Wonach richtet sich die höhe der lohnsteuer

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    Lohnsteuer

    Die Lohnsteuer ist keine eigenständige Steuer, sondern lediglich eine Form der Einkommensbesteuerung, die ausschließlich bei abhängig beschäftigten Arbeitnehmern erhoben wird. Die Lohnsteuer wird direkt an der Quelle des Einkommens, also beim Arbeitgeber, erfasst und von ihm direkt an das zuständige Finanzamt abgeführt. Die Höhe der Lohnsteuer richtet sich im wesentlichen nach dem zu erwartenden Jahreseinkommen. Zuviel oder zuwenig bezahlte Lohnsteuer wird nach Ablauf des Jahres im Rahmen der Einkommensteuererklärung ausgeglichen.

    Die Lohnsteuer ist eine Vorauszahlung auf die zu erwartende Einkommensteuer. Die Lohnsteuer wird ausschlieГџlich bei abhГ¤ngig beschГ¤ftigten Arbeitnehmern erhoben und direkt vom Arbeitgeber an das Finanzamt abgefГјhrt. Die Lohnsteuer ist – im Gegensatz zur Einkommensteuer – eine weitgehend pauschalierte Form der Einkommensbesteuerung, deren HГ¶he primГ¤r von der HГ¶he des zu erwartenden Jahreseinkommens abhГ¤ngt. Im Gegensatz zur Einkommensteuer nimmt die Lohnsteuer zunГ¤chst nur begrenzt RГјcksicht auf die individuelle LeistungsfГ¤higkeit des einzelnen Arbeitnehmers. Mit dem Steuerabzug ist die Besteuerung im Rahmen der Einkommensteuer fГјr den Arbeitnehmer im allgemeinen abgeschlossen, es sei denn, der Arbeitnehmer wird zur Einkommensteuer veranlagt oder er macht von sich aus eine EinkommensteuererklГ¤rung.

    Der Lohnsteuerabzug wird direkt vom Arbeitslohn oder Gehalt vorgenommen. Dabei gelten alle Einnahmen aus dem Arbeitsverhältnis oder den Arbeitsverhältnissen als Einnahmen. Hierzu zählen nicht nur die Vergütungen, die in Form von Geld gezahlt wurden, sondern auch Naturalentgelte. Dazu gehören beispielsweise ein Dienstwagen, der auch für private Zwecke genutzt werden kann, verbilligte Flugreisen bei Arbeitnehmern von Luftfahrtgesellschaften oder eine vom Unternehmen unentgeltlich überlassene Dienstwohnung.

    Der Arbeitgeber ist für die ordnungsgemäße Abführung der Steuerbeträge verantwortlich. Ihm obliegt die Anmeldung neuer Arbeitnehmer zum Lohnsteuerabzug, die Berechnung der Lohnsteuer, die Durchführung und die Kontrolle des Lohnsteuerabzuges sowie die Abführung der Lohnsteuer an das zuständige Finanzamt.

    Die Höhe der jeweiligen Lohnsteuer ergibt sich dabei aus der so genannten Lohnsteuertabelle, die aus den Einkommensteuertabellen abgeleitet ist. Während die Einkommensteuertabellen auf das Jahreseinkommen des Steuerpflichtigen bezogen sind, zeigt die Lohnsteuertabelle den Betrag, der von einem Einkommen abgezogen werden muss, das täglich, wöchentlich oder monatlich ausgezahlt wird. Auch in der Lohnsteuertabelle werden die Arbeitnehmer in Lohnsteuerklassen unterteilt. Die Eingruppierung, die auch auf der Lohnsteuerkarte ausgewiesen ist, erfolgt nach dem jeweiligen Familienstand und der Anzahl der Arbeitsstätten an denen Lohn bezogen wird. Es gibt die Lohnsteuerklassen 1 bis 6.

    Der einzelne Arbeitnehmer wird in den Prozess des Lohnsteuerabzugs nur wenig einbezogen. Der Steuerpflichtige hat lediglich zu Beginn eines jeden Steuerjahres seine Lohnsteuerkarte beim Arbeitgeber abzugeben und diesem sowie dem zuständigen Finanzamt solche Veränderungen seiner persönlichen Verhältnisse mitzuteilen, die sich auf die Höhe der vom Arbeitgeber abzuführenden Lohnsteuer auswirken können.

    Der einzelne Arbeitnehmer hat auch die Möglichkeit, bestimmte auf ihn zutreffende Umstände, die seine Steuerschuld vermindern (wie Familienstand, Zahl der Kinder), dem Finanzamt zu melden und von diesem auf seiner Lohnsteuerkarte in Form von eingetragenen Freibeträgen vermerken zu lassen. Dadurch vermindern sich die Steuerabzüge sofort und der Steuerpflichtige bekommt einen höheren Nettolohn ausbezahlt. Eintragen von Freibeträgen hat denselben Effekt wie entsprechende Angaben in der Einkommensteuererklärung am Ende des Steuerjahres. Eine eventuelle Steuerentlastung wird durch den Eintrag der Freibeträge lediglich zeitlich vorgezogen.

    Lohnsteuer: Wie wird meine Lohnsteuer ermittelt und eingezogen?

    Die Lohnsteuer wird in Deutschland – als eine Erhebungsform der Einkommensteuer – auf Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit erhoben. Wenn Sie Arbeitnehmer sind, zahlen Sie Lohnsteuer. Oder besser gesagt: Ihr Arbeitgeber berechnet bei jeder Lohn- bzw. Gehaltszahlung die Höhe Ihrer Lohnsteuer und führt den entsprechenden Betrag direkt ans Finanzamt ab.

    In vielen Fällen ist dieser Betrag jedoch zu hoch, weil viele persönliche Freibeträge oder abzugsfähige Belastungen nicht berücksichtigt werden. Wann und wie Sie sich einen Teil der zuviel gezahlten Lohnsteuer zurückholen können, lesen Sie in diesem Beitrag.

    Wie ermittelt das Finanzamt die Höhe meiner Lohnsteuer?

    Das Finanzamt hat die Aufgabe, die dem Staat zustehenden Steuern einzutreiben. Es muss sicherstellen, dass ihm möglichst keine Fehler unterlaufen, in deren Folge der Staat auf ihm zustehende Einnahmen verzichten würde. Deswegen ist die Lohnsteuer als Quellensteuer konzipiert, d.h. der Staat holt sich den ihm zustehenden Teil Ihres Lohns direkt an der Quelle – bei Ihrem Arbeitgeber. Dieser haftet sogar gegenüber dem Staat für zu wenig einbehaltene und abgeführte Lohnsteuer. Umgekehrt haben Sie für zuviel abgeführte Lohnsteuer nur einen Anspruch gegenüber dem Finanzamt – und den sollten Sie auch geltend machen. Der Grund: Da das Finanzamt und Ihr Arbeitgeber lediglich sicherstellen, dass Sie nicht zu wenig Steuern zahlen, wird Ihnen in der Regel zuviel Geld abgezogen. Um das zu verhindern, müssen Sie selbst aktiv werden.

    Wie hole ich mir zuviel gezahlte Lohnsteuer zurГјck?

    Ihr Arbeitgeber berechnet Ihre Lohnsteuer aus 2 Komponenten: Den offiziellen Lohnsteuertabellen (zu Freibeträgen, Pauschalen etc.) und Ihren persönlichen, elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmalen (z.B. Lohnsteuerklasse, Kinderfreibeträge; früher als Einträge auf der Lohnsteuerkarte, heute als ELStAM bekannt). An den Lohnsteuertabellen gibt es in der Regel nichts zu rütteln. Aber viele Menschen verzichten darauf, die Gestaltungsmöglichkeiten bei Ihren persönlichen Lohnsteuerabzugsmerkmalen auszuschöpfen. Das ist so lange kein Problem, solange Sie sich am Jahresende per Einkommensteuererklärung die zuviel abgeführte Lohnsteuer zurückholen. Das bedeutet zwar etwas Arbeit, weil Sie Belege sammeln und eine Steuererklärung abgeben müssen – dafür erhalten 9 von 10 Arbeitnehmern Geld zurück. Wenn Sie den Aufwand verringern wollen, nutzen Sie eine Steuersoftware oder wenden sich an einen Steuerberater.

    Wenn Sie keine Steuererklärung abgeben wollen, sollten Sie zumindest dafür sorgen, dass Ihre Lohnsteuerabzugsmerkmale so präzise sind, dass Sie dem Finanzamt kein Geld schenken. Das erreichen Sie mit einem Lohnsteuer-Ermäßigungsantrag, der die Angaben in Ihren persönlichen, elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmalen ergänzt und verhindert, dass der Arbeitgeber während des Jahres zuviel Lohnsteuer abführt. Hier lesen Sie, wie Sie einen Antrag auf Lohnsteuerermäßigung stellen und was Sie dabei beachten sollten.

    Tipp: Lesen Sie auch unsere Gestaltungshinweise und Ausfüllhilfe zum Thema "Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit" und Anlage N.

    Lohnsteuertabelle und die Höhe der Lohnsteuer

    In der Lohnsteuertabelle findest du Angaben zur Höhe deiner Lohnsteuer. Welche Daten dort außerdem vermerkt sind und ob die Tabelle genau ist, erfährst du hier.

    Welche Daten findest du in der Lohnsteuertabelle?

    Die Höhe deiner Steuer- und Sozialabgaben richten sich nach deiner Steuerklasse. In der Lohnsteuertabelle kannst du sämtliche Abgaben ablesen – unterteilt nach den einzelnen Steuerklassen. Dazu gehört, wie viel Lohnsteuer du voraussichtlich im Jahr zahlen musst. Auch den Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer kannst du auf der Lohnsteuertabelle nachvollziehen.

    Arbeitnehmer richten sich nach der allgemeinen Lohnsteuertabelle. Die besondere Lohnsteuertabelle gilt für Steuerpflichtige, die nicht rentenversicherungspflichtig sind. Dazu gehören z.B. Beamte, Richter und Berufssoldaten. Diese können sich privat kranken- und pflegeversichern.

    Wo du die Lohnsteuertabelle finden kannst

    Bis 2004 gab es noch amtliche Lohnsteuertabellen. Mittlerweile wurden diese durch so genannte Lohnsteuerannäherungstabellen ersetzt. Diese weisen die Lohnsteuer aber nicht vollkommen korrekt aus.

    Willst du genau wissen wie viel Lohnsteuer und Solidaritätszuschlag du monatlich bzw. jährlich zahlst, kannst du dies nachrechnen. Das Bundesministerium für Finanzen verfügt dafür über einen Lohn- und Einkommenssteuerrechner.

    Wer führt die Lohnsteuer ab?

    Die Lohnsteuer muss für Mitarbeiter abgeführt werden. Also jeder, der Mitarbeiter beschäftigt, muss für diese eine Lohnsteuer ans Finanzamt zahlen. Dein Arbeitgeber berechnet die Höhe der Lohnsteuer und überweist sie ans Finanzamt. Du musst dich darum nicht kümmern.

    Die Höhe richtet sich unter anderem nach dem Gehalt. Allgemein gilt: Wer viel verdient, zahlt auch mehr Lohnsteuer. Es kommt aber nicht nur auf dein Gehalt an, sondern auch auf deine Steuerklasse. Beide Faktoren sind entscheidend für deine Lohnsteuer.

    Wo finde ich meine Angaben?

    Wie viel Lohnsteuer du zahlst, findest du unter anderem auf deiner Lohnabrechnung. Außerdem sind dort Angaben zu deiner Steuerklasse und den geleisteten Sozialabgaben aufgelistet. Du siehst damit genau, welche Abzüge von deinem Brutto-Gehalt fließen und wie hoch dein Nettogehalt ist.

    Unterschied zwischen Brutto und Netto?

    Das Bruttogehalt ist dein Gehalt bevor Steuern und Sozialabgaben abgezogen werden. Hierzu gehören Abgaben wie Lohnsteuer, der Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls die Kirchensteuer. Abgezogen werden ebenfalls deine Sozialversicherungsbeiträge. Darunter fallen Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung. Das Nettogehalt ist das Geld, was monatlich auf deinem Konto landet.

    Источники: http://www.wirtschaftslexikon.co/d/lohnsteuer/lohnsteuer.htm, http://www.steuern.de/lohnsteuer.html, http://taxfix.de/steuertipps/lohnsteuertabelle-hoehe-lohnsteuer/

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