung der Steuerklassen (mit und ohne Kinder) verwenden. Ihre Steuerklassenkombination wird in der wird in der Lohnsteuerkarte eingetragen, sie beruht in der Regel auf dem sog. Faktorverfahren.

    Tipp 1 zum Lohnsteuerrechner bzw. Einkommensteuerrechner: Summe der Steuerklassen immer 8

    Bei Ehepaaren muss die Gesamtzahl der Steuerklassen immer 8 ergeben. Sollten Ihre Einkünfte erheblich voneinander abweichen, so können Sie bereits sicher sein, dass der besser verdienende Partner in der Lohnsteuerklasse 3 und der geringer verdienende Partner in der Klasse 5 geführt werden wird, wenn Sie heiraten. In vielen Fällen lohnt sich der Gang zum Traualtar aus steuerlicher Sicht, jedoch sollte dies natürlich nicht der einzige Grund für eine Eheschließung sein.

    Lohnsteuer und Einkommensteuererklärung

    Für jeden Steuerpflichtigen lohnt sich die Abgabe einer Steuerklärung! Durch den festgelegten Arbeitnehmerpauschbetrag hat selbst ein Arbeitnehmer ohne weitere anfallende Werbungskosten die Möglichkeit, eine Steuererstattung zu erhalten. Kommen dann beispielsweise noch gezahlte Versicherungen, Krankenversicherung, geleistete Spenden oder ungewöhnlich hohe Krankheitskosten dazu, ist dem steuerpflichtigen Arbeitnehmer dringend zu raten, seine Steuererklärung bei der zuständigen Finanzbehörde einzureichen. Eine Abgabe ist bis zum 31.05. des jeweilige Folgejahres möglich.

    Tipp 2 zum obigen Lohnsteuerrechner : Verlängerung durch einen Steuerberater

    Nimmt der Steuerpflichtige die Unterstützung eines Steuerberaters in Anspruch, so verlängert sich die Abgabefrist bis zum 31.12. des jeweilige Folgejahres. Außerdem können auf diesem Weg beim Ausfüllen der durchaus komplizierten Formulare keine möglicherweise folgenschweren Missverständnisse und Fehleinträge entstehen.

    P.S.: Dieser Rechner ist sehr vergleichbar mit unserem Gehaltsrechner.

    News zum Lohnsteuerrechner

    22.11.2017: Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung ab 2018 gesenkt

    Der Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung sinkt zum 1. Januar 2018 von 18,7 auf 18,6 Prozent. Dies wurde vom Kabinett gemäß Pressemeldung der Bundesregierung beschlossen.

    14.11.2017: Der Rechner unterstützt nun auch die Lohnsteuerberechnung für 2018. Folgende Änderungen für 2018 wurden unter anderem vorgenommen:

    • Anhebung des Grundfreibetrags auf 9.000 Euro und weitere Anpassungen des Einkommensteuertarifs
    • Anhebung der Freibeträge für Kinder auf 3.714 Euro bzw. 7.428 Euro.
    • Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung und sozialen Pflegeversicherung ab 2018 53.100 Euro (2017: 52.200 Euro)
    • Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze West (BBG West) der allgemeinen Rentenversicherung auf 78.000 Euro (2017: 76.200 Euro) und für die Beitragsbemessungsgrenze Ost (BBG Ost) auf 69.600 Euro (2017: 68.400 Euro)
    • Der Teilbetrag der Vorsorgepauschale beträgt 2018 für die Rentenversicherung 72 % (2017: 68 %)

    01.11.2017: Geringerer kassenindividueller Zusatzbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung

    Der durchschnittliche kassenindividuelle Zusatzbeitrag für 2018 liegt bei nunmehr 1,0 Prozent. Dieser jüngst im Bundesanzeiger veröffentlichte, allein vom Arbeitnehmer zu tragende Beitragsanteil hat sich somit im Durchschnitt um 0,1 Prozentpunkte gegenüber 2017 verringert.

    26.06.2017: Immer wieder erreichen uns Fragen zum Solidaritätszuschlag oder zum Thema Kinderfreibeträge:

    Viele Nutzer fragen uns, ob bei unserer Lohnsteuerberechnung auch der Solidaritätszuschlag, Kinderfreibeträge oder der Arbeitgeberzuschuss berücksichtigt werden. Die einfache Antwort ist: na klar. Wir brechnen nicht nur die Lohnsteuer. Wenn Sie den Rechner verwenden, erhalten Sie ein Ergebnisfenster mit detaillierten Werten zum Solidaritätszuschlag, zur Kirchensteuer und natürlich auch zum Thema Arbeitgeberzuschuss (zu Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Krankenversicherung und Pflegeversicherung). Der Steuerrechner verwendet hierzu selbstverständlich die Kinderfreibeträge (siehe links) und als Grundlage die Lohnsteuertabelle.

    22.11.2016: Der Rechner unterstützt nun auch die Lohnsteuerberechnung für 2017. Folgende Änderungen für 2017 wurden unter anderem vorgenommen:

    • Anhebung des Grundfreibetrags auf 8.820 Euro und weitere Anpassungen des Einkommensteuertarifs
    • Anhebung der Freibeträge für Kinder auf 3.678 Euro bzw. 7.356 Euro.
    • Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung und sozialen Pflegeversicherung ab 2017 auf 52.200 Euro (2016: 50.850 Euro)
    • Anhebung des bundeseinheitlichen Beitragssatz in der sozialen Pflegeversicherung auf 2,55 % (2016: 2,35 %)
    • Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze West (BBG West) der allgemeinen Rentenversicherung auf 76.200 Euro (2016: 74.400 Euro) und für die Beitragsbemessungsgrenze Ost (BBG Ost) auf 68.400 Euro (2016: 64.800 Euro)
    • Der Teilbetrag der Vorsorgepauschale beträgt 2017 für die Rentenversicherung 68 % (2016: 64 %)

    01.01.2016: Gestiegener kassenindividueller Zusatzbeitrag bei der gesetzlichen Krankenversicherung

    Der durchschnittliche kassenindividuelle Zusatzbeitrag für 2016 liegt bei nunmehr 1,1 Prozent, wie im Bundesanzeiger vor kurzem publiziert wurde. Dieser Beitragsanteil, der allein vom Arbeitnehmer zu tragen ist, hat sich daher im Mittel um 0,2 Prozentpunkte gegenüber dem Zusatzbeitrag aus 2015 erhöht.

    01.12.2015: Tarifentlastung für 2015 komplett im Dezember 2015

    Mitte 2015 wurde rückwirkend zum Beginn des Jahres das Gesetz zur Anhebung des Grundfreibetrags, des Kinderfreibetrags, des Kindergeldes und des Kinderzuschlags beschlossen. Auf eine rückwirkende Korrektur der Lohnsteuer hat man dabei verzichtet. Stattdessen wurde einheitlich geregelt, die gesamte resultierende Tarifentlastung für 2015 nur bei der Lohn- bzw. Gehaltsabrechnung im Dezember 2015 zu berechnen. Im Lohnsteuerrechner kann zur Berechnung der Tarifentlastung im Feld "Steuerjahr" "2015 (Dez.)" ausgewählt werden.

    01.01.2015 : Zusatzbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung

    Während der neu festgelegte Beitragssatz von 14,6% zur gesetzlichen Krankenversicherung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber grundsätzlich geteilt wird, können die Krankenkassen fortan einen einkommensabhängigen Zusatzbeitrag für deren Finanzierung erheben. Dieser ist vollständig vom Arbeitnehmer zu tragen. Laut Bundesanzeiger vom Oktober 2014 beträgt der durchschnittliche Zusatzbeitrag 0,9 Prozent und gilt als Richtgröße für die Krankenkassen bei der Festlegung ihrer individuellen Zusatzbeitragssätze. Sofern also Ihre gesetzliche Krankenkasse nicht mehr als diesen Zusatzbeitrag von 0,9 Prozent erhebt, haben Sie als Arbeitnehmer keine höheren Beiträge als im letzten Jahr zu leisten. Denn auch im vergangenen Jahr wurde letztlich ein Anteil von 8,2 Prozent Ihres Bruttogehalts für die gesetzliche Krankenversicherung einbehalten. Es bleibt allerdings abzuwarten, wie sich dieser Zusatzbeitrag in Zukunft entwickelt.

    Erstmals seit 1991 erzielte der Bund in einem ersten Halbjahr einen Überschuss an Steuereinnahmen. Dies wurde vor allem durch besonders hohe Zuwächse von 5 Prozent bei den Lohnsteuereinnahmen und 8,3 Prozent bei den Einkommensteuereinnahmen im zweiten Quartal 2014 erzielt. Jeder einzelne Arbeitnehmer verdiente im Durchschnitt brutto 2,7 Prozent mehr, netto waren es 2,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

    Die 10 wichtigsten Fragen zum Thema Lohnsteuer

    Lesen Sie die hilfreichen Antworten und Tipps zu den 10 wichtigsten Fragen zum Thema Lohnsteuer

    Das wird Arbeitnehmern vom Lohn abgezogen

    Lohnsteuer, Kirchensteuer, SolidaritГ¤tszuschlag und SozialversicherungsbeitrГ¤ge – wir erklГ¤ren, welche monatlichen AbzГјge das Gehalt schmГ¤lern.

    Berufseinsteiger Markus hält zum ersten Mal seinen Lohnzettel in den Händen. Dank Lohnsteuer, Kirchensteuer, Solidaritätszuschlag und Sozialversicherungsbeiträgen versteht er allerdings nur Bahnhof. Was hat er denn nun wirklich verdient?

    Markus‘ Eltern beschweren sich immer Гјber zu hohe Steuern.В SeineВ Freunde sagen, vom Gehalt bleibe nichts mehr Гјbrig. So schlimm kann es doch aber nicht sein, denkt sich der Berufseinsteiger und schaut sich neugierig seineВ Lohnabrechnung genauer an. Oben steht das Gehalt, das er mit seinem Chef ausgehandelt hat: 1.900 Euro. Unten steht aber ein wesentlich geringerer Betrag. Das ist das Nettogehalt, das der 21-jГ¤hrige auf seinem Konto gutgeschrieben bekommt. Dazwischen stehen jede Menge AbkГјrzungen und unverstГ¤ndliche Begriffe.

    Brutto ist nicht gleich netto, hat sein Bruder ihm erklärt. Jetzt ahnt Markus, was das heißen soll. Von den 1.900 Euro brutto bekommt er knapp 1.300 Euro netto raus, weil jeden Monat ganz automatisch viele Abzüge seinen Lohn schmälern.

    Unser Video gibt Ihnen einen schnellen Гњberblick:

     Sie möchten ausführliche Informationen und ein Rechenbeispiel? Lesen Sie weiter.

    1. Lohnsteuer

    Markus verdient 1.900 Euro. Als Single ist er Steuerklasse I zugeordnet. Was das bedeutet erklГ¤rt unser Steuer ABC Welche Steuerklassen gibt es und was bedeuten sie?. Mit rund 170 Euro monatlich ist die Lohnsteuer der größte Abzug, denВ Markus‘ Arbeitgeber direkt an das Finanzamt Гјberweist.

    Wer wie viel Lohnsteuer zahlen muss, ist in Deutschland nach folgendem Grundprinzip geregelt: Wer mehr verdient, der soll auch mehr Steuern zahlen. Je hГ¶her also das Einkommen, desto hГ¶her der Prozentsatz an Steuern. Der liegt zurzeit zwischen 14 und 45 Prozent des gesamten Einkommens in einem Jahr.В

    2. Solidaritätszuschlag

    Seit 1991 zahlen deutsche Arbeitnehmer einen Solidaritätszuschlag, der auch als Soli bekannt ist. Zurzeit gehen dafür 5,5 Prozent der Lohnsteuer an das Finanzamt. Für Markus sieht die Rechnung also so aus:

    Ausnahme: Wer im Monat weniger als 81 Euro an Lohnsteuer zahlt (zum Beispiel mit einem Gehalt von 1.400 Euro), fällt in die so genannte Nullzone und muss keinen Soli zahlen.

    3. Kirchensteuer

    Wer – wie Markus – Mitglied einer Kirche ist, zahlt zusГ¤tzlich noch Kirchensteuer. Die HГ¶he des Abzugs hГ¤ngt zum einen vom Gehalt und zum anderen vom Bundesland ab, in dem man arbeitet. Markus ist evangelisch und arbeitet in Hessen.

    Wer in Baden-WГјrttemberg oder in Bayern arbeitet, zahlt nur acht Prozent seiner Lohnsteuer.

    4. Krankenversicherung

    Wer krank wird, geht zum Arzt, der eine Diagnose stellt und ein Medikament verschreibt. Die Krankenkasse zahlt das. Diese Art von Krankenversicherung ist in Deutschland vorgeschrieben, egal ob man bei einer gesetzlichen oder privaten Krankenkasse ist. Damit soll sichergestellt werden, dass eine Krankheit nicht den finanziellen Ruin bedeutet.

    Gesetzlich Versicherte zahlen 2017 einen Krankenkassenbeitrag von einheitlich 14,6 Prozent. Markus bekommt 7,3 Prozent direkt vom Gehalt abgezogen, sein Chef zahlt die restlichen 7,3 Prozent der Krankenversicherung. Hinzu kommt ein kassenindividueller, einkommensabhГ¤ngiger Zusatzbeitrag, den der Versicherte alleine bezahlen muss. Markus‘ Krankenkasse erhebt einen Zusatzbeitrag von 1,1 Prozent.

    Die SozialversicherungsbeitrГ¤ge – dazu gehГ¶ren die Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung -В werden jeweils zur HГ¤lfte vom Arbeitnehmer und vom Arbeitgeber getragen.

    Wie hoch die Kosten für eine private Krankenversicherung sind, lässt sich pauschal nicht sagen. Die Höhe richtet sich nach den Leistungen, die man in Anspruch nehmen will.

    5. Rentenversicherung

    Markus muss vorsorgen. Auch wenn er gerade erst mit seinem Beruf beginnt, denkt der Staat schon weiter und verpflichtet ihn, in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen. Damit hat er im Alter einen Anspruch auf Rente.

    9,35 % (Beitrag fГјr die Rentenversicherung) von 1.900 Euro (Gehalt) = 177,65 Euro

    6. Pflegeversicherung

    Die Krankenversicherung hat ihre Grenzen. Und so zahlt sie nicht, wenn ein Arbeitnehmer pflegebedürftig wird. In diesem Fall greift die Pflegeversicherung. 2017 ist diese auf einheitlich 2,55 Prozent erhöht worden. Die Beiträge teilen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer hälftig

    Eines gibt es bei der Pflegeversicherung aber zu beachten: Wer Гјber 23 Jahre alt ist und keine Kinder hat, zahlt einen Zuschlag von 0,25 Prozent oben drauf. Da Markus aber erst 21 Jahre alt ist, muss er noch keinen Zuschlag zahlen.

    Nur im Bundesland Sachsen ist die Verteilung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer anders – Arbeitnehmern mГјssen hier einen hГ¶heren Anteil zahlen als der Arbeitgeber.

    7. Arbeitslosenversicherung

    Damit ein Arbeitnehmer im Falle der Arbeitslosigkeit abgesichert ist, ist auch ein monatlicher Beitrag für die Arbeitslosenversicherung fällig. Beamte und Soldaten sind davon befreit, genauso wie Mini-Jobber, die nicht mehr als 450 Euro im Monat verdienen. Markus gehört nicht zu diesen Berufsgruppen und muss zahlen. Er rechnet aus:

    Alle VersicherungsbeitrГ¤ge, die auf Ihrer Gehaltsabrechnung stehen, kГ¶nnen Sie von der Steuer absetzen. Wie das funktioniert und welche Bedingungen gelten, erklГ¤rt unser Artikel Diese Versicherungen kГ¶nnen Sie absetzen.В

    Ihre individuelle Lohnabrechnung

    Wie das alles bei Ihrem Gehalt konkret aussieht? Rechnen Sie es aus:

    Lohnabrechnung gut aufheben

    Es ist sinnvoll, die Lohnabrechnung aufzubewahren. Markus musste zum Beispiel gerade fГјr seine neue Wohnung bei seinem Vermieter die erste Lohnabrechnung vorlegen, um zu beweisen, dass er ein geregeltes Einkommen hat. Oft verlangen auch Kreditgeber einen solchen Nachweis. Eine gesetzliche Regelung zur Aufbewahrung gibt esВ allerdings nicht.

    Markus wird zur Sicherheit seine Gehaltsabrechnungen von jedem Monat sammeln und aufheben. Erst wenn er seine Steuererklärung gemacht und schriftlich das endgültige Ergebnis vom Finanzamt zurück bekommt, wird er die Belege wegwerfen. Sein Arbeitgeber ist übrigens dazu verpflichtet, die Lohnabrechnungen aufzubewahren.

    Ein Mal im Jahr muss Markus‘ Chef ihm auГџerdem eine Гњbersicht darГјber geben, welches Gehalt er im Jahr erhalten hat und wie viel ihm davon beispielsweise fГјr die Krankenversicherung oder die Kirchensteuer abgezogen wird. Das nennt sich Lohnsteuerbescheinigung. Gleichzeitig schicktВ sein Chef die Daten elektronisch auch direkt an die Finanzverwaltung.

    Als Großverdiener stößt Markus an Grenzen

    Ein Blick in die Zukunft: Nehmen wir an, Markus arbeitet inzwischen seit etlichen Jahren und ist in die Chefetage aufgestiegen. Sein Beitrag für Kranken-, Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung wird immer noch auf Basis des Einkommens berechnet – allerdings nur bis zu einer bestimmten Einkommenshöhe. Das ist die Beitragsbemessungsgrenze. Für das über der Beitragsbemessungsgrenze liegende Gehalt zahlt Markus keinen Beitrag zu den Sozialversicherungen mehr.

    • 4.350 Euro monatlich (52.200 Euro jГ¤hrlich) in der gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung
    • 6.350 Euro monatlich (76.200 Euro jГ¤hrlich) in den alten BundeslГ¤ndern, 5.700 Euro (68.400 Euro jГ¤hrlich) in den neuen BundeslГ¤ndern in der gesetzlichen Renten- und Arbeitslosenversicherung

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    Источники: http://www.spitzensteuersatz.com/lohnsteuerrueckzahlung, http://www.smart-rechner.de/lohnsteuer/rechner.php, http://www.vlh.de/arbeiten-pendeln/beruf/das-wird-arbeitnehmern-vom-lohn-abgezogen.html

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