Wo trage ich krankengeld bei der steuererklärung ein

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    So tragen Sie das Krankengeld in der Steuererklärung ein

    Ob ein Unfall, eine langwierige Verletzung oder eine schwere Erkrankung – die Gründe für eine Krankschreibung können vielfältig sein. Die ersten sechs Wochen erhalten Arbeitnehmer noch eine Fortzahlung ihres Lohns, danach gibt es vom Arbeitgeber aber nichts mehr und sie müssen aufs Krankengeld zurückgreifen.

    Was ist Krankengeld?

    Krankengeld wird von der Krankenkasse bezahlt und auch Selbstständige haben nach sechs Wochen (eine Lohnfortzahlung gibt es bei ihnen nicht) einen Anspruch darauf. Die Krankengeldzahlung der Kasse erfolgt grundsätzlich steuerfrei, in der Steuererklärung muss das Krankengeld aber vermerkt werden.

    Krankgeld muss in der Steuererklärung vermerkt werden

    Krankengeld unterliegt dem Progressionsvorbehalt, was bedeutet, dass das Geld in der Steuererklärung so behandelt wird, als ob es normales Einkommen wäre.

    Für die Ermittlung des Steuersatzes wird das Krankengeld also mit einbezogen. Sollten in dem Jahr auch noch andere Einkünfte eingegangen sein, wird das Krankengeld auf diese Einkünfte angerechnet, wodurch die gesamte Steuerlast dann höher ausfällt.

    Das Krankengeld kann in der Anlage N oder im Mantelbogen eingetragen werden

    Das Krankengeld wird in der Einkommenssteuererklärung im Mantelbogen auf Seite 4 in Zeile 91 eingetragen. Wer die Anlage N abgeben muss, trägt es statt im Mantelbogen in Zeile 27 der Anlage N ein. In der Anlage N werden auch andere Entgeltersatzleistungen eingetragen, zum Beispiel Zuschüsse zum Mutterschaftsgeld oder Kurzarbeitergeld.

    Das Krankengeld beträgt in der Regel 70 % des Bruttogehalts, darf jedoch nicht höher sein als 90 % des Nettoeinkommens. Hier zählt der niedrigere Betrag – dieser wird dann nach Abzug der Sozialversicherungsbeiträge ausbezahlt.

    Um den Erhalt des Krankengeldes nachzuweisen, muss mit der Steuererklärung kein zusätzlicher Beleg eingereicht werden. Die Ermittlung der Daten erfolgt über die Krankenkasse direkt an das Finanzamt und spätestens im März des Folgejahrs liegen die Daten dann der Stelle vor.

    Wie lange wird Krankengeld bezahlt?

    Innerhalb von drei Jahren kann wegen derselben Erkrankung das Krankengeld maximal 78 Wochen ausbezahlt werden, das sind 19,5 Monate. Die Krankschreibung muss dabei nicht am Stück erfolgen, sondern die einzelnen Zeiträume werden über die drei Jahre hinweg zusammengerechnet.

    Nach drei Jahren beginnt die 78-Wochen-Frist erneut, allerdings nicht mehr für dieselbe Krankheit. Bevor das Krankengeld ausläuft, muss die Agentur für Arbeit, die Rentenversicherung und eventuell die Berufsunfähigkeitsversicherung kontaktiert werden.

    Falls die zuständige Krankenkasse die Zahlung von Krankengeld verweigern sollte, kann zum Beispiel bei der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland Beratung gesucht werden.

    David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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    Steuererklärung Anlage N

    Steuerformular für Angestellte

    • Zuletzt aktualisiert: 18. Oktober 2016
    • Von: Udo Reuß

    Das Wichtigste in Kürze

    • Angestellte, die eine Steuererklärung machen, müssen die Anlage N ausfüllen. Zusammenveranlagte müssen dieses Formular zweimal abgeben.
    • In der Anlage N machen Sie Angaben zu Ihrem Einkommen, die Sie sich aus der Lohnsteuerbescheinigung holen. So wird Ihr zu versteuerndes Einkommen ermittelt.
    • Sobald Sie berufsbedingte Ausgaben von mehr als 1.000 Euro haben, können Sie weitere Werbungskosten geltend machen. Ansonsten wird die Pauschale von 1.000 Euro automatisch vom zu versteuernden Einkommen abgezogen.
    • Wer aus beruflichen Gründen einen weiteren Wohnsitz benötigt, kann Ausgaben für Fahrten, Unterkunft und Verpflegung über die Anlage N von der Steuer absetzen.
    • Wer hohe Werbungskosten hat, sollte eine Steuererklärung abgeben, egal, ob er dazu vom Finanzamt aufgefordert wird oder nicht.

    Unser Tipp: Bleiben Sie zu wichtigen Steuerfragen immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

    Es gibt sicher Schöneres, als eine Steuererklärung auszufüllen. Aber es lohnt sich in den meisten Fällen, weil Sie sich zu viel gezahlte Steuern zurückholen können. Viele Steuerzahler müssen die jährliche Steuererklärung ohnehin abgeben: beispielsweise Ehepaare und eingetragene Lebenspartner mit der Steuerklassenkombination III/V. Auch wer Lohnersatzleistungen wie Arbeitslosengeld, Elterngeld, Krankengeld oder Mutterschaftsgeld bekommt, muss das Finanzamt über seine Einkünfte informieren. Die Abgabepflicht zur Steuererklärung ist in § 46 des Einkommensteuergesetzes (EStG) geregelt.

    Es zahlt sich jedoch oft aus, die Steuererklärung auch ohne Aufforderung abzugeben. Etwa, wenn Sie berufsbedingt hohe Fahrtkosten haben oder Aufwendungen für haushaltsnahe Dienstleistungen oder Handwerkerkosten geltend machen wollen. Wer eine Steuererklärung macht und nicht freiberuflich arbeitet oder ein Gewerbe hat, der kommt an der Anlage N nicht vorbei. Wir führen Sie Schritt für Schritt hindurch und geben Tipps, wie Sie die Anlage N am besten für sich nutzen.

    Die Anlage N besteht aus drei Seiten. Auf der ersten Seite tragen Sie Ihre Einkünfte ein, auf der zweiten können Sie Ihre Werbungskosten angeben und auf der dritten Seite Ihre Mehraufwendungen bei doppelter Haushaltsführung geltend machen.

    Helfer für die Steuererklärung

    Seite 1: Ihr Einkommen

    Im Kopf des Formulars geben Sie zunächst Ihre persönlichen Daten ein (Zeile 1 bis 4): Namen, Steuernummer und die sogenannte e-TIN, kurz für electronic Taxpayer Identification Number, die Sie auf Ihrer Lohnsteuerbescheinigung finden. Hatten Sie eine weitere Tätigkeit, können Sie eine zweite e-TIN eintragen.

    Angaben zum Arbeitslohn – Was Sie auf der ersten Seite zu Ihren Einkünften eintragen müssen, finden Sie in Ihrer Lohnsteuerbescheinigung, die entsprechende Zeile ist dort angegeben. Außerdem tragen Sie dort Lohnersatzleistungen sowie steuerfreien Arbeitslohn für Auslandstätigkeit ein.

    Für Arbeitnehmer (Zeilen 5 bis 10)

    Verschiedene Renten (Zeilen 11 bis 15)

    Achtung: Die Versorgungsfreibeträge sinken seit 2006 schrittweise je nach Jahr des Renteneintritts. Wer 2014 in Rente ging, erhält einen Versorgungsfreibetrag von 25,6 Prozent und einen Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag von 576 Euro. Ab 2040 gibt es für Neurentner dann überhaupt keine Freibeträge mehr, sie müssen ihre Rente voll versteuern.

    Einmalzahlungen für mehrere Jahre (Zeilen 16 bis 19)

    Haben Sie nicht monatsweise, sondern für mehrere Jahre auf einmal Einkommen erhalten, beispielsweise Arbeitslohn, Versorgungsbezüge, eine Abfindung oder Übergangsgelder? Sie müssen diese Einmalzahlung zwar als Arbeitslohn versteuern, sie wirkt sich aber nur zu einem Fünftel auf Ihren Steuersatz aus (sogenannte Fünftelregelung). Wenn Ihr Arbeitgeber die vollen Steuern abgezogen hat, tragen Sie Ihre Daten ein und legen Sie die Vertragsunterlagen bei. So machen Sie die Ermäßigung geltend.

    Arbeitslohn ohne Steuerabzug (Zeile 20)

    Arbeit im Ausland (Zeilen 21 bis 25)

    Ehrenamt und Nebentätigkeit (Zeile 26)

    Lohnersatzleistungen (Zeilen 27 bis 30)

    Achtung: Dies sind zwar steuerfreie Einnahmen, aber sie erhöhen den Steuersatz für die übrigen Einkünfte nach dem sogenannten Progressionsvorbehalt. So ist es möglich, dass Sie wegen der Lohnersatzleistungen, die Sie übers Jahr erhalten, Steuern nachzahlen müssen.

    Unser Tipp: Bleiben Sie zu wichtigen Steuerfragen immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

    Seite 2: Werbungskosten sammeln kann sich lohnen

    Der eigentlich interessante Teil der Anlage N beginnt für Arbeitnehmer mit den Werbungskosten. Hier können Sie berufliche Ausgaben eintragen und so Ihr zu versteuerndes Einkommen senken. Das Finanzamt billigt Ihnen den Werbungskostenpauschbetrag (auch Arbeitnehmerpauschbetrag genannt) von 1.000 Euro zu. Dieser Freibetrag wird bei jedem Arbeitnehmer automatisch vom Einkommen abgezogen. Wenn Sie keine Werbungskosten haben oder mit den Kosten unter der 1.000-Euro-Schwelle bleiben, können Sie sich die Mühe des Ausfüllens also sparen. Aber rechnen Sie noch einmal nach: Es kann sich lohnen, weil Sie sich auf diese Weise mehr Geld vom Finanzamt zurückholen können. Werbungskosten sind in § 9 des Einkommensteuergesetzes (EStG) geregelt.

    Tipp: Sammeln Sie Quittungen auf Verdacht und gehen Sie die Anlage N durch: Haben Sie Bewerbungen geschrieben, einen Sprachkurs an der Volkshochschule besucht oder sind Sie zu Vorstellungsgesprächen gefahren? Haben Sie sich einen neuen Computer, Schreibtisch oder Fachzeitschriften gekauft? Das sind Werbungskosten, mit denen Sie Ihr zu versteuerndes Einkommen drücken und so Ihre Steuerschuld senken können.

    Sie müssen sich beim Eintragen in der Anlage N auch nicht auf den Platz im Formular beschränken. Tragen Sie zusätzliche Ausgaben unter den „Weiteren Werbungskosten“ ein und vermerken Sie „Siehe Anlage“ für weitere Posten, die Sie auf einem separaten Papier auflisten. Kürzen kann im Zweifelsfall immer noch der Finanzbeamte.

    Fahrtkosten (Zeilen 31 bis 39)

    Unabhängig davon, wie Sie zur Arbeit kommen, steht Ihnen eine Entfernungspauschale von 30 Cent pro Kilometer zu. Das Finanzamt erkennt pro Arbeitstag jeden Kilometer der einfachen Wegstrecke an. Wenn Sie öffentliche Verkehrsmittel, Ihren Pkw oder einen Firmen- oder Dienstwagen nutzen, kann die Summe auch höher ausfallen.

    Arbeitnehmer, die täglich 15 Kilometer zur Arbeit fahren, kommen allein mit ihren Fahrtkosten meist schon über den Pauschbetrag. Jeder zusätzlich ausgegebene Euro macht sich hier bezahlt.

    Wie hoch sind die Fahrtkosten? Ihre Arbeitstage müssen Sie genau ermitteln. Dazu ziehen Sie Ihre Urlaubs- und Krankheitstage von den jährlichen Arbeitstagen in Ihrem Bundesland ab. In Berlin gibt es 2014 beispielsweise 252 Arbeitstage. Wenn Sie einen Urlaub von 24 Tagen abziehen, bleiben 228 Arbeitstage.

    Das ergibt folgende Rechnung: 15 km x 0,30 Euro x 228 Tage = 1.026 Euro Werbungskosten. Sie liegen also bereits mit 26 Euro über dem Pauschbetrag und können diese als Werbungskosten geltend machen.

    Achtung: Seit 2014 gilt ein neues Reisekostenrecht für Ihre Steuererklärung. Haben Sie mehrere Arbeitsstätten, müssen Sie eine davon als Ihre „erste Arbeitsstätte“ definieren. Für diese können Sie weiterhin die einfache Entfernungspauschale geltend machen, für weitere Arbeitsstätten sowohl den Hin- als auch den Rückweg als Dienstreise.

    Hohe Werbungskosten? Freibetrag eintragen lassen

    Werbungskosten können Ihre Steuerlast auch sofort senken und nicht erst, wenn Sie Ihre Steuererklärung abgeben. Bei erwartungsgemäß hohen Werbungskosten von mehr als 1.000 Euro können Sie die Vorteile des Lohnsteuerermäßigungsverfahrens nutzen, indem Sie beim Finanzamt einen Freibetrag beantragen. Dieser wird als elektronisches Lohnsteuerabzugsmerkmal (ELStAM) gespeichert und vom Arbeitgeber automatisch berücksichtigt – so erhöht sich Ihr monatliches Nettoeinkommen.

    Als weitere Werbungskosten können Sie eintragen

    Mitgliedsbeiträge für Berufsverbände (Zeile 40)

    Wenn Sie Mitglied einer Berufsvereinigung wie der Handwerkskammer, der Ärztekammer oder einer Gewerkschaft sind, können Sie Ihren Mitgliedsbeitrag eintragen. Aufwendungen, die Ihnen wegen einer Tätigkeit für den Berufsverband entstehen, sind ebenfalls als Werbungskosten absetzbar.

    Berufskleidung und Fachbücher (Zeile 41 und 42)

    Alles, was Sie überwiegend für Ihre berufliche Tätigkeit nutzen, gilt als Arbeitsmittel und lässt sich steuerlich absetzen. Dazu gehören zum Beispiel Berufsbekleidung, Computer, Software, ein Bücherregal und Fachliteratur.

    Belege aufheben

    Sofern es sich nicht um Pauschbeträge handelt, die der Fiskus ohnehin von Ihrem Einkommen abzieht, müssen Sie Ihre Ausgaben belegen können, notfalls per Eigenbeleg. Das Finanzamt versucht jedoch, sich vor der Flut mitgeschickter Quittungen und Kopien zu schützen und fasst in diesem Dokument zusammen, was Sie sofort nachweisen müssen und was eventuell erst auf Nachfrage – beispielsweise die Belege für Arbeitsmittel.

    Arbeitszimmer (Zeile 43)

    Achtung: Teilen Sie sich mit einem Mitbewohner oder Ehepartner das Arbeitszimmer in Ihrer Wohnung, dürfen Sie die Kosten nur zur Hälfte eintragen und auch den Höchstbetrag insgesamt nur einmal pro Zimmer ausschöpfen.

    Fortbildung (Zeile 44)

    Haben Sie einen Lehrgang, einen Computerkurs oder ein Seminar besucht und selbst finanziert, dann tragen Sie die Kosten als Fortbildungskosten ein. Auch Fahrtkosten zum Kurs oder Ausgaben für Material und die Prüfungsgebühr können Sie ohne Einschränkung geltend machen.

    Tipp: Auch Erststudium eintragen

    Weitere Werbungskosten (Zeile 45 bis 48)

    Bewerbungskosten wie Porto, Zeugniskopien oder Bewerbungsbilder, Kontoführungsgebühren oder beruflich motivierte Umzugskosten können Sie unter den weiteren Werbungskosten eintragen. Kontoführungsgebühren bis 16 Euro pro Jahr werden generell ohne Nachweis anerkannt.

    Tipp: Sie müssen nicht unbedingt umziehen, weil Sie eine neue Stelle in einer anderen Stadt antreten oder Ihr Arbeitgeber den Standort wechselt, um die Umzugskosten abzusetzen. Es reicht, wenn sich Ihr (einfacher) Arbeitsweg durch den Wohnungswechsel um mindestens eine halbe Stunde verkürzt.

    Reisekosten (Zeile 49 bis 57)

    Wenn Ihr Arbeitgeber Ihnen Ausgaben für Dienstreisen nicht steuerfrei ersetzt, können Sie diese Reisekosten in der Anlage N eintragen. Für die Verpflegung werden Pauschalen je nach Dauer der Abwesenheit ohne zusätzlichen Nachweis anerkannt, für Übernachtungen und Fahrtkosten die tatsächlichen Aufwendungen. Sie können aber auch je nach Fahrzeug eine feste Kilometerpauschale geltend machen.

    Wenn Sie außerhalb Ihres eigentlichen Wohnorts keine weitere Wohnung nutzen oder zur Arbeit pendeln, dann sind Sie nun fertig mit der Anlage N. Ansonsten wenden Sie sich noch der dritten Seite zu.

    Seite 3: Ausgaben für doppelte Haushaltsführung

    Wer aus beruflichen Gründen einen zweiten Haushalt am Arbeitsort führt, kann seine Ausgaben dafür über die Anlage N von der Steuer absetzen, sofern der Arbeitgeber sie nicht steuerfrei erstattet (Zeilen 61 bis 69).

    Fahrtkosten (Zeile 70 bis 78)

    Unterkunft (Zeilen 81 bis 86)

    Tipp: Wenn Sie häufiger pendeln, können Sie statt der doppelten Haushaltsführung auch Fahrtkosten für mehr als eine Heimfahrt wöchentlich geltend machen. Diese geben Sie in Zeile 69 an, in Zeile 31 bis 39 tragen Sie die Strecken ein, die Sie zwischen Arbeitsstätte und Erstwohnsitz zurücklegen. Die gesetzliche Regelung können Sie in § 9 Absatz 5 des Einkommensteuergesetzes nachlesen.

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    Artikel verfasst von

    Finanztip-Experte für Steuern

    Der Steuerrechtler und Diplom-Kaufmann Udo Reuß ist bei Finanztip für Steuerthemen verantwortlich. Zuvor war er bei verschiedenen Wirtschafts- und Fachverlagen wie Handelsblatt, F.A.Z.-Verlagsgruppe, Haufe-Lexware und Vogel Business Media tätig – 14 Jahre davon arbeitete er als Chefredakteur von Fachzeitschriften. Aus dem komplexen Steuerrecht zieht er die relevanten Urteile für Steuersparer. Den Autor erreichen Sie unter [email protected] .

    ehemalige Finanztip-Redakteurin (bis 2015)

    Andrea Wekenborg verfasste für Finanztip Artikel im Ressort Recht & Steuern. Ihre Begeisterung für Verbraucherthemen entdeckte sie in der Ombudsredaktion der Berliner Zeitung. Später schrieb sie fünf Jahre für einen Online-Finanzvergleich über Versicherungen, Konten und Steuern. Zudem war sie bereits beim Verbraucherzentrale Bundesverband tätig.

    Krankengeld und Steuer im Гњberblick

    Einfach erklärt: Auf Krankengeld brauchen Sie keine Steuern zu zahlen. Dennoch müssen Sie es meistens in Ihre Steuererklärung eintragen.

    Egal ob Sie eine langwierige Krankheit haben oder einen komplizierten Bruch auskurieren müssen, wenn Sie arbeitsunfähig krankgeschrieben sind, bekommen Sie sechs Wochen lang Ihren vollen Lohn vom Arbeitgeber weiterbezahlt. Das nennt sich „Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall" und ist im Entgeltfortzahlungsgesetz geregelt. Nach dieser Zeit gibt es von der gesetzlichen Krankenkasse das Krankengeld. Dieses ist zwar etwas niedriger als Ihr normales Gehalt, hilft Ihnen aber Ihre Unkosten zu bezahlen.

    So bekommen Sie Krankengeld

    Um Krankengeld zu erhalten, müssen Sie keinen gesonderten Antrag stellen. Ihre Krankenkasse wird mit Ihnen Kontakt aufnehmen und die weitere Vorgehensweise abstimmen. Wichtig ist nur, dass Sie die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bzw. Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen, die Ihnen Ihr Arzt ausgestellt hat, direkt an Ihre Krankenversicherung senden – am besten per Einschreiben.

    Krankengeld wird grundsätzlich ohne zeitliche Beschränkung gezahlt, wegen derselben Krankheit jedoch nicht länger als 78 Wochen.

    Auch wenn Ihr Kind krank ist und Sie es so zeitintensiv pflegen mГјssen, dass Sie nicht arbeiten kГ¶nnen, haben Sie eventuell Anspruch auf Krangengeld – umgangssprachlich auch Kinderkrankengeld genannt. Das gilt aber nur, wenn Ihr Kind unter 12 Jahre alt und gesetzlich mitversichert ist. Falls Sie dazu Fragen haben, wenden Sie sich am besten direkt an Ihre Krankenkasse.

    Krankengeld ist eigentlich steuerfrei

    Wenn Sie Krankengeld bekommen, ist das steuerfrei. Einen Haken hat die Sache aber: Entgeltersatzleistungen, wie das Krankengeld, unterliegen demВ Progressionsvorbehalt. Der sorgt dafГјr, dass die Steuern auf Ihr restliches Gehalt steigen.

    Ein Rechenbeispiel: Ruth bekommt drei Monate lang 4.800 Euro steuerfreies Krankengeld. Danach und davor hat sie neun Monate lang normal gearbeitet und in dieser Zeit 22.500 Euro verdient. Normalerweise mГјsste Ruth diese 22.500 Euro mit ihrem persГ¶nlichen Steuersatz von 15,6 Prozent versteuern – also 3.510 Euro Steuern zahlen.

    In den Augen des Finanzamts hat Ruth jedoch nicht 22.500 Euro verdient sondern 27.300 Euro (22.500 Euro + 4.800 Euro) und ihr Steuersatz klettert auf 18,3 Prozent. Das Krankengeld von 4.800 Euro bleibt weiterhin steuerfrei, doch die 22.500 Euro muss Ruth nun mit 18,3 Prozent versteuern. Das sind В 4.117,50 Euro, also Гјber 600 Euro mehr Steuern, die Sie zahlen muss.

    Das Krankengeld ist grundsätzlich beitragspflichtig zur Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung. Die Krankenkasse zieht daher die Beiträge direkt von Ihrem Krankengeld ab, bevor Sie es überwiesen bekommen.

    Krankengeld in die Steuererklärung eintragen

    Wenn Sie mehr als 410 Euro Krankengeld im Jahr bekommen haben, müssen Sie eine Steuererklärung abgeben. Die Summe des Krankengelds tragen Sie im Mantelbogen unter „Sonstige Angaben und Anträge“, in der Zeile für „Einkommensersatzleistungen“ ein. Zu diesem Zweck sollten Sie automatisch, von der Krankenkasse eine "Bescheinigung für das Finanzamt" bekommen haben, wo die Höhe Ihres Krankengelds vermerkt ist.

    Sie sind unsicher, wie Sie das Krankengeld in Ihrer Steuererklärung eintragen müssen? Unsere Beraterinnen und Berater helfen Ihnen dabei. Finden Sie hier eine Beratungsstelle in Ihrer Nähe: Beratersuche.

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    Источники: http://www.gevestor.de/details/so-tragen-sie-das-krankengeld-in-der-steuererklaerung-ein-804993.html, http://www.finanztip.de/steuererklaerung-anlage-n-1/, http://www.vlh.de/arbeiten-pendeln/beruf/krankengeld-und-steuer-im-ueberblick.html

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