Wieviel prozent beträgt die kirchensteuer

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    Wie hoch ist die Kirchensteuer?

    Der Kirchensteuersatz beträgt derzeit (2017) neun Prozent der Lohn- und Einkommensteuer. In Bayern und Baden-Württemberg sind es acht Prozent.

    Kurzinfo | Bonn – 06.01.2015

    Neben der staatlichen Lohnsteuer behält der Arbeitgeber die Steuer ein und führt sie an das Finanzamt ab.

    Gehören Ehepaare verschiedenen Konfessionen an und machen ihre Steuererklärung zusammen, wird die gemeinsame Einkommensteuer geteilt und die Kirchensteuer für jede Religionsgemeinschaft errechnet. Eine andere Variante berechnet die Abgabe, als ob beide Ehepartner der gleichen Kirche angehörten und teilt den Betrag danach auf beide Religionsgemeinschaften auf.

    Ist nur ein Ehepartner kirchensteuerpflichtig, wird die Steuer für jeden Partner einzeln errechnet. Die Abgabe des Kirchenmitglieds ergibt sich aus seinem Anteil an der gemeinsamen Einkommen- oder Lohnsteuer.

    Kirchensteuer vom Grundbesitz

    In einigen Regionen wird eine Kirchensteuer vom Grundbesitz erhoben, zum Beispiel in den rheinland-pfälzischen Teilen der Diözesen Limburg und Speyer. Sie wird von den Kommunen zusammen mit der Grundsteuer eingezogen und bemisst sich am Grundsteuermessbetrag.

    Auch das allgemeine Kirchgeld ist eine regional begrenzte Abgabe und dient dazu, einen finanziellen Beitrag von Kirchenangehörigen zu erhalten, die keine staatliche Steuer zahlen. Es fließt direkt an die Kirchengemeinde. Das Kirchgeld beträgt 24, 48 oder 72 Euro im Jahr. Herangezogen werden nur volljährige Gemeindemitglieder, deren regelmäßiges Einkommen über dem Existenzminimum liegt. Die örtliche Kirchengemeinde erhebt diese Steuerart in eigener Regie.

    Mit Ausnahme des Erzbistums Köln und der Diözese Rottenburg-Stuttgart erheben alle Diözesen ein besonderes Kirchgeld. Es betrifft Ehepartner, die eine gemeinsame Steuererklärung abgeben, wenn einer der beiden nicht arbeitet oder nur ein geringes Einkommen hat. Gegebenenfalls muss letzterer ein besonderes Kirchgeld zahlen. Das besondere Kirchgeld knüpft an die Wirtschaftskraft an, die der Kirchenangehörige aus dem Einkommen seines Ehepartners zieht.

    Zahlt der Geringverdienende im Rahmen der gemeinsamen Veranlagung (Einkünfte beider Partner werden zusammengerechnet) Kirchensteuer vom Einkommen, so wird diese auf das besondere Kirchgeld angerechnet. Bei einem zu versteuernden Jahreseinkommen von 35.000 Euro beträgt das besondere Kirchgeld jährlich 96 Euro.

    Kirchensteuer als Sonderausgabe

    Steuerzahler können ihre bereits gezahlte Kirchensteuer bei der Steuererklärung als Sonderausgabe absetzen. Das Bundesfinanzministerium hat die dadurch verursachten Steuermindereinnahmen für das Jahr 2006 mit 3,1 Millionen Euro beziffert (20. Subventionsbericht, Bundestagsdrucksache 15. April 2006).

    Kappung der Kirchensteuer

    Außer in Bayern ermöglichen die deutschen Bistümer den Kirchenmitgliedern eine Kappung der Kirchensteuer. Das betrifft vor allem Großverdiener, deren Einkommen über der so genannten Kappungsschwelle liegt. Sie können den Anteil der Kirchensteuer auf bis zu 3,5 Prozent begrenzen.

    Wer hat die Kirchensteuer erfunden?

    Nach dem Krieg gegen Napoleon wurde die Kirche auf deutschem Gebiet im Jahr 1803 enteignet. Der gesamte Besitz, alle Ländereien und Gebäude mit Inventar, ging an die Reichsfürsten.

    Wie hoch ist die Kirchensteuer?

    Hier finden Sie Informationen zur Kirchensteuer und einen Kirchensteuer-Rechner, mit dem die Kirchensteuerersparnis bei einem Austritt aus der Kirche berechnet werden kann.

    Die Kirchensteuerpflicht resultiert aus einem Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in Deutschland sowie der Eigenschaft, ein Mitglied – etwa durch Taufe – der jeweiligen Kirche zu sein. Das Datum des Kicheneintritts oder des Kirchenaustritts wird von den Gemeinden als elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale an die ELStAM-Datenbank der Finanzämter übermittelt. Die Staatsangehörigkeit des Kirchenmitglieds spielt für die Kirchensteuerpflicht keine Rolle. Die Höhe der Kirchensteuer bemisst sich in der Regel an der Höhe der zu zahlenden Einkommensteuer bzw. Lohnsteuer oder Kapitalertragsteuer und einem länderabhängigem Prozentsatz. Nachfolgend kann ein Kirchensteuer-Rechner verwendet werden, um zu ermitteln, welche Ersparnis sich bei einem Kirchenaustritt ergibt.

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    Berechnung der Kirchensteuer 2017

    Jedem Arbeitnehmer, der einer kirchensteuer-berechtigten Religions-gemeinschaft angehört, wird Kirchensteuer vom Lohn bzw. Gehalt einbehalten. Der Arbeitgeber richtet sich dabei nach den Besteuerungsmerkmalen auf der Lohnsteuerkarte. Die Berechnung erfolgt nach dem für das jeweilige Bundesland maßgebenden Kirchensteuerhebesatz. Dieser ist in der folgenden Tabelle dargestellt:

    Kirchensteuer 2017

    Als Bemessungsgrundlage dient die Lohnsteuer unter Berücksichtigung von Kinderfreibeträgen! Damit fließen die Kinderfreibeträge – anders als bei der eigentlichen Lohnsteuerberechnung – in die Berechnung der Kirchensteuer mit ein. Sind also Kinderfreibeträge zu berücksichtigen, wird zur Berechnung der Kirchensteuer die Lohnsteuer fiktiv unter Einberechnung der Kinderfreibeträge ermittelt; der eigentliche Lohnsteuerabzug erfolgt ohne Beachtung der Kinderfreibeträge, da seit dem 01.01.1996 der Kinderlastenausgleich über das Kindergeld erfolgt.

    Zu beachten ist außerdem, dass beim Berechnen der Kirchensteuer in den einzelnen Bundesländern unterschiedliche Verfahren anzuwenden sind (so wird in einigen Bundesländern z. B. eine sogenannte Mindestkirchensteuer erhoben), so dass eine pauschale Aussage zur Berechnung nicht möglich ist und diese Seite nur einen annähernden Überblick geben kann.

    In der Software Win LohnInfo wird die Kirchensteuer unter Berücksichtung der bundeslandspezifischen Besonderheiten centgenau berechnet.

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    Sämtliche Informationen auf diesen Web-Seiten wurden mit größter Sorgfalt recherchiert, verfasst und berechnet. Es wird jedoch keine Gewähr oder Haftung für eventuelle Irrtümer übernommen.

    Источники: http://www.katholisch.de/aktuelles/dossiers/kirchensteuer-was-passiert-mit-dem-geld/wie-hoch-ist-die-kirchensteuer, http://kirchensteuer.biz/, http://www.guckmal.de/berechnung-kirchsteuer.htm

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